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Verordnung von Teststreifen

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    am 04.11.2018 12:57:53 | IP (Hash): 1433601276
    Laut meinem Diabetologen und Hausarzt kann man Teststreifen nur verschrieben bekommen, wenn man Insulin spritzt.
    Das ist bei mir nicht der Fall, es geht momentan zum Glück ohne.
    Allerdings muss ich auf jeden Fall messen, weil ich sehr stark schwankende BZ-Werte, oft zwischen 50 und 250 mg/dl habe.
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu.
    Wer kann mir helfen?
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    am 04.11.2018 13:33:15 | IP (Hash): 660113391
    Womit machst Du dir denn Deine großen BZ Schwankungen? Womit behandelst Du die aktuell?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 04.11.2018 13:39:19 | IP (Hash): 2100474550
    chrissi41 schrieb:
    Laut meinem Diabetologen und Hausarzt kann man Teststreifen nur verschrieben bekommen, wenn man Insulin spritzt.
    Das ist bei mir nicht der Fall, es geht momentan zum Glück ohne.
    Allerdings muss ich auf jeden Fall messen, weil ich sehr stark schwankende BZ-Werte, oft zwischen 50 und 250 mg/dl habe.
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu.
    Wer kann mir helfen?



    Wieso ist es "ein Glück" wenn man kein Insulin spritzt? Durch das Spritzen gewinnt man sehr an Lebensqualität. Außerdem kannst du mit Tabletten nichts gegen schwankende BZ-Werte tun, dazu ist Insulin weit besser geeignet.
    Ich kenne das und ich habe viel Erfahrung mit schwankenden Werten.
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    am 04.11.2018 13:54:10 | IP (Hash): 1433601276
    Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
    Aber die Schwankungen sind schon auch blöd und immer Stress für den Körper.
    Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.
    Bearbeitet von User am 04.11.2018 13:55:12. Grund: Nachtrag
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    am 04.11.2018 14:08:13 | IP (Hash): 2100474550
    chrissi41 schrieb:
    Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
    Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.



    Nun, eigentlich ist Insulin ja dazu da, die Regulation, die der Körper nicht mehr leisten kann, zu korrigieren. Ich habe starke Schwankungen, es kann mir passieren, daß ich unter den gleichen Umständen die gleiche Menge Insulin spritze und einmal komme ich mit über 180 raus und ein anderes Mal bei 50 knapp vor einem UZ.
    Ich habe auch alle möglichen "Nebenerkrankungen", z.B. habe ich keine Schilddrüse mehr. Trotzdem ist Insulin das einzige Mittel, meinen BZ im Zaum zu halten. Ich gehe davon aus, daß ich eine genetisch bedingte Form des Diabetes habe, aber das behalte ich in der Regel für mich. Die meisten Ärzte wollen davon nichts wissen.
    In den letzten Jahrzehnten, als meine Werte immer sprunghafter wurden, habe ich sehr genau Buch geführt und das tu ich noch heute. Im Laufe der Zeit gewinnt man dadurch große Erfahrung und kann meist sehr gut die Menge Insulin, die man braucht, abschätzen. Das ist natürlich mühsam, aber man gewöhnt sich daran.
    Natürlich geht das nur mit Insulin, mit Tabletten wirst du da kaum etwas ändern können. Aber das liegt natürlich bei dir, ich kann dir nur meine Erfahrungen schildern.
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    am 04.11.2018 14:10:45 | IP (Hash): 660113391
    Wahrscheinlich hast Du den Mist ja nicht erst seit gestern. Hast Du denn schon mal so 24/7 wie irgend möglich systematisch protokolliert, was Du wann in 24 Stunden isst und machst und wann in 24 Stunden welche Beschwerden auftreten?

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    am 04.11.2018 15:26:46 | IP (Hash): 2100474550
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wahrscheinlich hast Du den Mist ja nicht erst seit gestern. Hast Du denn schon mal so 24/7 wie irgend möglich systematisch protokolliert, was Du wann in 24 Stunden isst und machst und wann in 24 Stunden welche Beschwerden auftreten?

