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Meine Werte ohne Metformin

  • Sandra

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 12:49:13
    Guten Morgen, ich bin die Frau von Manfred. Die, die morgen operiert wird und vorher das Metformin absetzen musste.
    Ich bin jetzt sehr in Sorge. Ich weiß nicht, was ich machen soll.
    Heute morgen, gleich nach dem Aufstehen, hatte ich einen Wert von 190.
    Gegessen habe ich gestern abend Salat mit etwas Joghurtdressing und ein Stück Hühnerbrust gebraten. Dazu viel Wasser.
    Ich habe jetzt noch nicht gewagt, etwas zu essen, weil ich Angst habe, dass mein Zucker in ungeahnte Höhen schiesst.

    Was ratet ihr mir?

    Lieber Gruß von Sandra
  • rudi

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 13:05:46
    hallo sandra,

    es ist der stress, aufregung, angst, welche den blutzucker
    in die höhe treiben.
    also keine panik und abwarten. sie sind im krankenhaus in
    besten händen.
    nur nach dem krankenhaus sollten sie sich um einen diabetologen bemühen.
    denn allein mit metformin ist die sache nicht zu regeln

    wünsche ihnen alles gute und eine erfolgreiche op

    gruss rudi
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 14:43:57
    Hallo Rudi, danke für die Antwort. Ich habe eben grad nochmal gemessen. Jetzt habe ich 185. Obwohl ich noch nichts gegessen habe. Das werde ich jetzt aber machen. Denn ich habe Hunger, keinen Appetit.
    Für heute wollte ich folgendes essen: jetzt zwei oder drei kleine Scheiben glutenfreies Mischbrot mit Kassler. Und heute abend zwei kleine Bockwürste mit Salat und etwas Joghurt mit Salz und Pfeffer. Trinken werde ich heute nur Wasser. Und ab zehn darf ich eh nichts mehr.
    Ich hab ja gar keine Erfahrung und wäre etwas beruhigter, wenn ihr etwas dazu sagen könntet, was ich heute essen möchte.
    Ich selbst habe mir gestern abend etwas versprochen. So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. Ich muss was tun.
    Ich habe große Angst vor Menschen. Mein Hund hilft mir dabei, raus zu gehen. Leider habe ich das die letzten Monate schleifen lassen, weil ich wieder in einer depressiven Phase steckte. Ich werde mich jetzt jeden Tag in den Popo treten und raus gehen. Egal, wie es mir geht. Ich werde meine Runden wieder erweitern. Ich habe selbst an dem Langzeitwert gesehen, dass sich die Spaziergänge positiv ausgewirkt haben.

    Dann werde ich mir einen Diabetologen suchen. Was erwartet mich da????

    Meine Werte werde ich jetzt jeden Tag messen und darüber Buch führen. Der Narkosearzt meinte, darüber freut sich jeder Arzt, wenn er so ein BZTagebuch sieht.

    Und dann werde ich eine Gewichtsreduktion anstreben. Allerdings werde ich dazu eine Diät machen müssen. Das hängt mit meiner Krankheit zusammen. Ich ´kann nur dann etwas bewirken, wenn ich genau einen Plan habe, der mir vorschreibt, was ich essen darf an einem Tag. Habt ihr dazu Tipps?

    Für euch "alten Hasen" mag sich das vielleicht nicht aufregend anhören oder auch selbstverständlich sein. Für mich sind das ganz große Berge, die es zu bewältigen gilt, Aufgrund der Angsterkrankung. Also bitte nicht schimpfen.
  • Tom

