Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
  • Lea

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 10:17:51
    Hallo,

    ich habe leider die Diagnose bekommen einen Typ 1 zu haben. Ich bin 29 Jahre alt.

    mein Arzt rät mir zum einen eine Reha zu machen und zum anderen einen schwerbehindertenantrag zu stellen! Bin geschockt!

    Dagegen sträube ich mich absolut. Mit Diabtetes werde ich schon leben lernen aber warum gleich zur Reha und vorallem warum bin denn schwerbehindert?

    alles liebe
    lea
    von Lea
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 10:38:36
    Hallo Lea, mich hat diese Diagnose letztes Jahr getroffen.
    Bist du denn nicht in einem Krankenhaus gewesen zur Insulin-Einstellung und Schulung?

    Ist dein Diabetes früh erkannt worden, oder hattest du stark abgenommen und deine Nieren waren in Mitleidenschaft gezogen?

    Mach dir keinen Kopf um den Schwerbehinderten-Ausweis, selbst bei einer Bandscheiben-OP bekommst du einen. Da geht es eher um Folgeerkrankungen, Arbeitseinschränkungen und spätere Rentenansprüche.
    Das dein Hausarzt dir eine Reha anrät, wird doch einen Grund haben?

    Wünsche dir alles Gute

    von Astrid
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 11:25:28
    da du ja selbst schon fragst -weshalb sollte ich-
    scheint es dir nicht so schlecht zu gehen.
    natürlich kannst du wenn du möchtest einen antrag auf reha stellen/lassen. wie er beschieden wird muß abgewartet werden.
    einen antrag auf anerkennung eines gdb kannst du stellen, mußt es aber nicht. und in der überwiegenden zahl bekommen nur dmler 40%. und damit gar keinen ausweis.
    der einzige "zählbare" vorteil von mind 50% und ausweis ist die möglichkeit zz !!! etwas früher ohne abschlag in rente zu gehen. alles andere ist sehr zweifelhaft-kündugung/ermäßigter eintritt(in öffentliche)
    nur , wie es mit der rente in 30 jahren wirklich ist wissen noch nicht mal hellseher.
    das allerwichtigste von allem ist eine gute schulung die dich selstständig und unabhängig macht von ärzten.
  • v

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 11:48:02
    Hi Lea, warum NICHT zu einer Reha? Hund und Katz zu Haus oder andere Gründe? Kleine Kinder?
    Es kann dich zu einer Reha keiner zwingen, aber, wenn du es ermeckern kannst, mach es. Eine Erholungsphase UND vielleicht gute Anleitung schadet auf keinen Fall.
    Mal an DICH denken.....

    Schwerbehinderungsstatus kann Vorteile haben, kann aber auch nachteilig sein, z.B. bei bewerbungen. Es heißt zwar immer, dass man bei gleicher Qalifikation bevorzugt eingestellt wird, aber in der Praxis will kaum ein Arbeitgeber SB einstellen, weil er die wegen des besonderen Kündigungsschutzes möglicherweise schwerer wieder los wird, auch, wenn er sie dennoch wieder los wird. DM allein wird keine 50% bringen, es sei denn, du hast noch andere "Leiden und Gebrechen ".
    Ich wünsch dir alles Gute.
  • lea

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 18:06:40
    Hi,
    danke für eure Antworten.

    Ich habe 2 kleine Kinder und bin in Elternzeit. Ich möchte sie nicht 3 wochen alleine lassen zudem ich in der lage bin mich einzulesen und ambulant einleiten zu lassen.

    ich bin leitende angestellte, muss ich meinen AG informieren?

    liebe Grüße
    lea
  • WUn

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 19:10:09
    Hallo,

    den Arbeitgeber musst Du nur informieren, wenn der diabetes direkt Einfluss auf Deine Arbeit nehmen kann. Bei einem Bürojob ist er unerheblich und Du musst Deinen AG NICHT informieren.
    Du darfst halt gewisse Berufe nicht oder nur nach allen möglichen Überprüfungen ausführen, wie Busfahrer, Pilot, Dachdecker, etc.

