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Evtl. bin ich auch eine Neue

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 15.01.2019
    am 15.01.2019 16:17:12 | IP (Hash): 132173164
    Will mich erst einmal kurz vorstellen. Ich bin Jahrgang 1968, 1,73 groß und wog heute morgen 80 kg. In meiner Jugend und als junge Frau war ich immer eher untergewichtig mit 52 -54 kg und extrem schlank. Ich konnte immer essen was ich wollte und habe nie mein Gewicht kontroliert - im Gegenteil: ich wäre gern etwas fraulicher und runder gewesen. Eine Sportskanone war ich nicht, aber ich ging jede Woche tanzen und tanzte wirklich die Nächte durch.
    Irgendwann durch Partnerschaft und Kind und fehlendes Tanzen nahm ich dann ganz langsam, aber stetig, zu. Ich bin kein Mensch, der ständig in sich reinhorcht, sondern eher der Typ, der viel verdrängt und für alles schnell eine Erklärung parat hat ;-). Seit einigen Wochen fällt mir aber auf, daß ich auffallend trockene Haut habe, daß ich Mundtrockenheit habe und mehr trinke (da dachte ich, das liegt am Tilidin, welches ich wegen meiner Rückenprobleme nehme), daß ich nachts mindestens einmal Wasser lassen muß, ich sehr schlecht schlafe und daß ich oft taube Fingerkuppen bemerke. Auch Kopfschmerzen plagen mich auffallend oft. Durch Zufall las ich irgendwo, daß das u.a. Diabetes-Zeichen sein könnten und maß vorgestern gleich nach dem Aufstehen meinen NüchternBZ mit dem Accu Check Aviva, der dann prompt bei 114 lag. Das hat mich ganz schön erschreckt. GEstern war ich morgens beim Arzt und hab einen Check up veranlasst - leider ist die Auswertung erst am kommenden Montag. Als ich um 10:30 Uhr immer noch nüchtern vom Arzt zurück war, maß ich nochmal und dieser NüchternBZ lag dann bei 121.
    Seit einigen Monaten fahre ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit oder laufe (30 Minuten für eine Strecke). Ich fürchte, daß mein BZ-Wert evtl. vorher noch schlechter war und sich durch dieses Mehr an Bewegung nun schon etwas gebessert hat. Ist nur eine Vermutung von mir.
    Mir geht jetzt ganz schön die Muffe, da mein Großvater an Diabetes-Folgen starb (allerdings trotzdem mit beachtlichen 82) und meine Schwester starke Augenprobleme hat, weil sie sehr lange mit einem unerkannten Diabetes unterwegs war.

    Ich hoffe ja auf ein Wunder und daß ich mich irre und der Arzt mir am Montag sagt, ich wäre ok. Aber ich fürchte bei diesen Werten mindestens einen Prädiabetes. Was meint Ihr?
    Vielen Dank fürs Lesen und evtl. Antwort. Das Forum ist übrigens sehr interessant und hilfreich.
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    am 15.01.2019 16:30:41 | IP (Hash): 159538760

    Bleib mal ruhig. Du hast mit dinem handelsüblichen messgerät gemessen die unglaublich ungenau sind. Daher musst du abwarten was der arzt sagt und 114 sind jetzt auch kein besonders besprgniss erregender wert. Der arzt wird bestimmt auch drn hba1c messen dann weisst fu woran du bist. Bei unter 5, 7 ist alles okay ind es liegt keinerlei störung vor.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 15.01.2019 16:56:06 | IP (Hash): 132173164

    @Michael74
    Wenn das Gerät soooo ungenau ist, wäre es dann für Diabetiker, die sich spritzen müssen, nicht lebensgefährlich und fraglich, ständig damit ihren BZ zu kontrollieren und nach diesen Werten dann zu spritzen und zu essen?
    Mir ist schon klar, daß es Schwankungen und Ungenauigkeiten bei den Geräten geben kann, aber dennoch geben sie eine Richtung an und die finde ich eben alarmierend in meinem Fall.