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    Und was soll das bringen, wenn sie nicht bereit ist, Insulin zu spritzen. Das ist in meinen Augen das Problem.
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    am 04.11.2018 16:18:05 | IP (Hash): 660113391
    Du hast sehr treffend von Deinem sehr genauen Buchführen geschrieben und damit von der unabdingbaren Voraussetzung, dass frau ausprobiert haben und wissen muss, welche Menge von welchem Essen wie bei ihr wirkt :)

    Zur Diskussion stehen Bewegungen zwischen 50 und 250 ohne Insulin. Wahrscheinlich folgen die 50 so im Zeitraum von ner Stunde bis 2 auf die 250. Wenn da dann jemand ohne vorherige intensive Beobachtung mit dem Insulin direkt drauf schießt, geht der Abfall deutlich tiefer als 50 und vielleicht sogar bis ins kranke Haus.

    Wenn die tiefen Täler jetzt besonders nach den hohen Spitzen eintreten, wäre doch zuerst einmal zum Ausprobieren gut herauszufinden, was diese Spitzen macht und wie frau die vielleicht auch ohne zusätzliches Insulin niedriger halten kann - und ob es dann vielleicht in der Folge gar nicht bis auf 50 runter geht, sondern nur auf gut erträgliche 70-80?

    Und klar, wenn sich dann rausstellt, dass so niedrige Spitzen nur mit zu wenig von dem Essen gehen, was geht (gibt da vielleicht Einschränkungen durch die anderen Krankheiten), dann könnte frau schön gezielt Insulin einsetzen :)

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    Bearbeitet von User am 04.11.2018 16:21:09. Grund: Ergänzung
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    am 04.11.2018 19:42:33 | IP (Hash): 1068506283
    chrissi41 schrieb:
    Ich habe jetzt aber im Internet gesehen, dass man auch bei chronischen Krankheiten, instabiler Stoffwechsellage, Darmerkrankungen, Kortisontherapie etc. die Teststreifen verschrieben bekommen kann?
    Trifft eigentlich alles bei mir zu. Wer kann mir helfen?

    Hallo Chrissi,

    möglich ist das nach den Leitlinien schon, aber die Einschätzung trifft ganz allein dein Arzt. Irgend welche Rechte kannst du aus Leitlinien nicht ableiten.

    Das einzige was du versuchen kannst, wäre, einen Arzt zu finden, der dir auf dieser Grundlage öfter mal 50 Teststreifen auf Rezept spendiert.

    Alles Gute, Rainer
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    am 04.11.2018 20:49:54 | IP (Hash): 2100474550
    hjt_Jürgen schrieb:
    Du hast sehr treffend von Deinem sehr genauen Buchführen geschrieben und damit von der unabdingbaren Voraussetzung, dass frau ausprobiert haben und wissen muss, welche Menge von welchem Essen wie bei ihr wirkt :)

    gekürzt von EH




    Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.
    Man sollte wirklich allmählich aufhören, den Diabetes ständig am Essen festzumachen, aber ich predige das schon seit Jahren und es ist offenbar noch nicht bis in die Köpfe der Diabetiker (und vieler Ärzte) vorgedrungen. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Aber das ist ja auch kein Wunder, denn jedes Käseblättchen fühlt sich bemüßigt, seine Weisheiten über Diabetes zu verkünden. Es gibt keine andere Krankheit über die so viel Unsinn geschrieben wird wie über Diabetes.
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    am 04.11.2018 22:37:38 | IP (Hash): 660113391
    EH schrieb:
    Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.....


    So is das nun mal. Als erstes das Festmachen am Essen. Und wenn das nicht weiter hilft, geben die einen auf und erklären ihre Situation für unberechenbar - und Menschen wie Du erkunden systematisch weiter und finden raus, dass die Geschichte mit dem Essen noch lange nicht zuende ist, sondern eigentlich da erst anfängt :)

    Aber wo soll jemand anfangen, der gerade erst anfängt, wenn nicht mit dem Essen?

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    am 05.11.2018 00:51:50 | IP (Hash): 2100474550
    hjt_Jürgen schrieb:
    EH schrieb:
    Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.....


    So is das nun mal. Als erstes das Festmachen am Essen. Und wenn das nicht weiter hilft, geben die einen auf und erklären ihre Situation für unberechenbar - und Menschen wie Du erkunden systematisch weiter und finden raus, dass die Geschichte mit dem Essen noch lange nicht zuende ist, sondern eigentlich da erst anfängt :)

    Aber wo soll jemand anfangen, der gerade erst anfängt, wenn nicht mit dem Essen?

