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Regelmäßiger Augencheck - ein Muß für Diabetiker

Laserkoagulation ist einzige wirkungsvolle Therapie 
Gute Stoffwechsel- und Blutdruckkontrolle ist wichtig

Wenigstens einmal im Jahr sollten Diabetiker sich tief in die Augen schauen lassen. Denn nur wenn eine diabetische Retinopathie rechtzeitig entdeckt wird, kann die Sehkraft erhalten bleiben.

Etwa 25 bis 35 Prozent der Diabetiker in Deutschland haben Diabetogen bedingte Veränderungen der Netzhaut. Dabei sind Typ-1-Diabetiker früher und stärker von der Erkrankung betroffen. Beeinflussen läßt sich das Geschehen eigentlich nur durch eine optimale Stoffwechsel- und Blutdruckkontrolle. Denn die medikamentöse Therapie hat zur Zeit noch nicht viel zu bieten. Verschiedene Substanzen werden getestet, darunter auch ein Hemmstoff der Protein-Kinase C (PKC), da eine aktivierte PKC das Gefäßwachstum durcheinander bringt.

Der wichtigste Baustein der Therapie ist und bleibt aber die Koagulation neu gebildeter Gefäße mit einem Laser. Verschweißt werden dabei je nach Schweregrad nur einzelne Gefäße oder aber bei der Pankoagulation ganze Flächen. Bei extrem weit fortgeschrittener Retinopathie mit Glaskörperblutungen kann eine Vitrektomie die Sehfunktion verbessern.

Da die Veränderungen an der Netzhaut völlig schmerzfrei vor sich gehen, ist ein regelmäßiges Screening bei Diabetikern extrem wichtig. Denn nur wenn rechtzeitig behandelt wird, kann die Erblindung verhindert werden.