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Glucosetest sinnvoll?
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am 20.11.2012 19:00:20
Moinmoin,
selbstverständlich kann jeder Diabetiker seinen Insulin-Bedarf (egal, ob eigen ohne Medis oder mit Medis provoziert oder gespritzt) senken, indem er weniger als die nach DGE und DDG empfohlenen KHs isst. Damit wird keineswegs irgendein Beweis dafür geführt, dass irgendein Diabetes angefressen wäre. Davon geht der Diabetes ja auch nicht weg, sondern damit wird eben nur weniger Insulin gebraucht, und manchmal reicht dann sogar noch ohne Medis für den gesunden BZ, was die eigenen Betas dann noch liefern.
Klar steht dem als erstes der persönliche Geschmack entgegen. Denn wer voll auf KHs steht und Fett und Eiweiß nicht durch den Hals kriegt, kann halt nur bei seinen KHs bleiben und den entsprechenden Insulin-Bedarf mit entsprechenden Medis bis hin zum Insulin aus dem Pen ausgleichen.
Oder er greift zum Dapagliflozin, das nach den USA nun auch bei uns zugelassen ist und ein echter Renner zu werden verspricht. Denn damit kann man einen guten Teil vom ungesund hohen BZ schlicht auspinkeln.
Der Trick ist einfach: Wo die Nieren ohne Dapa die Glukose bis zu 160-180mg/dl aus dem Primärharn in den Blutkreislauf zurück filtern, machen sie das mit Dapa eben nur bis vielleicht 120-140 oder noch weniger. Der im wahrsten Sinne des Wortes überflüssige Rest wandert dann mit dem übrigen Sekundärharn ins Klo, und zwar ohne dass in all den für die Zulassung notwendigen Studien-Jahren irgendwo ein Mangel an Glukose aufgetreten wäre. Und das bedeutet schlicht und einfach, dass es tatsächlich für die als notwendige KHs gegessene Glukose keine notwendige Verwendung gegeben hat und gibt. Dapa ist damit eine hervorragende LowCarb-Beweis-Pille ;)
Bisdann, Jürgen -
am 21.11.2012 10:22:17
Gast schrieb:
ich muß EMM vollzustimmen . Ich glaube nicht , daß ein diabetologe auf dauer einer
solchen diät zustimmen würde. Wir brauchen auch kh , man kann siee reduzieren .ich ess am tag 10be und komme gut damit hin. bei der diät soll man viel fett essen und das halte ich für gar nicht gut. EMM und ich sind alte hasen und haben schon erfahrung und haben auch ainiges ausprobiert .
im übrigen rainer in meinen augen bist du kein diabetiker bei dem hba1c wert und ohne
medis. wenn man sich bewußt gesund ernährt , kannst du das in einem anfangsstadium
halten und diesen wert erzielen.
So ist es, Diabetes Typ2 ist ja nicht auf die BZ Werte allein bezogen, sondern schließt alle anderen Stoffwechselwerte auch ein. Deswegen ist eine einseitige Ernährung bei dieser Krankheit völlig unsinnig. Man denke nur an die Blutfettwerte.
Ich liege auch bei 10 BE am Tag und da ich selbst koche, hab ich kein Problem damit und kann essen, was mir schmeckt.
Auch Rainers Behauptung, Diabetiker zu sein, irritiert mich auch schon seit langer Zeit. Mit solchen Werten ist man kein Diabetiker und schon gar nicht 10 Jahre lang. Warum er diese Fußnote reinsetzt weiß ich nicht, sehe sie aber für Neulinge als irreführend an, ein "gstandener" Diabetiker glaubt das sowieso nicht.
Bearbeitet von User am 21.11.2012 10:31:11. Grund: Nicht angegeben -
am 21.11.2012 10:23:55
havier schrieb:
EMM schrieb:
...Dazu braucht man weder ein BZ-Meßgerät...
Auch ich brauch keinen Zuckermesser
mit folgendem geht es viel besser:
Der Arzt zählt einfach schnell bergauf
der Kranke stoppt dann diesen Lauf
Und diese Zahl zeigt uns sodann
den Zuckerwert in Milligramm
Fehlt jetzt nur noch der Dezileter
doch das erzähl euch mal speter
Havier ;-)
Natürlich braucht man ein BZ-Meßgerät, das ist ja wohl Standard bei einem Diabetiker, um sich einen vernünftigen Ernährungsplan zurechtzulegen, braucht man es so wenig wie teure LOGI-Bücher. -
am 21.11.2012 10:29:35
Rainer schrieb:
Wenn dir LOGI nicht bekommt, dann kannst du dich auf andere Art KH-reduziert ernähren. Ich selbst bin z.B. kein LOGI-Fan, sonern ernähre mich mit LCHF.