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    Natürlich bleibt einem Neuling nicht viel anderes übrig als sich mit dem Essen zu befassen und das ist ja bestimmt nicht verkehrt, denn ein Diabetiker sollte schon über Ernährung Bescheid wissen.
    Diese sture Sicht auf das Essen müßte aus der anderen Ecke kommen, nämlich von den Ärzten. Aber da liegt einiges im Argen. Viel zu viele Ärzte sind nämlich immer noch zu nachlässig, zu wenig interessiert an ihren Patienten oder mit ihren Kenntissen schlichtweg noch in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts. Sie sind immer noch der Ansicht, Diabetes Typ2 sei keine Krankheit, sondern ein Lifestyleproblem. Das bringt vielen Menschen großen und völlig unnötigen Kummer.

    Unsere Fragerin hier im Forum hat ja noch andere Krankheiten und würde gerne mehr Erfahrungen sammeln - jedenfalls sehe ich das so - aber man verweigert ihr die nötigen Teststreifen dafür.
    Ich versteh das einfach nicht.
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    am 05.11.2018 10:59:06 | IP (Hash): 1433601276
    Das ist wohl etwas falsch rüber gekommen. Ich bin schon bereit, Insulin zu spritzen, natürlich wäre mir ohne lieber....
    Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
    Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....

    Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49!
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    am 05.11.2018 11:25:26 | IP (Hash): 657076498
    chrissi41 schrieb:
    Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
    Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....

    Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49!


    Widersprichst Du dir da nicht mit Deinen eigenen Erfahrungen?
    Ohne Spritzen ist Dein BZ gestern munter zum Gipfel gestürmt und anschließend praktisch ins Unterzuckertal gestürzt.
    Wenn Du passend gespritzt hast, ist Dein BZ nicht so hoch angestiegen und anschließend auch nicht so tief gesunken.

    Sagt mir, dass Du mit passend Insulin weniger Unterzuckerung(en) erlebst als ohne Insulin, oder?

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    am 05.11.2018 11:39:46 | IP (Hash): 2100474550
    chrissi41 schrieb:
    Das ist wohl etwas falsch rüber gekommen. Ich bin schon bereit, Insulin zu spritzen, natürlich wäre mir ohne lieber....
    Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
    Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....

    Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49!



    Die Sahne bremst natürlich den BZ-Anstieg und der kommt aber irgendwann mit Sicherheit zum Tragen.

    Ich kenne Unterzuckerungen sehr gut, besonders solche, die in der Nacht auftreten. Ich wache allerdings immer auf und trinke dann ein Glas Cola. Das empfinde ich als weniger unangenehm als das Essen von Traubenzucker. Ich schlafe dann sofort wieder ein und mein BZ ist morgens im normalen Bereich.
    Tagsüber kommt es auch zu UZ, aber dann spüre ich, daß eine kommen wird und kann etwas dagegen unternehmen, deshalb habe ich keine Angst vor Unterzuckerungen. Die sind bei Insulin natürlich nicht auszuschließen.
    Spürst du bei dir diese Unterzuckerungen? Wenn nicht, dann gibt es meines Wissens Möglichkeiten, diese Wahrnehmung zu erlernen und das gibt Sicherheit.
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    am 06.11.2018 21:54:19 | IP (Hash): 1816948135
    Dann würde ich vorschlagen, den Arzt zu wechseln. Habe ich selbst vor etlichen Jahren gemacht. Wobei ich schon damals spritzen musste, war mein Hausarzt zu geizig und mein Diabetologie empfahl mir einen neuen.

    Ich empfinde es als unverantwortlich, wenn Ärzte wegen dem kurzfristigen "Spareffekt" Folgekosten provozieren, die viel höher sind, als die vermeintliche Einsparung.

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    am 07.11.2018 11:55:06 | IP (Hash): 169456236
    Gerry01 schrieb:
    Dann würde ich vorschlagen, den Arzt zu wechseln. Habe ich selbst vor etlichen Jahren gemacht. Wobei ich schon damals spritzen musste, war mein Hausarzt zu geizig und mein Diabetologie empfahl mir einen neuen.

