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Kosten für BZ-Messung?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 318
    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 21.01.2012 16:40:28
    Hallo Matze,

    ich würde mir auf jeden Fall den Anfangsbedarf plus kleine Reserve verschreiben lassen. Unter keinen Umständen würde ich aber darauf hinweisen, daß sich dieser Bedarf später reduzieren kann! Vier Messungen sind als Planung okay, aber dann gibt es mal 'ne Fehlmessung oder Verdacht auf Hypo oder Zusatzkontrolle bei Sport oder beim Autofahren ... Das alles sollte mit abgedeckt werden können! Reduzieren kannst Du immer, wenn Du dauerhaft(!) weniger Teststreifen brauchst als angenommen, Aufstocken ist aber fast unmöglich!

    Diese Diskussionen mit Diabetologen kenne ich nur allzu gut! Eines der Probleme besteht häufig darin, daß sie Dich nur nach Lehrbuchwissen beurteilen, ein anderes, daß viele nicht bereit sind, auch mal die Sicht des Patienten einzunehmen.

    Ich habe mir mal Gedanken darüber gemacht, was Diabetes eigentlich heißt:
    Egal, ob man frisch verliebt ist oder die Partnerschaft gerade in die Brüche geht; ob man mitten im dicksten Arbeits- oder Prüfungsstreß steckt oder gerade seinen Traumurlaub macht; ob man eine dicke Erkältung hat oder einfach das Normalprogramm läuft - der Diabetes ist immer da und verlangt Aufmerksamkeit! Tag und Nacht, sonntags wie werktags, im Sommer wie im Winter, jahrein, jahraus und das jahrzehntelang ...
    Ich bin mir sicher, daß kaum ein Arzt jemals über diese ständige Belastung(!) nachgedacht hat! Du kannst damit auf jeden Fall Deinen früheren Umgang mit dem Diabetes erklären und auch, warum Du jetzt keine Schulung machen kannst. Das Thema Schulung würde ich aber von mir aus gar nicht ansprechen!

    Ärzte als "Rezept-Unterschreiber" - jein. Diese Sorte gibt es natürlich, aber es gibt auch andere! Ich habe schon Ärzte gehabt, die wirklich den ganzen Menschen gesehen und ernstgenommen und auch auf Gebieten gehandelt haben, die gar nichts mit ihrem Fachgebiet zu tun hatten! Das war aber keine unerwünschte Einmischung, sondern ein ehrliches Hilfsangebot, das mir später sehr geholfen hat! Und es gibt natürlich alle Schattierungen dazwischen.

    Viele Grüße

    Katja
    Bearbeitet von User am 21.01.2012 16:49:19. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.01.2012 16:51:26
    Hallo Matze, eigentlich hätte sich die Beantwortung deiner Fragen von selbst gelöst, wenn du deinen Arzt danach gefragt hättest. Da du ihn aber nur als Rezeptunterschreiber siehst, wird manches klar. Gerade bei DM sollte ein etwas anderes Verhältnis Arzt-"Patient" herrschen, da du und nicht dein Arzt die "Krankheit" managen muss. Und dafür braucht es leider etwas Zeit (z.B. für Schulungen). Aber das darf jeder für sich selbst entscheiden. Interessant ist für mich, wie jedesmal aus einer (oder mehreren) einfachen Frage(n) ein seitenlanger Disput über "Gott und die Welt" wird. Aber scheinbar haben manche mehr Zeit als ich, sich mit lapidaren Dingen auseinanderzusetzen und sich dabei als DM-Guru zu fühlen. Warum nicht!
    Viel Erfolg bei der Erlangung deiner Teststreifen!
  • Kati

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 09:59:17
    Bei mir war es nach meiner Diagnose (Typ1) so:

    Ich bekam von meiner Diabetologin das Messgerät (Contour) inkl. Teststreifen und allem was dazu gehört. Ebenfalls 2 Pens (1 x für Humalog, 1x für Lantus). Und ein dickes Rezept mit Kanülen, Ketostreifen, Insulin etc. Bin mit ner riesen Tüte aus der Apotheke.

    Ich habe für 2011 bei der Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung beantragt, die 2% vom Einkommen beträgt, ab Sommer 2012 ist es dann 1%. Das liegt daran, dass Diabetes erst nach einem Jahr als chronisch von der Krankenkasse angesehen wird. Die Anträge bekommt man bei seiner KK. Ich versteh zwar nicht warum erst nach einem Jahr weil man es ja nicht mehr los wird aber im Bürokratendschungel in Deutschland sieht man eh nicht durch. Ich nehms so hin.
  • Kati

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 10:00:42
    Achja, ich bekomme meine Teststreifen ganz normal auf Rezept, so viel ich eben brauche, von meiner Diabetologin.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 12:11:00
    Hallo

    1. Apotheken versuchen algemein keine Leute ab zu speisen, die liefern was verordnet wird.

    2. http://www.betanet.de/download/verordnung-blutzuckerteststreifen.pdf hier ssteht pro KV (Kassenartzliche Verein) die standard Verordnungsmenge.

    Allerdings die Haupt Aussage ist:
    Grundsätzlich gilt, dass es sich bei den nachfolgenden Angaben um Empfehlungen und
    Orientierungsrahmen handelt. Ärzte können bedarfgerecht jederzeit die Anzahl an
    Blutzuckerteststreifen verordnen, die nach medizinischer Notwendigkeit geboten sind, wenn
    sie die Anzahl begründen können.

    LG

    Hajo Janse
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 16:39:40
    schrieb:
    Ärzte können bedarfgerecht jederzeit die Anzahl an Blutzuckerteststreifen verordnen, die nach medizinischer Notwendigkeit geboten sind, wenn sie die Anzahl begründen können.


    wo der hajo recht hat, hat er recht! aber: einige ärzte meinen, mit ihren monatlich "verdienten" 6000 € ihre familie nicht mehr ernähren zu können, wenn sie zuviel verschreiben und in "regress" genommen werden! und lieber mit den patienten streiten, als mit der kk...