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Insulinwirkung - Stoffwechsel
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kai3
Rang: Gastam 22.11.2010 12:46:11
Fragen zur Insulinwirkung/Stoffwechsel im Zeitfenster von einem Tag auf den anderen:
Ich esse meistens morgens die gleiche Menge an Kohlenhydraten und spritze, je nach Ausgangswert entsprechend die gleiche Menga an Insulin.
Gestern, habe ich die Insulinmenge zum Frühstück um fast die Hälfte reduziert (ca. 8 Uhr) wg. einer zweistündigen Fahrradtour die am Anfang zügig und dann aufwärts ca. 1/2 Stunde sehr anstrengend war. (Fahr zur einer Burg); dort oben angekommen zeigte das BZ-Meßgerät einen Wert von 240 an; nicht gegenreguliert, dann die Abfahrt und angekommen zu Hause ein Wert von 145; soweit so gut; Heute morgen etwas später aufgestanden wieder die Menge gespritzt für ohne Fahrradfahren und schon vor der Einnahme des Frühstücks (nach der Insulingabe, der Ausgangswert lag bei 101)bemerkte ich eine Hypo und nach ca 1/2 Std. nach der Einnahme des Frühstücks wieder eine grenznahe Hypo; bei 65;
Kann es sein, daß die gestrige Fahrradtour den Stoffwechsel/die Insulingmenge heute morgen (24 Std. später) anders beeinflußt ? -
Jürgen
Rang: Gastam 22.11.2010 15:40:08
Kann das sein, dass Du nach einer Art Tabelle spritzt? von Jürgen -
kai1
Rang: Gast -
Jürgen
Rang: Gastam 22.11.2010 21:27:36
Um wie viele mg/dl steigt Dein BZ nach dem Essen von 1 BE?
Um wie viele mg/dl senkt 1 Einheit von Deinem Insulin (welches?) in welcher Zeit Deinen BZ? von Jürgen -
kai5
Rang: Gastam 23.11.2010 00:10:09
"Um wie viele mg/dl steigt Dein BZ nach dem Essen von 1 BE?"
30 mg/dl
"Um wie viele mg/dl senkt 1 Einheit von Deinem Insulin (welches?) in welcher Zeit Deinen BZ?"
Je nach Tageszeit, tagsüber 40 mg/dl und ab 22 Uhr 30mg/dl -
Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 09:25:49
Zum Spritzen nach Tabelle hätte "je nach Ausgangswert" gepasst. Wer so spritzt, hat in der Regel noch nie ausprobiert, was ihm eine BE an Anstieg und was an Senkung macht.
Wenn der BZ mit Sport ansteigt, ist deutlich zu wenig gespritzt worden. Wenn der BZ nach dem Spritzen und vor dem Essen sinkt, ist der SEA zu lang, und wenn der BZ nach dem Essen sinkt, ist zu viel gespritzt bzw. zu wenig gegessen worden.
Dass sich der Insulinbedarf ändert, ist normal. Dass er sich von einem auf den anderen Tag erheblich verringert, eher sehr selten.
Wo Du so genau weißt, wie sich Dein BZ mit welchen Eingaben bewegt, wundert mich, dass er Dich mit offenbar unerwarteten Bewegungen überrascht hat.
Im anderen Forum schreibst Du, dass Du seit einiger Zeit auch Lantus spritzt. Wann am Tag? von Jürgen -
Frage
Rang: Gastam 23.11.2010 10:00:22
Moin,
an den Erstposter eine Frage: Fährst du regelmäßig Fahrrad? Es wurde doch mal gesagt, dass der BZ bei ungewohntem Sporteln eher ansteigt, weil über einer bestimmten Pulszahl es eben halt Stress heißt.... -
noch ne Frage
Rang: Gastam 23.11.2010 10:12:22
Zitat:Ich esse meistens morgens die gleiche Menge an Kohlenhydraten und spritze, je nach Ausgangswert entsprechend die gleiche Menge an Insulin.Ende.
