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Evtl. bin ich auch eine Neue

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    am 15.01.2019 16:17:12 | IP (Hash): 132173164
    Will mich erst einmal kurz vorstellen. Ich bin Jahrgang 1968, 1,73 groß und wog heute morgen 80 kg. In meiner Jugend und als junge Frau war ich immer eher untergewichtig mit 52 -54 kg und extrem schlank. Ich konnte immer essen was ich wollte und habe nie mein Gewicht kontroliert - im Gegenteil: ich wäre gern etwas fraulicher und runder gewesen. Eine Sportskanone war ich nicht, aber ich ging jede Woche tanzen und tanzte wirklich die Nächte durch.
    Irgendwann durch Partnerschaft und Kind und fehlendes Tanzen nahm ich dann ganz langsam, aber stetig, zu. Ich bin kein Mensch, der ständig in sich reinhorcht, sondern eher der Typ, der viel verdrängt und für alles schnell eine Erklärung parat hat ;-). Seit einigen Wochen fällt mir aber auf, daß ich auffallend trockene Haut habe, daß ich Mundtrockenheit habe und mehr trinke (da dachte ich, das liegt am Tilidin, welches ich wegen meiner Rückenprobleme nehme), daß ich nachts mindestens einmal Wasser lassen muß, ich sehr schlecht schlafe und daß ich oft taube Fingerkuppen bemerke. Auch Kopfschmerzen plagen mich auffallend oft. Durch Zufall las ich irgendwo, daß das u.a. Diabetes-Zeichen sein könnten und maß vorgestern gleich nach dem Aufstehen meinen NüchternBZ mit dem Accu Check Aviva, der dann prompt bei 114 lag. Das hat mich ganz schön erschreckt. GEstern war ich morgens beim Arzt und hab einen Check up veranlasst - leider ist die Auswertung erst am kommenden Montag. Als ich um 10:30 Uhr immer noch nüchtern vom Arzt zurück war, maß ich nochmal und dieser NüchternBZ lag dann bei 121.
    Seit einigen Monaten fahre ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit oder laufe (30 Minuten für eine Strecke). Ich fürchte, daß mein BZ-Wert evtl. vorher noch schlechter war und sich durch dieses Mehr an Bewegung nun schon etwas gebessert hat. Ist nur eine Vermutung von mir.
    Mir geht jetzt ganz schön die Muffe, da mein Großvater an Diabetes-Folgen starb (allerdings trotzdem mit beachtlichen 82) und meine Schwester starke Augenprobleme hat, weil sie sehr lange mit einem unerkannten Diabetes unterwegs war.

    Ich hoffe ja auf ein Wunder und daß ich mich irre und der Arzt mir am Montag sagt, ich wäre ok. Aber ich fürchte bei diesen Werten mindestens einen Prädiabetes. Was meint Ihr?
    Vielen Dank fürs Lesen und evtl. Antwort. Das Forum ist übrigens sehr interessant und hilfreich.
  • Michael74

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    am 15.01.2019 16:30:41 | IP (Hash): 159538760

    Bleib mal ruhig. Du hast mit dinem handelsüblichen messgerät gemessen die unglaublich ungenau sind. Daher musst du abwarten was der arzt sagt und 114 sind jetzt auch kein besonders besprgniss erregender wert. Der arzt wird bestimmt auch drn hba1c messen dann weisst fu woran du bist. Bei unter 5, 7 ist alles okay ind es liegt keinerlei störung vor.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 15.01.2019 16:56:06 | IP (Hash): 132173164

    @Michael74
    Wenn das Gerät soooo ungenau ist, wäre es dann für Diabetiker, die sich spritzen müssen, nicht lebensgefährlich und fraglich, ständig damit ihren BZ zu kontrollieren und nach diesen Werten dann zu spritzen und zu essen?
    Mir ist schon klar, daß es Schwankungen und Ungenauigkeiten bei den Geräten geben kann, aber dennoch geben sie eine Richtung an und die finde ich eben alarmierend in meinem Fall.

