Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Chips - Broteinheiten
-
am 05.02.2018 15:39:51 | IP (Hash): 2042943765
Hi,
ja klar soll ich keine Chips essen - aber ab und zu mag ich sie.
Nun stelle ich fest, dass die Kohlenhydratangaben auf den Chips-Sackerln mich nicht weiterbringen ... 12 KH sind eine BE - aber wenn ich das auf die Chips-Sackerln umrechne, habe ich recht flott einen veritablen Hypo.
Hat noch jemand solche Erfahrungen? Dass 12 KH nicht 1 BE sind?
*nervt*
LG, Possi
PS: Bin seit 1969 Insulin-spritzende Diabetikerin, und üblicherweise läuft es halbwegs (abgesehen vom unterschiedlichen Insulin-Bedarf ... so alle 3 Wochen.)
Bearbeitet von User am 05.02.2018 15:41:29. Grund: Hoppala -
Elfe
Rang: Gastam 05.02.2018 18:53:09 | IP (Hash): 1825848594
Hallo Possi,
warum dürfen wir angeblich keine Chips essen?
Esse die auch gerne und Erdnussflips, so abends beim TV.
Durch den Fettgehalt schießen die KHs nicht so schnell ins Blut und lässt sich per Mahlzeiteninsulin mit entsprechendem Faktor IE/BE (vorher spritzen) gut händeln.
- Anders sind die Pringles zu sehen. Die werden aus zusammengepressten Kartoffelflocken hergestellt - schnell, wie auch Kartoffelpüree als Tütenprodukt. -
Ich rechne übrigens mit 10 g KH entsprechen 1 KE, wurde umgestellt.
Hat den Vorteil, daß man bei KH-Angaben im Zehnersystem einfach eine Stelle abstreicht.
Wiege mir als Snack 40 g Chips aus (nicht tütenweise) entsprechend 2 KEs und brauche 4,5 Einheiten Insulin dafür.
Mit 50 g Erdnüssen, die man angeblich nicht spritzen soll, klappt das bei mir nicht.
Die 0,8 KEs zeigen sich dann doch h später als Blutzuckererhöhung, die ich dann per Korrektureinheiten wegspritzen muss.
Gruß Elfe
P.S.: Unterschiedlichen Insulinbedarf habe ich ab und an auch.
Habe aktuell abendliches Verzögerungsinsulin reduziert wegen morgendlicher tiefer 60er Werte und Traubenzucker in der Nacht nötig, weiß der Kuckuck warum - hat sich eigentlich nix geändert. -
am 05.02.2018 21:36:29 | IP (Hash): 2042943765
Dass Fett die Aufnahme von KH verlangsamt, ist klar -
aber ich dachte, dass sich vielleicht irgendwas an den Chips verändert hätte - oder weiß der Teufel was - weil ich das Phänomen erst in den letzten Monaten feststelle.
Na, vielleicht liegt das ja auch nur an mir.
Wegen seltsamen Insulinbedarfs - ich brauche seit Monaten nur noch 2/3 vom Basal-Insulin (und ergo auch ein Drittel weniger für BE und Korrektur). Allerdings wackelt der Bedarf trotzdem alle 3 Wochen (oder so), ist also recht mühsam ...
-
am 05.02.2018 21:37:29 | IP (Hash): 2042943765
Achso - wegen "soll nicht Chips" - die sind natürlich weniger gesund als Karotten oder so. ;-)
-
Elfe
Rang: Gastam 05.02.2018 23:30:34 | IP (Hash): 1825848594
Hallo Possi,
Kennzeichnung von KH-Gehalt u.a. auf Lebensmittelpackungen hat sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben verbessert.
So ergo 2/3-drittel-Schlußfolgerungen zum Insulinbedarf gesamt ist nicht richtig.
Basal-Bedarf ist per Test zu überprüfen - Mahlzeit auslassen und messen.
Korrektur ist schon klarer - eine Einheit Mahlzeiteninsulin senkt BZ um wieviel, in täglichen Messungen nach 3 h gut zu sehen.
IE/BE-Einheiten per Tageszeit/Biorhythmus kann auch getestet werden.
Dieses Etikett 'Gesund' für Lebensmittel wird zwiespältig diskutiert von Steinzeitdiät bis sonst was.
Gruß Elfe -
am 09.02.2018 19:38:33 | IP (Hash): 2042943765
2/3 stimmt nicht? Woraufhin? Wenn ich basal nur 2/3 brauche, soll ich pro BE nicht 2/3 spritzen? Kannst mir das logisch erklären?
Rest solltest mir schon zutrauen.
Und dass Chips weniger gesund sind, als Karotten, zweifelst also auch an ...
Spannend.
Gruß, Possi -
Elfe
Rang: Gastam 10.02.2018 18:40:35 | IP (Hash): 1871739934
Hallo Possi,
wenn du nur 2/3 Basal benötigst, gilt das noch lange nicht automatisch für Bolus per IE/BE-Faktoren (und Korrekturregel).
Basal ist nur für die Regulation des Grundstoffwechsels, Bolus wird extra ausgetestet.
Zeigen entsprechend die Blutzuckerwerte an.
Gleichzeitig an Basal und Bolus zu drehen ist fatal.
Ich habe aktuell nur das Abendbasal um 1/3 reduziert (morgens zu tiefe Werte), Morgenbasal und Bolus sind stabil geblieben.
Plakative Behauptungen wie Gesund/Ungesund halte ich für nicht zielführend.
Chips sind ganz klar ein Snack zusätzlich. Warum auch nicht in entsprechender kleiner Menge (s.o. 40 g, natürlich nicht tütenweise). Enthält Fett, jagen den BZ also nicht so schnell in die Höhe.
Rohe Karotte pur zu knabbern enthält weniger Kalorien, ganz klar.
Stillt das den Appetit auf 'herzhaft' - wohl kaum.
Aber ohne jegliches Fett (z.B. per Dip) würde das enthaltene Vitamin A der Karotte nicht aufgenommen werden können, schade drum.
Die Menge macht's bei der Beurteilung von Ernährung, da muss man sich schon genauer mit beschäftigen.
Gilt ebenso für deine Behauptung (ohne Quellenangabe), für Eiweiß pauschal Insulin spritzen zu müssen.
"Eine überhöhter Eiweißzufuhr kann eine blutzuckersteigende Wirkung haben"
Quelle: G.W. Schmeisl - Schulungsbuch für Diabetiker
Nichts für ungut - traue dir schon zu, daß du mit deinem Pauschaldenken für dich persönlich gut klar kommst.
Muss allerdings nicht auf alle Diabetiker zutreffen.
Gruß Elfe -
am 10.02.2018 19:59:45 | IP (Hash): 493688548
Hallo Possi, hallo Elfe,
bezüglich 2/3 Basal führt zu 2/3 Bolus oder auch nicht, habt ihr beide zu einem gewissen Maß recht...
Unter ICT (habe ich ja auch viele Jahre gemacht) wird das nie funktionieren, weil das nie wirklich zur Physiologie passende Basalinsulin im Wirkmaximum eine Teil des Bolus übernehmen wird, andererseits Bolusinsulin Basallücken schließt. Das Finden der nächtlichen Basalrate ist ja oft auch nur ein fauler Kompromiss zwischen nicht zu tiefen Werten beim Wirkmaximum und nicht zu hohen am frühen Morgen - war mein ganz persönlicher Kampf. Auch schiebt man ja immer wieder Insulin zwischen Basal und Bolus hin und her.
Habe ich aber als Pumpi meine physiologisch richtige Basalverteilung gefunden und die dazu passenden Faktoren, ergibt sich eine starke Korrelation zwischen Basal und Bolus.
