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Diagnose-Blutzuckerwert morgens 120

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 10.01.2012
    am 10.01.2012 09:24:59
    Hallo,

    ich habe mich hier angemeldet, weil ich gestern das Ergebnis einer Blutuntersuchung bekommen habe. Blutzuckerwert 120. Der Arzt sagt, es wäre das Ende der Grauzone, d.h. ich brauche noch keine Medikamente und muss noch nicht spritzen.
    Ich soll meine Ernährung umstellen und Sport treiben.
    Ich gebe zu, ich bin süchtig nach Süßigkeiten und ein Sportmuffel. Von daher fällt die Diagnose nicht aus heiterem Himmel.
    Ich will jetzt alles tun, um den Wert wieder zu senken. Nur was. Ich habe mich bereits im I-Net belesen, Tatsache ist, die KH-Menge zu senken, EW zu erhöhen, Sport treiben.
    Jetzt habe ich aber auch gelesen, dass zuviel EW die Nieren schädigen kann.
    Ich habe Anfang Januar mit der Diät Schlank im Schlaf begonnen, eine Insulin-Trennkost. Die basiert auf morgens viel KH, mittgags gemischt und abends EW. Jeweis 4-5 Stunden Esspause.
    In der Broschüre, die mir der Arzt mitgegeben hat, steht, 5 kleinere Mahlzeiten am Tag.
    Dann esse ich gerne und viel Obst, was ich wohl auch nicht mehr soll.

    Ihr seht, ich bin total verwirrt. Zum einen hat mich die Diagnose umgehauen und zum anderen die vielen Aussagen, was man nun essen soll und was nicht. Ich hoffe, dass ich hier von anderen Betroffenen Hilfe und etwas Klarheit in mein momentanes Gefühlschaos bekomme.

    Vielen Dank schon mal.

    Gruß easy
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 10.01.2012 15:33:08
    Hallo easy,

    in der Tat gibt es viele widersprüchliche Empfehlung und es ist alles andere als easy, die richtige Ernährung zu finden.

    Ich empfehle dir LOGI und das Buch "Stopp Diabetes". Für jemanden wie dich, der noch am Anfang seiner Diabetesentwicklung steht, ist diese Ernährung zusammen mit ein bisschen mehr an Bewegung sehr gut geeignet, um den Diabetes möglichst lange an einer Verschärfung zu hindern.

    LG Rainer
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 10.01.2012
    am 10.01.2012 16:10:14
    Danke für die Antwort. Über Logi habe ich hier schon gelesen. Was mich etwas ängstlich macht ist, dass zu viel Eiweiß die Nieren schädigen soll. Zuviel Fleisch ist auch nicht gesund. Obst hat viele VItamine, soll ich dann Vitamintabletten nehmen? Ich möchte ja nicht von einem zum anderen kommen.
    Was haltet ihr denn von Schlank im Schlaf?

    Gruß easy
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.01.2012 16:37:38
    Das (Männer-)Leben ist aber auch kompliziert. Du kannst Salat bis zum Abwinken essen, Gurken, Paprika, Tomaten, Oliven, Karotten, Bleichsellerie, Nüsse... Alles voller Vitamine und Mineralien und kaum Kohlenhydrate. Auch ein Apfel oder eine Banane wird Dich nicht töten. Vitaminpillen brauchst Du nicht, zumal synthetisch hergestellte Vitamine im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen!

    Ich frage mich immer wieder, wie es mit unserer "Wohlstandsgesellschaft" bloß soweit kommen konnte.

    Gruß Hanna
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 10.01.2012 16:59:30
    Hallo easy,

    solange die Nieren in Ordnung sind, kommen sie auch mit größeren Eiweißmengen klar. Erst wenn sie bereits geschädigt sind und nennenswerte Eiweißmengen ausgeschieden werden, muß man die Eiweißzufuhr einschränken. Die Aussage, zu viel Eiweiß schädige die Nieren, ist genauso "zutreffend" wie "zu viel Zucker erzeugt Diabetes"!

    Noch eines: auch Eiweiß läßt den Blutzucker ansteigen - allerdings erst später als Kohlenhydrate! 180 g Steak haben bei mir denselben BZ-Anstieg zur Folge wie 12 g Kohlenhydrate ohne Insulin! Fleisch läßt den BZ nach fünf Stunden ansteigen, Fisch nach drei. Der Grund sind Aminosäuren, von denen manche die Glukagonausschüttung anregen und andere die Insulinausschüttung. Glukagon ist ein Gegenspieler des Insulins.

    Natürlich braucht der Körper auch für Obst Insulin. Aber der BZ-Anstieg ist um so langsamer, je weniger die Nahrung zerkleinert bzw. verarbeitet wurde. Sprich: Apfel "natur" ist langsamer als Apfelkompott und das langsamer als Apfelmus und das wiederum langsamer als Apfelsaft. Also am besten unverarbeitetes Obst essen! Obst war Diabetikern auch schon in den 60er Jahren erlaubt, als es noch die strenge Diabetesdiät gab. Bücher wie "Kalorien mundgerecht" geben Auskunft über den Kohlenhydratgehalt.

    Ob künstlich hergestellte Vitamine Krebs erzeugen, weiß ich nicht. Sinnvoller ist es allemal, sie in Form von Obst, Gemüse u.a. zu sich zu nehmen! Angeblich sollen Vitamintabletten die Wirkung echter Vitamine verschlechtern. Was aber viel schlimmer ist: NIEMAND weiß wirklich, wie viel man von jedem Vitamin braucht! Die verbreiteten Werte wurden in Konferenzen vereinbart und differieren deshalb von Land zu Land erheblich! Beispiel Vitamin C: Deutsche brauchen 100 mg/Tag, Niederländer 50, US-Amerikaner 60 und die Weltbevölkerung lt. WHO 30 - ebenso wie (lt. Wirtschaftsausschuß der EU) die europäische! Noch Fragen?

    Viele Grüße

    Katja
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    am 10.01.2012 17:01:57
    Danke für die "nette" Antwort Hanna. Woher du annimmst, ich sei ein Mann weiß ich nicht.
    Mir ist das alles neu und ich informiere mich. Da musst du nicht so reagieren. Du musst ja auch nicht antworten.
    Tomate, Gurke & Co., haben wenig bis kaum Vitamine. Die Ausnahme ist Paprika.
    Aber auch die bei weitem nicht so viel wie Apfel, Apelsine, Sharon, usw.
    Bearbeitet von User am 10.01.2012 17:02:46. Grund: Nicht angegeben
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    Mitglied seit: 10.01.2012
    am 10.01.2012 17:08:01
    Danke Nonyma für die ausführliche Antwort. Das beruhigt mich. Ich esse eigentlich viel Obst, aber das habe ich sowie schon für Schlank im Schlaf reduziert. Dort zählt man die KH- und Eiweißmengen.