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Darf ich fragen, WIE du dann den sich ändernden Ausgangswert in die Berechnung der Insulindosis einbeziehst?
Nach welcher Formel?
von noch ne Frage -
kai1
Rang: Gastam 23.11.2010 12:44:11
"Wenn der BZ mit Sport ansteigt, ist deutlich zu wenig gespritzt worden. Wenn der BZ nach dem Spritzen und vor dem Essen sinkt, ist der SEA zu lang, und wenn der BZ nach dem Essen sinkt, ist zu viel gespritzt bzw. zu wenig gegessen worden."
Ich habe, weil ich wußte, das die Fahrradstrecke teils sehr anstrengend wird, aber nicht von Anfang an, die Insulinmenge (wie bereits oben erwähnt) reduziert.
Und ich hatte darin auch erwähnt, daß die Menge an Insulin und Kohlenhydratemengen GESTERN wie ohne Sport gleich war. Nur mit dem Fahrradfahren vorgestern weniger Insulinmenge. Und der SEA liegt bei ca. 30 min. +/- je nach Ausgangswert.
"Dass sich der Insulinbedarf ändert, ist normal. Dass er sich von einem auf den anderen Tag erheblich verringert, eher sehr selten."
Ja, nur mit dem Unterschied, daß ich von vorgestern auf gestern einen starken körperlichen Einsatz hatte, gegen früh bis mittag und das am Tag darauf gegen früh bis mittag der BZ-Wert ganz anders war.
"Wo Du so genau weißt, wie sich Dein BZ mit welchen Eingaben bewegt, wundert mich, dass er Dich mit offenbar unerwarteten Bewegungen überrascht hat."
Von unerwartet war doch nicht die Rede, sonst hätte ich die Insulindosierung an diesem Tag doch nicht verändert, oder ? Was bedeutet für Dich unerwartet ?
"Im anderen Forum schreibst Du, dass Du seit einiger Zeit auch Lantus spritzt. Wann am Tag?"
Ich spritze kein Lantus mehr, sondern das Insulin, welches auch Daniela spritzt. Möchte mich aber über das Insulin auf keine negativen Diskussionen einlassen. (das ist hier schön öfters passiert)
"Moin,
an den Erstposter eine Frage: Fährst du regelmäßig Fahrrad? Es wurde doch mal gesagt, dass der BZ bei ungewohntem Sporteln eher ansteigt, weil über einer bestimmten Pulszahl es eben halt Stress heißt...."
Ich fahre ab und an Fahrrad, leichte Touren im flachen Gelände, an diesem Tag war sie aber teilweise sehr anstrengend, aber die Frage hat doch nichts mit meinem Posting zu tun, wenn sie darauf gerichtet ist wegen der 24 Std. später, daß die Insulinwirkung anders sein könnte(so kommt es mir vor)
meine Worte: Zitat:Ich esse meistens morgens die gleiche Menge an Kohlenhydraten und spritze, je nach Ausgangswert entsprechend die gleiche Menge an Insulin.Ende.
-----
"Darf ich fragen, WIE du dann den sich ändernden Ausgangswert in die Berechnung der Insulindosis einbeziehst?
Nach welcher Formel?"
Hatte ich doch bereits erwähnt; Korrekturfaktor am Tag 40 mg/dl und nachts gegen 22 Uhr 30 mg/dl
Beispiel: Ausgangswert 101: 1 I.E./BE
bei 6 BE entspricht dies 6 I.E.
Zielwert zw. 100-120
bei einem Ausgangswert von z.B. 220
und 6 BE zum Frühstück:
6 I.E. für Frühstück + 3 I.E. Korrekturinsulin
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Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 13:41:50
Sorry, dann hab ich Dich mit nem ähnlichen Post in nem anderen Forum verwechselt.
