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"erster Tag als Diabetiker"
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Gast
Rang: Gastam 05.04.2013 12:16:54
Morgen
so erstmal, bin 41.
Ja ist mir an sich ja alles klar. Suche sozusagen bestättigung, eben mein "Arbeitswissen" zu Diabetes und das was ich grade "mitmache".
Ich lege mir zwar erst seit gestern meine Statistiken an, sehe Verlaufskurven und sowas.
Sehe mein Wissen bestättigt, meine Theorie passt sozusagen in die Praxis.
Wie gesagt ich bin ja Beruflich da am machen, Speisepläne etc.
Ich sehe eben auch die Werte und die Speisepläne dazu und sehe eben wo was wie miteinander wirkt.
Deshalb bin ich auch ziemlich relaxed in der Hinsicht.
Ich habe mir die Therapien angeschaut, wie man einsteigt sozusagen.
Diät->Pillen->Insulin
Ich war noch nie in meinem Leben "normalgewichtig" immer schon 10-15 Kilo zuviel.
Bei 172cm momentan 88Kg.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern mal unter 80Kg gewesen zu sein und die hatte ich auch nur mit eisernem Willen hinbekommen und dann fühle ich mich auch nicht wohl, habe konzentrationsstörungen und fühl mich Müde.
Ich habe mein Wohlfühlgewicht bei etwa 85 bis 88 Kilo.
Zum Thema Sport kann ich sagen unter der Woche kaum Zeit aber am WE immer unterwegs, also in Wald, Tierparks und sowas, immer wenigstens 3-4 Stunden.
Unter der Woche laufe ich oft nach Hause, das heisst etwa 45 Minuten zum mal in der Stadt laufen.
Wir wollen jetzt aber einmal die Woche schwimmen gehen.
Ernährungstechnisch an sich grob gesagt ok, eben immer Gemüse, fast nur Geflügel, kein Schweinefleisch, 2x die Woche Fisch.
Süßzeug und Chips und sowas selten, mag ich einfach nicht wirklich.
Obst immer zwischendurch weil es nicht satt macht bei mir, eben nur lecker ist, aber von wegen Apfel essen weil der kleine Hunger da ist ist nicht. Macht nicht satt.
Achja Limo oder Cola schon seit Jahren ohne Zucker, auch Tee nur ohne Zucker, eben versteckte Kalorien vermeiden.
Wurst gibt es kaum, dafür die Fettfalle Käse, leider aber eben nicht zuviel aufs Brot.
Vollkorn ist eh schon lange auf dem Speiseplan, ab und an mal ein Baguette zuhause zum Salat.
Wo mir dabei eben das Cholesterin einfällt, ist jetzt bei 247 gewesen, für meine Verhältnisse etwas hoch weil ich auch schon immer bei etwa 220-230 liege, haben wir in der Familie wie den hohen Blutdruck, auch hier mit konsequenter Diät grade mal auf 200 dann runter, HDL/LDL in guter Harmonie. Da hab ich die Werte grade nicht im Kopf.
Streichfette nutze ich nicht weil ich sie nicht mag.
Versteckte Fette schau ich an sich drauf eben die im Käse und so, aber eben mit Bedacht und meist Fettarmer Käse.
Beim Kochen auch keine Butter sondern Oliven, Raps und Sonnenblumenöl und die auch nicht raffiniert sondern kaltgepresste.
Naja der Wochenendkuchen ist da noch, aber an sich auch nur Hefekuchen und der dann mit Apfel oder Aprikose.
Marmelade und Nussnougatcremes gar nicht auch kein Honig.
Also an sich auf den ersten Blick denke ich ganz ok.
Klar hier und da verbesserungswürdig auf jeden Fall.
Das ein oder andere eben noch mehr schauen und reduzieren.
Bin gespannt was Der Diabetologe sagt von wegen Diät, wo ich eben noch verbessern muss.
Wenn ich meinen normalen Tag so anschaue ist es eben das ich keine Regelmässigkeit habe beim Essen.
Wenn der Magen knurrt wird schnell etwas gegessen, zwar auf den ersten Blick halbwegs was vernünftiges wie Vollkornbrot und Obst aber verbesserungswürdig.
Jobtechnisch dann durch die Küche und was abshcmecken helfen.
Abends wird dan richtig gekocht, eben immer mit Gemüse und Salat, wenig Fleisch(wir rechnen etwa 100gr pro Portion) und wenn ich mir die Kartoffeln und Nudeln anschaue dann sind es etwa 2 BE. Also an sich in der Norm denke ich mal.