    Aber ich stimme dir natürlich zu, daß ich letztlich abwarten muß, was der Arzt über das Blutbild usw. sagt und ich hoffe und wäre sowas von glücklich, wenn ich eine Entwarnung zu hören bekäme.
    Ich bin ja schließlich nicht scharf auf die Diagnose.

    "Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern)
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    am 15.01.2019 18:03:47 | IP (Hash): 1101469373
    Tamiki schrieb:
    Ich hoffe ja auf ein Wunder und daß ich mich irre und der Arzt mir am Montag sagt, ich wäre ok. Aber ich fürchte bei diesen Werten mindestens einen Prädiabetes.

    Den solltest du nicht fürchten, sondern, wenn(!) es sich denn als einer herausstellt, dich darüber freuen! Und: Ja, das meine ich völlig ernst! Freuen nämlich, dass er so früh entdeckt wurde. Dass bereits Folgeschäden existieren, ist extrem unwahrscheinlich. Und man hat im Stadium Prädiabetes sehr viele Möglichkeiten, therapeutisch gegenzusteuern und den Blutzucker relativ problemlos in normales Fahrwasser zurück zu holen.

    Ich versteh schon, dass du am Montag vom Doc lieber ein "alles gut" hören möchtest. Wenn es aber anders kommen sollte, dann ist das zwar nicht schön, aber immer noch um Längen besser, als womöglich weitere 10 Jahre mit einem unerkannten Diabetes durch die Welt zu laufen und erst durch Folgeschäden zu einer Diagnose zu kommen.

    Es gibt also für den kommenden Montag nur zwei Möglichkeiten. Erstens die Gute: Der Doc sagt "Prädiabetes", was gut für dich ist, weil früh erkannt und gut therapierbar. Zweitens die noch Bessere: Der Doc sagt "keine Spur von Diabetes". Ich drück dir die Daumen für Zweitens ;-)
    Bearbeitet von User am 15.01.2019 18:04:09. Grund: .
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    am 15.01.2019 18:17:42 | IP (Hash): 132173164

    Carlo2
    Danke für deine Worte. Du hast natürlich recht. Lieber früh erkannt, als unerkannt ewig damit rumlaufen und plötzlich z.B. schwere Augenprobleme bekommen.

    Bei meinem älteren Bruder wurde vor Jahren auch Diabetes diagnostiziert. Ihm fuhr ein solcher Schreck in die Glieder, daß man nur noch einen Kondensstreifen von ihm Richtung Keller, wo der HeiMTRainer stand, sah. Dort strampelte er dann wie ein Wilder, stellte seine Ernährung um und kam so von den Diabeteswerten tatsächlich wieder runter. LG

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  • Elfe

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    am 15.01.2019 18:26:59 | IP (Hash): 584552573
    Hallo Tamiki,
    Prä-Diabetes ist nur Hinweis darauf, mehr auf Ernährung und Bewegung zu achten, mehr nicht und was du bereits tust.

    Die Blutzuckerhandmessgeräte unterliegen einer DIN Norm mit max. plus/minus 15 % Abweichung.
    Durchaus eine Erleichterung, selbst zuhause messen zu können, als immer nur durch Arzt möglich.
    Keineswegs lebensgefährlich für INSULINER, wie ich eine bin (überraschend 1er).
    Der einzuhaltende BZ-Bereich ist da weit gefasst mit Zielwert 100 mg/dl, Untergrenze 60 und Obergrenze 180. Du siehst, dein Nüchternwert ist kein Drama.

    Hatte auch 2er in der Großelterngeneration (+ Großtantchen), die auch schon früher ohne technische Hilfsmittel prima zurecht kamen: Lecker kochen mit Gemüse und aktiv im Leben.
    In unserer ach so modernen Welt ist wohl so einiges verloren gegangen bzw. nicht besser geworden.

