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Low Carb auch interessant für Typ1?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.05.2018 14:44:23 | IP (Hash): 1360644486
    https://www.diabetesdaily.com/blog/study-investigates-very-low-carb-diets-for-type-1-diabetes-567657/?utm_source=Diabetes+Daily&utm_campaign=1267bd9bd0-Newsletter+2018%2F05%2F16&utm_medium=email&utm_term=0_168fcb2a95-1267bd9bd0-88051805
    Das Nichtverständnis für die grundlegendsten Stoffwechselvorgänge greift offenbar immer weiter um sich ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 18.05.2018 14:45:11. Grund: Korrektur
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 18.05.2018 17:46:25 | IP (Hash): 554481883
    Zur Frage, ob LowCarb Interessant sei für Typ-1-Diabetiker: Eher nicht für die große Menge der Typ-1-Diabetiker, auch wenn es einige gibt, die es präferieren. Und einige scheitern damit: Wie der hier https://www.ardmediathek.de/tv/Die-Ern%C3%A4hrungs-Docs/Mit-Insulin-und-Ern%C3%A4hrung-Diabetes-Typ-1/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=26111552&documentId=49795120

    Zur Studie: Aus der Veröffentlichung geht nicht hervor welche Voraussetzungen bestanden um in die Gruppe der über 2000 VLCHPern aufgenommen zu werden. Auch geht nicht hervor warum von über 2000 Patienten nur etwas über 300 ausgewählt wurden. Die HbA1c Ergebnisse basieren auf Selbstangaben. Es geht auch nicht hervor ob eine Andere Diät ähnlich Ergebnisse, mit diesen Personen ermöglicht. Alles im allem eher Fraglich was dort veröffentlicht steht.

    Langzeitstudien, die sich dem Thema, HbA1c und Lebenserwartung für Diabetes-Typ-1, wiedmenen kommen zu dem Ergebnis, dass der Art niedrige HbA1c, wie sie dort veröffentlicht stehen, zu einer Verkürzung der Lebenszeit führen. Langzeitstudien die sich dem Thema LCHP widmen kommen auch bei gesunden Menschen zu dem Ergebnis, dass es Lebensverkürzend ist.

    Ergänzung:
    Der Studienmacher; Dr. Bernstein, ist Finanziel auf gute Studien Resultate für Low Carb angewiesen. Er schreibt und verkauft Low Carb Bücher, verdient Geld mit Auftritten, zum Thema Low Carb, im US Fernsehen und ist Inhaber einer Low-Carb-Diät Klinik.


    Bearbeitet von User am 18.05.2018 20:05:10. Grund: -
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    am 18.05.2018 19:06:54 | IP (Hash): 1360644486
    Cracktros schrieb:
    Zur Frage, ob LowCarb Interessant sei für Typ-1-Diabetiker: Eher nicht für die große Menge der Typ-1-Diabetiker, auch wenn es einige gibt, die es präferieren. Und einige scheitern damit: Wie der hier https://www.ardmediathek.de/tv/Die-Ern%C3%A4hrungs-Docs/Mit-Insulin-und-Ern%C3%A4hrung-Diabetes-Typ-1/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=26111552&documentId=49795120


    Sorry, aber so wie Du's geschrieben hast, ist das völlig unzutreffender MÜLL! Mal ganz abgesehen davon, dass die ganze Sendung MÜLL ist. Der Mann hat nicht verstehen wollen, dass er für seinen alltäglichen BZ-Verlauf selbst verantwortlich ist, und das ist in der ganzen Sendung mit keiner Silbe angesprochen worden.

    Er hat sein Essen und sein Leben umgestellt und fühlt sich mit dieser Umstellung besser. Wenn er durchgehend für einen alltäglich auch nur einigermaßen gesunden BZ-Verlauf im Rahmen von z.B. HBA1c 7 gesorgt hätte, hätte er mit seiner neuen Art zu essen und sich zu bewegen eine Verringerung seines Insulin-Bedarfs um über den Daumen 50% erreicht und sehr viel weniger weite BZ-Schwankungen. Wie man so ein Ergebnis als gescheitert bezeichnen kann, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.