ABER Deine Korrektur-Faktoren haben nichts damit zu tun, welchen Anstieg 1 BE macht und welche Senkung 1 IE.
Für den BE-Test isst man einfach z.B. 2 ohne zu spritzen und schaut z.B. in Viertel- oder Halbstunden-Schritten, wie hoch und in welcher Zeit der BZ danach ansteigt. Wenn er dann nach irgendwo 45-90 Minuten nicht weiter ansteigt, hat man das Anstiegs-Ergebnis.
Und das lässt sich dann ganz leicht zum IE-Testergebnis ausbauen, wenn Du nämlich im nächsten Versuch bei gleicher Ausgangslage für die 2 BEs spritzt, bevor Du sie isst, und auch dann wieder in kleinen Schritten misst, wie der BZ erst ansteigt und dann sinkt, bis er eben nicht mehr sinkt. Dann weißt Du auch gleich, wie lange das Insulin bei Dir vom Spritzen bis zum Wirken braucht, und wie lange es wirkt. Und wenn der BZ nach dem Wirkauslauf genau so hoch ist, wie beim Spritzen, haben die IEs gepasst. Wenn niedriger, waren's zu viele, und wenn höher, waren's zu wenige IEs. von Jürgen -
kai9
Rang: Gastam 23.11.2010 14:45:32
Wer sagt mir denn, welche BE`s für den Test aussagekräftig sind;
2 BE Brötchen, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Schokolade oder gar Eiweiß ?
Welchen Ausgangswert vorher und welche Basisinsulinmenge am Tag und wie war der Wert z.B. Wert 10 Std. vorher, also vor dem zu Bett gehen ?
Habe ich kurz davor körperliche Anstrengung gehabt oder nicht vor dem Test ?
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Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 15:17:37
Warum nicht einfach morgens nüchtern den Anfang machen, so wie der Dok das auch macht? Und warum nicht mit dem Brot oder Brötchen, was normal verfrühstückt wird? von Jürgen -
Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 15:41:49
im Moment drehst Du ;-)
Wie willst Du ohne KHs auszutesten rauskriegen, wie sie wirken?
von Jürgen -
kai7
Rang: Gastam 23.11.2010 16:17:54
M.E. sind die Antworten nicht unbedingt auf meine Frage ausgerichet.
Es geht um die Frage:
Hat eine starke körperliche Belastung an einem Zeitpunkt eines Tages 24 Std. später eine Auswirkung auf den Stoffwechsel ?
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Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 16:36:54
Hab ich bis jetzt noch nirgendwo gefunden, was allerdings nicht bedeuten soll, dass es das nicht doch gibt.
Aber vielleicht fragst Du mal Richtung Leistungssport? von Jürgen -
kai3
Rang: Gastam 23.11.2010 20:48:31
Wäre auch eine Idee, jemand der sich mit Stoffwechsel auskennt.
Ein anderes Beispiel kann sein, wenn ich heute starke körperliche Anstrengung habe und morgen einen Muskelkater.
Könnte so ähnlich sein oder nur an den Haaren herbeigezogen ? -
Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 20:56:17
http://de.wikipedia.org/wiki/Muskelkater
? wo würdest Du da eine Ähnlichkeit sehen wollen ? von Jürgen -
kai6
Rang: Gastam 23.11.2010 23:21:43
von Wiki: Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse in den Z-Scheiben im Muskelgewebe (Mikrotraumata) auftreten. Diese sind gewissermaßen die äußeren Abgrenzungen kleiner Abschnitte innerhalb der Muskelfibrille. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser (es bilden sich Ödeme) zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu den hier thematisierten Dehnungsschmerzen. >>Diese stellen sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen.<<
Nicht das der Muskelkater direkt etwas mit dem Diabetes zu tun hat, meinte eher Parallelen wegen der 24 Stunden.
Hat der Muskelkater nicht auch etwas mit Stoffwechsel zu tun ?
