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Nichtspritzer Fragen Spritzer

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    am 10.03.2017 08:57:06 | IP (Hash): 283702437
    Hi Mitbetroffene
    wie ihr ja alle wisst bin ich ein Greenhorn als Typ 2er auf Tablette, und alles andere als ein Freund von Nadeln. Was mich schon immer mal interessiert hat, ist das tägliche Spritzen schmerzhaft, oder können sich die Einstichstellen auch mal entzünden , bzw. sieht die Haut dann an den Einstichstellen nicht irgendwann mal wie ein Streuselkuchen aus wie bei einem Junkie ?
    Entschuldigt diese bescheuerten Fragen .
    Wenn man nicht davon betroffen ist, nimmt man das nur so am Rande auf, kann sich aber nicht wirklich etwas darunter vorstellen.
    Wie war das beim ersten mal, wie viel Überwindung hat es gekostet sich selbst die Nadel zu setzen ?
    Ich weiß, " das sind fragen " hat der keine besseren ?
    ich glaube das es bestimmt viele interessiert, nur fragen traut sich keiner,
    weil jeder sagt " bin ja nicht betroffen, was interessiert´s mich also "
    Man kann schneller dazu gehören als einem Lieb ist !!!


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    Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
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    am 10.03.2017 09:17:55 | IP (Hash): 2108455638
    Hi!

    Das sind alles andere als bescheuerte Fragen!

    Man hört ja sehr oft "mich selbst spritzen könnte ich nicht".

    Und viele Insulinpflichtige haben am Anfang große Probeme mit dem "Selbstspritzen". Einige sind Spritzenphobiker, da ist die tägliche Insulingabe alles andere als zuverlässig.

    Das tägliche Spritzen empfinden einige als schmerzhaft. Trifft man einen Nerv dann macht das ganze echt keinen Spaß. Mit der richtigen Technik kann man das minimieren – ich nutze Nadeln von BD und probiere mit leichten Druck auf die potentielle Einstichstelle, ob da freie Bahn ist. Dann Bauchdecke anspannen und die Nadel ist drin. Merke ich meist überhaupt nicht, ist es sieht irgendwie COOL aus wie die Nadel langsam kleiner wird!

    Blaue Flecken gibt's manchmal, weiße T-Shirts haben manchmal rote Fleckchen nach dem Spritzen. Und Entzünden kann sich mal was. Das gehört zum Alltag dazu. Nerviger sind blöde Kommentare von ausgwiesen Diabetes-Fachleuten z.B. in der Eisdiele....

    Gewiss gibt es schönere Gewohnheiten vor dem Essen als mit der Spritze zu hantieren, aber mit den aktuellen Hilfsmitteln sollte der Spritzen-Schrecken aus alten Tagen vorbei sein. Ausnahmen bestätigen die Regel...

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    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
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    am 10.03.2017 09:58:15 | IP (Hash): 283702437
    Hi
    Danke ist echt hilfreich
    Da gibt es doch auch diesen Pen ist das was anderes oder dasselbe
    hab das damals mal kurz bei meinem Dad gesehen, da konnte man wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe hinten was einstellen an so einem Rädchen.
    Funktioniert das so wie das mit dem BZ Messgerät da wo dann mal schnell eine Nadel rausschießt ?


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    am 10.03.2017 10:11:52 | IP (Hash): 2108455638
    Spritze oder Pen

    Die klassische Spritze wird auch heute noch benutzt.
    Man muss die Spritze vorbereiten, Insulin in der richtigen Dosis aus Fläschchen aufziehen, dabei auf U100 oder U40 achten.

    Der Insulinpen hat eine Insulinpatrone und ein Rädchen zum Einstellen der Insulindosis. Ist also viel einfacher in der Handhabung. Man muss nur ab und zu mal eine neue Kanüle aufschrauben oder dranklicken (im Idealfall für jede Injektion eine neue... ;-))

    Die Injektion ist praktisch die gleiche wie mit der gewöhnlichen Spritze: Einpieksen, den Knopf (wie der Kolben an der Spritze) sanft drücken bis zum Anschlag und fertig. Die Banting-Gedenk-Minute einhalten und fertig (je mehr Insulin gespritzt wird, umso mehr muss man dem ganzen Zeit geben, sich im Gewebe zu verteilen. Frederick Banting war der Erste, der erfolgreich Insulin extrahieren und Menschen damit behandeln konnte, das war 1922).
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    am 10.03.2017 10:34:54 | IP (Hash): 283702437
    Hi
    das sind eigentlich schon sehr wichtige Hintergrundinfos .
    Denn es steht ja immer nur der allseits bekannte Satz im Raum " ich muss spritzen "
    aber was da alles dran hängt, da machen sich die meisten keine Gedanken.