    Gruß Elfe
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    am 15.01.2019 18:42:04 | IP (Hash): 132173164

    @Elfe
    Daß vieles zunehmend verloren geht, empfinde ich auch so. Meine Mutter hat z.B. früher immer selbst gekocht und zubereitet. Auch wurde viel im eigenen Garten angebaut, eingekocht usw. Es gab oft Hülsenfrüchte und Gerichte, die ich selbst völlig aus den Augen verloren habe und nie nachgekocht habe bisher.
    Ich glaube mittlerweile, daß unsere Bequemlichkeit beim Griff zu stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln, weil es immer schnell gehen soll, das verloren gegangene Können in Sachen Kochen und die mangelnde Bewegung ein großes Problem sind. Außerdem vermute ich, daß viele Lebensmittel heute mehr Zucker- und Fettzusätze beinhalten und es mehr Versuchungen dieser Art gibt als das früher der Fall war. LG

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    am 15.01.2019 19:14:24 | IP (Hash): 1962597675
    Tamiki schrieb:
    Gestern war ich morgens beim Arzt und hab einen Check up veranlasst - leider ist die Auswertung erst am kommenden Montag.

    Schon am Montag weißt du genaueres, bis dahin kannst du ruhig noch warten. Ich drücke dir die Daumen, dass keine Diabetesdiagnose raus kommt.

    Anhand deiner gemessenen Werte könnte es wohl auf Prädiabetes hinaus laufen. Dafür hast du ja schon einen guten Plan. Den solltest du auf jeden Fall angehen, auch wenn du am Montag ein gutes Ergebnis bekommst.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.01.2019 19:15:36. Grund: .
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    am 15.01.2019 19:25:01 | IP (Hash): 132173164
    @Rainer

    Danke für deinen Post und LG

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    am 07.02.2019 11:21:00 | IP (Hash): 1559597472

    Ich will nur mal ein kleines Update geben:
    Nach zwei Anläufen wegen eines Laborfehlers bzw. Fehlers der Arzthelferin, hatte ich endlich letzte Woche mein Auswertungsgespräch.
    Ich hatte ja nach meinen eigenen Messungen, die einen Nüchternblutzucker von 114 und 121 ergaben, sofort meine Ernährung runtergefahren bzw. stark verändert und bereits davor angefangen, mich wesentlich mehr zu bewegen (statt Bus zu fahren, laufe ich = eine Stunde Laufen pro Tag oder fahre ich mit dem Rad zur Arbeit).
    Als also endlich meine Blutwerte vom Arzt bestimmt wurden, war ich dadurch schon eine Weile dabei, auf meine Ernährung zu achten. Offenbar hat sich das gelohnt, denn der Arzt sagte mir, daß meine Werte nun genau auf der Grenze liegen. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Er überlegte aber trotzdem, ob er mich in sein Diabetiker-Programm aufnimmt. Entschied dann aber, ich solle in drei Monaten noch einmal zum Blutabnehmen kommen.
    Ein bisschen kämpfe ich jetzt nach der "Entwarnung" mit meinem inneren Schweinehund, der mir immer wieder zuflüstert: "Siehste, ist gar nicht so wild und du kannst jetzt ruhig wieder futtern etc..." Aber mir ist bewußt, daß ich, wenn ich nicht dranbleibe und wieder in mein altes Verhalten zurückfalle, ich auf dem besten Weg bin, wieder hohe Werte zu bekommen und über kurz oder lang wahrscheinlich zum Typ2-Diabetiker zu werden.

    Bei meiner Umstellung der Ernährung ist mir beim Gang durch die Märkte erst einmal aufgefallen und bewußt geworden, wo überall völlig sinnslos Zucker zugesetzt wird. Selbst in den allermeisten ach so gesunden Vollkornbroten findet sich zugesetzte Glucose. :-( Nur die Bio-Marken sind in der Regel frei davon. Ebenso bei der Wurst. Warum zum Henker ist da Zucker zugesetzt??
    Mein Frühstück habe ich völlig verändert: ich freue mich jeden Morgen auf meinen Haferkleie-Brei, den ich mit Stevia, Zimt und einer Handvoll Beeren aufpimpe. Hätte ich nie gedacht, daß mir das so schmeckt. ;-)
    Ach ja, zu meiner Überraschung habe ich schon vier Kilo abgenommen. Gaaaanz langsam zwar, aber trotzdem freue ich mich sehr darüber.

