Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Genehmigung für Pumpe und CGM

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 24.03.2018
    am 25.03.2018 01:26:19 | IP (Hash): 112155415
    Hallo zusammen,

    hat jemand Erfahrungen mit der Genehmigung der Insulinpumpe und dem CGM bei der TK?

    Die Pumpe wurde bei mir nach den ersten drei Monaten aufgrund von zu vielen unterzuckerungen nicht genehmigt. Die haben die Probezeit um drei Monate verlängert. Die Werte sind aber trotz Pumpe nur extrem schwer in den Griff zu bekommen.
    Daher habe ich letzte Woche zusätzlich das CGM beantragt.

    Meine Beraterin hat mir allerdings wenig Hoffnung gemacht, da die Pumpe bisher nicht genehmigt wurde:((

    Hat jemand ein ähnliches Problem ?

    Viele Grüße
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 03:05:11 | IP (Hash): 1690824997
    Hallo Melinda,

    nur damit ich nichts falsch verstehe: Hatte die Krankenkasse eine Pumpe, zur Probe, genehmigt und wurde die Genehmigung, auf Grund der Überprüfung zurückgezogen? Woher wissen sie, dass so viel UZ's vorgekommen sind?

    Ein zuviel an Unterzuckerungen kann ein gute Begründung für eine Insulinpumpe sein, wenn diese Unterzuckerungen ansonsten nicht vermieden werden können. Das gleiche gilt für ein CGM.
    In der neuen DDG Leitlinie "Diabetes und Straßenverkehr" wird genau diese Kombination empfohlen. Allerdings wirst du die Unterstützung deine Arzt-Praxis benötigen.

    Ich, selbst, trage sowohl eine Pumpe als auch ein CGM. Da bei mir ein Dawn-Phänomen vorliegt und ich bin sehr sportlich Unterwegs. Nicht jede_r muss die gleiche Begründung haben um diese Kombination zur erhalten. Es findet eine Einzelfallprüfung statt.

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 24.03.2018
    am 25.03.2018 11:49:23 | IP (Hash): 112155415
    Hey,

    ich habe die Pumpe für 3 Monate zur Probe bekommen. In dieser Zeit sollten sich die Werte stabilisiere. Ich musste nach 3 Monaten dann Tagebücher und hba1c abgeben. Der hba1c war von 8,3 auf 6,7 aber eben durch viele unbemerkte unterzuckerungen. Ich hab die Pumpe dann weiter behalten dürfen und die TK hat die Probezeit nochmal um 3 Monate verlängert um mir die Chance zu geben das weiterhin zu stabilisieren.

    Leider bisher ohne Erfolg. Der hba1c ist ja in Ordnung aber der Aufwand dafür ist langsam nicht mehr tragbar.

    Der hba1c ist jetzt von 6,7 auf 7,6 und Unterzuckerung sind nach wie vor extrem ohne das ich sie merke.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 12:15:03 | IP (Hash): 58050323
    Der Aufwand einer Pumpentherapie ist bei allen Menschen, mit Diabetes höher, als unter ICT. Einer der Vorteile dieser Therapie ist die hohe Flexibilität. Das bedeutet aber auch, dass man sich mehr kümmern muss. Ich benötige die Pumpe genau deswegen Mein Insulinbedarfs ist, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bedingt durch unterschiedliche Faktoren -bei mir ist es Bewegungsabhängog- sehr unterschiedlich und kein Basalinsulin kann das abbilden. Das bedeutet aber auch, dass ich öfter Aktionen an der Pumpe durchgeführt muss, als z.B. Einmal am Tag Basal zu spritzen.

    Ein CGM hat den Vorteil, dass unbemerkte Unter und überzuckerungen gemeldet werden, dass entlasten dich aber nicht vor Aktionen. Und du musst bedenken, dass die Werte verspätet ankommen und Insulin sowohl eine Zeit benötigt um sichtbar zu Wirken und um die Wirkung zu beenden. Aktionen werden also verspätet wirksam. Da du sowieso Tagebuch führst, kannst du es mit solch einen Antrag versuchen.

    Eine Alternative zum CGM könnte das FreeStyle sein, da es kein langwieriges Genehmigsverfahren bedarf, wenn deine Krankenversicherung für das Freestyle aufkommt. Hier fehlen aber die Alarme, dass bedeutet du müsstest selbständig und offt Scannern und aus den Werten und den Trends Aktionen generieren.

    Die meisten Krankenkassen schließen jedoch die gleichzeige Finanzierung von CGM und Freestyle aus.

    Ob deine Krankenkasse das Libre bezahlt kannst du hier ersehen

    https://freestyle.de/fachkreise/freestyle-libre/kostenuebernahme/


    Bearbeitet von User am 25.03.2018 12:16:43. Grund: .
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 24.03.2018
    am 25.03.2018 12:50:41 | IP (Hash): 112155415
    Vielen Dank für die Informationen.
    Ich habe das Libre schon zwei Jahre.

