Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Chips - Broteinheiten

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 15
    Mitglied seit: 05.02.2018
    am 05.02.2018 15:39:51 | IP (Hash): 2042943765
    Hi,
    ja klar soll ich keine Chips essen - aber ab und zu mag ich sie.
    Nun stelle ich fest, dass die Kohlenhydratangaben auf den Chips-Sackerln mich nicht weiterbringen ... 12 KH sind eine BE - aber wenn ich das auf die Chips-Sackerln umrechne, habe ich recht flott einen veritablen Hypo.

    Hat noch jemand solche Erfahrungen? Dass 12 KH nicht 1 BE sind?
    *nervt*
    LG, Possi
    PS: Bin seit 1969 Insulin-spritzende Diabetikerin, und üblicherweise läuft es halbwegs (abgesehen vom unterschiedlichen Insulin-Bedarf ... so alle 3 Wochen.)
    Bearbeitet von User am 05.02.2018 15:41:29. Grund: Hoppala
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1128
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 05.02.2018 18:53:09 | IP (Hash): 1825848594
    Hallo Possi,
    warum dürfen wir angeblich keine Chips essen?

    Esse die auch gerne und Erdnussflips, so abends beim TV.
    Durch den Fettgehalt schießen die KHs nicht so schnell ins Blut und lässt sich per Mahlzeiteninsulin mit entsprechendem Faktor IE/BE (vorher spritzen) gut händeln.
    - Anders sind die Pringles zu sehen. Die werden aus zusammengepressten Kartoffelflocken hergestellt - schnell, wie auch Kartoffelpüree als Tütenprodukt. -
    Ich rechne übrigens mit 10 g KH entsprechen 1 KE, wurde umgestellt.
    Hat den Vorteil, daß man bei KH-Angaben im Zehnersystem einfach eine Stelle abstreicht.

    Wiege mir als Snack 40 g Chips aus (nicht tütenweise) entsprechend 2 KEs und brauche 4,5 Einheiten Insulin dafür.

    Mit 50 g Erdnüssen, die man angeblich nicht spritzen soll, klappt das bei mir nicht.
    Die 0,8 KEs zeigen sich dann doch h später als Blutzuckererhöhung, die ich dann per Korrektureinheiten wegspritzen muss.

    Gruß Elfe
    P.S.: Unterschiedlichen Insulinbedarf habe ich ab und an auch.
    Habe aktuell abendliches Verzögerungsinsulin reduziert wegen morgendlicher tiefer 60er Werte und Traubenzucker in der Nacht nötig, weiß der Kuckuck warum - hat sich eigentlich nix geändert.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 15
    Mitglied seit: 05.02.2018
    am 05.02.2018 21:36:29 | IP (Hash): 2042943765
    Dass Fett die Aufnahme von KH verlangsamt, ist klar -
    aber ich dachte, dass sich vielleicht irgendwas an den Chips verändert hätte - oder weiß der Teufel was - weil ich das Phänomen erst in den letzten Monaten feststelle.
    Na, vielleicht liegt das ja auch nur an mir.
    Wegen seltsamen Insulinbedarfs - ich brauche seit Monaten nur noch 2/3 vom Basal-Insulin (und ergo auch ein Drittel weniger für BE und Korrektur). Allerdings wackelt der Bedarf trotzdem alle 3 Wochen (oder so), ist also recht mühsam ...
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 15
    Mitglied seit: 05.02.2018
    am 05.02.2018 21:37:29 | IP (Hash): 2042943765
    Achso - wegen "soll nicht Chips" - die sind natürlich weniger gesund als Karotten oder so. ;-)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1128
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 05.02.2018 23:30:34 | IP (Hash): 1825848594
    Hallo Possi,

    Kennzeichnung von KH-Gehalt u.a. auf Lebensmittelpackungen hat sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben verbessert.