    Dem Forum folge ich weiterhin, da mich das Thema weiterhin natürlich interessiert und ich für Tips z.B. zur Ernährung dankbar bin. LG

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    am 07.02.2019 16:56:27 | IP (Hash): 459879272
    Tamiki schrieb:
    Bei meiner Umstellung der Ernährung ist mir beim Gang durch die Märkte erst einmal aufgefallen und bewußt geworden, wo überall völlig sinnslos Zucker zugesetzt wird. [...] Ebenso bei der Wurst. Warum zum Henker ist da Zucker zugesetzt??

    Aus dem gleichen Grund, warum in Kuchen- oder Keksteig eine Priese Salz kommt: Runderer Geschmack. Das war schon immer so. In Süßes eine kleine Prise Salz, in Herzhaftes eine kleine Prise Zucker, wenn kein Gemüse dabei war, dass von sich aus etwas Süße mitbrachte. Und gegen ein paar Krümel wäre ja auch nicht wirklich viel einzuwenden, doch dabei bleibt es ja nicht. Leider sind Viele heute bezüglich süßem Geschmack derart abgestumpft, dass sie es gar nicht bemerken, sondern für normal halten. Ich habe vor kurzem mal mehr zufällig ein Stück Hamburger-Brötchen probiert. Himmel, so süß war früher noch nicht einmal der Teig von Rosinenbrötchen. Aber was hilft's. Es wird offenbar gekauft.
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    am 07.02.2019 22:29:30 | IP (Hash): 1176515208
    Tamiki schrieb:
    Ein bisschen kämpfe ich jetzt nach der "Entwarnung" mit meinem inneren Schweinehund, der mir immer wieder zuflüstert: "Siehste, ist gar nicht so wild und du kannst jetzt ruhig wieder futtern etc..." Aber mir ist bewußt, daß ich, wenn ich nicht dranbleibe und wieder in mein altes Verhalten zurückfalle, ich auf dem besten Weg bin, wieder hohe Werte zu bekommen und über kurz oder lang wahrscheinlich zum Typ2-Diabetiker zu werden.

    Ich drück dir die Daumen, dass du den Warnschuss im Hinterkopf behältst und deinen bisher erfolgreichen Weg weiter gehst.

    Ich habe in Foren schon öfter Leute erlebt, die beim ersten Mal den Diabetes so leicht abgewenden konnten, dass sie den Warnschuss nicht ernst genommen haben. Die Vorstellung, dass es das nächste Mal wieder so einfach geht, stimmt in den meisten Fällen nicht.

    Alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 07.02.2019 22:32:09. Grund: .
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    am 08.02.2019 11:20:27 | IP (Hash): 1559597472
    Danke, @Rainer.
    Ich will den Warnschuss ernst nehmen, denn ich habe echt Bammel davor, daß es mir wie jemandem im Verwandtenkreis geht, wo die Sehkraft extrem gelitten hat und Lesen fast nicht mehr möglich ist.
    Von all den anderen Begleiterkrankungen wie hohem Blutdruck usw. ganz zu schweigen.

    Der Arzt sagte mir ja leider auch, daß die Blutfettwerte bzw. Cholesterin bei mir zu hoch wären. Dieser "böse" Wert jedenfalls. Er fragte, ob ich viel Fleisch esse. Das tue ich gar nicht. Nur etwas Wurst täglich. Da muss ich mich nun auch mehr am Riemen reißen ;-). Zum Glück habe ich aber noch einen völlig normalen, eher niedrigen Blutdruck.
    Nein, nein, ich will keinesfalls unnötig Krankheit riskieren oder provozieren und will auf jeden Fall dranbleiben, wo ich mich doch jetzt schon so langsam an anderes Essverhalten gewöhnt habe. LG

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    am 08.02.2019 11:46:36 | IP (Hash): 1559597472