Ist ja auch durchaus logisch, weil der unterschiedliche Insulinbedarf im Laufe eines Tages auf unterschiedlich starke Insulinempfindlichkeit/Resistenzen zurückzuführen ist.
Für die Insulinempfindlichkeit ist es total egal, ob es sich bei dem Insulin gerade um Basal oder Bolus handelt (ist beim Pumpi ja eh das gleiche)
Meine persönliche Korrelation zwischen Basal/Stunde und den dazugehörigen Faktoren habe ich durch Beobachten/Austesten und numerisches Interpolieren beschrieben (KH-Faktoren: Funktion ersten Grades; Korrektur: Funktion zweiten Grades; aber im entscheidenden Bereich nahezu linear).
Dabei ergibt sich annähernd 2/3 Basal führt zu 2/3 Bolus (man beachte den Achsenabschnitt)
Ich denke, dass reicht jetzt an (trivial-)mathematischen Beschreibungen... :)
Ändert sich also mein Insulinbedarf reproduzierbar für einen Teil des Tages oder auch den ganzen Tag, ändere ich immer Basalraten und Faktoren gemeinsam. Alles andere wäre mir auch viel zu nervig...
Gruß,
Heike
Bearbeitet von User am 10.02.2018 21:22:13. Grund: Korrekturen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.02.2018 05:15:21 | IP (Hash): 342310825
Hi,
ich esse keine Chips mehr, die haben meinen Spiegel das eine mal sehr hoch gehauen, seit dem esse ich Chips mehr.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 14.02.2018 18:01:54 | IP (Hash): 1871739934
Hallo Heike,
ist schon richtig, daß durch äußerlich gegebenes Insulin die normale Körperfunktion nur mehr oder weniger genau nachgebildet werden kann.
Ob da Bolus den Basal insgesamt unterstützt, kann sein.
Egal, wenn's passt.
Mit dem nächtlichen Basal habe ich kein Problem.
BZ 3 - 4 h nach Ae überprüfen. Wenn mit Basal morgens die BZ-Werte zu hoch oder zu tief sind, Dosis anpassen.
Basal für den Tag ist für mich schon eher eine große Herausforderung.
BZ steigt immer an, ohne Frühstück bis zu ca. 200 mg/dl, fast völlig ohne Wirkung durch Erhöhung des Basalinsulins.
Erst wenn ich das Mittagessen auch noch weglasse, sehe ich erst nachmittags eine Senkung durch Basal, was nicht sein sollte - also reduzieren.
Daraufhin Mahlzeiteninsulin aufgrund dessen anzupassen, hätte fatale Folgen:
Morgenbasal habe ich verdoppelt - hätte mich per Bolus-Anpassung in tiefen Unterzucker befördert
Abendbasal habe ich z. Zt. um ein Drittel reduziert - hätten bei gleichzeitiger Bolus-Anpassung hohe BZ-Werte beschert.
Nervig ist das Austesten, stimmt.
Hilft aber nix.
Stoffwechsel in mathematische Formeln pressen zu können, ist nicht meine Denke - biochemische Vorgänge des Organismus sind viel zu komplex.
Im übrigen ändere ich Faktoren und Einheiten nicht täglich, sondern nach 3 d, wenn so einigermaßen eine Reproduzierbarkeit zu erkennen ist - Einzelereignisse können Tageswerte verfälschen.
Die Wirkdauer der Insuline sind zu berücksichtigen.
Das Mahlzeiteninsulin so ca. 3 - 4 h (dann auslaufend), Essen darf nicht zu schwer verdaulich sein, damit sich KHs und Insulin auch treffen
Basal per Depot gespritzt hat eigenes Verhalten, deshalb persönliches Austesten notwendig.
Auch beim Arzt werden bei BZ-Besprechung eher die zu tiefen/zu hohen Werte besprochen, um irgendwie ein Muster zu erkennen.
Dann wird eher eine Tageszeitfaktoranpassung empfohlen, aber niemals über alle Parameter pauschal.
Gruß Elfe -
Dibein
Rang: Gastam 16.02.2018 09:04:34 | IP (Hash): 1468086696
Elfe schrieb:
Hallo Heike,
ist schon richtig, daß durch äußerlich gegebenes Insulin die normale Körperfunktion nur mehr oder weniger genau nachgebildet werden kann.
Ob da Bolus den Basal insgesamt unterstützt, kann sein.
Egal, wenn's passt.
Mit dem nächtlichen Basal habe ich kein Problem.
BZ 3 - 4 h nach Ae überprüfen. Wenn mit Basal morgens die BZ-Werte zu hoch oder zu tief sind, Dosis anpassen.
Basal für den Tag ist für mich schon eher eine große Herausforderung.
BZ steigt immer an, ohne Frühstück bis zu ca. 200 mg/dl, fast völlig ohne Wirkung durch Erhöhung des Basalinsulins.
Erst wenn ich das Mittagessen auch noch weglasse, sehe ich erst nachmittags eine Senkung durch Basal, was nicht sein sollte - also reduzieren.
Gruß Elfe
Hallo Elfe,
Genau da liegt auch mein Problem. Mit Basal alleine bekomme ich den NBZ gar nicht in den Griff völlig gleich wie ich es Dosiere oder wann ich das spritze. Auch bei mir sinkt der BZ ohne Bolus erst am frühen Nachmittag auf unter 160 wenn ich keine Mahlzeiten zu mir nehme. Der Versuch der Leber durch geringe KH Zufuhr Einhalt zu gebieten funktionierte auch nicht und der Anstieg aus den KH kam noch on Top. Alleine in der Nacht deckt das Basal gut ab. Tagsüber verhindert das Basal wohl nur das der BZ ohne Bolus an die 300+ geht.
Hast du mal einen Basaltest gemacht gibt es da was funktionierendes für den T2er? Ich möchte das gerne am Wochenende probieren um danach evtl. Spritzfaktoren für das Bolus zu ermitteln. Derzeit nehme ich Standortfaktoren. Das geht ohne Hypos und ich erreiche einen schnellen abfall der Werte nach einem Anstieg. Aber ich würde die Anstiege gerne noch besser abfangen.
Derzeit versuche ich bei den Mahlzeiten zunächst mal einfach zu berechnende KH zu verwenden. Experimente wie Döner oder Pizza verkneife ich mir erstmal.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 16.02.2018 11:02:48 | IP (Hash): 1854290707
Bin nicht Elfe aber T2!
Bolus zum Senken, Basal zum Halten.
Wenn ich häufig Beispiel 200 ohne zu essen sehe und will aber ohne Essen Beispiel 100mg/dl haben, dann spritze ich Basal für die 100 PLUS Bolus dafür, dass der BZ auf die angestrebten 100 absinkt. Wenn er das in der Zeit der Boluswirkung nicht tut, war das für das Absenken nicht genug Bolus.
Wenn schließlich mit dem Bolus 100 erreicht werden, der BZ aber ohne Essen nach der Boluswirkzeit wieder ansteigt, ist da nicht genug Basal. Dann muss das Basal eben alle paar Tage in kleinen Schritten erhöht werden, eben so lange, bis die mit dem Bolus erreichte Zielhöhe mit dem Basal ohne Essen gehalten wird. Dann passt die Basalmenge.
Habe selbst in meinen Spitzenzeiten um 80IE/Tag an Basal gebraucht und kenne Leute, die dafür die doppelte Menge und mehr brauchen. Deswegen gibt es ja Toujeo, denn damit brauchen die vielen Einheiten nicht so schmerzhaft viel Platz im Fell.