    Nur der guten Ordnung halber: ich bin kein Rechtsanwalt oder Jurist, nur betroffener Typ 1.

    Kopf hoch und liebe Grüße
    von WUn
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 19:50:15
    wenn die reha nur wg diabetesschulung ist, kannst du sie "mit" anhang bei dr teupe, bad mergentheim-althausen machen. der macht es semistationär, und ist auch auf kids im schleptau eingerichtet. siehe www.diabetesdorfalthausen.de von thomas2002
  • Roland

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 22:44:09
    Hallo liebe Lea,

    ich habe das gleiche fast vor genau einem Jahr erlebt.

    Nach einem Tag mit dem Schicksal hadern, habe ich erkannt: ich habe nur Diabetes
    Typ 1 - keinen CA oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung - das Leben geht mit ein wenig Diziplin ganz normal weiter.

    Ich war dank eines gantz tollen Ärzteteams und eines super einfühlsamen Ernährungsberaters nur eine Woche im Krankenhaus (Uni Düsseldorf). Ich habe gelernt mir der "kleinen" Einschränckung" gut zu leben.

    Ich habe zu Beginn der Erkrankung viel gelesen ( Tipp: Gut leben mit Typ- I-Diabetes/Verlag Elsevier Urban & Fischer) und einige Vorträge und Seminare besucht - regelmäßige Kontoll- und Vorsorgetermine wahrgenommen, so dass ich heute sagen kann: " Mir geht es gut"!!!

    Meinen Arbeitgeber und meine Kollegen habe ich informiert - ich hatte trotz einer mittleren Führungsposition keine Nachteile -ganz im Gegenteil - der offensive Umgang hat alle in unserem Hause für die Erkrankung sensibilisiert - alle wissen über Notfallmassnahmen Bescheid - jeder hat z.B. von sich aus Traubenzucker in seinem Schreibtisch für mich deponiert:-)

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass alles so gelingt, wie Du Dir das vorstellst.

    Liebe Grüße

    Roland
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 23:48:42
    Hallo Lea,

    Du hast eine Behinderung mit Diabetes und das wirst Du auch noch merken. Trotzdem bist Du nicht minderwertig, es geht darum einen sicheren Job zu halten, wenn man mal längere Zeit krank ist, es geht darum gewisse Erleichterungen zu haben, da eine chronische Erkankung eine Belastung darstellen kann.
    Du musst natürlich keinen Antrag stellen, ist Deine Sache.
    Eine Reha braucht man i.d.R. eigentlich auch nicht, aber zur Einstellung solltest Du Dir Zeit nehmen, denn bei T1 isses oft zu Beginn schwierig, da noch Eigeninsulin vorhanden ist, was dann zu Unterzuckerungen und Schwankungen im Insulinbedarf führen kann.

    LG, Daniela
  • Nachtrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 16.04.2009 00:11:32
    Habe noch etwas vergessen..
    Es mag manchem T1er alles ganz leicht fallen, die Einstellung ist easy, keine Einschränkungen...

    Neben dem Insulinmangel kommen durch die Autoimmunreaktion "Nebenerkrankungen" zum Diabetes mellitus (frozen shoulder, rheumatische Beschwerden, andere Autoimmunerkrankungen, Schilddrüse, Sprue/Zöliakie oder andere Stoffwechselstörungen, die durch wechselnden Insulinbedarf entstehen).
    Ein T1-Diabetes ist meiner Ansicht nach eine Erkrankung des Immunsystems.
    Mir geht es hier nicht um Schwarzmalerei, nur darum, dass man evtl. doch eine Behinderung als gegeben ansieht.
    Auch wenn man sich nicht krank fühlt..

    LG, Daniela von Nachtrag v. Daniela