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Keine Reaktion auf Insulin
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am 05.01.2013 13:17:50
Hallo,
ich bin noch ganz neu hier, habe von daher keine Ahnung, ob ich hier mit meinem Anliegen richtig bin. Seit einem Jahr habe ich insulinpflichtigen diabetes mell. typ 2. anfangs lief es recht gut, aber seit august habe ich meiner meinung nach extrem hohe bz werte. tagesmittelwerte ca. 19 mmol/l. jetzt musste ich drei hafertage einlegen, die meine zellen wieder auf insulin ansprechen lassen sollen. den zweiten tag habe ich hinter mir, aber meine werte liegen immer noch über 20 mmol/l selbst morgens nüchtern ist er nicht niedriger. hat jemand ne ahnung, was ich noch tun kann? wie gesagt, seit 2 tagen nur haferschleim ohne jedes gewürz. viellleicht kann mir ja doch noch jemand einen rat geben. schon mal danke im voraus! -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 15:02:27
ob du haferschleim mit oder ohne gewürz schluckst hat doch mit diabetes und insulin absolut nichts zu tun. das sind doch märchen, daß man mit hafer die insulinwirkung beeinflussen kann, auch hafersüppchen ist kohlenhydrat, also bz steigernd.
grundsätzlich gilt : bei deinen bz werten über 300mg/dl wirkt das insulin praktisch kaum noch,
es wirkt erst wieder wenn du unter 140mg/dl entspr. 7,5mmol/l bist.
und dahin kommst du nur mit insulin , laß den hafer den pferden.
korrigiere mit insulin deine werte auf normal und dann wirkt auch das insulin wieder. -
am 05.01.2013 15:21:39
Welches Insulin spritzt Du denn wann am Tag und in welcher Menge? -
am 05.01.2013 15:36:09
also, die anweisung mit dem haferschleim ist von meiner diabetologin. haferschleim soll die zellen stimulieren, wieder aufnahmefähig für insulin zu werden. keine ahnung ob das stimmt. ich spritze morgens 20 IE und abends 40 IE insulin lantus. und morgens mittags und abends vor den mahlzeiten 20 IE insuman rapid.
und ich kann spritzen wie ich will, der bz geht nicht runter.
Bearbeitet von User am 05.01.2013 15:36:43. Grund: Nicht angegeben -
am 05.01.2013 15:38:56
@ gast:
wenn insulin bei diesen werten nicht wirkt, wie soll ich dann mit insulin meine werte auf normal bringen? -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 16:00:43
lies mal nach bei -chrostek teupe-, -up und down- regulation, da ist das ausführlich erklärt.
wie runter ? mit mehr insulin und zwar mit insuman rapid , und zwar mit der aufteilung der menge auf mehrere stellen, jeweils max 8 ie pro stelle.
deine ärztin ist auf der höhe der zeit stehengeblieben, nämlich 1965 da stand dieser rat in dem buch die frau als hausärztin, war auch damals schon schwachsinn.
es gibt absolut keine irgendwie begründete erklärung weshalb mit hafer irgendeine insulinwirkung verbunden sein sollte. genausowenig wie mit oder ohne gewürze.
- ja die obigen erklärungen sind für typ 1, nur daß insulin nicht mehr wirkt bei hohen werten,
ist bei allen typen das gleiche.-
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am 05.01.2013 16:08:13
danke erst mal, kannst du mir dazu evt. einen link schicken, bin nicht so internetbewandert und kann da nix genaues finden. sorry. klingt aber interesant.
ps. meine diabetologin ist erst 1975 geboren. -
am 05.01.2013 16:15:11
okay, das mitt dem link hat sich erledigt. trotzdem danke. werd ich jetzt mal durcharbeiten. -
am 05.01.2013 16:21:15
http://www.chrostek.de/curriculum/schema-a-b-c.html
Für Anfänger ein bisschen sehr kompliziert. Zudem darf man sich durch die Pumpe nicht ablenken lassen, und dann sind die Insulin-Mengen für Typ2 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit doppelt zu nehmen, auch wenn Typ2 wahrscheinlich keine Ketone nachweist (muss auch nicht, stören bei Typ2 nicht)
Alternativ würde ich das Spritzen so beibehalten und so lange KEINE KHs essen, auch keinen Hafer, bis der BZ wieder bei 5-6 mmol/l angekommen wäre, zunächst noch mit 3x20IE Insuman, nach und nach mit immer weniger :)
WICHTIG: Ne messbare Insuman-Wirkung wirst Du wahrscheinlich etwa 2-4 Stunden nach dem Spritzen sehen, also vor dem Spritzen messen und dann 2-3-4 Stunden danach, so dass Du mitkriegst, wenn und wie sich da was bewegt.
Daumendrück, Jürgen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.01.2013 16:28:00
danke, das hilft mir schon viel weiter. ich mag alles essen, nur keinen haferschleim mehr. keine kh ist völlig okay. danke, jetzt gehts mir gleich viel besser. -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 17:04:06
@ Nilsbour lass dich nicht verunsichern, das mit den Hafertagen ist schon in Ordnung und wird sogar von einigen Kliniken durchgeführt. Dass dazu allerdings die Haferflocken zu Haferschleim gekocht werden ist mir neu, dachte, das macht man nur bei Magenbeschwerden. Ich liebe sie im Rohzustand.