UND VORSICHT:
Je mehr von 24 Stunden der BZ im gesünderen bis gesunden Bereich an 100 und darunter verläuft, desto mehr Insulin-Rezeptoren schaltet der Organismus wieder aktiv und desto weniger Insulin kann eben in diesen niedrigeren Höhen zum Erreichen und Halten vom angestrebten BZ reichen!
UND Dawn Phänomen:
Habe ich bis zu meiner Leberentfettung genossen, um 70mg/dl so um 1-2 Uhr und dann erst langsam und schließlich immer mehr Anstieg auf 140-180 um 8-9 Uhr. So ein Anstieg lässt sich mit keinem Basal-Insulin verhindern, sondern am besten mit einer Pumpe, die so programmiert wird, dass sie dem BZ, der immer höher ansteigen will, passend immer mehr Insulin entgegen setzt. Ohne Insulin hilft da die passende Menge Bolus um 4 oder 5 Uhr und bei vielen noch einmal so eine Gabe mit dem Aufstehen.
Daumendrück
Nachtrag:
Seit meiner Leberentfettung ist mein Morgenanstieg Geschichte. Wenn der Nüchtern-BZ um 2 Uhr 80 ist, ist er das auch um 5 und 6 und 7 und auch noch um 10, wenn ich so lange schlafe. Und das bei weniger als der Hälfte vom bis dahin notwendigen Basal.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 16.02.2018 12:12:02. Grund: Ergänzung -
Dibein
Rang: Gastam 16.02.2018 12:19:44 | IP (Hash): 1023389544
Moin Jürgen,
Ich habe mir das mal durchgelesen und denke da sind viele wertvolle Tipps. Da ich im Moment im Wartezimmer beim Pneumologen sitze werde ich sicher später noch ausführlicher antworten.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
Dibein
Rang: Gastam 16.02.2018 17:11:43 | IP (Hash): 1468086696
hjt_Jürgen schrieb:
Bin nicht Elfe aber T2!
Bolus zum Senken, Basal zum Halten.
Wenn ich häufig Beispiel 200 ohne zu essen sehe und will aber ohne Essen Beispiel 100mg/dl haben, dann spritze ich Basal für die 100 PLUS Bolus dafür, dass der BZ auf die angestrebten 100 absinkt. Wenn er das in der Zeit der Boluswirkung nicht tut, war das für das Absenken nicht genug Bolus.
Hallo Jürgen,
Also wenn ich die 100 am Morgen und in der Nacht erreichen will dann gehe ich ich dann kein zu hohes Hypo Risiko ein? Ich spritze im Moment 24IE und bin damit in der Nacht um 120-130 das hält dann an solange ich im Bett liege. Im Moment komme ich mit diesem Wert zurecht. Da ich alleine lebe wäre ein nächtlicher extremer Hypo oder gar Koma ziemlich blöde. Ich hatte ja zu beginn der BOT Therapie erheblich mehr Bolus gespritzt. Da war ich bei 35 oder gar 38 IE. Das gute war das der 1C irre schnell von 11 auf 5,8 ging. Die Ursache waren wahrscheinlich extrem niedrige Werte in der Nacht. Dafür möchte ich ein FSL haben um da mehr Klarheit über den nächtlichen Verlauf zu haben. Die Diabetologin hat mir zumindest ein StarterKit verordnet. Aber ich möchte zumindest eine Jahresverordnung. Genehmigt das die Kasse werde ich mal schauen wie weit ich das Basal erhöhen kann. (Ich bin mir der Messabweichungen des FSL bewusst)
hjt_Jürgen schrieb:
Wenn schließlich mit dem Bolus 100 erreicht werden, der BZ aber ohne Essen nach der Boluswirkzeit wieder ansteigt, ist da nicht genug Basal. Dann muss das Basal eben alle paar Tage in kleinen Schritten erhöht werden, eben so lange, bis die mit dem Bolus erreichte Zielhöhe mit dem Basal ohne Essen gehalten wird. Dann passt die Basalmenge.
Wie oben schon geschrieben will ich da erst den Verlauf meiner Nächte etwas genauer betrachten bevor ich da zu sehr schraube. Aber der Rat ist wohl richtig.
hjt_Jürgen schrieb:
Habe selbst in meinen Spitzenzeiten um 80IE/Tag an Basal gebraucht und kenne Leute, die dafür die doppelte Menge und mehr brauchen. Deswegen gibt es ja Toujeo, denn damit brauchen die vielen Einheiten nicht so schmerzhaft viel Platz im Fell.
Es wäre nochmal eine Überlegung ob ich auf ein anderes Basalinsulin wechsele. Aber dazu würde ich nun auch die Wirkung des Lantus im zusammenspiel mit dem Bolus und der Anpassung der Ernährung sehen. letztere habe ich in den letzten Wochen aus Frust ganz schön schleifen lassen. Was im Moment sehr gut klappt ist ein Mittagessen im Bereich von 6-8 KE die leider in der Hauptsache durch die Beilagen entstehen. Ansonsten Gemüse und Fisch oder Geflügel. Von den Kalorien bin ich da im grünen Bereich. Abends einen ordentlichen gepimpten Salat der sich so bei 1-1,8 KE einpendelt. Frühstück ist immer so eine Sache die bei mir nicht sein muss. Ich esse wenn dann ein Stück Obst (Sauren Appel oder eine Grapefruit) um meine Tabletten nehmen zu können.
hjt_Jürgen schrieb:
UND VORSICHT:
Je mehr von 24 Stunden der BZ im gesünderen bis gesunden Bereich an 100 und darunter verläuft, desto mehr Insulin-Rezeptoren schaltet der Organismus wieder aktiv und desto weniger Insulin kann eben in diesen niedrigeren Höhen zum Erreichen und Halten vom angestrebten BZ reichen!
Hier werde ich sicher ein Auge drauf halten. Ich denke aber bis ich einen BZ in dem Bereich anstrebe will ich erst mehr Erfahrungen sammeln.
hjt_Jürgen schrieb:
UND Dawn Phänomen:
Habe ich bis zu meiner Leberentfettung genossen, um 70mg/dl so um 1-2 Uhr und dann erst langsam und schließlich immer mehr Anstieg auf 140-180 um 8-9 Uhr. So ein Anstieg lässt sich mit keinem Basal-Insulin verhindern, sondern am besten mit einer Pumpe, die so programmiert wird, dass sie dem BZ, der immer höher ansteigen will, passend immer mehr Insulin entgegen setzt. Ohne Insulin hilft da die passende Menge Bolus um 4 oder 5 Uhr und bei vielen noch einmal so eine Gabe mit dem Aufstehen.
Dawn dachte ich wäre so eine Hormonelle Nummer bei de Pubärtieren? Aber wie auch immer das Phänomen heißt. Ich nenne es mal Aufsteh Phänomen auch wenn sich da auch um einen Hormonell bedingten Anstieg handelt. Auf jeden Fall will ich das mit als erstes in den Griff bekommen.
hjt_Jürgen schrieb:
Daumendrück
Nachtrag:
Seit meiner Leberentfettung ist mein Morgenanstieg Geschichte. Wenn der Nüchtern-BZ um 2 Uhr 80 ist, ist er das auch um 5 und 6 und 7 und auch noch um 10, wenn ich so lange schlafe. Und das bei weniger als der Hälfte vom bis dahin notwendigen Basal.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Davon bin ich noch weit entfernt. Aber ich arbeite daran. ;-)
Danke fürs Daumen drücken.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 16.02.2018 19:02:09 | IP (Hash): 1854290707
Daumendrück für’s Libre!
Mit meinem ist mir mein Aufstehphänomen aufgefallen, waagerechter Verlauf bis zum genau schön sichtbar zum Aufstehen, und da direkt im Zeitrahmen von wenigen Minuten 20mg/dl hoch.