    So ergo 2/3-drittel-Schlußfolgerungen zum Insulinbedarf gesamt ist nicht richtig.
    Basal-Bedarf ist per Test zu überprüfen - Mahlzeit auslassen und messen.
    Korrektur ist schon klarer - eine Einheit Mahlzeiteninsulin senkt BZ um wieviel, in täglichen Messungen nach 3 h gut zu sehen.
    IE/BE-Einheiten per Tageszeit/Biorhythmus kann auch getestet werden.

    Dieses Etikett 'Gesund' für Lebensmittel wird zwiespältig diskutiert von Steinzeitdiät bis sonst was.

    Gruß Elfe
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 15
    Mitglied seit: 05.02.2018
    am 09.02.2018 19:38:33 | IP (Hash): 2042943765
    2/3 stimmt nicht? Woraufhin? Wenn ich basal nur 2/3 brauche, soll ich pro BE nicht 2/3 spritzen? Kannst mir das logisch erklären?

    Rest solltest mir schon zutrauen.
    Und dass Chips weniger gesund sind, als Karotten, zweifelst also auch an ...
    Spannend.

    Gruß, Possi
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1128
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 10.02.2018 18:40:35 | IP (Hash): 1871739934
    Hallo Possi,

    wenn du nur 2/3 Basal benötigst, gilt das noch lange nicht automatisch für Bolus per IE/BE-Faktoren (und Korrekturregel).
    Basal ist nur für die Regulation des Grundstoffwechsels, Bolus wird extra ausgetestet.
    Zeigen entsprechend die Blutzuckerwerte an.
    Gleichzeitig an Basal und Bolus zu drehen ist fatal.
    Ich habe aktuell nur das Abendbasal um 1/3 reduziert (morgens zu tiefe Werte), Morgenbasal und Bolus sind stabil geblieben.

    Plakative Behauptungen wie Gesund/Ungesund halte ich für nicht zielführend.
    Chips sind ganz klar ein Snack zusätzlich. Warum auch nicht in entsprechender kleiner Menge (s.o. 40 g, natürlich nicht tütenweise). Enthält Fett, jagen den BZ also nicht so schnell in die Höhe.

    Rohe Karotte pur zu knabbern enthält weniger Kalorien, ganz klar.
    Stillt das den Appetit auf 'herzhaft' - wohl kaum.
    Aber ohne jegliches Fett (z.B. per Dip) würde das enthaltene Vitamin A der Karotte nicht aufgenommen werden können, schade drum.

    Die Menge macht's bei der Beurteilung von Ernährung, da muss man sich schon genauer mit beschäftigen.
    Gilt ebenso für deine Behauptung (ohne Quellenangabe), für Eiweiß pauschal Insulin spritzen zu müssen.
    "Eine überhöhter Eiweißzufuhr kann eine blutzuckersteigende Wirkung haben"
    Quelle: G.W. Schmeisl - Schulungsbuch für Diabetiker

    Nichts für ungut - traue dir schon zu, daß du mit deinem Pauschaldenken für dich persönlich gut klar kommst.
    Muss allerdings nicht auf alle Diabetiker zutreffen.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 170
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 10.02.2018 19:59:45 | IP (Hash): 493688548
    Hallo Possi, hallo Elfe,

    bezüglich 2/3 Basal führt zu 2/3 Bolus oder auch nicht, habt ihr beide zu einem gewissen Maß recht...

    Unter ICT (habe ich ja auch viele Jahre gemacht) wird das nie funktionieren, weil das nie wirklich zur Physiologie passende Basalinsulin im Wirkmaximum eine Teil des Bolus übernehmen wird, andererseits Bolusinsulin Basallücken schließt. Das Finden der nächtlichen Basalrate ist ja oft auch nur ein fauler Kompromiss zwischen nicht zu tiefen Werten beim Wirkmaximum und nicht zu hohen am frühen Morgen - war mein ganz persönlicher Kampf. Auch schiebt man ja immer wieder Insulin zwischen Basal und Bolus hin und her.

