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Unterschied zwischen Diabetis 1 und 2?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.11.2012
    am 21.11.2012 11:03:21
    Hallo,
    meine Mutter (73 Jahre alt ) hat Diabetis seit ca. 10 Jahren. Anfangs hat sie es gut kontrollieren koennen, mit Insulin.
    Nun ist ihr Langzeitwert 9.2, staendig ist sie unterzuckert( bis 40 hinunter) und merkt es nicht, ihr Gehirn scheint auch Schaden genommen zu haben, ich bemerke Persoenlichkeits- veraenderungen.
    Die Aerztin vermutet nun eine Diabetis 1 anstelle der ersten Diagnose , Diabetis 2.
    Kann mir jemand erklaeren, was genau der Unterschied ist?
    Was sollen wir tuen?
    Gibt es eine Kureinrichtung, sie wohnt im Muensterland, ?
    Jede Idee ist willkommen !
    Dankbar,
    Julia Doemer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.11.2012 11:21:44
    Hallo Julia,

    der wichtigste praktische Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 ist, dass Typ 1 von Anfang an mit Insulin behandelt werden muss und bei Typ 2 auch Tabletten helfen können. Wenn deine Mutter von Anfang an mit Insulin behandelt wurde, dann ist der Typ relativ egal. Auch die nachlassende Hypowahrnehmung tritt bei beiden Typen auf.

    Wenn deine Mutter trotz dem hohen BZ auch viele Hypos hat, dann stimmt ihr Insulinregime überhaupt nicht mehr. Sie ist hoffentlich nicht bei einem Hausarzt, sondern bei einer Diabetologin in Behandlung. Wenn nicht, dann soll sie schnellstens einen Diabetologen aufsuchen und wenn ja, dann seht euch vielleicht nach einem kompetenteren Diabetologen um.

    Wie sieht denn ihre Insulinbehandlung aus? Was für Insulin spritzt sie wann und wieviel davon und was isst sie? Schreib das mal bitte auf, vielleicht lässt sich daraus schon die Ursache für die vielen Unterzuckerungen erkennen.

    LG Rainer
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.11.2012
    am 21.11.2012 11:35:02
    Danke Rainer,
    ja sie geht zu einem Diabetologen . Aber welches Insulin sie spritzt , das kann ich nicht beantworten. Ich wohne im Ausland , solche Dinge sind dann schwierig zu beantworten.
    Ist es eine gererelle Tendenz, das man als Diabetiker nach einigen Jahren immer laenger benoetigt , um eine Unterzuckerung zu bemerken?
    Mein Bruder wirft meiner Mutter Rufe um Aufmerksamkeit vor mit dem Unterzuckerungen. Ich selbst meine, sie merkt es wirklich nicht und hat regelrechten Schuettelfrost in einer Unterzuckerung und eine Weile danach. Es scheint immer laenger zu dauern bis sie sich dann erholt.
    Julia
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.11.2012 11:38:26
    eigentlich passen hba1c 9% nicht zu ständigen unterzuckerungen.
    wobei ich bei 40 auch selten was merke, außer der absturz geht schnell.
    und schäden treten bei 40 auch nicht auf.
    daher schließe ich mich an, die therapie ist schief. spritzt sie ict oder ct, ...
    welche insuline verwendet sie. welches ist die dosis/d ?
    wenn ein arzt aus der tatsache daß der pat. einen bz von 40mg/dl mit insulin erreicht, auf den typ schließt hat er keine ahnung.
    außerdem hat deine mutter insulin, also ist es egal welcher typ sie ist, auch t1 bekommen nur insulin.
    freundlicher hinweis diabetes wird mit e nicht mit i geschrieben.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.11.2012 14:21:15
    DM1 ist eine Autoimmunerkrankung. Das ist bei Deiner Mutter angesichts ihres Alters und zehn Jahren Diabetes wohl zu 99,9% auszuschließen. Angesichts von einem Langzeitzucker von über 9 und häufigem Unterzucker tippe ich mal auf viel zu viel Insulin zu den Hauptmahlzeiten, und das Stückchen Kuchen zwischendurch, die Kekse, der Kaffee mit Zucker,... werden von Deiner Mutter "vergessen". Möglicherweise bekommt sie mittlerweile auch zu wenig Bewegung.

    Es gibt in Deutschland wahnsinnig viele schlechte Ärzte, gerade im Hinblick auf Diabetes. Deine Mutter scheint an so ein Prachtexemplar geraten zu sein.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 22.11.2012 17:22:12
    Hallo !
    Dankeschoen fuer die guten Ideen und moeglichen Ansaetze nochmal genau hinzuschauen. Nun weiss ich auch wie genau Diabetes geschrieben wird- entschuldigung , ist nicht respektlos oder desinteresiert gemeint gewesen.
    Es gab eine Blutuntersuchung , mit der die Diabetologin nun die Diagnose DM1 gestellt hat.
    Es ist nun an der Zeit noch eine andere Meinung einzuholen, von einem anderen Diabetologen.
    Die Idee mit zuviel Insulin zu den Hauptmahlzeiten ist wohl richtig, denn die neueste Anordnung war, nun nur noch etwa ein Drittel zu spritzen auch nachts das Langzeit Insulinwurde reduziert.
    Ist es vielleicht mit Stoffwechselveraenderungen zu erklaeren? Im vergangenen Jahr hat meine Mutter ca. 20kg Gewicht verloren. Von ca. 68 auf nun 50 kg bei einer Groesse von ca.1,55m.
    Die Generation meiner Eltern hat noch ein anderes Verhaeltnis zu Aerzten, es ist noch mehr eine Autoritaet!
    Diese nun in Frage zu stellen und sie zu bewegen jemand anders auch um Rat zu fragen, wird Ueberzeugungsarbeit sein! Ihr wisst sicher, was ich meine.
    Shoen, das es diesen Austauschplatz im Internet gibt,
    Danke fuer all die Anregungen,
    Julia
  • Gast