Zur schweren Hypo, vor der Du Angst hast:
Dafür brauchst Du deutlich unter 30mg/dl, eher noch unter 20. Ich hab noch Hypo von 50mg/dl abwärts gelernt, also dass die da bei den meisten von uns mit den ersten Anzeichen anfängt. Inzwischen wird der mögliche Anfang bei 70mg/dl gesehen und gilt bei ärztlichen Einstellungen mit BZ-Senkern als Untergrenze, die nicht unterschritten werden sollte.
Zur Würdigung dieser Grenze sollten wir berücksichtigen, dass viele stoffwechselgesunde Menschen mit HBA1c 5 und weniger ihren völlig normalen Nüchtern-BZ um 60mg/dl haben und dabei körperlich und geistig völlig normal ihren Alltag leben. Will jetzt nicht sagen, dass Du auch weniger als 70 anstreben solltest, sondern nur, dass Du mit dem Unterschreiten von 70 nicht plötzlich ne Hypoklippe runterstürzt. Da ist kein plötzlicher Abgrund, sondern da stellen sich dann bei mir z.B. ab um 60 nach und nach einige der Hypo-Anzeichen ein und verstärken sich.
Fängt bei mir z.B. mit Auffälligkeiten an den Rändern meines Blickfeldes an, und von da aus werden die Übergänge von eindeutigen Farbflächen immer schärfer, wie auf einem Bildschirm, der zu wenig Pixel für die Zwischentöne liefert. Und wenn mein ganzer Bildschirm so aussieht, kann ich meinen BZ irgendwo zwischen 50 und 40 messen. Und wenn ich dann nicht viiiiel zu viiiiel Insulin gespritzt habe, steigt mein BZ auch völlig ohne Essen & Trinken dann so spätestens ab irgendwo bei 40mg/dl wieder an, und ich bin ne Stunde weiter wieder bei 70-80 oder mehr. Denn bei uns 2ern ist die Glukagon-Produktion nicht gestört wie bei manchem 1ner. Ab um 50mg/dl läuft die dann auf vollen Touren und treibt die Leber zum Ausschütten von Glukose an, und wo ich die eh nicht mit ner Kiste Bier oder ner halben Pulle Schnaps betäube, kann die meinen BZ zum Ausgleich von zu niedrig dann auch schon mal über 100 schicken.
Einzig dumm dabei, wenn man zu denen gehört, die mit ner Hypo z.B. als erstes nen Brummkopf kriegen. Krieg ich zum Glück nicht. Aber dann hält die Plage auch noch 2 Stunden bis nen halben Tag bei völlig normalem BZ an :(
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 16.02.2018 19:41:08 | IP (Hash): 1871739934
Hallo Dirk,
ich selber habe mich bewusst wieder für ein nicht so ganz-lang-wirkendes Basal-Insulin entschieden = Levemir, was morgens und abends sowieso per 2x aufgeteilt werden muss.
Spritze die Abenddosis Levemir so spät wie möglich, erspart mir morgendliches (um 6 Uhr) Korrektur-wegspritzen per Mahlzeiteninsulin.
Basalratentest ist in der Tat für mich auch schwierig - Anstieg bis größer 200 mg/dl.
Muss Frühstück und Mittagessen auslassen, um zu sehen, ob Basal passt oder ggfs. nachmittags senkt, was nicht sein soll.
Wenn Basal so einigermaßen passt, lässt sich Bolus anhand der BZ-Werte einschätzen.
KHs einschätzen, per Faktor spritzen - BZ nach 3 h zu hoch, Dosis zu niedrig - vorsichtig erhöhen.
Jenseits der Theorie, mit Schwierigkeit Unterzucker, bin ich bei den IE/BE-Faktoren eher vorsichtig.
Nutze das Mahlzeiteninsulin per Korrektur-Regel.
Messe 3 h nach Mahlzeit BZ und spritze mit ausgetesteter Regel (40 mg/dl - Anfangswert sind angenommen 50 mg/dl ) mit entsprechenden Einheit(en) herunter.
Gruß Elfe
Bin ein 1er, so komplett auf Insulin angewiesen.
Sehe da grundsätzlich aber auch keinen Hinweis zur Beurteilung der Wirkung der Insuline auf 2er bezogen.
-
Dibein
Rang: Gastam 16.02.2018 20:03:01 | IP (Hash): 1468086696
Hallo Jürgen,
Wie schon gesagt. Runter will ich mit dem BZ in jedem Fall. Aber der Respekt vor der Wirkung ist da schon recht hoch. Zumal ich auch keine Hypo Schulung habe. Ich habe aber die allgemein beschriebenen Anzeichen derzeit schon recht früh. Das geht bei mir unter 80 los das ich mich derart unwohl fühle das ich mit Sicherheit sagen kann das der BZ niedrig ist.
Natürlich weiß ich das dieses der Gewohnheit Monatelangen hohen BZs geschuldet ist. Ich ärgere mich immer noch ein wenig über meine Dibetologin die möchte das ich den Bolus in homöopathischen Dosen verwende und nach einem festen Schema ausgehend vom BZ vor der Mahlzeit spritze.
Von der Wirkung her könnte ich mich mit den empfohlenen IEs auch einreiben das hätte den gleichen Effekt.
Das Libre StarterSet wird wohl durchlaufen. Und wenn die meine Diabetologin auf die Verordnung schreibt:
Ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus
Eine intensivierte Insulinbehandlung
Die festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung können, auch bei Beachtung der jeweiligen Lebenssituation, schwer erreicht werden.
Dann zahlt die DAK das ohne murren. Aber ich nörgle die schon mürbe. :-)
--------------
Zuckerkrank -
Dibein
Rang: Gastam 16.02.2018 20:25:31 | IP (Hash): 1468086696
Elfe schrieb:
Hallo Dirk,
ich selber habe mich bewusst wieder für ein nicht so ganz-lang-wirkendes Basal-Insulin entschieden = Levemir, was morgens und abends sowieso per 2x aufgeteilt werden muss.
Spritze die Abenddosis Levemir so spät wie möglich, erspart mir morgendliches (um 6 Uhr) Korrektur-wegspritzen per Mahlzeiteninsulin.
Hallo Elfe,
Ja so richtig dolle zufrieden bin ich mit dem Lantus nicht. Aber ich werde dem noch eine Chance geben wenn das zusammen mit dem Novorapid in soweit klappt das ich den Morgenanstieg besser in den Griff bekomme.
Elfe schrieb:
Basalratentest ist in der Tat für mich auch schwierig - Anstieg bis größer 200 mg/dl.
Muss Frühstück und Mittagessen auslassen, um zu sehen, ob Basal passt oder ggfs. nachmittags senkt, was nicht sein soll.
Ich denke auch das das bei mir daran scheitern wird. Ich werde hier nach Jürgens Rat verfahren und das mal IE weise anheben und immer einige Tage probieren wie das wirkt.
Elfe schrieb:
Wenn Basal so einigermaßen passt, lässt sich Bolus anhand der BZ-Werte einschätzen.
KHs einschätzen, per Faktor spritzen - BZ nach 3 h zu hoch, Dosis zu niedrig - vorsichtig erhöhen.
Jenseits der Theorie, mit Schwierigkeit Unterzucker, bin ich bei den IE/BE-Faktoren eher vorsichtig.
Nutze das Mahlzeiteninsulin per Korrektur-Regel.
Das geht schon recht gut. Ich messe natürlich noch sehr engmaschig, Vor der Mahlzeit und dann 1h, 2h, und 3h danach. Dafür wäre das FSL im Moment hilfreich dann kann man die Tendenz verfolgen ohne das man sich die Finger zersticht und ich würde die blutigmessungen reduzieren. Zumindest habe ich ausreichend Teststreifen.;) Nur die und gepiksten Finger werden knapp.;-)
Elfe schrieb:
Messe 3 h nach Mahlzeit BZ und spritze mit ausgetesteter Regel (40 mg/dl - Anfangswert sind angenommen 50 mg/dl ) mit entsprechenden Einheit(en) herunter.