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Jürgen
Rang: Gastam 23.11.2010 23:53:04
Die Idee mit der möglichen Parallele hab ich schon verstanden, denke ich. Früher hat man geglaubt, dass Muskelkater etwas mit Stoffwechsel zu tun hätte, eben die im Wiki Beitrag angesprochene Laktat-Geschichte, die den Muskelkater aber nur bis zu etwa 5 und nicht 24 Stunden erklären könnte.
Vielleicht schaust Du mal hier rein und hirnst selbst ein bisschen, wie da die 24-Stunden Wirkverzögerung rein denken ließe? http://www.dm-treff.de/forum/thread.php?postid
=52075#post52075 von Jürgen -
Lilo
Rang: Gastam 24.11.2010 09:27:49
Du darfst bitte nichzt vergessen, dass dies auch nur ein Laienforum ist. Wenn es Jemand exakt weiß, hätte er die Antwort sicher auch schon gegeben.
Ich denke auch, du müsstest wohl nun eher mal in einem Sportforum nachfragen.
Die Frage, die sich MIR jetzt stellt ist, ob sich der hohe Aufwand für den Aspekt jetzt lohnt. Es gehtum BZ-Werte an 2!!
aufeinanderfolgenden Tagen. Bitte versteh mich nicht falsch. Aber warum sammelst du nicht erst mal über eine Zeit lang ähnliche Werte und Ereignisse. Vielleicht kannst du dann selbst irgendeine Tendenz oder Ursache sehen..
Denn es kann ja in 5 von 10 Sportelfällen völlig anders laufen..
Ist nur eine Idee... von Lilo -
kai3
Rang: Gastam 24.11.2010 13:24:00
Das, was mir "passiert" ist, war nicht das erstemal; daß ca. 24 Std. später fast grenzwertig eine Hypo waren; so ca. um die 60 +/-
Mal war es z.B. ein anstrengender Umzug, mal ein längeres Joggen
Jürgen versucht mich zu verstehen und ich versuche ihn zu verstehen; da kann es schonmal vorkommen, daß man das Gefühl hat, aneinander vorbeizureden -
kai4
Rang: Gastam 24.11.2010 13:30:24
ich habe mir den Link www.dm-treff.de/forum/thread.php?postid
=52075#post52075 aufgerufen
Darin wird vom DM Typ 2 geschrieben.
Ich bin Typ 1 und schlank.
Keine Ahnung, ob das auch auf den Typ 1 ausgewertet werden kann. -
Jürgen
Rang: Gastam 24.11.2010 15:28:03
So, mit dem Typ1-Outing kommst Du der Sache wahrscheinlich ein Stück näher :-)
Denn mit besonderen Eigentümlichkeiten des Typ1 kennt sich Joa besser aus, der hier ab und zu rein schaut und den Du aber auch im diabetesinfo-forum direkt anfragen kannst. von Jürgen -
kai8
Rang: Gastam 24.11.2010 19:56:06
Mit Joa habe ich mich mal über den Navigator (kontinuierliche Blutzuckermessung) ausgetauscht.
Ja, vielleicht schaut er mal wieder hier vorbei -
Daniela
Rang: Gastam 26.11.2010 21:08:34
Hallo,
kann sein, denn Du hast gestern weniger Insulin gegeben, das kann eine Up-Regulation ausgelöst haben.
Schau mal unter www.chrostek.de nach.
Grüße, Daniela -
kai5
Rang: Gastam 26.11.2010 22:16:33
Hallo Daniela,
ich habe am 21.11. weniger Insuin gespritzt wegen bevorstehender anstrengender Radtour.
Am 22.11. habe ich wieder "normal" zu den entsprechenden BE`s die Insulineinheiten gespritzt.
Wie meinst Du das ? -
Joa
Rang: Gastam 28.11.2010 01:42:21
Hallo,
ich würde da nicht über Up-Regulationen nachdenken.
