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diabetesDE gibt Tipps zur Gründung von Selbsthilfegruppen - Erster Leitfaden Selbsthilfe bei Diabetes erschienen

Berlin – In Deutschland existieren zwischen 70000 und 100000 Selbsthilfegruppen. Laut einem telefonischen Gesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2003 haben neun Prozent der Erwachsenen in Deutschland aktive Erfahrung mir einer Selbsthilfegruppe. Umso erstaunlicher ist es, dass es bei sieben Millioenen Menschen mit Diabetes in Deutschland nur circa 800 bis 1500 Selbsthilfegruppen gibt, die sich mit dieser chronischen Krankheit befassen. Um Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen nun die Gründung von Selbsthilfegruppen zu erleichtern, hat diabetesDE den ersten speziell auf Diabetes zugeschnittenen Leitfaden Selbsthilfe entwickelt. Die 40-seitige Broschüre liegt ab sofort gratis zum herunterladen unter http://www.diabetesde.org/leitfaden.

Selbsthilfegruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Anliegen haben und den regelmäßigen Austausch mit Gleichgesinnten suchen. Meist stehen die praktische Lebenshilfe und die gegenseitige emotionale Unterstützung im Vordergrund. Aber auch soziale oder rechtliche Themen sowie gemeinsame Aktivitäten wie Sport oder Kochen spielen eine zentrale Rolle. Doch wie gründet man eine Selbsthilfegruppe, wenn in der Nähe noch keine existiert? Die gemeinnützige und unabhängige Organisation diabetesDE hat nun den ersten Leitfaden rund um das Thema Selbsthilfe bei Diabetes herausgebracht.

„Zur erfolgreichen Behandlung des Diabetes gehört ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Disziplin. Dies dauerhaft durchzuhalten fällt den meisten Menschen schwer. Durch Austausch in der Gruppe und das gemeinsame Erleben von Alltagssituationen können Menschen mit Diabetes die speziellen Anforderungen leichter und sicherer meistern. Selbstvertrauen kann wachsen, was bei chronischen Erkrankungen essentiell sein kann“, sagt Marga Bielefeld, Mitglied im Ressort Selbsthilfe bei diabetesDE, die den Leitfaden über mehrere Monate ehrenamtlich zusammengestellt hat.

„Von einem gut eingestellten Diabetiker profitiert nicht nur unser Gesundheitssystem, sondern vor allem der Betroffene selbst. Je mehr Menschen mit Diabetes sich in der Selbsthilfe organisieren, umso besser werden sie für ihr Recht auf bessere Versorgung kämpfen und von der Politik wahrgenommen werden“, ergänzt Albert Pollack, Vorstandsmitglied von diabetesDE und selbst Leiter der 40-köpfigen Selbsthilfegruppe „Die Stechmücken“ im hessischen Hungen.

Terminhinweis: Experten-Chat auf www.diabetesde.org

Experte:Albert Pollack Thema: „Warum Selbsthilfe so wichtig ist."
 http://www.diabetesde.org/experten_chat/themen_von_a_bis_z/ernaehrung/chat_mit_bohl/
Die Fragen werden live beantwortet am 3. Februar 2011 von 17.00 bis 19.00 Uhr.
Fragen an den Experten können ab sofort online gesendet werden:
Kontaktformular finden Sie hier: http://www.diabetesde.org/experten_chat/kontaktformular/

Weitere Informationen und Download des Leitfadens Selbsthilfe unter: http://www.diabetesde.org/leitfaden

Pressemitteilung diabetesDE