Das teste ich gerade aus indem ich einmal am Tag eine Standard Mahlzeit esse die immer eine gleiche Zusammensetzung hat. Passt der BZ vor der Mahlzeit mit dem der letzten vom vortag über ein bekomme ich ein ungefähren Überblick welche Faktoren ich da habe. Im Moment ist es das Mittagessen. Nächste Woche wird es das Abendessen sein. Frühstück ist nicht so meines da esse ich meist nur was obstiges um die Pillen nehmen zu können. Also im Moment noch alles weit entfernt von Routinen. Aber ich bin da zuversichtlich. Heute Nacht ist erstmal Kontrolluntersuchung für mein Schlafapnoe. Ich habe da heute Mittag das polysomnographie Dingens vom Pneumologen geholt. Gottseidank diesmal nur Brust und Bauchgurt und Adapter für meine Maske und keine Klebesensoren. ;)
Elfe schrieb:
Gruß Elfe
Bin ein 1er, so komplett auf Insulin angewiesen.
Sehe da grundsätzlich aber auch keinen Hinweis zur Beurteilung der Wirkung der Insuline auf 2er bezogen.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank
Bearbeitet von User am 16.02.2018 20:26:40. Grund: ergänzung -
am 16.02.2018 20:39:02 | IP (Hash): 2144009914
hallo dirk,
die dak übernimmt das FreeStyle libre ohne Probleme, auch wenn der Hausarzt es rezeptiert.
gruß
wusselinchen -
am 16.02.2018 21:03:37 | IP (Hash): 2042943765
Soso.
Wenn basal 1/3 weniger, soll ich für Essen und Korrektur trotzdem Dasselbe spritzen.
Gnädigste - würde ich deiner seltsamen Anweisung folgen, wär' ich schon lange tot.
MEINE Anfrage wegen Chips ging darauf aus, ob sich die Produktion der chips womöglich verändert hat, und die Angabe der KH nicht mehr stimmt.
Aber gut - nachdem du mir das nicht beantworten kannst, lassen wir das beiseite.
Eiweiß 10 dag = 1 BE ... das fragst einfach im AKH (Diabetes-Ambulanz) nach.
MfG, Possi
-
Dibein
Rang: Gastam 17.02.2018 09:24:51 | IP (Hash): 1468086696
Possi schrieb:
Soso.
[...]
MEINE Anfrage wegen Chips ging darauf aus, ob sich die Produktion der chips womöglich verändert hat, und die Angabe der KH nicht mehr stimmt.
Aber gut - nachdem du mir das nicht beantworten kannst, lassen wir das beiseite.
Eiweiß 10 dag = 1 BE ... das fragst einfach im AKH (Diabetes-Ambulanz) nach.
MfG, Possi
Moin Possi,
Schon zu Anfang des Threads wurde die Frage in soweit beantwortet das man zumindest davon ausgehen kann das die Hersteller von Gesetzeswegen her verpflichtet sind das möglichst genau auf der Verpackung anzugeben.
Elfe schrieb da "Kennzeichnung von KH-Gehalt u.a. auf Lebensmittelpackungen hat sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben verbessert."
Wenn man das nun ganz genau wissen wollte dann bliebe es nur zum einen den Hersteller zu fragen ob seine Angaben auf der Packung stimmen. Die Antwort kann man glaube ich vorweg nehmen, Oder man lässt diese Chips in einem Labor auf ihren Nährstoffgehalt überprüfen. Bevor man das aus eigener Tasche tut kann man besser seinen Insulinbedarf für die Chips anpassen und vielleicht überprüfen ob es auch eine Veränderung bei deinem Insulinbedarf gegeben hat.
Wenn du in deinem Beispiel nun weniger Insulin für eine bestimmte Menge Chips brauchst würde ich als Laie als erstes vermuten das sie mehr oder ein anderes Fett zum Frittieren verwenden oder die Frittiertemperatur angepasst haben. Da war doch was wegen zu heiß und erhöhtes Krebsrisiko. Kann das auch bei Chips zutreffen? Daher würde der KH Gehalt annähernd gleich bleiben aber die Verzögerung weil die Fettzusammensetzung oder Wirkung anders ist vielleicht länger sein.
Aber das kann ich nur vermuten. Da wirst du als erfahrene Diabetikerin wohl schon selber dran gedacht haben.
Liebe Grüße
Dirk
PS.: https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article212614107/EU-aendert-Vorgaben-fuer-Herstellung-Pommes-Chips-und-Co.html da werden viele Hersteller schon vor Fristbeginn tätig werden.
---
Zuckerkrank
Bearbeitet von User am 17.02.2018 09:48:21. Grund: ps -
Elfe
Rang: Gastam 18.02.2018 01:42:01 | IP (Hash): 343489494
Dirk_B. schrieb:
Genau da liegt auch mein Problem. Mit Basal alleine bekomme ich den NBZ gar nicht in den Griff völlig gleich wie ich es Dosiere oder wann ich das spritze. Auch bei mir sinkt der BZ ohne Bolus erst am frühen Nachmittag auf unter 160 wenn ich keine Mahlzeiten zu mir nehme. Der Versuch der Leber durch geringe KH Zufuhr Einhalt zu gebieten funktionierte auch nicht und der Anstieg aus den KH kam noch on Top. Alleine in der Nacht deckt das Basal gut ab. Tagsüber verhindert das Basal wohl nur das der BZ ohne Bolus an die 300+ geht.
Hast du mal einen Basaltest gemacht gibt es da was funktionierendes für den T2er? Ich möchte das gerne am Wochenende probieren um danach evtl. Spritzfaktoren für das Bolus zu ermitteln. Derzeit nehme ich Standortfaktoren. Das geht ohne Hypos und ich erreiche einen schnellen abfall der Werte nach einem Anstieg. Aber ich würde die Anstiege gerne noch besser abfangen.
Derzeit versuche ich bei den Mahlzeiten zunächst mal einfach zu berechnende KH zu verwenden. Experimente wie Döner oder Pizza verkneife ich mir erstmal.
Hallo Dirk,
kann dir nur aus 1er Ansicht antworten, aber zumindest was zum Umgang mit den Insulinen sagen.
NBZ hatte ich auch nur ungefähr im Griff. Passt für die Nacht (3 Uhr ist so ein Überprüfungszeitpunkt), jedoch ausgeprägter Morgenanstieg = 6 Uhr Wecker - BZ messen - mit 1-2 Einheiten Mahlzeit-Insulin wegspritzen.
Bolus passe ich in kleinen Schritten anhand der gemessenen Blutzuckerwerte an - KE mit Einheiten Insulin bedacht - müsste nach 3 h passen (Wirkungszeit des Insulins, dann auslaufend).
Ist der 3 h-BZ-Wert deutlich zu hoch (Reproduzierbarkeit 3 d), erhöhe ich den IE/BE-Faktor um 0,25.
Beispiel: 4 KE - erwarteter Blutzucker von 100 über 180 - mindestens 1 Einheit Insulin zu wenig = 1 Einheit geteilt durch 4 = 0,25 Faktor-Erhöhung.
Du sprichst Pizza an. Ein weiteres Problem, was die Verdauung/BZ-Wirkung betrifft.
Die Mahlzeiten-KHs und das Insulin müssen sich in der Blutbahn treffen, damit optimale Aufhebung eintritt. In der Schulung war die Pizza das Paradebeispiel für schwer verdaulich = bis zu 7 h, was zum schnellwirkenden Mahlzeiteninsulin gar nicht passt.
