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Dosierfehler bei 72jährigem Typ 2-Diabetiker

  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.07.2012 21:05:32
    Hallo,

    ich bin gerade erst auf dieses Forum gestoßen und möchte eine Frage in die Runde stellen:

    Mein Vater ist 72 Jahre alt und hat seit über 30 Jahren diagnostizierten Typ 2-Diabetes. Anfangs wurde mit Tabletten behandelt, seit etwa 8 Jahren spritzt er Insulin. Ihm wurden bereits beide Unterschenkel amputiert (Durchblutungsstörungen), das nur zur Vollständigkeit, ich weiß nicht, ob das für meine Frage wichtig ist. Außerdem ist er auf einem Auge blind, auf dem anderen hat er eine Sehkraft von ca. 40%. Er spritzt tagsüber zu den Mahlzeiten Humalog, nachts Basal.

    Nun ist es so, dass er in letzter Zeit häufiger in extremen Unterzucker fällt. Das ist mit Sicherheit u.a. auf seine Sehschwäche zurückzuführen, d.h. er misst, zieht aber z.B. statt 10 Einheiten Insulin 12 auf. Oder - wie heute - er spritzt, isst dann aber nichts oder zu spät. Dadurch haben wir hier nun mit Werten von 58, 34 oder auch 21 zu kämpfen.

    Gibt es für "solche" Fälle eine andere Möglichkeit, das Insulin zu verabreichen? Wie aufwendig und kompliziert zu handhaben sind z.B. Insulinpumpen? Morgens und abends lassen wir bereits vom Pflegedienst messen und spritzen - nur, wenn er anschließend nichts isst, hilft das auch nicht...

    WIr sind erstmal dankbar für jeden Tipp.

    Grüße
    Ein Gast
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.07.2012 21:23:27
    Hallo Gast,

    erstmal tut es mir sehr leid, dass dein Vater so schlimme Folgeschäden hat. Ich hoffe für ihn, dass ihm wenigstens die 40% Sehkraft auf einem Auge noch erhalten bleiben.

    Bezüglich des Insulin aufziehens: Wenn man den Pen aufzieht, hört man doch ein "Klack" für jede Insulineinheit. Da kann er doch einfach mitzählen.

    Wenn er spritzt und nicht isst, hilft auch eine Insulinpumpe nichts (die er als Typ 2er vermutlich sowieso nicht bezahlt bekommen würde). Die einzige Möglichkeit wäre, erst nach dem Essen zu spritzen.

    Wenn dein Vater noch klar im Kopf ist, dann solltest du ihm sagen, dass ständige Hypos für bereits geschädigte Augen pures Gift sind, vielleicht versucht er dann eher, ans Essen zu denken.

    Viel mehr fällt mir leider nicht ein.

    Viele Grüße,
    Mona
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.07.2012 22:25:56
    ob in solchen fällen ict sinnvoll ist sollte mit dem arzt abgeklärt werden.
    besonder analoga schmeißen wenn nichts gegessen wird schnell um.
    also besser wie mona schrieb erst wenn wirklich gegessen wurde spritzen.
    oder auf ct mit zweimal 30/70, bzw dreimal 50/50 mischinsulin umstellen, dann ist der bz abfall nicht so extrem wenn das essen weniger ist oder vergessen wird.
    sofern die mischung normal/nph insulin ist.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.07.2012 22:30:30
    Vielen Dank Euch beiden für Eure Antworten. Ich denke, ich sollte schnellstens mal mit der Diabetologin sprechen, was sie für sinnvoll hält. Vielleicht finden wir zusammen eine Lösung, die unsere Probleme weitestgehend auffängt.

    Grüße!