    @Carlos
    Daß es doch aber auch ohne geht, im Gegensatz zum Salz, zeigt doch das Beispiel Bio-Vollkornbrot, welches ganz ohne Glucosesirup und dergleichen auskommt. Ich schmecke da keinen entscheidenden Unterschied. Und ich bin da mitunter echt empfindlich.
    Ich bin ja in der "Zone" großgeworden. Das Essen dort war um Längen nicht derart verzuckert. Nach der Wende fand ich viele der neuen Lebensmittel, die es nun zu kaufen gab, wie z.B. Nutella, Milka, Eissorten wie Magnum extrem widerlich, weil es für mich viel zu süß war - ebenso viele Bäckerei-Produkte. Nach dreißig Jahren Bombardement mit solchen Lebensmitteln hatte sich mein Gaumen allerdings auch daran leider etwas gewöhnt, so daß ich diese Sachen in den letzten Jahren teilweise sogar gegessen habe.

    Du hast vollkommen recht, gegen ein paar Krümel, die es oftmals wirklich schon tun würden, wäre wirklich gar nichts einzuwenden. Aber wenn ich mir viele Zutaten-Listen anschaue, steht der Zucker da oft an erster Stelle oder sehr weit oben - und wenn der Zucker an erster Stelle steht, bedeutet das ja nichts anderes, als das der Hauptbestandteil des Produktes der blanke Zucker oder gar Glucose-Fructose-Sirup ist. Bei Süßkram war mir, und vielen anderen Verbraucher wahrscheinlich auch, der hohe Zuckeranteil immer relativ bewußt, aber dass man mittlerweile kaum noch ein auch nur annähernd verarbeitetes Lebensmittel findet, dem kein Zucker zugesetzt wurde, war mir so nicht bewußt. Koche ich einen Eintopf oder ähnliches, gebe ich da nie Zucker hinzu und vermisse das auch auf keinen Fall in so einem Gericht; kaufe ich das als Tiefkühl- oder anderes Fertigprodukt, ist da aber so gut wie überall in irgendeiner Art Zucker/Glucose/Dextrose.... zugesetzt. Mir ist das absolut unverständlich. Das kommt schon einer Mästung gleich ;-)

    "Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern)
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    am 09.02.2019 08:10:54 | IP (Hash): 1709557935
    Tamiki schrieb:
    Koche ich einen Eintopf oder ähnliches, gebe ich da nie Zucker hinzu und vermisse das auch auf keinen Fall in so einem Gericht

    Ich nehme mal an, wenn du eine gelbe Rübe oder eine Cherrytomate isst, dann bemerkst du, dass die durchaus süße Geschmacksanteile haben. Wer aber an das Industriefutter gewöhnt ist und für den Zuckerkick im Hirn die Vollmilchschokolade mit Cola runterspülen muss, dem erzähl mal, eine gelbe Rübe oder eine reife Tomate habe auch Süße. Viel mehr als verständnislose Blicke wird es da nicht geben.

    Wenn ein Eintopf gut gekocht wurde, brauchts ,wie du schreibst, dafür auch keinen Zucker. Nicht mal die "akzeptablen" paar Krümel. Denn viele Gemüse wie z. B. eben Zwiebeln, gelbe Rüben oder Lauch, von denen in fast allen klassischen Eintöpfen etwas drin ist, bringen das nötige Quäntchen "Süße als Gewürz" von Natur aus mit. Da muss nun wirklich keiner mehr Nachhelfen.

    Und da es gerade so schön passt: Ich habe in diesem Winter mal das Tütenrotkraut eines Discounters probiert. Hätte man da das Salz weg gelassen und die Gewürze mehr Richtung Vanillin verschoben, hätte das locker als Dessert durchgehen können. Was mich aber etwas erschreckt hat: Die ersten paar Bissen haben mir sogar geschmeckt.
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    am 09.02.2019 09:47:10 | IP (Hash): 294175566
    Hatten gestern aus ner vergessenen hinteren Ecke ein überfälliges Glas Rotkraut. War noch voll in Ordnung und hat mich mit dem ersten Bissen dran erinnert, dass unsere Kinder als Kinder kein frisches aus meiner Produktion gemocht hatten, sondern nur "glasiges".