In der Regel sind so normale Mahlzeiten ganz gut zu händeln.
Einen Zeitpuffer gibt es in sofern, vor oder nach den Mahlzeiten zu spritzen.
Beispiel: Spritze 1,6 KE werktägliches Haferflockenmüsli vor Frühstück; Sonntags 5 KE Butterbrötchen, Ei und Bacon nach Frühstück.
Sinn der IE/BE-Faktorbestimmung ist, daß Einheiten Insulin auf KE/BE passt, im Verhältnis.
Hypo war auch so mein Schreckgespenst.
Ausgelöst durch die Schulungsreferentin - Drama: 50 mg/dl "nur kurzes Zeitfenster zum handeln".
Hatte zusätzlich noch einen Hypo-Kurs machen müssen (viele tiefe Werte) - gleiche Referentin: Hypogrenze dann bei 60 mg/dl.
Daß du die 80 mg/dl deutlich spürst, ist ein gutes Warnsignal.
Auch ich spüre sogar weiterhin in der Nacht zu tiefen BZ (vielleicht sogar besser als tagsüber abgelenkt durch dies und das): Unruhig, Herzklopfen, starkes Schwitzen - habe Traubenzucker in Reichweite, 1 KE einwerfen und dann erst messen.
Das Libre als technische Überwachung ist mir viel zu unsicher. Was hier User geschrieben haben mit Abweichung bis zu 50 mg/dl - Alarm vom Libre, blutiges BZ-Messgerät zeigt perfekten 100 mg/dl Zielwert an, u.a. Schwierigkeiten = ach nein.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 18.02.2018 01:47:23. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 18.02.2018 10:42:40 | IP (Hash): 86435343
Von einem einzelnen Pieks kann niemand wissen, ob der BZ bis dahin gerade angestiegen oder gesunken oder waagerecht verlaufen ist und daraus folgend, wie er wahrscheinlich die nächste halbe Stunde weiter verlaufen wird.
ABER das alles sieht jeder an jedem Libre Scan, und der geht sogar bei kaltem Winterwetter draußen durch dicke Winterklamotten. Finde ich besonders interessant für Anfänger, die ja noch kaum Vorstellungen davon haben, wie ihr BZ unter welchen Bedingungen wann verlaufen kann.
Ja, man muss die Libre-Anzeige halt für sich regelmäßig mit nem Pieks abgleichen, aber wer sich angewöhnt hat, das in ner waagerechten Zeit regelmäßig einmal am Tag zu tun, und damit weiß, um minus wieviel oder plus wieviel der Scan der Pieksanzeige entspricht, kommt damit selbst in so einem engen BZ-Rahmen wie meinem super zurecht.
Also weiter Daumendrück für’s Libre!
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Dibein
Rang: Gastam 18.02.2018 11:03:49 | IP (Hash): 1468086696
Hallo Elfe,
Danke für diese Beschreibung. Das deckt sich in etwa mit meinen Verläufen auch wenn ich da von einer ganz anderen Insulin Menge sprechen muss. Mein Aufsteh Bolus liegt bei 10IE dann steigt der BZ ohne KE auf ca. 145mg/dl. Im Moment reicht mir das auch wenn ich für die Zukunft ein tieferes Ziel anstrebe.
Was nun das Libre angeht:
Ich stimme im vollen Umfang zu das ich dieses nicht als standart BZ Meßgerät nutzen werde aber ich denke als Trendanzeige funktioniert das bis ich sehe wie das Insulin bei mir funktioniert.
Im Beispiel würde es mir darum gehen zu erkennen ob der BZ nach Bolus sinkt, immer noch steigt oder konstant bleibt. Dann kann ich entscheiden "BZ ist in einer Stunde wie erwartet gesunken und ich messe erst in 3h blutig."
Derzeit messe ich sehr viel. Davon ab das das auf die Meßstreifenmenge geht ist das auch für die Finger doof.
Leider sind vermeintlich oder erwiesen gute CGM Systeme für den T2 zunächst mal nicht erreichbar. Ich habe aus Spaß mal den Vertriebspartner des Eversense Systems (AccuCheck) angefragt was das denn kosten würde. Da ich dachte das so 4 Transmitter, Sender und die Software nicht die Welt kosten würden.
5400.- kostet die Versorgung für ein Jahr.:(
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
Cracktros
Rang: Gastam 18.02.2018 11:39:50 | IP (Hash): 2134430082
[quote=Dirk B.;96488]Hallo Elfe,
Leider sind vermeintlich oder erwiesen gute CGM Systeme für den T2 zunächst mal nicht erreichbar. Ich habe aus Spaß mal den Vertriebspartner des Eversense Systems (AccuCheck) angefragt was das denn kosten würde. Da ich dachte das so 4 Transmitter, Sender und die Software nicht die Welt kosten würden.
5400.- kostet die Versorgung für ein Jahr.:(
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank [/quote]
Bei der Genehmigung von CGMs spiet nicht der Diabetes Typ eine Rolle sondern die Bahandlungsart. Wer mit ICT oder CSII behandelt wird muss unabhängig vom Diabetes Typ, die gleiche Prozedur überstehen um solch ein Gerät, von der Krankenkasse finanziert zu bekommen. -
Dibein
Rang: Gastam 18.02.2018 12:54:45 | IP (Hash): 1468086696
Cracktros schrieb:
Dirk_B. schrieb:
Hallo Elfe,
Leider sind vermeintlich oder erwiesen gute CGM Systeme für den T2 zunächst mal nicht erreichbar. Ich habe aus Spaß mal den Vertriebspartner des Eversense Systems (AccuCheck) angefragt was das denn kosten würde. Da ich dachte das so 4 Transmitter, Sender und die Software nicht die Welt kosten würden.
5400.- kostet die Versorgung für ein Jahr.:(
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank
Bei der Genehmigung von CGMs spiet nicht der Diabetes Typ eine Rolle sondern die Bahandlungsart. Wer mit ICT oder CSII behandelt wird muss unabhängig vom Diabetes Typ, die gleiche Prozedur überstehen um solch ein Gerät, von der Krankenkasse finanziert zu bekommen.
Moin Pascal,
Das ist zumindest die Aussage die ich mehrheitlich im Netz finde. Aber das mag ja nicht unbedingt stimmen. Aber ich befürchte das der T2er auch im Gesundheitssystem als "ist ja nicht so schlimm wenn der erstmal seine Pillen hat." betrachtet wird.
Ich hatte/habe auch bei meiner Diabetologin immer das Gefühl als wenn sie mich mit meinem Diabetes nicht ernst nimmt. Frei nach dem Motto: Der T2er kippt nicht sofort aus den Schuhen wenn ich ihm kein Insulin gebe. Das geht alles erstmal billiger mit Pillen und Ernährung und da kann man BZ Schwankungen in Kauf nehmen. Und das ist auch für den Arzt einfacher zu Managen. Er gibt mir einmal eine voll durch die KK gesponserte Schulung mit dem Schwerpunkt Ernährung, schreibt mir ein Orales Medikament auf und ich habe eine risikofreie Therapie mit dem ich den HBA1c recht zuverlässig senke. Das kann er/sie dann in die Liste als therapiert eintragen und BZ Schwankungen vernachlässigt man.
Ich Leide ja nun seit einem Jahr der therapie hauptsächlich an den starken Schwankungen meines BZ bei einem "guten" 1c. Jedesmal wenn ich meiner Diabetologin sagte "Ich will diesen extremen NBZs und den Anstiegen nach dem Essen zwischen 180-250 entgegenwirken bis ich mit meinem Gewicht das Ziel erreiche eine bessere BZ Steuerung vielleicht auch wieder ohne oder sehr wenig Insulin zu haben, kam das "der 1c ist aber gut" Argument.
