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OGTT - was meint ihr dazu?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 11.04.2013
    am 30.04.2013 12:46:17
    Ich war vor knapp zwei Wochen beim OGTT.

    Meine Werte waren folgende:

    Nüchtern - 96
    1 h - 237
    2 h - 188.

    Der Rat meiner Ärztin lautete nun: sie sollten abends auf Kohlenhydrate verzichten!

    Mehr nicht. Erst nächster Jahr soll bei der jährlichen Blutkontrolle "beachtet" werden.

    Da ich zwecks KiWu bei meiner FÄ in Behandlung bin, schrieb meine HÄ ihr folgende Notiz: "(Werte OGTT) Abklärung PCO?"

    Meine FÄ war über die Ergebnisse mehr als geschockt - noch mehr jedoch gab ihr zu denken, dass meine HÄ dies nicht weiter kontrollieren will und dem keine Beachtung mehr schenkt. Sie meinte ich soll zum Endokrinolo- und Diabetologe gehen - sie stellt mir eine Überweisung aus!

    Ich hab nach dem Test angefangen mich mit Logi zu ernähren...

    Wem soll ich mehr Vertrauen schenken? Was meint ihr dazu? Ist es wirklich nicht nötig, über solche Werte ERSTMAL intensiver drüber zu schauen?

    Den Langzeitwert habe ich jetzt leider nicht vorliegen!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.04.2013 13:16:18
    Hallo Presilla,
    Der Diabetologe ist der richtige Ansprechpartner,
    da die Werte nicht normal sind, wird behandelt.
    (nach dem Essen 1 h <140 mg/dl 2 h 100 mg/dl)
    Logi ist nie verkehrt und die Abklärung PCO ist
    Sache der Frauenärztin.
    Hausärzte gehen ziemlich lasch mit Diabetes um.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.04.2013 13:17:20
    Hallo Presilla,

    offiziell hast du erst Prädiabetes bzw. IGT (gestörte Glukosetoleranz), weil der 2-Stunden-Wert noch nicht die 200 überschritten hat. Du gehörst aber hoffentlich nicht zu de Leuten die sich einreden lassen, dass Sie bis zu einem Wert von 199 gesund sind und erst ab 200 Diabetes haben. Mit deinen 188 würde es nicht mehr lange dauern, bis du die Diagnosegrenzen überschreitest. Deshalb kannst du auch jetzt schon das tun, was du mit einem diagnostizierten Diabetes machen würdest. Zumal alle Maßnahmen besser wirken, je mehr der Diabetes noch am Anfang steht. Wenn du gleich anfängst, dann wird es einfacher für dich und wahrscheinlich kannst du die Überschreitung der Diagnosegrenzen weit hinausschieben, vielleicht sogar für immer.

    LOGI ist eine gute diabetesgerechte Ernährung, das machst du richtig. Du kannst dich dazu auch hier im LOGI-Forum mit anderen über die Ernährung und über deinen Diabetes austauschen. Neben der Ernährungsumstellung solltest du auf jeden Fall versuchen, möglichst viel Bewegung in deinen Alltag einzubauen.

    Das Medikament zur Erstunterstützung bei Diabetes ist Metformin. Metformin wird auch oft als off-label-use gegen PCOS gegeben. Frage doch deine FÄ, ob sie es dir verschreiben kann. Du hättest damit ein Medikament, was dich gegen deinen Diabetes und bei deinem Kinderwunsch unterstützen könnte. Biete deiner FÄ ruhig an, dass du das alleine bezahlst. Das Zeug ist billig und kostet nicht viel mehr als die Zuzahlung. Wenn du Metformin nimmst, dann musst du das unbedingt langsam einschleichen. Die meisten Ärzte sagen das dazu, nur manche vergessen es. Dazu kannst du aber auch später noch mal hier im Forum nachfragen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg, Rainer
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 11.04.2013
    am 30.04.2013 13:28:00
    Danke ihr beiden!
    Im Logi-Forum habe ich mich bereits angemeldet. Dort stelle ich auch meine TPs ein. Letztes Jahr waren die OGTT-Werte noch nicht so schlecht - da lag ich bei 99/189/168. Ich hab selbst befürchtet, wenn ich weiter wie bisher lebe, dass ich nächstes Jahr an Diabetes leide.. Deshalb die Ernährungsumstellung. Den Termin beim Diabetologen habe ich am 01.07.13.