Gruß
Bernd
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am 05.04.2013 13:13:38
Moin Bernd,
deswegen hatte ich nach dem Alter gefragt. Denn Eure Bewohner werden BZ-mäßig so gehalten, dass sie mit dem jeweils geringstmöglichen Behandlungs-Aufwand gerade nicht auffällig mehr Wasser lassen. Dass sie dabei immer ein bisschen traniger sind, als sie mit gesünderem BZ wären, ist für die Heimhaltung ja eher von Vorteil. Und insgesamt ist das Leben bei Euch ja eher auf weniger als 10 Jahre angelegt und darauf, dass in der Zeit immer mehr Beschwerden immer dauerhafter behandelt werden.
Wenn Du also die nächsten 20-30 Jahre bestimmt und darüber hinaus doch wahrscheinlich noch einigermaßen unbeschwerten Spaß an Deinem Leben haben willst, solltest Du dich möglichst bald an möglichst gesunden BZ-Verläufen orientieren.
Als voll gesund gilt nüchtern und zwischen den Mahlzeiten unter 90 und in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen für ein paar Minuten bis maximal an 140mg/dl.
Obwohl das die Obergrenzen von gesund sind, ist das vielen hier zu gesund. Die empfehlen dann häufig so was wie "diabetisch gesund" mit der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen unter der Nierenschwelle von max 180 und 2 Stunden nach dem Essen wieder unter 140.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 05.04.2013 20:21:56
Hallo Jürgen,
ja nein unsere Senioren.
Die die Jahrelang an Diätpläne geknebelt wurden, auf alles verzichten mussten etc.
Wobei es eben das ganze "einfacher" macht, so im Alltag.
Aber wir sind ja raus aus dem wir passen den Mensch dem Medikament an.
Bei uns im Hause gibt es schon seit Abschaffung der Diätprodukte keine mehr.
Und wir kämpfen eben für die "Freiheit" der Diabetiker.
Lass sie sündigen, sie haben ja kaum noch etwas anderes.
Und Spätschäden, die haben sie schon wenn und mit 80 oder 90 schauen wir das wir da nicht dran denken müssen.
Ich weiss wir machen auf diabetisch Gesund auf der Arbeit.
Aber das passt da auch.
Also gute 30,40 gar 50 Jahre will ich die Welt noch ärgern und dazu muss man ja fit sein, das hab ich auch vor.
Und für mich ist klar sich an den "normal Geunden" zu orientieren.
Der Diabetologe den ich habe gilt hier als einer der besten, also so von dem was der Mann einer Kollegin sag, mein Hausarzt und eben auch im Haus ist er bekannt aber nicht bei uns weil er keine Hausbesuche macht.
Er ist ein moderner COOLer, so wie mein Hausarzt, der rockt sozusagen seine jungen Patienten.
Ich hab ihn ja auch nur kurz gesehen mit kurzen Anweisungen von wegen erstmal Profil aufschreiben, dann schaun wir was wir am Donnerstag machen und wie es ausschaut und eben was zu mir passt. Eben einer der die Therapie dem Menschen anpasst mit Tips und Hinweisen.
Laut meiner Kollegin ihrem Mann eben einer der die Lebensqualität sichert.
Das gefällt mir auch.
Ich erinnere mich auch an letztes Jahr durch einen Bekannten der im Schwimmbad eben wie er sagte es sich leisten kann auch mal zu sündigen weil er Top eingestellt ist. Ich bin ja immer Neugierig und frag ja auch nach den BZ-Werten und ich erinnere mich noh das sie für meine Alltagszahlen niedrig waren, eben im "normalen" Bereich.
Da war ich etwas erstaunt eben weil wir ja schauen das besser etwas höher ist, eben auch weil man nie weiss ob einer unserer Senioren auch die nächste Mahlzeit einhält bzw. eben die geplanten BE auch aufgenommen werden. Da rutscht der ein oder andere sonst mal schnell weg.
Ist ja so die Pflegefachkraft bringt den Senior, spritzt das vergegebene und auf dem Plan stehen 3 BE als Frühstück, die sollen dann ja auch rein.
Der junge Diabetiker kann ja abschätzen was grade geht und so.
Wie gesagt ich nehm es zum einen locker aber eben mit dem richtigen Erst.
Locker deshalb weil ich weiss man kann etwas tun und es ist nicht mehr das Urteil von jeglichen Verzicht und geiselei.
Eben die Regeln befolgen und schon ist das Leben lebenswert und eben nicht so eingeschränkt das man Trübsal blasen muss
Gruß
Bernd
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Gast
Rang: Gastam 06.04.2013 10:07:10
hallo bernd ,
könntest du das inflationäre wort incl seiner bedeutung "sündigen" mal über bord schmeißen
wenn ich deinen speiseplan sehe schüttelts mich,(fisch, keine butter, wurst käse,- rapsöl!, kein schweinefleisch, viel huhn) aber jeder wie er mag.
für mich ist das extremdiät. aber da würde ich verhungern.
stand schon in der bibel -sie sündigten in einem ford-