    Habe ich aber als Pumpi meine physiologisch richtige Basalverteilung gefunden und die dazu passenden Faktoren, ergibt sich eine starke Korrelation zwischen Basal und Bolus.
    Ist ja auch durchaus logisch, weil der unterschiedliche Insulinbedarf im Laufe eines Tages auf unterschiedlich starke Insulinempfindlichkeit/Resistenzen zurückzuführen ist.
    Für die Insulinempfindlichkeit ist es total egal, ob es sich bei dem Insulin gerade um Basal oder Bolus handelt (ist beim Pumpi ja eh das gleiche)

    Meine persönliche Korrelation zwischen Basal/Stunde und den dazugehörigen Faktoren habe ich durch Beobachten/Austesten und numerisches Interpolieren beschrieben (KH-Faktoren: Funktion ersten Grades; Korrektur: Funktion zweiten Grades; aber im entscheidenden Bereich nahezu linear).
    Dabei ergibt sich annähernd 2/3 Basal führt zu 2/3 Bolus (man beachte den Achsenabschnitt)

    Ich denke, dass reicht jetzt an (trivial-)mathematischen Beschreibungen... :)

    Ändert sich also mein Insulinbedarf reproduzierbar für einen Teil des Tages oder auch den ganzen Tag, ändere ich immer Basalraten und Faktoren gemeinsam. Alles andere wäre mir auch viel zu nervig...

    Gruß,
    Heike
    Bearbeitet von User am 10.02.2018 21:22:13. Grund: Korrekturen
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 14.02.2018
    am 14.02.2018 05:15:21 | IP (Hash): 342310825
    Hi,

    ich esse keine Chips mehr, die haben meinen Spiegel das eine mal sehr hoch gehauen, seit dem esse ich Chips mehr.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1128
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 14.02.2018 18:01:54 | IP (Hash): 1871739934
    Hallo Heike,
    ist schon richtig, daß durch äußerlich gegebenes Insulin die normale Körperfunktion nur mehr oder weniger genau nachgebildet werden kann.
    Ob da Bolus den Basal insgesamt unterstützt, kann sein.
    Egal, wenn's passt.

    Mit dem nächtlichen Basal habe ich kein Problem.
    BZ 3 - 4 h nach Ae überprüfen. Wenn mit Basal morgens die BZ-Werte zu hoch oder zu tief sind, Dosis anpassen.
    Basal für den Tag ist für mich schon eher eine große Herausforderung.
    BZ steigt immer an, ohne Frühstück bis zu ca. 200 mg/dl, fast völlig ohne Wirkung durch Erhöhung des Basalinsulins.
    Erst wenn ich das Mittagessen auch noch weglasse, sehe ich erst nachmittags eine Senkung durch Basal, was nicht sein sollte - also reduzieren.

    Daraufhin Mahlzeiteninsulin aufgrund dessen anzupassen, hätte fatale Folgen:
    Morgenbasal habe ich verdoppelt - hätte mich per Bolus-Anpassung in tiefen Unterzucker befördert
    Abendbasal habe ich z. Zt. um ein Drittel reduziert - hätten bei gleichzeitiger Bolus-Anpassung hohe BZ-Werte beschert.

    Nervig ist das Austesten, stimmt.
    Hilft aber nix.
    Stoffwechsel in mathematische Formeln pressen zu können, ist nicht meine Denke - biochemische Vorgänge des Organismus sind viel zu komplex.
    Im übrigen ändere ich Faktoren und Einheiten nicht täglich, sondern nach 3 d, wenn so einigermaßen eine Reproduzierbarkeit zu erkennen ist - Einzelereignisse können Tageswerte verfälschen.

    Die Wirkdauer der Insuline sind zu berücksichtigen.
    Das Mahlzeiteninsulin so ca. 3 - 4 h (dann auslaufend), Essen darf nicht zu schwer verdaulich sein, damit sich KHs und Insulin auch treffen
    Basal per Depot gespritzt hat eigenes Verhalten, deshalb persönliches Austesten notwendig.

    Auch beim Arzt werden bei BZ-Besprechung eher die zu tiefen/zu hohen Werte besprochen, um irgendwie ein Muster zu erkennen.
    Dann wird eher eine Tageszeitfaktoranpassung empfohlen, aber niemals über alle Parameter pauschal.

    Gruß Elfe