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Diabetes bestimmt am Nüchternwert?!

  • dfhgzt

    Rang: Gast
    am 10.06.2009 22:39:34
    Emil stiftet überhaupt keine Verwirrung, er bremst nur dein ständig gleiches Verständnis vom Leben mit DM. "Aber die von dir befürchteten diabetischen Folgeerkrankungen sind keine Folgen des Diabetes, sondern Folgen des hohen BZ und von hohen BZ-Spitzen." Da gehts schon wieder los - was ist denn "hoch" und wovon kommt der hohe BZ, wenn nicht vom DM. Wahrscheinlich unterscheidest du auch "leichten" + "schweren" Diabetes. Das normnahe Werte logischerweise für einen mit DM gesünder sind, braucht nicht deine ständige Wiederholung. Aber weil irgendwer deine xyz-Theorie aufgestellt hat und die bei einigen funktioniert, besagt noch lange nichts zu deren Allgemeingültigkeit. Aber vermutlich bist du Rentner oder arbeitslos und damit nicht das Mass aller Dinge!
  • Anett

    Rang: Gast
    am 12.06.2009 15:28:37
    Hallo,

    ich wollte mit meinem beitrag keine unruhe herbeiführen. für mich alles sehr neu und komplex. ich finde es logisch, dass wenn die werte im normalbereich liegen, dass dann alles bzgl folgeerkrankungen normal verlaufen kann.

    ich habe lada. also weder typ 2 noch typ1 (obwohl das ja sehr ähnlich sein soll). und ich spritze novorapid vor den mahlzeiten und protaphane bzw war es in der schwangerschaft so.

    wie unterscheidet man einen schweren diabetes von einem "leichtem" ? verschlechtert es sich zwangsläufig mit den jahren?

    meine werte sind jetzt immer unter 100. aber klar bin ich sehr motiviert zum anfang.

    ich habe oft gelesen dass man vom insulin zunimmt? stimmt das und warum, wenn man nicht mehr kalorien isst wie es für einen angebracht ist bzw. wenn man "sünden" "wegspritzt"? sind diese kalorien dann höher zu bewerten als ohne insulin?

    viele grüße aus der windigen hauptstadt
    anett von Anett
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 12.06.2009 16:10:43
    Hallo Anett aus Berlin,

    alles gesagte gilt auch für LADA. Das ist eine Sonderform von Typ 1, bei der die Betazellen langsam absterben. Es ist sehr gut, dass das bei dir gleich richtig diagnostiziert wurde und du nicht erst falsch als T2er behandelt wurdest.

    Mit Insulin und einer sehr guten BZ-Führung kannst du erreichen, dass die restlichen Betazellen dir noch möglichst lange erhalten bleiben. Damit ist es viel einfacher, den BZ mit 140-120-100 gesund zu steuern, weil die eigene BZ-Automatik mitarbeitet. Aber hab keine Angst, auch wenn du irgendwann kein eigenes Insulin mehr haben solltest, kannst du den BZ weiter gesund führen. Der Aufwand dafür wird nur ein Stück größer. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall, weil er die Voraussetzung für ein langes Leben in bester Gesundheit ist.

    Alles Gute, Rainer
  • Anett

    Rang: Gast
    am 12.06.2009 22:08:37
    Guten Abend,

    ja ich hatte in der tat eine sehr kompetente Gyn die auf Diabetes und Schwangerschaft spezialisiert ist. Schon als Sie meine Nüchternwerte sah (ca. 110) machte sie einen Antikörpertest in der Schwangerschaft, der positiv ausfiehl und sie diagnostizierte Lada, weil ich weder dick bin noch andere Erkrankunge habe. Ich war noch nie krank und kann mich nicht einmal erinnern wann ich es mal war.

    Rainer: Kann ich das absterben der betazellen verlangsamen?

    Danke für die antworten, aber vielleicht kann mir das ja noch jmd mit dem zunehmen im Zusammenhang mit Insulin erklären, denn eine Gewichtszunahme wäre ja nicht zielführend!

    viele Grüße
    Anett
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.06.2009 13:06:37
    Deine Frage ist zwar schon ein paar Tage alt, aber: Da niemand bisher wohl weiß, was den Absterbeprozess in Gang setzt, gibt es bislang auch keine Idee, wie man ihn stoppen könnte. Alle Inselzellübertragungen werden bislang mit großen Dosen Medis begleitet, die die Immunabwehr unterdrücken, aber die Unterdrückung funktioniert trotzdem häufig nur über erschreckend kurze Zeit. Deswegen wird eifrig an der Möglichkeit geforscht, wie sich die Zellen vielleicht einkapseln lassen.

    Generell gilt aber für alle frühzeitig entdeckten Typ1, dass die weitgehendst spitzenfreie BZ-Führung vorwiegend im völlig gesunden Bereich, wie sie ja auch in der Schwangerschaft empfohlen wird, das Absterben erheblich verlangsamt und so das Spritzenlernen meistens erheblich vereinfacht. von Jürgen
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 16.06.2009 13:02:51
    Hallo Anett,

    möglichst gesunde BZ-Führung ist ein gutes Rezept - damit erreichst du, dass die verbliebenen Betazellen nicht durch zu hohen BZ (häufige oder lange Spitzen über 140) gekillt werden. Ich kann dir noch etwas vorschlagen, das ist aber rein experimentell und bietet keine Erfolgsgarantie. Andererseits lässt es sich leicht umzusetzen und kann auf keinen Fall schaden. Ich würde an deiner Stelle die Ernährung auf low-carb umstellen.

    T1 LADA verläuft als Autoimmunkrankheit wahrscheinlich ähnlich wie die sehr viel schlimmere Krankheit MS. Bei MS weiß man, dass die Attacken schubweise auftreten und die Schübe sich kaum aufhalten lassen. Das einzige was man vorbeugend tun kann ist das Niedrighalten von Entzündungen. Zu den Ergebnissen, die man mit einer low-carb-Ernährung erreichen kann, gehört das Absenken des allgemeinen Entzündungsniveau. Das lässt sich theoretisch begründen, ist aber auch durch viele Erfahrungsberichte praktisch belegt.

    Von der Akzeptanz her ist wahrscheinlich die low-carb-Ernährung nach der LOGI-Methode für dich am besten geeignet - die setzt auf viel Gemüse, Salat, Fisch, mageres Fleisch und auf gesundes Olivenöl. Auch das von dir befürchtete Gewichtsproblem wirst du mit low-carb sehr gut im Griff behalten können. Die Insulinresistenz und damit das starke Zunehmen beim Spritzen von Insulin ist zwar eigentlich ein Problem der T2er, aber auch T1er sind nicht davor gefeit, sich mit reichlich KH eine Insulinresistenz anzuessen. Und wenn du dann irgendwann keine eigenen Betazellen mehr hast und den BZ nur mit gespritztem Insulin gesund führen musst, dann wirst du feststellen, dass auch das mit low-carb sehr viel einfacher geht.

    Ich drück dir die Daumen, Rainer