    Sorry, aber ich finde die Darstellung VOLL DANEBEN. Wenn das diabetologischer Standard sein soll, wundert mich, dass nicht noch sehr viel mehr Füße und Beine abgeschnitten und Augen gelasert werden müssen.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 18.05.2018 19:30:44 | IP (Hash): 554481883
    Zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass der Beitrag sehr Kurz ist: dadurch kann einiges falsch verstanden werden. Wir bekommen nicht jedes Gespräch mit und wissen nicht was ihm wirklich geraten wurde. Aber einiges wirkt so, als sei es falsch. Beestes Beispiel für FALSCH, im Beitrag der Ernährungs Docs ist der angegebene BZ-Berreich von max 110 mg/dl post prandial . Das bekommen noch nicht einmal vollständig Gesunde Menschen hin.

    Nur noch so viel, Low Carb und Typ-1-Diabetes, unter ICT, funktioniert nur mit Bolus und Basal Insulin. Und zwar mit der richtigen Menge Bolus zur richtigen Zeit und der richtigen Menge Basal.
    Für einige/den größten Teil kann das Spritzen, bei Low Carb, komplizierter werden als die Therapie bei moderaten Kohlehydrat verzehr, da sich die FPE verstärkt im BZ auswirken und mehrfach Boli -für eine Mahlzeit, und das nicht direkt zur Mahlzeit sondern 2 h bis max. 6-9 h nach der Mahlzeit- nötig machen.

    Und -JA- Low Carb- ist in diesem Versuch gescheitert. Die Vorstellung; wer keine Kohlehydrate verspeist, der benötigt kein Bolus, die viele haben, diese Vorstellung ist gescheitert. Im Gegenteil wer Low Carb macht der muss viel öfter, für eine Mahlzeit, das Bolusinsulin einsetzen, zumindest wenn ein Typ-1-Diabetes vorhanden ist.
    Bearbeitet von User am 18.05.2018 20:14:20. Grund: -
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    am 18.05.2018 20:49:55 | IP (Hash): 466319422
    Die hba1c's die diese Gruppe erreicht hat sind zwar schon gut, aber anderseits: Sie richten sich nach Dr Bernstein der hba1c kleiner 5 anstrebt. Das hat aber fast keiner erreicht, überrascht mich auch nicht. Die meisten liegen bei 5 bis etwas über 6, einige auch über 7. Es gehört noch mehr dazu als einfach nur Kohlenhydrate wegzulassen: Zum Beispiel Gute Schulung und Motivation. Ich denke bei Mitgliedern einer solchen facebook-Gruppe wird beides gegeben sein.
    Solch ein vorbildlicher T1 Patient schafft einen 6er hba1c aber vielleicht auch mit KH?


    Schon etwas her dass ich den ARD-Beitrag gesehen habe, aber fand den nicht gut.
    Der Titel lautet "Mit Insulin und Ernährung Diabetes Typ 1 einstellen" aber dann geht es NUR um die Ernährung. Das Insulin, also Basal-einstellung, Bolus, Insulinanpassung an besondere Situationen etc wird gar nicht erwähnt. Zwischendurch wird sogar gesagt "Doktor Sowieso zeigt ihm tolle Rezepte für die er nicht spritzen muss."
    Was soll sowas? Ist doch klar dass er als T1 mit Basal alleine kein gutes Ergebnis erreichen wird.
    Selbst die LowCarbler spritzen Bolus, nur halt weniger und eventuell langsamwirkendes.

    Erst in der letzten Minute kommt der Twist: Es hat nicht funktioniert. Er hätte mehr Insulin benötigt.
    Ich empfand es aber so als ob die ganzen 20 Minuten vorher fälschlicherweise der Eindruck erweckt wurde dass die Ernährungsumstellung eine gute Lösung sei.