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    am 10.03.2017 10:49:43 | IP (Hash): 2108455638
    Zum "Ich muss spritzen" kommt ja dann auch die Frage, wieviel für was.

    Ich finde es immer erstaunlich, wenn (gerade) ältere Herren an der Theke der Sprechstundenhilfe nach Rezepten fragen und keine Ahnung haben, welche Insuline denn gebraucht werden.

    Die große Kunst ist es ja, die Kohlenhydrate der Mahlzeit (einige berechnen auch Kalorien aus Fett und Eiweiß zusätzlich) korrekt zu bestimmen und dann mit dem korrekten Insulinfaktor die Dosis zu berechnen. In oben genanntem Fall kann ich mir das nicht vorstellen...
    Wenn man dann in der Zeitung liest
    "Auto rast in Fußgängergruppe, Fahrer Diabetiker", dann kann man sich schon ein paar passende Antworten für blöde Kommentare "Wissender" zurechtlegen.

    Zu dem ganzen kommen dann noch körperliche Einflüsse wie Sport, Krankheit, Stress, Trauer, maximal Freude, evtl. Schichtarbeit und viele andere Dinge, die den Blutzucker etwas unberechenbarer machen. Frauen haben z.B. vor der Periode häuftig Probleme mit dem BZ.
    Urlaub ist auch so eine Sache...

    Insgesamt ist das Insulinpflichtige Leben mit ICT oder CSII (Pumpe) und Selbst-BZ-Test aber deutlich entspannter geworden als mit Konventioneller Insulinintherapie (CT) mit starrem Spritz- und Essplan (und die wird heute noch oft angewendet...)

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    Bearbeitet von User am 10.03.2017 10:51:35. Grund: .
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    am 10.03.2017 10:50:04 | IP (Hash): 67295628
    also der "Überwindungsfaktor" war bei mir gleich null. Die PEN Nadel ist so dünn und kurz das man den Einstich kaum bis gar nicht bemerkt. Unangenehm ist es wenn man, wie T1ser schon schreibt, wenn man einen Nerv oder Gefäß erwischt. Da habe ich mich am Anfang beim Spritzen in den Oberschenkel etwas schwer getan, bis sich Technik und Nadellänge entwickelt haben. Da ich nur zwei mal täglich spritze habe ich auch keine Probleme mit den Spritzstellen. Aber auch hier gilt die Devise immer schön wechseln.
    wenn mann dann noch gefühlvoll und gleichmäßig injiziert (macht mein Pendiq automatisch mit Motor) und das Insulin nicht zu kalt ist wird alles gut.
    Zusammenfassend kann man sagen: Sollte das bei dir mal irgendwann anstehen,las dir das gut zeigen , und nehme Spritzangst nicht als Grund Insulin um jeden Preis vermeiden zu wollen.

    Viele Grüße

    Dirk


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    am 10.03.2017 10:57:01 | IP (Hash): 283702437
    Hi Dirk
    na ja, mit deiner Vermutung hast du schon nicht ganz unrecht, bin jetzt zwar kein Schisser aber alleine der Gedanke mir jeden Tag 2,3 oder 4 mal eine Nadel da in
    den ......... äääh wieso Oberschenkel ? ich dachte immer da irgendwo unterhalb von Bauchnabel ? egal ,.... also ich könnte mir da schon was angenehmeres vorstellen.



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    am 10.03.2017 11:02:16 | IP (Hash): 2108455638
    Klassische Aufteilung:

    Basal in den Oberschenkel
    Bolus in den Bauch

    An manchen Tagen sticht man 10 x zu.... ich bin ein Superheld! ;-))

    Mal im Ernst: Das ist eine Kopfsache. Wenn man das ganze Normalität werden lässt ist das kein Problem. Rauchen wäre für mich eine größere Überwindung....

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    am 10.03.2017 11:05:40 | IP (Hash): 283702437
    Wow, 10 x ?
    Na da bist du aber wirklich ein Superhero !
    Basal und Bolus höret sich an wie die Namen von zwei Kampfhunden !
    Das mit dem Rauchen das habe ich mit meiner Frau zusammen vor ca. 17 Jahren aufgehört, und zwar radikal von einer Sekunde auf die andere !


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    Bearbeitet von User am 10.03.2017 11:07:14. Grund: Änderung