Ihr Argument welches ich auch immer wieder hörte war "Ach Herr B. wir haben hier in der Praxis Patienten die haben einen BZ von 600mg/dl. Das ist hoch."
Was meine Diabetologin für sich falsch gemacht hat war, das sie mir aufgrund dessen das ich Insulinpflichtiger Diabetiker bin (zu der zeit zwar nur Basal) 600 Messstreifen pro Quartal aufgeschrieben hat und ich den Ehrgeiz hatte damit meinen BZ Verlauf auch zu verfolgen.
Letztlich akzeptiert die KK und der Arzt das ein 1c von 7,5 als i.O. ist egal wie dieser (in meinen Augen immer noch zu hohe Wert) zustande kommt.
Wenn man nun auf die Genehmigung eines CGM für den t2er zurückkommt dann sagt sich die Kasse "ne, der kann einen akzeptablen 1c diesseits eines Hypos ohne Probleme erreichen. Da reicht das normale messen und schließlich gibt es ja auch noch das FLS (egal wie das funktioniert. Die Kassen haben das zugelassen).
Fazit. CGM für den T2er halte ich Genehmigungsverfahren für schwierig. Vor allem wenn der Arzt das nicht zu 100% unterstützt.
LG
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 18.02.2018 16:29:48 | IP (Hash): 86435343
[quote=Dirk B.;96490]Ihr Argument welches ich auch immer wieder hörte war "Ach Herr B. wir haben hier in der Praxis Patienten die haben einen BZ von 600mg/dl. Das ist hoch."[/quote]
Was sie nicht so ausdrücklich tatsächlich damit sagt: Das sind alles 2er. 1ner wären da längst tot. Für 2er ist hoher BZ mithin laaange nicht halb so schädlich wie für 1ner. Gleich schädlich für beide sind nur Hypos, aber wo die 2er höhere BZs so gut ab können, stellen wir die doch einfach so hoch ein, dass ihr BZ immer weit über ner möglichen Hypo verläuft. Dadurch kommen die ja nie zu nahe an ne gefährliche weil ketoazidotische Obergrenze wie die 1ner.
Für 1ner gilt als normal ein Zielbereich nüchtern und vor den Mahlzeiten von 100-140mg/dl und kein Limit dazwischen und als besonders scharfe Einstellung der Zielbereich von 80-120 und in der Spitze nach dem Essen nicht über 200. Aber Hypos kommen bei der scharfen Einstellung oft viel zu oft vor, und es gibt bislang kein Behandlungsschema, mit dem der Arzt ein Verhalten/Einstellung zur scharfen Einstellung ohne Hypos vorgeben könnte.
Deswegen mag ja bis heute auch niemand fachoffiziell sagen, dass der völlig gesunde BZ im Rahmen der Vorgaben für Schwangerschafts-Diabetes für einen Prädiabetiker und einen T2 in den ersten Jahren nach seiner Diagnosereife ideal wäre. Weil es dafür keine Verhaltensvorgaben gibt und weil es alle traditionellen Grundsätze der Diabetes-Behandlung mit dem 2er, der seinen BZ enger als ein 1ner führen sollte, voll auf den Kopf stellen würde.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.02.2018 16:56:25 | IP (Hash): 935573561
Solange Folgeschäden nicht betrachtet werden, solange ist die Aussage von Jürgen durchaus logisch. Menschen mit T1D ohne Remmision würden ohne Insulin Werte oberhalb von 240 mg/dl nicht lange aushalten ohne ins Koma zu verfallen. Einige halten es nur einige Stunden aus andere einige Wochen.
Anders ist es wenn ein Wennig Insulin von Aussen zugeführt wird, es geht einen zwar sehr, sehr schlecht , aber ein 500 Wert lässt einen nichr aus den Latschen kippen. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.02.2018 16:59:33 | IP (Hash): 935573561
Übrigens: Wenn es den Ärzten um die Kosten gehen würde, würden Sie schneller Insulin Verschreiben denn, dass belastet nicht ihr Bouget. -
Dibein
Rang: Gastam 18.02.2018 17:24:08 | IP (Hash): 1468086696
Hallo Jürgen,
Ob sie da nun T2er meint weiß ich nicht aber ich gehe mal davon aus. Obwohl ich 600mg/dl bei einem behandeltem T2 Diabetes schon beeindruckend finde außer man provoziert das.
Was bei der großzügigen Handhabung der BZ Steuerung herumkommt kann ich meinem Fall gerade erfahren. Ich war im Mai 2017 beim Augenarzt ohne das man eine Retinopathie feststellen konnte. Und ich weiß das die Untersuchung zweimal nacheinander im Abstand von 2 Wochen durchgeführt wurde. In der Reha im Spätsommer bin ich auch bei Augenarzt gewesen wegen einer Bindehautreizung der hat nach meinem Hinweis auf Diabetes auch noch mal auf den Hintergrund geschaut und nichts festgestellt. Anfang Februar auf einmal eine zwar noch leichte - mittlere aber gut erkennbare Retinopathie auf dem rechten Auge.
Ich bin ziemlich sicher wenn ich Ende 2016 so wie damals angedacht gleich mit ICT begonnen hätte wäre das meiner Meinung nach nicht soweit gekommen.
Ich habe nun seit dem ich Bolus in Eigenregie einsetze bereits einen deutlich verbesserten 7 Tage Durchschnitt als in den Wochen des vergangenen Jahres. Ich achte nun noch mehr aufs Essen um die Insulinmengen nicht ausarten zu lassen.
Die Gleichgültigkeit meiner Diabetologin in der Vergangenheit K**zt mich einfach nur an.
Viele Grüße
Dirk
PS.: Meine früher beschriebenen Augenprobleme rühren aus einer Form des grauen Stares bei der die Linse nicht außen sonder in der tiefe getrübt ist (so erklärte es der Arzt). Das ist somit nicht diabetisch bedingt aber da durch sehe ich alles wie durch eine Milchglasscheiben auf dem linken Auge.
---
Zuckerkrank -
Dibein
Rang: Gastam 18.02.2018 18:22:42 | IP (Hash): 1468086696
Cracktros schrieb:
Übrigens: Wenn es den Ärzten um die Kosten gehen würde, würden Sie schneller Insulin Verschreiben denn, dass belastet nicht ihr Bouget.
Es kann auch sein das es da mit um die Verantwortung der Diabetologin geht. Metformin, vielleicht auch noch Basal kann auch der "dümmste" Patient nach einer kurzen Einweisung händeln. Da braucht er nur auf die Uhr zu schauen den PEN nicht zu hoch dosieren und Spritzen und Tabletten schlucken. Risiko für den Patienten sehr überschaubar. Risiko des Arztes was vergessen oder falsch erklärt zu haben oder den Intellekt seines Patienten überschätzt zu haben geht gegen null.
Ein weiterer Grund ist natürlich auch die Einstellung des T2ers zu seiner Krankheit. Alleine das Messen des BZ oder der Gedanke an Spritzen und dann noch unter Berücksichtigung bestimmter Faktoren war seinerzeit in der Schulung das schlimmste was sich meine Mitgeschulten vorstellen konnten. Und da war man durchaus um einiges Jünger sowie auch in meinem Alter.
Und ich denke das ist keine Binsenweisheit das ein Therapie nur dann funktioniert wenn auch der Patient die akzeptiert und sich der compliance unterwirft.
Die Bolus Dosen die mir meine Diabetologin verordnet hat sind schon ein wenig niedlich.