    Aber ich stimme dir natürlich zu, daß ich letztlich abwarten muß, was der Arzt über das Blutbild usw. sagt und ich hoffe und wäre sowas von glücklich, wenn ich eine Entwarnung zu hören bekäme.
    Ich bin ja schließlich nicht scharf auf die Diagnose.

    "Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern)
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    am 15.01.2019 18:03:47 | IP (Hash): 1101469373
    Tamiki schrieb:
    Ich hoffe ja auf ein Wunder und daß ich mich irre und der Arzt mir am Montag sagt, ich wäre ok. Aber ich fürchte bei diesen Werten mindestens einen Prädiabetes.

    Den solltest du nicht fürchten, sondern, wenn(!) es sich denn als einer herausstellt, dich darüber freuen! Und: Ja, das meine ich völlig ernst! Freuen nämlich, dass er so früh entdeckt wurde. Dass bereits Folgeschäden existieren, ist extrem unwahrscheinlich. Und man hat im Stadium Prädiabetes sehr viele Möglichkeiten, therapeutisch gegenzusteuern und den Blutzucker relativ problemlos in normales Fahrwasser zurück zu holen.

    Ich versteh schon, dass du am Montag vom Doc lieber ein "alles gut" hören möchtest. Wenn es aber anders kommen sollte, dann ist das zwar nicht schön, aber immer noch um Längen besser, als womöglich weitere 10 Jahre mit einem unerkannten Diabetes durch die Welt zu laufen und erst durch Folgeschäden zu einer Diagnose zu kommen.

    Es gibt also für den kommenden Montag nur zwei Möglichkeiten. Erstens die Gute: Der Doc sagt "Prädiabetes", was gut für dich ist, weil früh erkannt und gut therapierbar. Zweitens die noch Bessere: Der Doc sagt "keine Spur von Diabetes". Ich drück dir die Daumen für Zweitens ;-)
    Bearbeitet von User am 15.01.2019 18:04:09. Grund: .
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    am 15.01.2019 18:17:42 | IP (Hash): 132173164

    Carlo2
    Danke für deine Worte. Du hast natürlich recht. Lieber früh erkannt, als unerkannt ewig damit rumlaufen und plötzlich z.B. schwere Augenprobleme bekommen.

    Bei meinem älteren Bruder wurde vor Jahren auch Diabetes diagnostiziert. Ihm fuhr ein solcher Schreck in die Glieder, daß man nur noch einen Kondensstreifen von ihm Richtung Keller, wo der HeiMTRainer stand, sah. Dort strampelte er dann wie ein Wilder, stellte seine Ernährung um und kam so von den Diabeteswerten tatsächlich wieder runter. LG

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    am 15.01.2019 18:26:59 | IP (Hash): 584552573
    Hallo Tamiki,
    Prä-Diabetes ist nur Hinweis darauf, mehr auf Ernährung und Bewegung zu achten, mehr nicht und was du bereits tust.

    Die Blutzuckerhandmessgeräte unterliegen einer DIN Norm mit max. plus/minus 15 % Abweichung.
    Durchaus eine Erleichterung, selbst zuhause messen zu können, als immer nur durch Arzt möglich.
    Keineswegs lebensgefährlich für INSULINER, wie ich eine bin (überraschend 1er).
    Der einzuhaltende BZ-Bereich ist da weit gefasst mit Zielwert 100 mg/dl, Untergrenze 60 und Obergrenze 180. Du siehst, dein Nüchternwert ist kein Drama.

    Hatte auch 2er in der Großelterngeneration (+ Großtantchen), die auch schon früher ohne technische Hilfsmittel prima zurecht kamen: Lecker kochen mit Gemüse und aktiv im Leben.
    In unserer ach so modernen Welt ist wohl so einiges verloren gegangen bzw. nicht besser geworden.