    Meine FÄ wird mir denke ich Metformin verschreiben, falls sich die Vermutung PCO wirklich bestätigt. Hierzu bekomme ich am Freitag meinen Testosteronwert. Ich denke es wird auf Metformin hinauslaufen. Ich bin mit meiner FÄ sehr zufrieden und sie ist äußerst kompetent. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben bei ihr - besser als bei meiner HÄ.

    Sport mache ich 3-5 mal die Woche. Ich für mich selbst denke, dass ich auf einem guten Weg bin! Ich hoffe ich kann diesen beibehalten. Es ist eine Menge Arbeit für mich, mich wirklich mit allem auseinanderzusetzen. Auch mein Umfeld - mein Lebenspartner unterstützt mich. Im Bekanntenkreis ist es hingegen so, dass ich ja noch keine Diabetes habe und es deshalb nicht so schlimm ist! So ist zumindest die Ansicht vieler!

    Ist es denn dann so, dass ich dann bei einer Prädiabetes trotzdem regelmäßig zum Diabetologen muss?

    Noch einmal großen Dank an euch - es hilft mir wirklich weiter mich mit euch auszutauschen...ich hab leider von Diabetes nicht viel Ahnung :(
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.04.2013 13:44:49
    Presilla schrieb:
    Ist es denn dann so, dass ich dann bei einer Prädiabetes trotzdem regelmäßig zum Diabetologen muss?


    Hallo Presilla,

    wenn Der Diabetologe gut ist, dann wird er dich als Diabetikerin einstufen, obwohl du das hochoffiziell noch nicht ganz bist. Dann wirst du wie alle anderen Diabetiker quartalsweise zum Arzt müssen und die Werte überprüfen lassen. Das ist auch gut so, du hast ja selber gesehen, wie viel in einem Jahr passieren kann.

    LG Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.07.2013 14:53:35
    Hallo Leute
    Ich habe das Problem dass bei mir der Nüchternwert mi9t 130 einmalig mit einem Handmessgerät gemessen wurde. Der HbA1C Wert liegt jedoch nur bei 5,2 was die Diabetologin sehr irritiert. Daher will Sie nächste Woche einen OGTT machen. Ist das überhaupt noch sinnvoll, oder steht die Diagnose Diabetes nicht bereits schon fest.
    Gruß Thomas
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 24.07.2013 15:11:33
    Eine einmalige Messung mit einem Handgerät ist überhaupt nichts wert. Zusätzlich zu den hohen Toleranzgrenzen gibt es mehrere Möglichkeiten für Messfehler. Ich glaube nicht, dass sich deine Diabetologin davon irritieren lässt.

    Aber es ist sehr gut, dass sie ein oGTT macht. Das ist die sicherste Methode um einen Diabetes bzw. Prädiabetes erkennen oder ausschließen zu können. Melde dich mal wieder, wenn du die Werte hast.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.07.2013 22:51:34
    Rainer schrieb:

    Aber es ist sehr gut, dass sie ein oGTT macht. Das ist die sicherste Methode um einen Diabetes bzw. Prädiabetes erkennen oder ausschließen zu können.



    Eine kleine Korrektur am Rande: Einen Prädiabetes kannst Du mit einem OGTT nicht sicher ausschließen. Der aktuelle Risikostand lässt sich nach unterdessen recht einheitlicher Meinung anhand des Laborwertes für intaktes Proinsulin im Blut erfassen.

    Gruß
    Joa