Bis sich leergeradelte Glykogenspeicher wieder
aufgefüllt haben kann es auch schon mal über 24h hinaus brauchen.
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 28.11.2010 12:41:13
Moin Joa,
dass Glykogenspeicher leer sind, kommt nur kurzzeitig in tiefen Erschöpfungszuständen vor. Kaum nach 3 Stunden Radeln, wenn nicht gerade voll wettkampfmäßig.
Denn wenigstens die Hälfte der Glukoneogenese, also die körpereigene Glukose-Produktion aus Eiweiß in Leber und Nieren, geht fortlaufend auf den Leberspeicher.
Und noch unwahrscheinlicher ist doch, dass so ein Speicher 24 Stunden nach seiner Entleerung noch einmal mt einem besonders großen Bedarf auffallen sollte. - Gibt's da nichts einleuchtenderes in Dok Teupes Fundus?
Bib neugierig, Jürgen -
Daniela
Rang: Gastam 28.11.2010 13:37:54
Wenn der MIttelwert der Gesamtinsulindosis der letzten 3 Tage niedriger ausfällt, wie es davor war, wird eine Up-Regulation wahrscheinlich - dann ist man insulinempfindlicher. Ob es in diesem Fall hinkommt, muss man an den Morgenwerten und pp-Werten sehen können, insofern es nicht abends noch Fett und Eiweiß zu essen gab, sind die Morgenwerte am wichtigsten.
Bei mir kommt es bereits nach 1 Tag weniger Insulin zur Up-Regulation.
LG, Daniela -
Jürgen
Rang: Gastam 28.11.2010 14:31:53
Du hast mit erheblich ansteigenden BZ-Werten und weniger Insulin ne up-Regulation? von Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 28.11.2010 20:19:49
Hallo Jürgen,
> Gibt's da nichts einleuchtenderes ...
ich finde so Standards wie den Muskelauffülleffekt eigentlich einleuchtend genug. Da hat Teupe auch kein Exclusiv-Abo drauf gebucht.
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 28.11.2010 21:38:18
und der setzt erst 24 Stunden nach der Leerung auffällig stark ein? von Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 28.11.2010 23:01:53
Also Jürgen, das ist aber nun echt Dein Problem.
Null Ahnung, aber da musst Du wohl selber mit klar kommen. ;-)
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 29.11.2010 11:42:13
Moin Joa,
ich weiß als Typ2 nur vom Auffüllen von Glykogenspeichern fortlaufend immer wenn die Platz haben. Aber der Themenstarter hatte von erheblich weniger Insulinbedarf nicht schon gleich nach der Radtour, sondern erst nach etwa 24 Stunden geschrieben.
Wenn es da also einen speziellen Typ1-Mechanismusgibt, wäre schön, wenn Du dich nicht drücken, sondern uns schlau machen tätest ;-)
Bisdann, Jürgen -
kai3
Rang: Gastam 29.11.2010 20:34:40
wieder ist es passiert
Gestern zwischen 14:30 und 17 Uhr Rad gefahren; wieder gleiche Steigung und die Abfahrt war über Umwege etwas länger.
Von zügig bis schnell gefahren. Heute gegen 17 Uhr +/- geht es mit dem BZ bergab, ohne Anstrengung gehabt zu haben oder zuviel Insulin gespritzt zu haben.
Ich kann es nicht fassen. -
Joa
Rang: Gastam 29.11.2010 21:00:31
> Ich weiß als Typ2 nur vom Auffüllen von
> Glykogenspeichern fortlaufend immer
> wenn die Platz haben.
Die Glykogenspeicher werden nachgefüllt, wann immer die Bedinungen dazu bestehen.
Wesentlichste Voraussetzung ist das Anliegen von entsprechend ausreichender Insulinwirkung, sowie fehlende Resistenzfaktoren in der jeweiligen Zelle.