    Ich empfinde es als unverantwortlich, wenn Ärzte wegen dem kurzfristigen "Spareffekt" Folgekosten provozieren, die viel höher sind, als die vermeintliche Einsparung.




    Da rennst du bei mir offene Türen ein. Ich bin schon seit langem der Ansicht, daß die ständige Angstmache vor Insulin in erster Linien dem Budget von Ärzten geschuldet ist. Die Behauptungen, die über Insulin gemacht werden, konnte ich nie bestätigen. Im Gegenteil, ich habe abgenommern, weil ich keine Zwischenmahlzeiten mehr brauchte. Gegen UZ kann man sehr viel tun, man muß sich halt einige Zeit mit diesem Problem beschäftigen, dann kann man das sehr gut in den Griff kriegen. Selbstbeobachtung ist das A und O bei Diabetes.
    Ich habe lange (fast 20 Jahre lang) nach einem guten Diabetesarzt gesucht, letztendlich hat sich das gelohnt, denn ich habe einen gefunden, mit dem ich sehr gut reden kann und der keine Probleme damit hat, mir das zu verschreiben was ich brauche.
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    am 07.11.2018 18:43:29 | IP (Hash): 645323964
    chrissi41 schrieb:
    Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
    Aber die Schwankungen sind schon auch blöd und immer Stress für den Körper.
    Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.


    Hallo Chrissi,
    deine zusätzlichen Erkrankungen sind schon recht heftig
    https://deximed.de/home/b/endokrinologie-stoffwechsel/patienteninformationen/nebennieren/polyglandulaeres-autoimmunsyndrom-pas/
    https://www.netdoktor.de/symptome/dumping-syndrom/

    Beim 1. wird ein Zusammenhang mit Diabetes Typ 1 beschrieben, damit wärst du auf alle Fälle Insulinpflichtig.
    Beim 2. wird von sehr schneller bzw. langsamer Magenentleerung gesprochen, was die Sache bzgl. BZ-Einstellung/Einschätzung nicht einfacher macht.
    Die hier beschriebenen Ernährungsregeln sind dem zu Diabetes sehr ähnlich.
    Also die Sahnetorte dann besser weglassen.

    Ist jedenfalls so meine Devise.
    Habe lieber Essen und Insulin angepasst an verminderter Verdauungsleistung (schon ab Magen) und Laktoseintoleranz.
    Abgesehen davon, werden die Blutzuckerwerte vom Diabetologen ganz stur als Einzelrisiko eingeschätzt, muss man dann irgendwie hinkriegen.
    Deine 250 mg/dl sind jedenfalls zu hoch - oberhalb der Nierenschwelle.
    Und 50 mg/dl sind schon Unterzucker, aber nicht so dramatisch, wie teilweise eingeredet wird.

    Vielleicht überlegst du dir, doch wieder Insulin zu spritzen.
    Können auch nur kleine Mengen sein. Ich selber habe vom Arzt 1/2-Schritt-Pens erhalten.
    Im Zweifelsfall Insulinmenge abrunden, um Hypos vorzubeugen bzw. genügend Puffer zu tiefen Werten zu haben.
    ~
    Meine, daß das Verschreiben nicht unbedingt ein Problem der Ärzte ist, sondern die Kostenübernahme der Krankenkassen.
    Könnte aber gut sein, daß die eigene Krankenkasse trotz Pauschalannahme (des Arztes) dennoch die Kosten übernehmen könnte.
    Das Bewusstsein ist dort auch mittlerweile hin gelangt, Diabetes gut zu behandeln (Hilfsmittel unterstützen), anstatt für Folgeerkrankungen noch mehr Geld auszugeben zu müssen (sorry, leider zynisch).
    Erst geziert und dann doch Kosten übernommen wurden für z.B. Insulinanaloga für Erwachsene oder auch Libre-Sensoren.

    Zu eigener Krankenkasse Homepage aufrufen und schauen, was die so für Diabetiker an DMPs anbieten
    https://www.kvb.de/praxis/alternative-versorgungsformen/dmp/diabetesvereinbarungen/
    und ggfs. bei speziellen Fragen per Service-Telefonnummer nachfragen.