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 09.02.2019 17:48:17 | IP (Hash): 1896373424
    Tamiki schrieb:

    ... Der Arzt sagte mir ja leider auch, daß die Blutfettwerte bzw. Cholesterin bei mir zu hoch wären. Dieser "böse" Wert jedenfalls. Er fragte, ob ich viel Fleisch esse. Das tue ich gar nicht. Nur etwas Wurst täglich....



    Verzeih, dass ich hier in dieses Thema einhake. Ich habe nun mehrfach gelesen, dass sich die Blutfette bei LowCarb-Ernährung und dadurch besseren Blutzuckerwerten automatisch normalisieren sollen und die Blutfette wenig mit der Aufnahme von Fett in der Nahrung zu tun haben.

    Das klingt hier wieder ganz anders und macht mich gerade nachdenklich. Seit meiner Diagnose esse ich keinen Zucker und kaum Kohlehydrate. Ich esse jetzt keine Schweinehaxen, fetten Braten oder fette Würste (schon allein weil ich Gewicht verlieren möchte) aber insgesamt seit der Ernährungsumstellung fast mehr Fleisch und Fisch als davor (insbesondere Hühnerbrust oder auch mal ein Rindersteak). Gerne auch mal Quark (20% Fett - nicht mager) mit Beeren. Ist das bedenklich in Bezug auf die Triglyceride? Nicht dass meine Werte bis zur nächsten Kontrolle noch schlechter werden?
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    am 09.02.2019 18:18:30 | IP (Hash): 563095829
    Viola82 schrieb:
    ... aber insgesamt seit der Ernährungsumstellung fast mehr Fleisch und Fisch als davor (insbesondere Hühnerbrust oder auch mal ein Rindersteak). Gerne auch mal Quark (20% Fett - nicht mager) mit Beeren. Ist das bedenklich in Bezug auf die Triglyceride?

    Nein auf gar keinen Fall. Deine Triglyceride werden mit weniger KH und mehr Fett (egal welcher Qualität) mit ziemlicher Sicherheit sinken und dein HDL-Cholesterin wird steigen. Damit hast du auf jeden Fall eine Verbesserung bei den TG und eine Verbesserung beim LDL-/HDL-Verhältnis.

    Eventuell steigt auch dein LDL-Choleseterin ein beisschen an, was aber bei der Verbesserung des LDL-/HDL-Verhältnisses kein Problem ist. Wenn das bei dir der Fall ist und das deinem Doc nicht gefällt, dann frage am besten noch mal nach. Ich kann dir dann mehrere hilfreiche Links zusammenstellen, anhand von denen du dich selbst davon üerzeugen kannst.

    Eines ist noch zu beachten: Bei so einer Ernährungsumstellung dauert es mehrere Wochen, bis sich die Lipide neu eingestellt haben. Die Empfehlung lautet deshalb, dass man bis zur ersten Neubestimmung der Werte nach so einer Ernährungsumstellung ca. 3 Monate abwarten soll.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 09.02.2019 18:19:59. Grund: .
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    am 09.02.2019 21:05:56 | IP (Hash): 1896373424
    Danke Rainer, es ist nicht der Arzt der mich stutzig gemacht hat, sondern der Beitrag oben. Über Fett hat mein Arzt überhaupt nicht gesprochen. Ich hab mich hier im Forum, im LOGI-Forum und sonst im Internet informiert und für mich folgende Maßnahmen beschlossen: keinen Zucker, kein Brot/Mehl/Kartoffeln/Reis/etc. und deutlich mehr Bewegung (2x pro Woche Kraftsport im Rehasportzentrum und täglich ca. 5km zügiges Gehen);
    Der Arzt ist mit der Entwicklung der Werte bisher (bis auf das Problem das ich diese Woche habe, siehe anderer Thread, aber davon weiß der Arzt ja noch nichts) sehr zufrieden und meinte ich würde alles richtig machen. Wie gesagt über Fette haben wir quasi gar nicht gesprochen.
    Was die Kontrolle der Werte betrifft meinte er auch nur es mache keinen Sinn vor in ca. nem Vierteljahr ein neues Blutbild erstellen zu lassen.