> der Themenstarter hatte von erheblich
> weniger Insulinbedarf nicht schon gleich
> nach der Radtour, sondern erst nach etwa
> 24 Stunden geschrieben.
Das ist halt individuell sehr schlecht planbar, wann die Speicher sich wieder aufladen.
Da müsste man jetzt wohl diverse Faktoren berücksichtigen. U.a. auch den Trainingszustand des Probanden.
Aber da bin ich wohl auch eher der "unsportliche" Typ 2 und empfehle eher die passenden Sportthreads in anderen Foren.
> Wenn es da also einen speziellen
> Typ1-Mechanismus gibt ...
Gibt es nicht. Bei Euch Typ 2ern fallen Feinheiten der Steuerung aber wohl weniger auf wegen der grundsätzlich höheren Resistenzfaktoren (die Du nicht leiden kannst) und der besser funktionierenden Gegenregulation des körpereignen Glukagons aus den Alphazellen.
Grundsätzlich vertritt Teupe, dass aufgrund der fehlenden Vorausplanbarkeit des Nachladens der Leberzellen eher eine Bewegunsanpassung über Bolusmanipulation, denn über Basalratensenkungen erfolgen sollte.
Gruß
Joa -
kai4
Rang: Gastam 29.11.2010 22:48:33
Die Vermutung daß es nur mit Sport zu tun haben könnte ist das eine.
Allerdings kam die Situation auch ca. 1 Tag nach einem anstrengenden Umzug vor.
-
Joa
Rang: Gastam 29.11.2010 23:25:12
Tja, so ein Umzug kann um einiges sportlicher ausfallen, als so popliges biken in der Landschaft.
;-)
Gruß
Joa -
Joa
Rang: Gastam 30.11.2010 00:25:35
> wieder ist es passiert
> ...
Bei einem engagierten Typ 2er senkt schon eine regelmäßige Bewegung von 3 x 15 Minuten in der Woche merklich den Insulinbedarf. ;-)
Und beim Typ 1 wirkt sich Bewegung ebenfalls insulinbedarfssenkend aus.
Gruß
Joa
-
Jürgen
Rang: Gastam 30.11.2010 12:18:49
Moin Noa,
mein Paradebeispiel ist die Hundeome, die mit 20 Minuten Hundegang nach den Mahlzeiten statt 250 und mehr immer um 80mg/dl messen durfte.
Und Beispiele, wie Typ1 mit Bewegung weniger Insulin braucht, ist hier auch schon an vielen Beispielen belegt worden.
Aber in KEINEM mir bisher bekannten Fall hat die deutliche Wirkung erst 24 Stunden nach der Bewegung eingesetzt.
Und Deine Erläuterungen haben diesen Umstand der 24-Stunden-Verzögerung, die Du damit erklären willst, einstweilen in keiner Weise verständnisfördernd beleuchtet.
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 01.12.2010 02:48:11
Hallo Jürgen,
> mein Paradebeispiel ist die Hundeome,
> die mit 20 Minuten Hundegang nach den
> Mahlzeiten statt 250 und mehr immer um
> 80mg/dl messen durfte.
Schön für die Hundeoma, aber lass die jetzt einfach mal links liegen. Hier ging es nicht um reine Bagatellbewegung auf voller Boluswirkung, sondern um die mögliche Auswirkung des Muskelauffülleffektes.
Ansonsten hat ein Mehr an Bewegung noch so die Nebeneigenschaft, auch diverse metabolische Abläufe zu beeinflussen, so dass z.B. der zur Typ-2 Genese gehörendenen Resistenzproblematik entgegen gewirkt wird. Diese Faktoren, insbesondere den Fettstoffwechsel betreffende, erhöhen beim Typ 1 ebenfalls die Insulinsensitivität.
Allerdings täte ich den letzteren Faktoren bei einmaligen Vorkomnissen keine besondere Aufmerksamkeit widmen.