Ansonsten bin ich etwas erstaunt, dass du als Typ-II-Diabetiker außer dem Insulin keine weitere Medikation hast. Nimmst du denn kein Metformin oder ähnliches? Denn beim Typ-II-Diabetiker ist ja die Insulinresistenz ein großes Problem. Es hilf nur wenig, jede Menge Insulin zu spritzen. Wenn dies nicht in den Zellen ankommt, schwimmt es nach wie vor im Blut umher.
Sprich deine Ärztin mal darauf an!
Alles Gute dir!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 17:05:19
sorry...als ich eben die Antwort schrieb, stand bei deinem Nick Nilsbour...jetzt steht wieder S. da *verwirrtschau*1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.01.2013 18:07:52
schrieb:
Denn beim Typ-II-Diabetiker ist ja die Insulinresistenz ein großes Problem.
Wird immer hoch gehalten, sow ie Du das ja auch machst, aber nirgendwo ernsthaft beschrieben. Laut Hersteller ist die Hauptwirkung von Metformin das Bremsen der Glukose-Ausgabe der Leber, und das findet genauso auch mit Insulin statt. Warum sollte also jemand zusätzlich zum Insulin auch noch Metformin nehmen?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 18:33:21
genau wie jürgen schrieb : das wesentliche ist daß zuerst der bz im normbereich ist,
und das ist mit hafer ist völlig unsinnig. und hat mit typ nichts zu tun.
auf deutsch der hafer ist müll.(außer für pferde)
und nein auch typ2 diabetiker müssen nicht automatisch pillen schucken. weshalb denn ?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.01.2013 19:03:45
also, danke an alle, ihr habt mir sehr geholfen. nilsbour, oder s. ist egal, warum es beides anzeigt, weiß ich nicht.
methformin vertrage ich nicht. durchmarsch ohne ende. ich habe es fast ein jahr genommen, keine besserung. also musste ich absetzen.
ansonsten, entwarnung. der bz ist jetzt trotz essen (allerdings ohne kh) auf 9,3 mmol/l. danke, das mir der haferschleim erspart bleibt. im übrigen esse ich sehr gern haferflockensuppe mit milch und stevia. wenn ich das dann morgens esse, dürfte das wohl auch ausreichen, denke ich jetzt mal. -
Gast
Rang: Gastam 05.01.2013 20:09:30
du bist auf nem richtigen weg, trotzdem ist die insulinwirkung im bereich 80-120bzw
5-7mmol/l wesentlich effektiver, heißt ganz einfach in diesem bereich wird der insulinbedarf sinken ohne essenseinschränkung.
nur mal ne frage (denkanstoß) wenn du haferflocken ißt(kh) +milch(1be pro 100 ml), dann kannst du auch zucker nehmen , statt stevia das macht den kohl nicht fett.
-- es ist nicht der zucker / entscheidend ist die menge ! ---
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am 06.01.2013 09:22:47
also, noch vermeide ich jegliche kh. dachte das mit dem hafer ( soll die Zellen wieder aufnahmefähig machen für insulin) vielleicht für später. heute morgen war der bz 8,3. aber kann mir jemand sagen, ab wann ich da überhaupt wieder an kh ran darf? frühstück ganz ohne kh ist es ja nun auch nicht. da fehlt doch jegliche energie, oder sehe ich das falsch? jetzt hab ich mir erst mal ein rührei gemacht. -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 10:02:48
keine angst da fehlt garnichts, gerade der morgen ist für viele(nicht alle) auch wieder egal welcher typ die problematischte zeit mit der geringsten insulinwirkung.
und weshalb sollte man gerade da kh essen ? das ziel ist doch den größten nutzen aus der geringsten insulinmenge zu haben.
ich esse zb jeden morgen eine rohe möhre, zu zwei tassen espresso. und komme damit problemlos bis mittag.
-nochwas zu der obigen bemerkung, und wenn tausend kliniken mit hafer arbeiten ist das trotzdem kein grund diesem eine wirkung zu unterstellen, es gibt ja auch idiotische max bruker kliniken da glauben sie was der olle nazi mal behauptet hat , mit körner kauen irgendwas zu heilen. auch quatsch.-
und nein wer mehr insulin spritzt um in bz normalbereiche zu kommen , bei dem schwimmt überhaupt nicht mehr insulin im blut rum, alles insulin das im blut rumschwimmt, ist nach 4,3 minuten zur hälfte abgebaut ohne nutzen(halbwertzeit) nach weiteren 4,3minuten ist davon nur noch 1/4tel vh.- genau deshalb muß man mehr spritzen um eine bz senkung zu erzielen.(korrektur) -
am 06.01.2013 10:22:24
Moinmoin,
die fehlende Energie bei 8,3 ist reine Gefühlssache, denn da ist immer noch das Doppelte an Energie vom Gesunden im Umlauf. Erstaunlich viele Leute und übrigens auch erstaunlich viele Nichtdiabetiker essen wenig bis keine KHs, aber das sind wir allgemein nicht gewöhnt.