    Gruß Elfe
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    am 15.01.2019 18:42:04 | IP (Hash): 132173164

    @Elfe
    Daß vieles zunehmend verloren geht, empfinde ich auch so. Meine Mutter hat z.B. früher immer selbst gekocht und zubereitet. Auch wurde viel im eigenen Garten angebaut, eingekocht usw. Es gab oft Hülsenfrüchte und Gerichte, die ich selbst völlig aus den Augen verloren habe und nie nachgekocht habe bisher.
    Ich glaube mittlerweile, daß unsere Bequemlichkeit beim Griff zu stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln, weil es immer schnell gehen soll, das verloren gegangene Können in Sachen Kochen und die mangelnde Bewegung ein großes Problem sind. Außerdem vermute ich, daß viele Lebensmittel heute mehr Zucker- und Fettzusätze beinhalten und es mehr Versuchungen dieser Art gibt als das früher der Fall war. LG

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    am 15.01.2019 19:14:24 | IP (Hash): 1962597675
    Tamiki schrieb:
    Gestern war ich morgens beim Arzt und hab einen Check up veranlasst - leider ist die Auswertung erst am kommenden Montag.

    Schon am Montag weißt du genaueres, bis dahin kannst du ruhig noch warten. Ich drücke dir die Daumen, dass keine Diabetesdiagnose raus kommt.

    Anhand deiner gemessenen Werte könnte es wohl auf Prädiabetes hinaus laufen. Dafür hast du ja schon einen guten Plan. Den solltest du auf jeden Fall angehen, auch wenn du am Montag ein gutes Ergebnis bekommst.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.01.2019 19:15:36. Grund: .
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    am 15.01.2019 19:25:01 | IP (Hash): 132173164
    @Rainer

    Danke für deinen Post und LG

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    am 07.02.2019 11:21:00 | IP (Hash): 1559597472

    Ich will nur mal ein kleines Update geben:
    Nach zwei Anläufen wegen eines Laborfehlers bzw. Fehlers der Arzthelferin, hatte ich endlich letzte Woche mein Auswertungsgespräch.
    Ich hatte ja nach meinen eigenen Messungen, die einen Nüchternblutzucker von 114 und 121 ergaben, sofort meine Ernährung runtergefahren bzw. stark verändert und bereits davor angefangen, mich wesentlich mehr zu bewegen (statt Bus zu fahren, laufe ich = eine Stunde Laufen pro Tag oder fahre ich mit dem Rad zur Arbeit).
    Als also endlich meine Blutwerte vom Arzt bestimmt wurden, war ich dadurch schon eine Weile dabei, auf meine Ernährung zu achten. Offenbar hat sich das gelohnt, denn der Arzt sagte mir, daß meine Werte nun genau auf der Grenze liegen. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Er überlegte aber trotzdem, ob er mich in sein Diabetiker-Programm aufnimmt. Entschied dann aber, ich solle in drei Monaten noch einmal zum Blutabnehmen kommen.
    Ein bisschen kämpfe ich jetzt nach der "Entwarnung" mit meinem inneren Schweinehund, der mir immer wieder zuflüstert: "Siehste, ist gar nicht so wild und du kannst jetzt ruhig wieder futtern etc..." Aber mir ist bewußt, daß ich, wenn ich nicht dranbleibe und wieder in mein altes Verhalten zurückfalle, ich auf dem besten Weg bin, wieder hohe Werte zu bekommen und über kurz oder lang wahrscheinlich zum Typ2-Diabetiker zu werden.

    Bei meiner Umstellung der Ernährung ist mir beim Gang durch die Märkte erst einmal aufgefallen und bewußt geworden, wo überall völlig sinnslos Zucker zugesetzt wird. Selbst in den allermeisten ach so gesunden Vollkornbroten findet sich zugesetzte Glucose. :-( Nur die Bio-Marken sind in der Regel frei davon. Ebenso bei der Wurst. Warum zum Henker ist da Zucker zugesetzt??
    Mein Frühstück habe ich völlig verändert: ich freue mich jeden Morgen auf meinen Haferkleie-Brei, den ich mit Stevia, Zimt und einer Handvoll Beeren aufpimpe. Hätte ich nie gedacht, daß mir das so schmeckt. ;-)
    Ach ja, zu meiner Überraschung habe ich schon vier Kilo abgenommen. Gaaaanz langsam zwar, aber trotzdem freue ich mich sehr darüber.

    Dem Forum folge ich weiterhin, da mich das Thema weiterhin natürlich interessiert und ich für Tips z.B. zur Ernährung dankbar bin. LG

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