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Typ-1-Diabetes: Diagnose bei Erwachsenen

Diabetes-Kurs

Der Typ-1-Diabetes kann auch im ­höheren Erwachsenenalter auftreten. Problem dabei ist, dass ihn auch viele Behandler als Typ-2-Diabetes miss­interpretieren. Wir nennen die Anzeichen für einen Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen, die Sonderformen und die Risiken.

Der Fall


Verena Z. ist 57 Jahre alt, arbeitet drei Tage im Büro und war bisher nie ernstlich krank. Seit einigen Tagen ist sie stets müde, schlapp und rennt während der Arbeitszeit stündlich zur Toilette – zur Belustigung ihrer Kolleginnen. Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselkrankheit im Kindesalter. In Deutschland haben mehr als 7 Mio. Menschen Diabetes: etwa 90 Prozent einen Typ-2-Diabetes und etwa 400 000 einen Typ-1-Diabetes. Wird Letzterer im Erwachsenenalter neu entdeckt, verkennen ihn Ärzte oft als Typ-2-Diabetes – vor allem, wenn am Anfang kein oder wenig Insulin benötigt wird und der Betroffene schlank ist. Entsprechend dieser Diagnose wird der Diabetes oft lange mit Tabletten behandelt, auch wenn die Blutzuckerwerte nicht im Normbereich sind.

Typ-1-Diabetes nimmt zu

Typ-1-Diabetes ist im Vergleich zum Typ-2-Diabetes zwar eine seltene Erkrankung, aber die Anzahl der Erkrankungen nimmt Jahr für Jahr zu (gerade bei Kindern und Jugendlichen). Der Typ-1-Diabetes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die die Betazellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zerstört. Unser Immunsystem wehrt normalerweise Krankheitserreger ab; beim Typ-1-Diabetes sind die Antikörper aufgrund einer Fehlsteuerung gegen die eigenen Betazellen gerichtet. Hier weiterlesen

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