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Forderungspapier des Deutschen Diabetiker Bundes: Das erwarten 6,3 Millionen Wähler mit Diabetes von der deutschen Gesundheitspolitik

 In einem Forderungspapier hat der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kurz vor den Bundestagswahlen seine gesundheitspolitischen Forderungen zusammengefaßt. Der DDB ist die größte Selbsthilfe-Organisation für Diabetiker in Deutschland und vertritt die Interessen aller Menschen mit Diabetes. 6,3 Millionen leiden derzeit in Deutschland an der Krankheit – über 6 Millionen Wähler.

Der DDB fordert von der Gesundheitspolitik,

  • daß konstruktive Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die Kranheit früh erkannt und rechtzeitig qualifiziert behandelt wird.
  • daß es attraktiv wird, gesund zu leben – damit in Deutschland nicht schon in fünf Jahren 10 Millionen Menschen an Diabetes leiden.
  • daß die Therapiefreiheit im Rahmen einer strukturierten Versorgung (Disease Management Programme) erhalten bleibt. Z. B. sollen Ärzte weiterhin über den Einsatz von Insulin-Analoga entscheiden können; wichtig sind auch die therapieorientierte Blutzucker-Selbstkontrolle und gute Schulungen.
  • daß Menschen, die Diabetiker behandeln und betreuen, eine staatliche Ausbildung absolvieren. Basis dafür sollen die Kriterien der wissenschaftlichen Fachgesellschaft – der Deutschen Diabetes-Gesellschaft – sein.
  • daß Menschen mit Diabetes nicht mehr diskriminiert und Vorurteile abgebaut werden. Nachteile haben Diabetiker oft mit dem Führerschein, wenn sie eine Versicherung abschließen wollen oder wenn sie sich um eine Arbeitsstelle bewerben.

Weitere Informationen zu den Forderungen des DDB erhalten Sie während einer Pressekonferenz am 30. August um 11 Uhr in Kassel, zu der DDB-Bundesvorsitzender Manfred Wölfert einlädt. Journalisten, die daran teilnehmen möchten, kontaktieren Rosmarie Johannes, die Sprecherin des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0345/122 33 14, E-Mail: rosmariej@t-online.de

Bei Frau Rosmarie Johannes können Sie auch eine Pressemappe anfordern, wenn Sie den Termin nicht wahrnehmen können.