Nun und zum Thema Muskelauffüllung und so frag einfach mal bei Google an. ;-)
Gruß
Joa
Und Beispiele, wie Typ1 mit Bewegung weniger Insulin braucht, ist hier auch schon an vielen Beispielen belegt worden. -
Jürgen
Rang: Gastam 01.12.2010 11:51:16
Moin Joa,
erst schreibst Du
>Bei einem engagierten Typ 2er senkt schon
>eine regelmäßige Bewegung von 3 x 15 Minuten
>in der Woche merklich den Insulinbedarf. ;-)
Ich weiß von einer Reihe von Studien mit so einer Aussage, die aber alle keine direkten BZs ausweisen, sondern nur marginale 1c-Verringerungen in der Größenordnung von max nem halben Prozentpunkt.
Dann schreibst Du für insgesamt 1 Stunde täglich 7 Tage die Woche und ne 1c-Verbesserung von 6,5 auf 5,2.
>Schön für die Hundeoma, aber lass die jetzt
>einfach mal links liegen. Hier ging es nicht
>um reine Bagatellbewegung auf voller
>Boluswirkung, sondern um die mögliche
>Auswirkung des Muskelauffülleffektes.
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 01.12.2010 18:41:55
Hallo Jürgen,
ich hab erst mal und nur die Möglichkeit von Muskelauffülleffekten angeführt.
Von denen Du, wie ich Deine Äußerungen verstehe, noch nie gehört hast?
Daher meine Empfehlung, dass Du erst mal bei Google nach diesen schaust. ;-)
Gruß
Joa
-
Jürgen
Rang: Gastam 01.12.2010 19:10:05
Moin Joa,
dass Glykogen mit körperlicher Belastung verbraucht und anschließend wieder nach gefüllt wird, hab ich nirgendwo bestritten. Dass das mehrere Tage dauern kann, hab ich in der Tat nicht gewusst.
Aber nirgendwo im Netz oder sonstwo gibt es einen Hinweis darauf, dass das Auffüllen erst mit 24 Stunden Verzögerung einsetzt, und das müsste es, wenn es das vom Themenstarter nachgefragte Phänomen erklären sollte, wie Du durchgängig durch Deine Beiträge hier vorschlägst.
Bisdann, Jürgen -
kai2
Rang: Gastam 01.12.2010 22:02:54
ja, das ist immer noch meine Frage, was es auf sich hat, daß ich ca. 24 Std. später eine Hypo entwickle
Zur Zeit bin ich erkältet, es ist kälter und Schnee liegt; vielleicht schaffe ich nochmal eine Radtour in diesem Jahr -
Joa
Rang: Gastam 01.12.2010 22:52:01
Es bleibt weiterhin der Hinweis, mal nach Muskelauffülleffekt zu googeln. ;-)
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 01.12.2010 23:28:15
Moin Joa,
ich zitiere mal Deinen Heimdienst, diabetesinfo
> Schlußendlich versucht die Muskelzelle nach
> dem Sport, ihre erschöpften Glykogenspeicher
> wieder aufzufüllen. Der Umstand einer erhöhten
> Insulinsensibilität und verbesserter Ausnutzung
> der GLUT-4 hält auch nach dem Sport an,
> weswegen es bis zu 12 Stunden nach körperlicher
> Anstrengung noch zu einer Hypoglykämie kommen
> kann. Insulinspritzende Diabetiker müssen dies
> berücksichtigen und nach individuellen
> Erfahrungswerten auch ihre Insulingaben nach
> dem Sport (Insbesondere ihre BE-Faktoren)
> entsprechend anpassen.
Kein einziger Hinweis auf die Möglichkeit eines verzögerten Eintritts der Auffüllung, erst recht nicht einer Verzögerung von 24 Stunden. Und wenn Du mehr Info hast, dann lass endlich das Versteckspiel und gib uns mal nen konkreten Link.