    Gruß Elfe
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    am 08.11.2018 12:21:01 | IP (Hash): 1433601276
    Danke, das mit der Krankenkasse werde ich machen!
    Ich habe festgestellt, dass ich bei den UZ zuverlässiger mit dem Pieksen messe, denn der FreeStyle Libre hinkt hinterher. Leider hatte ich die letzten Nächte immer ziemlich niedrige Werte, einmal 47 mg/dl, einmal 58 mg/dl.
    Dafür geht er aber tagsüber auch immer über 200 mg/dl.
    Klar, die Sahnetorte oder auch sonst der Kuchen ist natürlich nicht unbedingt gut.....auch sonst habe ich versucht, abends keine schnellen KH mehr zu mir zu nehmen, also gestern abend nur Tomatensalat, wenig Kartoffeln und Schnitzel. Trotzdem bin ich nachts in die UZ gerutscht.....
    Bei mir liegt es eben auch an den Hormonen, an Kortison und der Schilddrüse. Das müsste erstmal richtig eingestellt werden. Ich arbeite noch dran.....
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    am 08.11.2018 14:10:07 | IP (Hash): 1682231022
    Für das Leben ohne BZ-senkende Mittel gilt 50 mg/dl als Grenzwert zum Unterzucker.
    Für die Behandlung mit BZ-senkenden Mitteln gilt ab 70 für etwas mehr Puffer und weil die meisten Betroffenen 24/7 sehr viel höheren als normalen BZ haben und deswegen schon im unteren Normalbereich, manche schon ab 90, Unterzuckerbeschwerden beobachten.

    Ernsthafte Ausfälle gibt es generell erst unter 30 und vorübergehend Lichtaus meistens erst unter 20. Unter 20mg/dl habe ich noch nirgendwo ohne BZ-senkende Mittel gefunden.

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    am 08.11.2018 16:51:24 | IP (Hash): 645323964
    Hallo Chrissy,
    die 47 mg/dl und 58 mg/dl sind für Nichtdiabetiker eigentlich o.k.
    Kommt aber darauf an, ob du diese tiefen Werte als Unterzucker unangenehm körperlich wahrnimmst.
    Wir nehmen den Unterschied in den BZ-Werten wahr, nicht die absoluten Werte. Wenn du von 200 schnell auf kleiner 50 absinkst, schreit der Körper Alarm.

    Wann hast du gestern zu Abend gegessen ?
    Finde deine Zusammenstellung schon recht 'schwer' verdaulich mit Rohkost und paniertem Fleisch.
    Wenn du 3 - 4 h bis zum Schlafengehen wartest, sollte die Mahlzeit fast durch sein und BZ messen.
    Dann kannst du dir ev. noch ein Zückerchen erlauben, um mit sicherem Gefühl schlafen zu können.
    Und wenn du regelmäßig dieses Absinken in der Nacht feststellst, kannst du prophylaktisch auch eine Spätmahlzeit zu dir nehmen, wie z.B. Joghurt oder halbe Scheibe Brot, was moderat langsam den BZ erhöht.

    Hormone haben Einfluss, stimmt. Kortison erhöht aber den BZ, was sich ev. in deinen hohen Tageswerten zeigt. Bei der Schilddrüse kann ich selber keinen Effekt feststellen, bekomme L-Thyroxin so dosiert, daß die Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen. Eine Erhöhung der Dosis (vorgeschlagen von einem anderen Arzt, wo ich Blut abgeben musste) wurde von meinem Internist/Diabetologen verneint, hat auch erklärt warum.

    Du hast einen eigenen Diabetologen, der sich nur BZ ansieht ?
    Wäre in deinem Fall auch gut, wenn du einen Internist/Diabetologen an deiner Seite hättest, der auch deine weiteren Erkrankungen und Medikamente einschätzen kann.
    Werde super betreut, auch zu Spezialisten wie Magen/Darm zur Spiegelung überwiesen, und die Ergebnisse sammelt er und übernimmt auch die Verschreibung der nötigen Medikamente (u.a. Verdauungsenzyme).
    ~
    Wenn dein Arzt dir das teure Libre verordnet, aber - zusätzliche - Teststreifen verweigert (ohne Insulin), stimmt die Argumentation nicht !
    Da hat die Libre-Lobby ganze Arbeit bei den Ärzten geleistet.
    Ist jedoch nicht so zuverlässig, wie versprochen wurde - wie du hier im Forum lesen kannst.

    Gruß Elfe