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Neue Ergebnisse bei der Inselzellforschung
(df) Nach einem Artikel des Magazins "Science" ist es amerikanischen Froschern gelungen, die Entwicklung embryonaler Stammzellen so zu steuern, daß daraus insulinproduzierendes Gewebe wird, das den Langerhans-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse ähnelt.
Nach Angaben von Science ist es der Arbeitsgruppe um Nadya Lumelsky, Olivier Blondel, Pascal Laeng, Ivan Velasco, Rea Ravin und Ron McKay (Nationale Gesundheitsinstitute Bethesda,Maryland,USA) gelungen, pankreasartiges Gewebe zu züchten, welches grundsätzlich Insulin produzieren kann.
Mäsuen, deren eigene Inselzellen zuvor zerstört wurden, bekamen am Rücken ein dieses inselzellähnliches Gewebe eingepflanzt - nach einiger Zeit wurden hierin Gefässe ausgebildet; auch schütteten die Zellen Insulin aus.
Eine Steuerung der Insulinausschüttung bzw. ausgleichende Reaktion auf Unterzuckerungen konnte zwar noch nic´ht bewerkstelligt werden , doch hätten nach dem Bericht der Forscher die mit dem neuen Gewebe behandelten Tiere länger als Tiere der Kontrollgruppe überlebt. McKay glaubt, daß sich mit dieser Technik eines Tages gewebeverträgliche Transplantate für Patienten mit Diabetes züchten lassen.
Eine Arbeitsgruppe um Dr. Peter Mombaerts (Rockefeller-Universität, New York, USA) hat es zudem wohl geschafft, das Klonen nach der Dolly-Methode und Stammzellforschung erfolgreich zu kombinieren: die Wissenschaftler erzeugten damit 35 embryonale Stammzell-Linien, aus denen sich auch serotonerge und dopaminerge Nervenzellen entwickelten (Science 292, 2001, 740).