    Und wenn der Patient sich weigert Bolus zu spritzen dann müsste man ihm erstmal klarmachen dass das nicht funktionieren wird, an der Akzeptanz arbeiten.
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  • Cracktros

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    am 18.05.2018 21:59:48 | IP (Hash): 274280017
    hjt_Jürgen schrieb:


    Er hat sein Essen und sein Leben umgestellt und fühlt sich mit dieser Umstellung besser. Wenn er durchgehend für einen alltäglich auch nur einigermaßen gesunden BZ-Verlauf im Rahmen von z.B. HBA1c 7 gesorgt hätte, hätte er mit seiner neuen Art zu essen und sich zu bewegen eine Verringerung seines Insulin-Bedarfs um über den Daumen 50% erreicht



    Es ist ein Trugschluss anzunehmen, dass eine Reduktion des Insulinbedarfs, für den größten Teil der Typ-1-Diabetiker, vorteilhaft sei. Im Gegenteil ein niedrieger Insulinbedarf führt zu einer großen Insulinsensitivität und damit zu großen BZ-Schwankungen. Lediglich bei jenen, Menschen mit Typ-1-Diabetes, die eine große Insulinresistenz zeigen, lediglich bei denen ist es Vorteilhaft. Es handelt sich aber um eine Minderheit unter den Typ-1ern.

    Die Sendung Ernährungs-Docs kommt mit den Aufmachen der ngeblichen Falschbehandlung, durch einen anderen Arzt, daher. Wer sich die Sendung mit Sachverstand anschaut gewinnt den Eindruck, dass die Sendung falsch Behandelt. Das vorhanden sein von einigen AK (z.B. geringe Spuren von GAD-AK) muss nicht zwangsläufig auf Typ-1-Diabetes hindeuten. Die sicherste Methode der Differenzial-Diagnose ist die HAL-Genetik.

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    am 18.05.2018 22:47:23 | IP (Hash): 1360644486
    Was mit Ernährung und Verhalten noch zu einem ausreichenden bis guten oder gar gesunden BZ fehlt, muss mit passender Medikation ausgeglichen werden, und da zählt völlig unabhängig vom Typ ausschließlich das was funzt. Und es ist Aufgabe JEDER SERIÖSEN Fachpraxis, alle Patienten innerhalb von spätestens nem Jahr mit dem Austesten und Anwenden der passenden Medis in diesen Bereich zu bringen. Dabei schadet keinem Typ1, wenn er so lange oral behandelt wird, wie sich HBA1c 7-8 mit Typ2 Medis erreichen lässt.

    Also ABSOLUTER SCHWACHSINN in der Sendung.

    UND kleine Mengen/Zahlen machen kleine Irrtümer/Spitzen: Recht logisch, dass weniger KHs weniger Schwankungsbreite beim BZ machen :)

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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 19.05.2018 10:05:36 | IP (Hash): 2064727984
    hjt_Jürgen schrieb:


    UND kleine Mengen/Zahlen machen kleine Irrtümer/Spitzen: Recht logisch, dass weniger KHs weniger Schwankungsbreite beim BZ machen :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.e



    Diese Aussage ist nur dann logisch, wenn man von einem statischen Organismus ausgeht. Aber ist unser Organismus wirklich statisch, oder ist er eher fähig zur Anpassung?
    Wie kommt es, dass es, dass es bei Typ-2-Diabetes Test, wie den oGTT, zu falsch positive Ergebnissen kommt wenn jemand sich low carb ernährt und nicht den Organismus auf mehr KH vorbereitet?
    Wie kommt es, dass Typ-1er mit der up und down Regulation, und ihren immensen Auswirkungen auf den BZ, plagen?