    Rang: Gast
    am 22.11.2012 18:30:00
    hallo julia,
    nur mal so sooo alt ist doch deine mutter garnicht.
    aber --> was nutzt es deiner mutter wenn sie weiß daß sie t1 oder t2 ist, effektiv nichts , denn sie spritzt ja schon insulin.
    ihr problem--> sie spritzt allem anschein nach einfach mengen die ihr vom arzt vorgegeben werden, jetzt wissen wir auch weshalb die riesen schwankungen sind.
    man kann eine ict, also bolus basis therapie wirklich nicht mit einem starren spritzplan in den griff bekommen, das geht nur bei extrem konstanter lebensweise und macht absolt keine lebensfreude.
    sie soll einfach mal in eine selbsthilfegruppe gehen, die gibt rückrat da alle dm haben, und meist gibt es da auch den rat zu einem guten diabetologen der eine "gute" schulung anbietet, denn das ist das a+o eine erfolgreichen therapie.
    wenn sie jetzt hba1c 9% hat und einfach so die insulinmengen drittelt wird nichts besser sondern schlimmer, also schulung mitmachen und know how sammeln,
    nur zur info für dich wir spritzen so wenig wie möglich aber soviel wie nötig insulin, das heißt wir passen die menge vor jedem essen dem erwarteten bedarf an, und wenns nicht gericht hat wird korrigiert. genauso wird die basalmenge "vorsichtig" angepasst, zb sommer winter, erkältung usw. jüngere frauen passen die insulinmengen zusätzlich zum zyklus an. ist nicht mehr nötig.
    bitte mach deiner mutter mal kräftig mut, und gib ihr wenn auch nur aus der ferne anschub, den braucht sie -- du wirst sehen bei guten bz werten kommt auch die lebensfreude wieder.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 339
    Beiträge: 271
    Mitglied seit: 01.01.2012
    am 22.11.2012 19:06:34
    Da kann ich mich nur anschließen. Sie braucht eine Schulung und natürlich muß die gewaltige Reduzierung des Gewichts in Betracht gezogen werden. Ich selbst bin 68 Jahre alt und für mich ist kein Arzt per se eine Autorität, dazu hab ich zu viele Pfuscher erlebt und gerade bei Diabetes ist es schwer, einen guten Arzt zu finden. Ich hab fast 20 Jahre danach gesucht, aber das muß ja nicht immer so sein. In eurer Verwandtschaft oder Bekanntschaft ist bestimmt auch schon Ärztepfusch vorgekommen. Erinnere deine Mutter daran.
  • Julia

    Rang: Gast
    am 25.11.2012 01:10:59
    Dankeschoen fuer die guten Tips!!
    Ich habe neue Ideen erhalten, wir haben einen neuen Diabetologen gefunden und machen nun einen Termin.Eine Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee. Ich starte nun meine Suche nach einer solchen in der Umgebung .
    Was mir noch unerklaerlich ist: meine Mutter hat viel Aerger mit ihrer Schwiegertochter und wenn sie sich aufregt ist der Wert bei 400 und nicht unter Kontrolle zu bringen.
    Ist das typisch?
    Sie hat ein Messgeraet und benutzt es vor jedem Spritzen, es ist nicht so , dass sie immer die gleichen Einheiten spritzt.
    Gibt es noch andere Faktoren, die ihren Zucker so ungleichmaessig machen koennen?

    Ich selbst lerne so viel ueber Diabetes mellitus auf dieser Seite...

    Seid gegruesst und Danke nochmals...
    Julia
  • Gast

    Rang: Gast
    am 25.11.2012 09:41:15
    auf -diabetesgate- gibt es eine suchfunktion für shg, da brauchst du nur die stadt anklicken ,
    wie aktuell die angezeigten sind weiß ich nicht, kann aber durch anruf geklärt werden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 339
    Beiträge: 271
    Mitglied seit: 01.01.2012
    am 25.11.2012 09:45:54
    Gast schrieb:
    Gibt es noch andere Faktoren, die ihren Zucker so ungleichmaessig machen koennen?

    Ich selbst lerne so viel ueber Diabetes mellitus auf dieser Seite...

    Seid gegruesst und Danke nochmals...
    Julia



    Natürlich gibt es die. Ärger ist Stress und Stress erhöht den BZ, eine beginnende Erkältung kann es auch sein oder evtl. eine falsche Berechnung der BE. Bei mir bringen Semmeln den BZ in erstaunliche Höhen und manchmal läßt er sich einfach nicht in den Griff kriegen, ohne daß es einen sicht- oder fühlbaren Grund gibt.

  • Julia

    Rang: Gast
    am 25.11.2012 20:44:20
    Danke nochmals. Ich habe ueber diese Forum Seite eine Selbsthilfegruppe in unserem kleinen Ort gefunden. Welches Glueck....
    Die Treffen finden im Pfarrheim der Kirchengemeinde statt, zu der meinen Eltern gehoeren...
    Solch ein Zufall.
    Als Diabetiker meidet man alle weissen Teigprodukte? Alle Kohlehydrate werden im Blut zu Zucker?Das heisst mann vermeidet alle weissen Nudeln, weisse Broetchen, weissen Reis, keine normalen weissen Plaetzchen?
    Meine Mutter reduziert Weisses, hat es aber zwischendurch doch mal, vielleicht ist das der Grund fuer diese Schwankungen und den Blutzuckerwert der manchmal ausser Kontrolle ist?

    Nun habe ich eine gute Basis und kann meiner Mutter gute Anregungen geben.

    Danke,
    JUlia