Wenn du die Tatsache leugnest, dass man mit einer KH-reduzierten Ernährung und natürlich falls erforderlich mit der passenden Unterstützung durch Medikamente die Vertschlimmerung seines Diabetes stark verzögern kann, dann tust du mir wirklich leid. Ich profitiere sehr stark davon und fühle mich mit meiner KH-reduzierten Ernährung (LCHF) pudelwohl.
Beste Grüße, Rainer
Wie kommst du drauf, ich würde irgendetwas leugnen? Ich selbst lebe seit Jahren mit 10 BE am Tag. Vernünftige Ernährung sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Diabetiker sein. Ob man damit eine Verschlimmerung seines Diabetes erreichen kann, ist eine andere Frage. Fest steht, daß eine rechtzeitige Gabe von Insulin sich vorteilhaft auswirkt.
Deine Ansichten über Diabetes kommen mir so vor, wie die, die in den 70ern von den Ärzten propagiert wurden, die sind aber längst wiederlegt, auch wenn sogar manche Ärzte das nicht kapiert haben. -
Gast
Rang: Gastam 21.11.2012 11:55:17
Also von mir aus kann sich jeder ernähren wie er will. LowCarb wäre nichts für mich, da ich Kohlenhydrate liebe und um nichts in der Welt auf sie verzichten will. Dank Insulin muss ich das auch nicht.
Aber ich verstehe nicht, warum man diese Ernährungsform jemandem empfiehlt, der mit normaler Ernährung einen HbA1c von 5,8% und Nüchternwerte von knapp über 60mg/dl hat und damit keinerlei Anzeichen für Prädiabetes oder Diabetes.
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am 21.11.2012 11:57:59
EMM schrieb:
Vernünftige Ernährung sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Diabetiker sein.
Das ist wohl wahr.
Nur wer kann uns objektiv sagen, welche Ernährung vernünftig ist und wie viele KH in dieser "vernünftigen" Ernährung enthalten sein müssen. Sind es deine 10 BE, sind es meine ca. 2 BE, sind es die von der DGE empfohlenen 150 g oder liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen? Gibt es überhaupt eine für alle gültige Wahrheit?
Das Wort "vernünftige Ernährung" ist nichts als eine leere Worthülse, die von vielen Seiten ganz unterschiedlich ausgefüllt wird. Und deine Art der vernünftigen Ernährung passt für mich nicht, weil ich dann Tabletten oder lieber Insulin (da gebe ich dir vollkommen recht) für eine gesunde BZ-Führung bräuchte. Du kannst doch vollkommen entspannt deine Erfahrung darstellen und die Erfahrung von anderen zur Kenntnis nehmen. Dazu ist das Forum da, es geht nicht um eine Wettstreit ums gewinnen.
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am 21.11.2012 14:19:23
Rainer schrieb:
EMM schrieb:
Vernünftige Ernährung sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Diabetiker sein.
Das ist wohl wahr.
Nur wer kann uns objektiv sagen, welche Ernährung vernünftig ist und wie viele KH in dieser "vernünftigen" Ernährung enthalten sein müssen. Sind es deine 10 BE, sind es meine ca. 2 BE, sind es die von der DGE empfohlenen 150 g oder liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen? Gibt es überhaupt eine für alle gültige Wahrheit?
Das Wort "vernünftige Ernährung" ist nichts als eine leere Worthülse, die von vielen Seiten ganz unterschiedlich ausgefüllt wird. Und deine Art der vernünftigen Ernährung passt für mich nicht, weil ich dann Tabletten oder lieber Insulin (da gebe ich dir vollkommen recht) für eine gesunde BZ-Führung bräuchte. Du kannst doch vollkommen entspannt deine Erfahrung darstellen und die Erfahrung von anderen zur Kenntnis nehmen. Dazu ist das Forum da, es geht nicht um eine Wettstreit ums gewinnen.
Was eine vernünftige Ernährung ist, wird wohl jeder Diabetiker für sich entscheiden müssen. Er kann das sehr leicht an seinen BZ Werten sehen. Wozu man dafür die Hilfe irgendwelcher Außenstehender bräuchte, erschließt sich mir nicht. Wenn schon, dann eine persönliche Ernährungsberatung, aber keine (teuren) Bücher irgendwelcher Gurus.
