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Verordnung von Teststreifen

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    am 04.11.2018 12:57:53 | IP (Hash): 1878263413
    Laut meinem Diabetologen und Hausarzt kann man Teststreifen nur verschrieben bekommen, wenn man Insulin spritzt.
    Das ist bei mir nicht der Fall, es geht momentan zum Glück ohne.
    Allerdings muss ich auf jeden Fall messen, weil ich sehr stark schwankende BZ-Werte, oft zwischen 50 und 250 mg/dl habe.
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu.
    Wer kann mir helfen?
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    am 04.11.2018 13:33:15 | IP (Hash): 840858297
    Womit machst Du dir denn Deine großen BZ Schwankungen? Womit behandelst Du die aktuell?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 04.11.2018 13:39:19 | IP (Hash): 1843283752
    chrissi41 schrieb:
    Laut meinem Diabetologen und Hausarzt kann man Teststreifen nur verschrieben bekommen, wenn man Insulin spritzt.
    Das ist bei mir nicht der Fall, es geht momentan zum Glück ohne.
    Allerdings muss ich auf jeden Fall messen, weil ich sehr stark schwankende BZ-Werte, oft zwischen 50 und 250 mg/dl habe.
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu.
    Wer kann mir helfen?



    Wieso ist es "ein Glück" wenn man kein Insulin spritzt? Durch das Spritzen gewinnt man sehr an Lebensqualität. Außerdem kannst du mit Tabletten nichts gegen schwankende BZ-Werte tun, dazu ist Insulin weit besser geeignet.
    Ich kenne das und ich habe viel Erfahrung mit schwankenden Werten.
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    am 04.11.2018 13:54:10 | IP (Hash): 1878263413
    Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
    Aber die Schwankungen sind schon auch blöd und immer Stress für den Körper.
    Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.
    Bearbeitet von User am 04.11.2018 13:55:12. Grund: Nachtrag
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    am 04.11.2018 14:08:13 | IP (Hash): 1843283752
    chrissi41 schrieb:
    Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
    Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.



    Nun, eigentlich ist Insulin ja dazu da, die Regulation, die der Körper nicht mehr leisten kann, zu korrigieren. Ich habe starke Schwankungen, es kann mir passieren, daß ich unter den gleichen Umständen die gleiche Menge Insulin spritze und einmal komme ich mit über 180 raus und ein anderes Mal bei 50 knapp vor einem UZ.
    Ich habe auch alle möglichen "Nebenerkrankungen", z.B. habe ich keine Schilddrüse mehr. Trotzdem ist Insulin das einzige Mittel, meinen BZ im Zaum zu halten. Ich gehe davon aus, daß ich eine genetisch bedingte Form des Diabetes habe, aber das behalte ich in der Regel für mich. Die meisten Ärzte wollen davon nichts wissen.
    In den letzten Jahrzehnten, als meine Werte immer sprunghafter wurden, habe ich sehr genau Buch geführt und das tu ich noch heute. Im Laufe der Zeit gewinnt man dadurch große Erfahrung und kann meist sehr gut die Menge Insulin, die man braucht, abschätzen. Das ist natürlich mühsam, aber man gewöhnt sich daran.
    Natürlich geht das nur mit Insulin, mit Tabletten wirst du da kaum etwas ändern können. Aber das liegt natürlich bei dir, ich kann dir nur meine Erfahrungen schildern.
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    am 04.11.2018 14:10:45 | IP (Hash): 840858297
    Wahrscheinlich hast Du den Mist ja nicht erst seit gestern. Hast Du denn schon mal so 24/7 wie irgend möglich systematisch protokolliert, was Du wann in 24 Stunden isst und machst und wann in 24 Stunden welche Beschwerden auftreten?

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    am 04.11.2018 15:26:46 | IP (Hash): 1843283752
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wahrscheinlich hast Du den Mist ja nicht erst seit gestern. Hast Du denn schon mal so 24/7 wie irgend möglich systematisch protokolliert, was Du wann in 24 Stunden isst und machst und wann in 24 Stunden welche Beschwerden auftreten?

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    Und was soll das bringen, wenn sie nicht bereit ist, Insulin zu spritzen. Das ist in meinen Augen das Problem.
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    am 04.11.2018 16:18:05 | IP (Hash): 840858297
    Du hast sehr treffend von Deinem sehr genauen Buchführen geschrieben und damit von der unabdingbaren Voraussetzung, dass frau ausprobiert haben und wissen muss, welche Menge von welchem Essen wie bei ihr wirkt :)

    Zur Diskussion stehen Bewegungen zwischen 50 und 250 ohne Insulin. Wahrscheinlich folgen die 50 so im Zeitraum von ner Stunde bis 2 auf die 250. Wenn da dann jemand ohne vorherige intensive Beobachtung mit dem Insulin direkt drauf schießt, geht der Abfall deutlich tiefer als 50 und vielleicht sogar bis ins kranke Haus.

    Wenn die tiefen Täler jetzt besonders nach den hohen Spitzen eintreten, wäre doch zuerst einmal zum Ausprobieren gut herauszufinden, was diese Spitzen macht und wie frau die vielleicht auch ohne zusätzliches Insulin niedriger halten kann - und ob es dann vielleicht in der Folge gar nicht bis auf 50 runter geht, sondern nur auf gut erträgliche 70-80?

    Und klar, wenn sich dann rausstellt, dass so niedrige Spitzen nur mit zu wenig von dem Essen gehen, was geht (gibt da vielleicht Einschränkungen durch die anderen Krankheiten), dann könnte frau schön gezielt Insulin einsetzen :)

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    Bearbeitet von User am 04.11.2018 16:21:09. Grund: Ergänzung
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    am 04.11.2018 19:42:33 | IP (Hash): 2027950065
    chrissi41 schrieb:
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu. Wer kann mir helfen?

    Hallo Chrissi,

    möglich ist das nach den Leitlinien schon, aber die Einschätzung trifft ganz allein dein Arzt. Irgend welche Rechte kannst du aus Leitlinien nicht ableiten.

    Das einzige was du versuchen kannst, wäre, einen Arzt zu finden, der dir auf dieser Grundlage öfter mal 50 Teststreifen auf Rezept spendiert.

    Alles Gute, Rainer
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    am 04.11.2018 20:49:54 | IP (Hash): 1843283752
    hjt_Jürgen schrieb:
    Du hast sehr treffend von Deinem sehr genauen Buchführen geschrieben und damit von der unabdingbaren Voraussetzung, dass frau ausprobiert haben und wissen muss, welche Menge von welchem Essen wie bei ihr wirkt :)

    gekürzt von EH




    Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.
    Man sollte wirklich allmählich aufhören, den Diabetes ständig am Essen festzumachen, aber ich predige das schon seit Jahren und es ist offenbar noch nicht bis in die Köpfe der Diabetiker (und vieler Ärzte) vorgedrungen. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Aber das ist ja auch kein Wunder, denn jedes Käseblättchen fühlt sich bemüßigt, seine Weisheiten über Diabetes zu verkünden. Es gibt keine andere Krankheit über die so viel Unsinn geschrieben wird wie über Diabetes.