    Ich lese natürlich immer noch viel im Internet und bin gestern über einen Arzt gestolpert, der eine nahezu fettfreie und vegane Ernährung anpreist und dies als einzigen Weg zur Verbesserung eines Diabetes erachtet. Wenn man das liest, und danach den Kommentar oben (...Arzt, der hinter den schlechten Blutfetten einen hohen Fleischkonsum vermutet), dann wird man (ich) doch auch wieder stutzig. Es ist ja doch alles irgendwie Neuland für mich und ich möchte eigentlich nur alles richtig machen.
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    am 09.02.2019 21:49:18 | IP (Hash): 294175566
    Habe selbst wenigstens 10 Jahre LC gelebt und dann noch mal 3 LCHF und mir in der Zeit sowohl praktisch völlig gesunden BZ gemacht mit HBA1c 5,5 und besser und völlig gesunde sonstige Blutwerte. Für die 3 Jahre LCHF hatte ich zudem abgespeckt und damit meinen Insulinbedarf erheblich reduziert.

    Während der ganzen Zeit waren alle Werte, auch Blutdruck und Blutfette, voll im grünen Bereich. Dann hab ich Dr. Neil Barnads Rezept ausprobiert, nach dem die Energieversorgung statt wie vorher aus Fett aus KHs ausprobiert, eigentlich weil ich's widerlegen wollte. Mach ich seit gut 2 Jahren, nicht nur mit allen Werten wie vorher im voll grünen Bereich, sondern auch mit wider allen Erwartens mit nicht mehr Insulin, als vorher.

    Interessant finde ich vor dem Hintergrund dieser über die Jahre sehr engmaschig begleiteten Erfahrung, dass die theoretischen Begründungen für jeden der beiden Ansätze das Funktionieren des anderen kathegorisch ausschließen - und damit praktisch halt schlicht völlig an der Wirklichkeit vorbei gedacht sein müssen ;)

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    am 09.02.2019 23:13:07 | IP (Hash): 1896373424
    Das heißt du ernährst dich jetzt im Moment konkret wie? Nur mal so aus Interesse...

    Das klingt jetzt so als könnte man es machen wie man möchte, nur sollte man kohlehydrate und fett nicht zusammen essen? Sprich entweder KH-Arm, dafür fett- und proteinreich oder alternativ kohlehydratreich, dafür fett- und proteinarm?

    Jetzt wird es echt verrückt.
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    am 09.02.2019 23:47:21 | IP (Hash): 294175566
    Seit 2 Jahren KHs als wesentlicher Energieträger, dazu täglich etwas Protein, wenig Fett und viel Gemüse und 1-2 Äpfel oder Orangen oder... pro Tag.
    Davor 3 Jahre wesentlicher Energieträfer Fett, etwas Protein und kein Obst und mit dem vielen Gemüse ein paar KHs in der Größenordnung von um 2 BEs am Tag.

    Bei gleichem alltäglichem Bewegungspensum und gleichem Gewicht gleicher Insulinbedarf und gleiche super Blutwerte.

    Wenn ichs nicht über Jahre selbst kleinkariert gemessen und protokolliert hätte, würde ich es nicht glauben. Wie es ist, kann ich nur annehmen, dass es noch ne Menge mehr Möglichkeiten für gesunde Blutwerte gibt. Vielleicht können nicht alle die selben gleich gut nutzen, sondern immer nur jeweils einige eben die zu ihnen passende Auswahl, aber zur Entdeckung solcher Möglichkeiten bewegt sich die Medizin bislang wohl eher nicht.

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    Bearbeitet von User am 10.02.2019 13:58:21. Grund: Ergänzung