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LifeScan-Satellitensymposium zur 41. Jahrestagung der DDG

Pressemitteilung LifeScan

Praxisrelevanz der postprandialen Blutglukose

Die große Bedeutung postprandialer Blutglukose­werte für die Therapie des Diabetes mellitus wurde in der Vergangenheit unterschätzt, Nüchternglukose und HbA1c-Wert galten als entscheidende Zielwerte. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus zahlreichen jün­geren Studien wurde die postprandiale Blutglukose in den neuen Guide­lines der International Diabetes Federation (IDF) jetzt als drittes Thera­pieziel für Typ 2-Diabetes festgelegt. LifeScan, Experte und Partner in der Blutzuckerselbstkontrolle mit Sitz in Neckargemünd, veranstaltete im Rahmen der diesjährigen DDG-Tagung in Leipzig ein Satellitensympo­sium zu diesem Thema. Anerkannte Diabetes-experten aus Forschung und Praxis stellten neue Evidenzen und Empfehlungen vor und betonten den belegten Einfluss postprandialer Hyperglykämien auf die Entstehung diabetesbedingter Folgeerkrankungen und Spätkomplikationen. LifeScan reagiert auf das neue Therapieziel auch mit der Erweiterung seiner bewährten Messtechnologie: Das neue Blutzuckermesssystem OneTouch®Ultra®2 ermöglicht Diabetespatienten unter anderem das spe­zifische Markieren prä- und postprandialer Blutglukosewerte.

Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren konnten dia­betesbedingte Folgeerkrankungen durch die Einstellung der traditionellen Zielparameter Nüchternglukose und HbA1c-Wert nicht reduziert werden. Gleich­zeitig wurde in zahlreichen Studien gezeigt, dass postprandiale Hyperglykä­mien einerseits bereits im Vorstadium des Typ 2-Diabetes ein eigenständiger Risikofaktor sind und andererseits wesentliche Auswirkungen auf die Entste­hung von Spätkomplikationen haben.

Prognostische Eigenschaft postprandialer Werte

PD Dr. Thomas Kunt, Diabetologe in Berlin und deutscher Repräsentant der IDF, sowie Dr. Rolf Renner, Diabetologe am Endokrinologikum München, betonten gleichermaßen die unbedingte Notwendigkeit, die postprandiale Blut­glukose in der Qualitätsbeurteilung der Diabeteseinstellung zu berücksichti­gen. Da sich der menschliche Organismus zu etwa 60 Prozent des Tages in der postprandialen Phase befindet, haben die dann auftretenden Blutzucker­spitzen besonderen, immer noch unterschätzten Einfluss auf den HbA1c-Wert. Als Beurteilungsparameter für die Einstellungsqualität und das Risiko für Fol­geerkrankungen ist der HbA1c-Wert nur bedingt geeignet; da sich schwan­kende Blutzuckerwerte mit diesem Durchschnittswert nicht erfassen lassen.

Oft unterschätzt: Postprandiale Hyperglykämie

Die postprandiale Hyperglykämie beeinträchtigt die Glukosetoleranz, begüns­tigt die Ausprägung einer Insulinresistenz und kardiovaskuläre Risiken. Diese Zusammenhänge beschrieb Professor Andreas Pfeiffer, Charité Universitäts­medizin Berlin, und stellte die Komplikationen aus pathophysiologischer Sicht dar. Im Zustand hoher Glukosekonzentration im Blut werden freie Radikale ausgeschüttet und lösen im Körper gefäßschädigenden oxidativen Stress aus. Des weiteren stimulieren häufige Blutzuckerspitzen eine anhaltende Insulin­sekretion, die eine Fettleberbildung begünstigt. Die möglichen Auswirkungen postprandialer Hyperglykämien auf das Gehirn erläuterte Professor Werner Kern vom Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass erhöhte Glukosespiegel und der damit einhergehende relative Insulinmangel im Gehirn die Gedächtnisleistung ver­schlechtern können.

Die Konsequenz: Drei Zielwerte in der Therapie des Typ 2-Diabetes

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse stellte der Vorsitzende der IDF Task Force, Professor Philip Home von der Universität Newcastle upon Tyne, UK, die in den aktuellen IDF-Guidelines empfohlenen drei Zielwerte für die Thera­pie des Typ 2-Diabetes vor: HbA1c-Wert 6,5%, Nüchternglukose unter 6 mmol/l bzw. 110 mg/dl, postprandiale Blutglukose unter 8 mmol/l bzw. 145 mg/dl (zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme). Home betonte in diesem Zusam­menhang die absolute Notwendigkeit der Blutzuckerselbstkontrolle zur effekti­ven Insulineinstellung und Anpassung an Lebensstiländerungen. Nur durch konsequente Messungen können Blutglukosespitzen erkannt, dokumentiert und nach adäquater Anpassung der Therapie der Entstehung von Spätkompli­kationen vorgebeugt werden.

Messtechnologie für ein aussagekräftiges Blutzuckerprofil

Um diesen Schritt zur konsequenten Blutzuckerselbstkontrolle zu vereinfa­chen, bietet OneTouch®Ultra®2, das neue Blutzuckermesssystem von LifeScan, die Möglichkeit prä- und postprandiale Werte zu markieren. Durch diese Kennzeichnung können Arzt und Patient den Verlauf des Blutzucker­spiegels besser bewerten und in den Therapieentscheidungen berücksichti­gen.

Weitere Informationen zum neuen Messgerät gibt es im Internet unter http://www.lifescan.de/.