    Ich hoffe sehr, dass ich das CGM bekomme. Zur Not auch erstmal wieder mit ICT Behandlung.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 12:58:15 | IP (Hash): 935573563
    Wenn du das FreeStyle hast, dann hast du schon eine gute Aufzeichnung. Welche Tipps gibt es aus Seiten deiner Ärzte?

    Ich habe z.B. gelesen, dass du KH nicht Wiegst. Wäre es, in Zeiten einer Neueinstellung, möglich zu Wiegen um möglichst exakte Daten zu erhalten? Hast du beobachtet ob sich FPE bemerkbar machen? Wie ist dein Bewegungsprofil und wie verhält sich dein BZ unter Stressbedingungen?
    Bearbeitet von User am 25.03.2018 13:27:09. Grund: .
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 24.03.2018
    am 25.03.2018 13:29:22 | IP (Hash): 112155415
    Ich hab die Bedingungen schon alle unter die Lupe genommen. Die Beratung sowie die Ärztin haben mir das CGM als letzte Lösung empfohlen.
    Die neue Stellung mit Pumpe dauerte 3-4 Monate und die wollten mir das CGM schon sehr früh verpassen ich habe dann immer nochmal mit dem libre die Werte in den Griff bekommen wollen. Aber es wird eben immer schlimmer mit den unterzuckerungen.
    Schilddrüsenerkrankungen wurden auch überprüft ohne Ergebnis. Alles gesund.
    Die Beratung und Ärztin sind der Meinung ohne CGM ist da keine Besserung zu erzielen.
    Ich bin ja auch schon seit 1,5 Jahren dabei das in Griff zu bekommen.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 14:15:54 | IP (Hash): 58050323
    Warum nicht?
    letztendlich geht es um Dich und wie du deine Diabetes besser Managen kannst?
    Wenn des Basalinsulin für dich kein Problem ist, du aber unbemerkte Unterzuckerungen vermeiden möchtest, dann könnte das eine Lösung sein.

    Die meisten Diabetologen, die ich persönlich kennengelernt habe oder von denen ich gelesen habe, empfinden scheinbar die Pumpentherapie als nec plus ultra, da sie sehr individualisiert durchgeführt werden kann, flexibel ist und zu einer bessere Trenung von Bolus und Basal führt. Aber, wir, Patienten müssen es auch wollen und es muss zu uns passen. Ich z.B. bin jemand der sich lieber mehr Mühe mit der BZ Einstellung gibt, als die Freiheit zu verlieren flexibel zu agieren.
    Bearbeitet von User am 25.03.2018 14:17:32. Grund: .
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 14:57:35 | IP (Hash): 58050323
    Nachtrag: Du musst aber bedenken, dass auch CGM's Aufwand bedeuten. Sinn machen, für mich, solche Geräte nur, wenn man sich auch hinsetz und Auswertungen durchführt um evemtuell Therapieanpassungen durchzuführen. Und, ab und an, ich kenne es vom Dexcom G5, bricht die Verbindung kurzzeitig ab, warum auch immer, so dass man auch nicht achtlos sein kann.

    Derzeit denke ich über einen Wechsel auf das Enlite-System nach, da es mit der Medtronic 640g kommunizieren kann und im Falle einer UZ einen Notstop durchführen kann. Wäre das nicht ein System für dich?
    Ich weiss zwar, dass Ärzte das Verhalten von uns Patienten kritisieren: Da wir uns zu sehr auf die Geräte verlassen würden, habe ich gelesen, und den Notstop hinnehmen aber nicht die Basalrate ändern,.Aber wenn es hilft?
    Bearbeitet von User am 25.03.2018 14:59:05. Grund: -
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 25.03.2018 16:04:07 | IP (Hash): 58050323
    Auf der anderen Seite ist es so, dass die Kostenübernahme für die Geräte und Therapie immer wieder überprüft wird und der Beweis erbracht werden muss, dass die Geräte Sinnvoll eingesetzt werden :
    Als erstes wird solch ein Gerät zur Probe, wie bei Dir, genehmigt.Eine Schulung muss durchgeführt werden. Dann wird Überprüft ob es zu Verbesserung gekommen ist. Du hast sogar eine Verlängerung, der Probezeit bekommen. Wenn es zu einer Verbesserung kommt und der MD-K auch zustimmt und die Krankenkasse die Kosten mit den Pumpenhersteller oder den Vertriebspartner für gerechtfertigt hält, erhälst du eine Genehmigung auf Dauer: Bei mir bedeutet auf Dauer 4 Jahre. Und dann geht das ganze Spiel wieder los. Gutachten deiner Diabetologen, Tagebücher, Kosten der Therapie ...Überprüfung durch den MD-K und der Krankenkasse. In diesen 4 Jahren ist es schwer möglich das Gerät zu wechseln. Und selbstverständlich bedeutet es das Motivation gezeigt werden muss.

    Kurz gesagt: Es muss eine Indikation, für das Gerät, vorhanden sein, die nicht nur die Arztpraxis erkennt, sondern auch der Medizinische Dienst der Krankenkasse, die Kosten müssen sich im Rahmen halten. Und die Therapie muss nachweislich Hilfreich sein.
    Bearbeitet von User am 25.03.2018 16:21:07. Grund: -