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 02.12.2010 00:28:31
Hallo Jürgen,
Du bist so schön engstirnig monokausal fixiert. :-))
Und das mit herrlich absoluter Zuverlässigkeit. ;-)
> kein einziger Hinweis auf die Möglichkeit
> eines verzögerten Eintritts der Auffüllung,
> erst recht nicht einer Verzögerung von
> 24 Stunden.
Zu den Standards gehört es schon die nächtliche BR nach mehrstündiger, beanspruchender körperlicher Aktivität am Vortag abzusenken.
Wenn ich am Morgen mit einem recht niedrigen BZ aufwache, rechne ich halt auch mit höherer Insulinwirkung.
Und richte mich auf Eventualtitäten ein. *gg*
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 02.12.2010 00:50:41
Moin Joa,
Du meinst also, da spritzt jemand trotz sinkenden BZs über 24 Stunden immer fleißig weiter mit den selben Faktoren, bis er in ne Hypo kommt, und hält das dann für ne unerwartete Hypo?
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 02.12.2010 11:54:09
Moin Jürgen,
alles was ich meine ist, dass der Mukkireload durchaus auch am nächsten Tag noch Nachhwwirkung machen kann.
Gruß
Joa
-
kai2
Rang: Gastam 02.12.2010 13:37:45
Jürgen schrieb zu Joa: "Du meinst also, da spritzt jemand trotz sinkenden BZs über 24 Stunden immer fleißig weiter mit den selben Faktoren, bis er in ne Hypo kommt, und hält das dann für ne unerwartete Hypo?"
Meine Insulindosis vor dem Start des Sports sowohl Basal- als auch Bolusinsulin habe ich gesenkt.
Verstehe ich jetzt etwas falsch ?
-
Joa
Rang: Gastam 03.12.2010 13:42:55
Wenn auch das Basal abgesenkt wurde, spricht das eher für ein späteres Einsetzen von Leber- oder Muskelauffüll-Effekten.
Gruß
Joa -
kai2
Rang: Gastam 11.12.2010 18:13:54
Hallo,
ich war bei der Diabetologin und habe ihr die Vorfälle in Zusammenhang mit den Fahrradtouren geschildert.
Sie sagte mir, es wäre der Muskelauffülleffekt, daß dadurch auch 24 später eine ähnliche Hypoerscheinung wie am Tag zuvor sich abzeichnen kann.
Sie sagte u.a., weil ich, als ich am Berg angekommen war und meinen BZ testete, der einen Wert von 240 anzeigte, daß eine sehr starke körperliche Bewegung(Anstrengung), wie z.B. eine Zeit lang bis zum Berg hochfahren, diesen hohen Wert anzeigen kann. Anders als wie bei z.B. ebener stetig leichter Fahrt, wo eine Hypo entstehen kann. -
Jürgen
Rang: Gastam 12.12.2010 02:20:24
Wenn Du Deinen BZ nach festen Faktoren und BZ-Werten vor dem Essen steuerst, brauchst Du so schlaue Erklärungen für Hypos und Hypers.
Wenn Du Deinen BZ nach dem Verlauf nach dem Essen steuerst, kommst Du mit weniger großen Bewegungen nach oben und unten, mit weniger Hypos und Hyper, und mit weniger Erklärungen und nem gesünderen BZ-Verlauf aus ;-) von Jürgen -
Rudi
Rang: Gastam 12.12.2010 18:47:33
Kann es sein, dass du gerade versuchst, Menschen. die mit CT lebten/ leben, zu erklären, dass sie ein Sch...ss-DM-Managment betrieben/ betreiben? Das ist eindeutig falsch! Ich selbst habe über 30 Jahre mit CT problemlos funktioniert (ohne Hypo/ Hyper) und das "Theater" fing erst mit ICT bzw. CSII an (und für Anke: egal mit welchem Insulin!). Letztlich ist es eine Frage der Einstellung (des DM und der eigenen). von Rudi