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Dünnes Schorle oder Gemüsesaft?
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am 16.11.2011 22:44:55
Hallo,
ich habe Diabetes Typ 2, mein Hba1c ist mit Metformin auf 5,9 eingestellt. Letzte Woche war ich bei der Ernährungsberaterin und kann mir eine Sache nicht erklären. Ich sagte ihr, daß ich Apfel/Orangenschorle trinke, aber nur 1/5-1/4 Saft, der Rest Wasser. Sie meinte, das sollte ich nicht machen, das wäre quasi eine Unterzucker-Behandlung, die ich da durchführe. Ich soll Gemüsesaft trinken. Jetzt habe ich mal gerechnet. Apfelsaft enthält 10g Zucker/100ml. Mein Schorle enthält also 2-2,5g Zucker/100ml, ein Glas also ca. 1/2 BE. Nur, der von ihr empfohlene Gemüsesaft enthält genauso viel Zucker, nämlich 2-3g/100ml. Es macht also keinen Unterschied. Ausserdem dachte ich, es wäre günstig, die Kohlenhydrate in kleinen Dosen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Genau das mache ich ja, wenn ich dieses dünne Schorle über den Tag verteilt trinke. Ich komme so auf ca. 2BE, die ich über Getränke pro Tag zu mir nehme. Ansonsten habe ich meine Ernährung angepasst und nehme 1kg/Monat ab, seit April 8kg. Mein Arzt meinte, ich solle die Kohlenhydrat-Zufuhr nicht weiter einschränken. Ich habe mit dem Schorle also auch kein Kalorien/Gewichtsproblem. Was ist an meinem dünnen Schorle so viel schädlicher als an Gemüsesaft? Ich habe kein Problem mit Gemüsesaft, verstehe aber das Schorleverbot nicht.
Viele Grüße
Horst -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 08:57:43
laß doch die tante erzählen, du rechnest völlig richtig, und sie falsch.
und mit ner dünnen saftschorle kann man keine hypo bekämpfen.
außerdem würde mir dauernd gemüsesaft wieder oben erscheinen. -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 09:30:26
Tja, letzte Woche noch an Autos herumgeschraubt und dann an der Kreisvolkshochschule zur "Ernährungsberaterin" umgeschult. Soll schnell kann's gehen. ;) -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 13:08:37
es gibt immer noch sog berufe für die man überhaupt keine ausbildung benötigt, ernährungsberater/in,
lebensberater/in, geistheile/rin, heilpraktiker/in ist alles so ähnlich wie schrotthändle früher, heute ist schrotthändler im verhältnis zu den anderen etwas anspruchsvolles. -
ferrato
Rang: Gastam 17.11.2011 14:02:38
Gast schrieb:
es gibt immer noch sog berufe für die man überhaupt keine ausbildung benötigt, ernährungsberater/in,
Was soll das denn heißen?
Diätassistent/in ist die geschützte Bezeichnung für einen Medizinalfachberuf.Die dreijährige Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen und wird mit einer Examensprüfung abgeschlossen.
Horstm hat zwar in seinem Posting schon eine Ernährungsberaterin genannt, hat aber sicherlich eine Diätassiistentin gemeint. Ansonsten würden die Kassen einen solchen Ernährungskurs gar nicht bezahlen.
Peter -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 15:07:41
Wie immer: wer lesen kann, ist im Vorteil! Wo bitte, Ferrato, hatte denn dein Vorschreiber etwas von "Diätassistentin" als ungelernter "Beruf" geschrieben und wo hatte der Erstposter gesagt, dass die Ernährungsberatung kostenlos war (vllt. war sie umsonst! Sehr wahrscheinlich sogar...). Sicher kann jeder trinken, was er mag, aber warum müssen es Getränke mit KH sein - es gibt doch genug Zero-Drinks. Übrigens finde ich eine HbA1c von 5,9 schon mal Spitze (auch wenn man den nicht "einstellen" kann). Ausserdem kann man mit "dünner" Saftschorle einen UZ sehr wohl bekämpfen (hier 2 Gläser = 1 BE und flüssig besser als fest!) - die meisten stopfen aus Angst eh zuviel KH in Kopp bei UZ und haben danach "Bomben"-Werte. Und wenn ich etwas nicht verstehe, wenn mir einer etwas erzählt, bitte ich den "Erzähler" um Erklärung und keine Fremden (die das ganze Gespräch gar nicht kennen!). Darüber diskutieren (auch mit Unbeteiligten) kann man hinterher immer noch.... -
am 17.11.2011 16:08:47
Liebe Kollegen,
vielen Dank für eure Beiträge. Dazu folgendes:
Die Dame ist eine renommierte Diabetologin (Bücher, Vorträge), und die Kasse hat nur deshalb bezahlt, weil ich im Disease Management Program bin. Sonst hätte ich privat bezahlen müssen. Natürlich werde ich diese Frage beim nächsten Termin nochmals aufgreifen, musste aber nach dem letzten ersten Termin erst einmal selbst recherchieren, wieviele KHs Gemüsesaft enthält. Dabei kam dann meine Frage auf.
Warum Getränke mit KH? Weil Fruchtsaft neben den KHs halt auch Mineralstoffe, Vitamine und SpurenElemente enthält. Ausserdem hatte ich für diese dünnen Schorles das Okay von meinem Arzt - erst die Diabetologin hat interveniert. Ausserdem bekomme ich mit diesen Schorles Unterzucker-Symptome nach dem Sport in den Griff, ohne daß der Blutzucker in den Himmel schiesst. Ich weiß inzwischen, welche Dosis ich dafür brauche. Das ist sicher besser, als Traubenzucker einzuwerfen, ich messe ja. Und der HbA1c von 5,9 und mein Gewichtsverlust von 1kg/Monat zeigt ja, daß ich im Prinzip nichts verkehrt mache. Ich habe inzwischen, mit 52, wieder einen BMI von 26, strebe aber langfristig 22-23 an.
Viele Grüße
Horst -
am 17.11.2011 16:32:51
Moin Horst,
Du ergänzt Deine defekte BZ-Automatik inzwischen so gut, dass Dein BZ die meiste Zeit am Tag gesund verläuft. Das kann keine ärztliche Einstellung leisten. Worüber willst Du da noch mit ner Ärztin oder ner Ernährungsberaterin diskutieren?
Bin neugierig, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 16:39:54
@Horst: Bevor das jetzt noch mehr Verwirrung gibt: Deine Diabetologin ist Ärztin? -
Gast
Rang: Gastam 17.11.2011 16:46:43
schrieb:
Und der HbA1c von 5,9 und mein Gewichtsverlust von 1kg/Monat zeigt ja, daß ich im Prinzip nichts verkehrt mache.
genau! aber weshalb fragst du dann, warum dünnen schorle so viel schädlicher als gemüsesaft ist? hier kann ich jürgen mal voll zustimmen!
übrigens ist die frage, ob die diabetologin ärztin ist recht unüberlegt - was bitte ist denn eine diabetologin? "Ärzte, die mindestens eineinhalb Jahre überwiegend in der Diabetologie tätig waren und eine Prüfung vor der Ärztekammer absolvieren, dürfen sie [die Bezeichnung "Diabetologe"] führen." (aus wiki)