    Und bei diesem Thema ist ein Unterschied, in Focus der Therapie, zwischen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes zu erkennen. Geht es bei Typ-2-Diabetes mit Hyperinsulinismus darum den gesamt Insulinverbrauch zu senken, so geht es bei Typ-1-Diabetes, ohne Insulinresistenz, die Waage zwischen zu empfindliche Insulinrezeptoren -und deren Folgen extreme BZ-Ausschläge- und Insulinresistenz zu finden. (Ergänzung) Es wundert mich , dass das bei den Ernährungs Docs des NDR nicht Thematisiert wurde. Ich sehe aber, dass auch er Interesse im Verkauf von Low Carb Büchern hat https://www.google.de/imgres?imgurl=http://t3.gstatic.com/images?q%3Dtbn:ANd9GcQunUUX2dH6h2T6zZFDZpM2GbZDfxdi2mWP83whJ2x5_XVSBHm8&imgrefurl=https://books.google.com/books/about/Diabetes_Kochbuch.html?id%3DlI6HCgAAQBAJ%26source%3Dkp_cover&h=1080&w=897&tbnid=c15_f4zCq1squM:&tbnh=160&tbnw=133&usg=__UY4q3-QM9j59blNsiYjBs73rF0s%3D&vet=10ahUKEwiY-YbGrJHbAhWMKFAKHcBcBiUQ_B0IvgEwCg..i&docid=fFVarEDbfaMagM&itg=1&sa=X&ved=0ahUKEwiY-YbGrJHbAhWMKFAKHcBcBiUQ_B0IvgEwCg

    Ergänzung:
    Dennoch gibt es auch, unter Typ-1-Diabetikern, eine Gruppe für die Low Carb angebracht ist. Wenn jemand einen extrem hochen Insulinverbrauch hat und eine Insulinresistenz vorhanden ist, kann Low Carb eine sinnvolle Ernährung sein. Aber wie gesagt, dass ist eher die Minderheit unter den Typ-1ern.
    Bearbeitet von User am 19.05.2018 10:25:29. Grund: ergänzung
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    am 19.05.2018 10:33:06 | IP (Hash): 641106526
    Cracktros schrieb:
    Wie kommt es, dass es, dass es bei Typ-2-Diabetes Test, wie den oGTT, zu falsch positive Ergebnissen kommt wenn jemand sich low carb ernährt und nicht den Organismus auf mehr KH vorbereitet?

    Ganz einfache Erklärung: Weil sich die Phase 1 der Insulinausschüttung mit de Menge des auszuschüttenden Insulins nach dem ungefähren aus den vorangegangenen Mahlzeiten zu erwartenden Bedarf richtet. Als Typ 1er hast du keine Insulinausschüttung mehr, auch keine aus der Phase 1. Diese Erklärung fällt schon mal weg.

    Die Up- und Down-Regulation halte ich als Erklärung auch für fragwürdig, weil es sich dabei meines Wissens nicht um einen kurzfristigen auftretenden Effekt handelt, die zur laufenden Regulierung geeignet wäre.

    Ansonsten kannst du natürlich glauben, was du möchtest. Du darfst dich der Meinung von Frau Elfe anschließen, dass kurzfristige BZ-Spitzen vollkommen egal sind, obwohl sich das spätestens mit der ADAPT-Studie*) als unzutreffend herausgestellt hat.


    *) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16609090
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 19.05.2018 10:54:20 | IP (Hash): 2064727984
    Rainer schrieb:

    Die Up- und Down-Regulation halte ich als Erklärung auch für fragwürdig, weil es sich dabei meines Wissens nicht um einen kurzfristigen auftretenden Effekt handelt, die zur laufenden Regulierung geeignet wäre.



    Die Schaukel aus auf- und ab Regulation ist ein kurzfristiger Effekt. Aber, die hohe Insulinsensitivität nicht. Die hohe Insulinsesitivität ist genetisch beding und wird durch Low Carb gefördert.

    Low Carb ist kein Wundermittel, auch wenn Moderatoren der LC Foren es gerne als ein Wundermittel verkaufen (Ergenzung) und deswegen nicht in der Lage sind Passgenaue Ernährungsempfehlungen, pro Gruppe, aufzustellen.


    Bearbeitet von User am 19.05.2018 11:04:26. Grund: ergänzung