Und KHs zum Frühstück brauchen bei uns mit Diabetes allgemein besonders viel Insulin, häufig deutlich mehr als die gleichen KHs zu anderen Tageszeiten, so dass viele, die mit möglichst wenig Medis auskommen und trotzdem nicht ganz auf KHs verzichten wollen, keine KHs frühstücken und die dann auf den restlichen Tag verteilen.
Ich würde bei 6-7 wieder vorsichtig mit KHs starten und die so bemessen, dass Dein BZ in der Spitze irgendwo zwischen 1 und 2 Stunden nach dem Essen unter 10 bleibt.
Daumendrück, Jürgen
Bearbeitet von User am 06.01.2013 10:23:29. Grund: Nicht angegeben1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 10:42:05
Ich esse ja auch viel Müsli (Hauptbestandteil Haferflocken). Allerdings würde ich nie auf die Idee kommen, mir morgens damit schon die volle Dröhnung an Kohlehydraten zu geben, sondern ich esse das mittags, wenn die Insulinwirkung am größten ist. Aber ich glaube, bei der Fragestellerin ist in Sachen Ernährung so einiges im Argen. Ich frühstücke übrigens gar nicht, allenfalls ein paar Nüsse oder einen Apfel. Keine Angst, so schnell verhungert man nicht! -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 11:17:59
Hallo Jürgen,
hjt_Jürgen schrieb:
schrieb:
Denn beim Typ-II-Diabetiker ist ja die Insulinresistenz ein großes Problem.
Wird immer hoch gehalten, sow ie Du das ja auch machst, aber nirgendwo ernsthaft beschrieben.
ich finde die "unernsthaften" Beschreibung der multiplen Resistenzfaktoren die sich so finden lassen, eigentlich völlig ausreichend ...
schrieb:
Laut Hersteller ist die Hauptwirkung von Metformin das Bremsen der Glukose-Ausgabe der Leber, und das findet genauso auch mit Insulin statt. Warum sollte also jemand zusätzlich zum Insulin auch noch Metformin nehmen?
Mmmh, monokausal betrachtet wird die Welt so herrlich einfach?
Wenn Metformin die Glucoseausgabe der Leber ohne zusätzliche Insulinwirkung hemmt, wie auch immer, warum sollte der Typ 2 Resistenzler auf den ungemeinen Vorteil verzichten, durch Metformin mit weniger[/quote] zusätzlichem Insulin den gleichen Effekt zu erreichen? Schließlich will er den Insulinbedarf insgesamt dringend senken (sehe Down-Regulation der Rezeptoren).
Abgesehen davon, dass es wenig sinnig ist, die weiteren Metforminwirkungen einfach auszublenden. Die Thematik hatte wir schon verschiedentlich.
So erhöht Metformin u.a. die körpereigene Inkretinproduktion um ca. 75%.
Warum willst Du auch diesen Entlastungsfaktor für die Betas freiwillig aus der Hand geben?
@S:
Lass Dir mal den Hafer nicht so völlig ausreden. Das hat seine Effekte zur Steigerung der Insulinsensitivität.
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 12:28:33
wenn jemand schreibt -der te- daß er/sie metformin absolut nicht verträgt, halte ich es für sinnlos darüber zu philosofieren.
und wenn du behauptest daß hafer etwas mit insulin zu tun hat außer daß es den bz erhöht dann gibt bitte seriöse quellen an. -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 13:12:46
Gast schrieb:
wenn jemand schreibt -der te- daß er/sie metformin absolut nicht verträgt, halte ich es für sinnlos darüber zu philosofieren.
1.) Habe ich nicht gesehen, dass S Metformin absolut nich verträgt.
2.) Ich habe auf Jürgens generelle Aussage zu Metformin vs Insulin geantwortet.
schrieb:
und wenn du behauptest daß hafer etwas mit insulin zu tun hat außer daß es den bz erhöht dann gibt bitte seriöse quellen an.
1.) Wer 3 Tage lang auf ungewürzten Haferschleim ausweicht wird davon selten mehr zu sich nehmen als der Hunger reintreib.
2.) Der Verzicht auf Fettsäuren aus der Nahrungslipolyse wirkt antilipolytisch und steigert die Effektivität der Verbrennung von Glucose in den Zellen. Fettverbrennung und Glucoseverbrennung hemmen sich gegenseitig.
3.) Hafer enthält pflanzliche Begleitstoffe, die, wie auch immer, die Insulinwirkung verbessern.
In der Summe kommt es zu einer Up-Regulation und somit auch auf diesem Weg zu einer Senkung des Insulinbedarfes.
Tja, es können halt auch mal mehrere Wege nach Rom ...
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 06.01.2013 13:30:37
1. lesen hilft --> 15
2. wo bitte steht das , daß hafer auf insulin oder seine wirkung etwas nützliches enthält ?
oder ist das hellsehen.
3. was hat der verzicht auf fettsäuren mit hafer zu tun ? es gibt genügend andere sachen die kein fett enthalten.
4. was hat nahrungsverzicht mit hafer zu tun ? -