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 15:14:08
    Hallo Sandra,

    du hat Angst vor Menschen? Also ICH finde es einen großen Schritt, dass du selbst heute hier schreibst.
    Angst vor der OP hat Jeder, Sandra, die die sagen, sie haben keine, die machen einen auf mutig oder haben Angst, ausgelacht zu werden. Wenn du morgen in den Vorbereitungsraum geschoben wirst, sage nochmal gleich, dass du fürchterliche Angst hast und ob man dir nicht etwas geben könne, damit die Angst weggeht. Ich habe durch meine vielen OPs von mal zu mal mehr Angt bekommen. Es waren über 25 in 3 Jahren. Und ich sagte das IMMER im Vorbereitugnsraum und bekam auch immer entweder schon einen klitzekleinen Teil des Narkosemittels oder ein Medikament, dass mich wirklich einfach nur ruhig und angstlos machte.
    Dass der BZ nach oben geht, ist völlig normal. Angst ist negativer Stress und negativer Stress treibt den BZ nach oben.
    Du hast ja noch eine Nacht vor dir. Ich weiß nicht, wie du es halten wirst, ich kann dir sagen, was ich immer gemacht habe und zwar, solnage wie möglich abends wach bleiben, lange fernsehen,um morgens völlig übermüdet zu sein. Dann ist man so müde, dass man bis zur OP noch schön schläft. Ich drücke dir die Daumen. Morgen um die Zeit hast du die Op vielleicht schon hinter dir. Weißt du, an welcher Stelle du im OP-Plan bist? Gleich die erste oder später? von Tom
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 15:29:38
    weshalb schimpfen ? absolut kein grund da.
    kleiner hinweis, natürlich gehen deine blutzuckerwerte auch ohne was zu essen hoch, du bist schließlich diabetiker/in.
    brot auch glutenfreies ist zucker das reduzieren.
    fleisch, wurst, käse, eier schmecken und sättigen länger . ohne bz treiber zu sein. gemüse außer erbsen,
    ist problemlos. bei obst sind erdbeeren das problemloseste, rund 200g=1be.
    in den joghurt kann man ohne probleme einen gestrichenen teel zucker machen, das sind 1,5g etwas mehr als 1/10tel be-völlig unbedeutend.
    der besuch bei einem guten diabetologen ist problemlos, schick deinen mann vor der spricht zwei sätze mit dem und kann dir sagen der ist ok oder nicht.
    er wirkt sehr patent, und wird dir helfen.
    es gibt noch eine reihe bz senkender medis.
    für übergewichtige das beste zz byetta. wird nicht soo gerne verschrieben da es recht teuer ist, aber das ist egal es geht um deine gesundheit.
    gib dem hund ne streicheleinheit er soll dich aufbauen, das können die.
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 18:10:50
    Hallo, auch ich bin gerührt, wie ihr mir hier Mut macht.
    Ja, es war für mich eine Überwindung, hier zu schreiben. Da ich aber solch eine Angst habe, in irgendein Koma zu fallen, dachte ich mir, dass ich hier die Profis frage.
    Ich hatte ja um 12.45h die Brote mit Kassler gegessen. Seitdem habe ich etwas über einen Liter Wasser getrunken. Körperlich betätigt habe ich mich kaum, da ich ja zur Zeit sehr stark blute. Um halb vier habe ich gemessen. Da war der Wert 180.
    Irgendwie verstehe ich das nicht. Nüchtern habe ich 190, fast drei Stunden nach dem Essen 180.
    Ich muss morgen früh erst im Krankenhaus sein. Auf der Op-Liste bin ich die zweite. Das heißt, ich werde so gegen zehn dran sein.
    Dem Narkosearzt habe ich schon gesagt, dass ich tierische Angst habe. Der weiß also schon Bescheid. ER hat mir auch versprochen, dass er mir beim Einschlafen die Hand hält.
    Mein Mann hat es nicht immer leicht mit mir. Aufgrund der psychischen Erkrankungen bleibt vieles an ihm hängen. Manchmal kann ich nicht mehr tun, als ihn lieben.
    Heute abend werde ich länger auf sein, weil mein Mann bis spät arbeitet. DAnn packen wir meine Tasche und gehen schlafen. Falls ich schlafen kann. Morgen früh dann noch duschen und los gehts.

    Der Narkosearzt meinte, dass ich vielleicht Insulin brauche. Könnt ihr mir dazu etwas sagen, wie die da vorgehen?

    Was haltet ihr von den Ansätzen, die ich vorhabe, zu verwirklichen?

    Lieben Gruß Sandra
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 19:08:29
    alles definitiv alles was du machst , ist völlig ok,
    denn - und das ist das allerwichtigste - du machst etwas, und wer anfängt und merkt daß es besser wird , wird weitermachen - das ist bei dm das wichtigste - weitermachen bis die werte gut sind - und das schaffst du.
    der narkosearzt ist spitze, vertrau ihm, er weiß was er macht, du fällst garantiert nicht in irgendein koma, denn du bist (für diesen fall wirklich günstig ein typ 2)
    wenn dir der narkosearzt insulin gibt wirst du ständig überwacht, davon merkst du nichts und es ist "ehrenwort" nicht gefährlich. fördert aber die heilung.
    ich denke hier gibt es noch mehrere die dir/euch die daumen drücken. macht weiter so !
  • ella

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 20:58:55
    Hallo Sandra, du brauchst keine Angst haben. Eine Narkose wird sorgfältig überwacht. Fallst du Insulin gebrauchst, solltest du bedenken, dass es für deine
    Gesundheit warscheinlich das Beste ist. Eine Schulung kann ambulant gemacht werden. Deine Blutungen könnten sich auch bessern. Such dir einen guten Diabetologen, dann klappt das auch.
    Zu dem Thema Unterzuckerung: Ich habe nach und vor meiner ersten Insulininjektion auch fürchtliche Angst davor gehabt, glaub mir es ist nicht so wie man das erwartet, alles halb so wild. Viele Leute verbreiten Panik und brauchen dann bei Werten knapp unter 100 schon Traubenzucker. Mit Insulin lebt es sich viel besser.
    Viele Grüße ella
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 05.05.2009 22:23:09
    Ich bins nochmal. Ich werde jetzt gleich meine zweite Mahlzeit zu mir nehmen. Vorher werde ich auch wieder messen. Ich habe auch alles von heute fein säuberlich aufgeschrieben, damit der Narkosearzt das morgen bekommt.
    Der Chefarzt meinte, dass ich wohl am Donnerstag wieder entlassen werde. Wenn alles gut verläuft.
    Insofern ich wieder zu Hause bin, melde ich mich hier wieder.
    Danke, dass ihr für mich da ward.
    Ganz lieber Gruß Sandra
  • Tom

    Rang: Gast
    am 06.05.2009 13:12:39
    Nun isses sicher schon im OP, dann denken wir mal feste an sie....*daumendrück*. Is schon rigendwie COOL. Ich stell mir das so vor, Sandras Mann hat getippt und sie immer daneben, bis sie ungeduldig gesagt hat.....gib her, gib her, ich will selber.. der erste Schritt. Nun darf er nicht mehr am PC sitzen..lach.
    Sandra, wir denken feste an dich und sind gespannt, was du berichten wirst. von Tom