Zunächst sollen sie nach einem festen Schema gespritzt werden
M M A
BZ 100-140 2 2 0
BZ 141-180 3 3 2
BZ 181-220 4 4 3
BZ +220 5 5 4
Also die Liste sagt BZ von bis, dann morgen - mittags und Abends. Das habe ich mal versucht am ersten Tag. Also keine messbare Wirkung gegenüber kein Insulin. Zumal ich den BZ über 150-160 vor dem Essen gar nicht mehr haben will.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 18.02.2018 19:10:02 | IP (Hash): 86435343
Engagierte Augenärzte pflegen bei ersten Anzeichen einer diabetischen Retinopathie dazu zu raten, die BZ-Schwankungen zwischen Tief vor und Hoch nach dem Essen auf ein gesundes Maß von 40 bis maximal 60mg/dl zu begrenzen. Klar, auch so weit wie möglich auf die gesunde BZ-Höhe überhaupt, aber ein HBA1c um 6,5 mit kleinen gesunden Schwankungen soll da sehr viel besser sein als 6 und drunter und Schwankungen um 80-100 oder größer.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Dibein
Rang: Gastam 18.02.2018 19:35:07 | IP (Hash): 1468086696
Hallo Jürgen,
Genau da will ich hin. Ich hatte schon geschrieben das ich zunächst mal eine flachere Kurve auf einem Niveau unter 160-150 anstrebe. Danach sehen wir weiter. Im Moment scheine ich das auch recht schnell und ohne großen Aufwand zu erreichen. Ab und an habe ich noch mal eine kurze Spitze um 220 weil ich mich mit dem SEA vertan habe. Da werde ich wohl noch ein bisschen üben müssen.
Viele Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
Dibein
Rang: Gastam 19.02.2018 16:16:47 | IP (Hash): 1468086696
Das Libre für ein Quartal genehmigt. Die Diabetologin hat zwar nur ein Starterset aufgeschrieben aber das war wohl kein Problem.
LG
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 19.02.2018 17:44:58 | IP (Hash): 511479117
Super. Wenn Du kein Selbstzahler bist, ist das im Kassenhintergrund auch bei Dir ne Übernahme für 1 Jahr. Die schickt Abbott dann nur in mehreren Häppchen mit jeweils 30€ oder so Zuzahlung.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Dibein
Rang: Gastam 19.02.2018 19:31:25 | IP (Hash): 1468086696
hjt_Jürgen schrieb:
Super. Wenn Du kein Selbstzahler bist, ist das im Kassenhintergrund auch bei Dir ne Übernahme für 1 Jahr. Die schickt Abbott dann nur in mehreren Häppchen mit jeweils 30€ oder so Zuzahlung.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Das mit der Jahresverordnung wäre schon mal nett. Ich hoffe das ist so. Ich zahle nun für 7 Sensoren und das Lesegerät 34,99.
---
Zuckerkrank -
Elfe
Rang: Gastam 20.02.2018 17:51:54 | IP (Hash): 343489494
Dirk_B. schrieb:
Die Bolus Dosen die mir meine Diabetologin verordnet hat sind schon ein wenig niedlich.
Zunächst sollen sie nach einem festen Schema gespritzt werden
M M A
BZ 100-140 2 2 0
BZ 141-180 3 3 2
BZ 181-220 4 4 3
BZ +220 5 5 4
Also die Liste sagt BZ von bis, dann morgen - mittags und Abends. Das habe ich mal versucht am ersten Tag. Also keine messbare Wirkung gegenüber kein Insulin. Zumal ich den BZ über 150-160 vor dem Essen gar nicht mehr haben will.
Hallo Dirk,
solche unsäglichen Schemas habe ich hier im Forum auch von anderen 2ern gelesen, die Mahlzeiteninsulin in die Hand gedrückt bekommen, ohne irgendwelche Hintergrundinformation, wie damit umzugehen ist.
Sieht so aus, als würde Korrekturregel zum Reduzieren des Eingangsblutzuckers (Anfangsannahme: 1 Einheit reduziert BZ um 50 mg/dl) mit nur 1 Einheit der KH-Berücksichtigung (+ Biorhythmus) vermaggelt.
Reicht natürlich nicht, wenn Mahlzeit 4 - 6 KE enthält.
Da scheinen die Ärzte irgendwie 'zu vorsichtig' zu sein (s. S. 154)
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2017/dus_2017_S2_Praxisempfehlungen_3972424_Landgraf_Typ-2-Diabetes__7__Online-PDF.PDF
"Oberstes Gebot jeder Insulintherapie ist die Vermeidung von schweren Unterzuckerungen und einer signifikanten Gewichtszunahme. Dies bedeutet eine Strategie nach dem Motto „Start low“ (z.B. mit einer Insulindosierung von 0,1–0,2 Einheiten/kg Körpergewicht/Tag ..."
Im Absatz darüber steht allerdings auch
"Meist sind Überzeugungsarbeit zur Akzeptanz einer Injektionsbehandlung und ein(e) ausführliche(s) Schulung/Training des Patienten notwendig."
Die Schulung sollte dann aber auch wirklich behandeln, wie mit dem Mahlzeiteninsulin umzugehen ist.
Finde die Vermengung BZ mit Körpergewicht zur Insulindosis ebenfalls unmöglich.
In erster Linie geht es m. E. um Kontrolle und Einhaltung gesunder BZ-Werte.
Daß durch Insulin auch wirklich KHs in den Stoffwechsel aufgenommen werden (anstatt über Urin jenseits der Nierenschwelle auszuscheiden) ist nur logisch.
Wie auch bei Nichtdiabetikern ist bei Abnehmplänen die Energiebilanz zu berücksichtigen, insgesamt über alle Nährwerte.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 20.02.2018 17:59:41. Grund: Korrektur Text -
Dibein
Rang: Gastam 20.02.2018 23:02:00 | IP (Hash): 1468086696
Hi Elfe,
Ich werde das mit den Informationen die ich mir zusammen gesucht und den Tipps die ich mir aus den Foren zusammenfrage angehen.
Mein Reden war ja auch immer das ich mir über die Gewicht Risiken im Zusammenhang mit dem Essen völlig im klaren bin.
Ich habe habe wie ein Schallplatte meinen Wunsch nach einer besseren BZ Führung unabhängig vom guten 1c runtergeleiert.
Ich hätte gerne eine Schulung zur ICT mitgemacht. Ich ärgerte mich in meiner allgemeinen Schulung schon das die Basalversorgung die ich ja zu derzeit schon hatte. Gar nicht besprochen wurde weil ich der einzige war der Insulinpflichtig war.
Das verlinkte PDF werde ich mir morgen mal zur Brust nehmen. Ich fand das schon interessant was ich auf der von dir genannten Seite gelesen habe.
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
am 02.10.2018 20:03:54 | IP (Hash): 2042943765
Es IST so, dass ich - wenn zuerst morgens 9 und abends 3,5 spritze - pro BE 1,5 spritze.
Und dann spritze ich 7 in der früh, und momentan GAR NIX abends - dann pro BE 1.
Fakt ist, dass sich das sehr wohl zusammen verändert. Logischerweise. Wer das nicht begreift, hat ein Logik-Problem.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 03.10.2018 18:13:16 | IP (Hash): 1505651263
Na, so 'logisch' ist das Ganze nicht.
Oder hast du deinen IE/BE-Faktor gewürfelt ?
Um diese anzupassen, gibt es nachvollziehbare Handlungsweisen, rein Wertebezogen.
Muss ständig Faktoren anpassen aufgrund irgendwelcher nicht so offensichtlichen biologischen Vorgänge. -
am 04.10.2018 17:22:04 | IP (Hash): 1885107402
Na, vielleicht liegt das ja auch nur an mir.