Eine leere Worthülse ist "vernünftige Ernährung" sicherlich nicht, vorausgesetzt man hat seinen Kopf nicht nur zum Hut aufsetzen.
Wieso du Insulin bräuchtest ist mir sowieso ein Rätsel, dein "Diabetes" ist nämlich keiner und zwar aus dem einfachen Grund weil man Diabetes weder durch die Ernährung verursachen noch jahrelang hinausschieben oder sogar heilen kann. Dazu ist die Krankheit wirklich zu komplex.
Im übrigen betreibe ich hier keinen Wettstreit, aber deine falschen Informationen kann man einfach nicht so stehen lassen,
Du unterstellst z.B. Usern hier Prädiabetes, obwohl die geposteten Werte keinerlei Hinweis darauf zeigen. Das ist mehr als Leichtsinnig. Diagnosen, noch dazu Ferndiagnosen sollten Laien schön bleiben lassen, Ärzte tun das sowieso nicht. -
am 21.11.2012 16:50:25
Was ich nicht verstehe:
Wenn der Blutzucker bei DGE- und DDG-empfohlener gesunder Ernährung wenigstens einen Grenzwert zur Diagnose Diabetes eindeutig überschreitet, hat sein Wirt diagnosereifen Diabetes.
Wenn es ihm nun gelingt, allein mit der Ernährungsumstellung auf die Variante LCHF seinen Blutzucker in den gesunden Bereich zu bringen und darin zu halten, wieso sollte er dann keinen Diabetes mehr haben? -
am 21.11.2012 17:09:39
hjt_Jürgen schrieb:
Was ich nicht verstehe:
Wenn der Blutzucker bei DGE- und DDG-empfohlener gesunder Ernährung wenigstens einen Grenzwert zur Diagnose Diabetes eindeutig überschreitet, hat sein Wirt diagnosereifen Diabetes.
Wenn es ihm nun gelingt, allein mit der Ernährungsumstellung auf die Variante LCHF seinen Blutzucker in den gesunden Bereich zu bringen und darin zu halten, wieso sollte er dann keinen Diabetes mehr haben?
Aber für dich wiederhole ich mich doch gerne (zum wievielten Mal?).
Mit einer Ernährungsumstellung allein kann man einen Diabetes nicht 10 Jahre lang hinauszögern oder gar heilen. Diabetes ist nämlich eine chronische Krankheit, die fortschreitet.
Mein Vater hatte nach einer schweren Grippe auch mal erhöhte BZ Werte, die sich allerdings schnell wieder normalisierten. Deswegen hatte er aber keinen Diabetes.
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am 21.11.2012 18:57:43
schrieb:
Mit einer Ernährungsumstellung allein kann man einen Diabetes nicht 10 Jahre lang hinauszögern oder gar heilen. Diabetes ist nämlich eine chronische Krankheit, die fortschreitet.
Von Heilen hat Rainer hier nie geschrieben. Seit meiner und vor allem auch Deiner Erstbehandlung sind schon Jahrzehnte mit neuen Erkenntnissen ins Land gegangen. Mit den HBA1c 7, die wir damals noch als ideal gelernt haben, kann man dem Fortschreiten des Diabetes mit immer mehr Medibedarf und schließlich der einen oder anderen Folgekrankheit zusehen. Deswegen gilt inzwischen ja auch unter 6,5 als ideal.
Unabhängig davon ist inzwischen vielfach erwiesen, dass höher als gesunder Blutzucker erheblich zum Fortschreiten des Diabetes beiträgt und dass mithin diesen Fortschreiten erheblich verlangsamen kann (ganz sicher um Jahre, und die längeren hoffen natürlich inzwischn auf für immer), wer als Betroffener seinen Blutzucker im gesunden Rahmen hält. Und dabei ist völlig egal, womit dieses Halten im gesunden Rahmen erreicht wird, solange es die verbliebenen Beta-Zellen nach Möglichkeit entlastet. Und solche Entlastung bringt man mit LCHF.
Zur Wichtigkeit von Kohlenhydraten liest Du vielleicht mal ein bisschen über das neue Mittel, das das Zeug zum Blockbuster haben könnte, Dapagliflozin? Es senkt die Nierenschwelle und sorgt dafür, dass man mehr vom höher als gesunden BZ und von diesen lebenswichtigen KHs einfach auspinkelt :(
Bearbeitet von User am 21.11.2012 18:59:05. Grund: Nicht angegeben