Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Unterzucker in der Nacht

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.02.2020
    am 21.02.2020 08:10:30 | IP (Hash): 849633681
    Hallo
    Ich hatte letztens in der Nacht Unterzucker und hab am Tag zwei Probeklausuren in Mathe gerechnet. Ich war im Gegensatz zu den Tagen vorher um einiges schlechter und wollte fragen ob jemand weiß ob das mit dem Unterzucker in der Nacht zu tun haben könnte? Also allgemeine Symptome die mir aufgefallen sind wenn ich Nachts durchgehend Unterzucker hatte ohne es zu bemerken und zu handeln sind Kopfschmerzen am nächsten Tag und Reizbarkeit. Wie ist es bei euch so?
    Liebe Grüße
    A.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4658
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.02.2020 09:44:54 | IP (Hash): 455308174
    Das kann schon vorkommen. Wie tief haste denn den Unterzucker gemessen? Oder wie tief ist denn normal Dein Unterzucker bei solchen Symptomen? Und könntest Du dann nicht abends weniger Basal nehmen?

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 21
    Mitglied seit: 12.10.2015
    am 21.02.2020 10:03:36 | IP (Hash): 1144081136
    Hallo,

    ja, ich kenne das auch. Man wird mit Kopfschmerzen wach, hat ggf. auch geschwitzt. Und wenn man wach wird, erinnert man sich, dass man schlecht geträumt hat.
    Bei mir gibt es dann auch Phasen, wo ich den ganzen Tag schlechter drauf bin, das ist aber nicht immer so.




    Gruß Zockerin1971
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1702
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 21.02.2020 18:46:20 | IP (Hash): 157877759
    Hallo Anwe,
    Unterzucker, besonders nachts, unbedingt vermeiden.
    Letzter Bolus mit ca. 3 h vor Zubettgehen, ermöglicht dir, den BZ bzgl. Abendessen einzuschätzen und dann Basal. Dann sollte der BZ einigermaßen stabil bleiben.
    ~ Basaltest bes. für Nachtdosis testen ~
    Habe dennoch, für alle Fälle, Traubenzucker am Bett greifbar.
    Auch nachts lassen sich so in leichteren Schlafphasen UZ-Symptome bemerken:
    Bei mir ist das Unruhe und Herzklopfen/-stolpern.
    Schwitzen wenn wirklich stark, dann alle höchste Eisenbahn mit 1 BE vorher und dann messen.

    Kopfschmerzen und Reizbarkeit sind sowieso schon UZ-Symptome, die sich auch morgens noch korrigieren/anheben lassen.
    Und in Klausur o.a. durchaus mit höheren BZ-Werten einsteigen.
    Gruß Elfe
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.02.2020
    am 22.02.2020 01:00:03 | IP (Hash): 1499706693
    So um die 60 schwierig zu sagen da ich die Free Style Libre Sensoren haben. Ja könnte ich aber mir passiert es trotzdem mal dass ich mich beim Abendessen verschätze und im Moment esse ich spät. Ich werde es in Zukunft vermeiden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1702
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 22.02.2020 18:08:21 | IP (Hash): 157877759
    Hallo Anwe,
    das Free Style Libre habe ich nicht und wäre mir im übrigen viel zu genau.
    Wie du hier im Forum auch lesen kannst, messen Nutzer des Libre blutig nach mit BZ-Hand-Messgerät.
    Ist zwar auch nicht sooo genau (plus/minus 15 % Fehlertoleranz), aber immerhin noch genauer als dieses Dingens.
    60 mg/dl gilt als wirklich Unterzucker-Grenze lt. Hypo-Schulung, zu der ich hin musste :-(

    Spät Abendessen ist allgemein sowieso nicht gut. Da ist der Organismus dann mehr mit Verdauung beschäftigt, als mit Regeneration der Zellen insgesamt.
    Ja, ist schon schwierig, im Alltag den Anforderungen genüge zu tun, plus ne Runde Sport und (Abend)-Essen dann auch noch.
    Genügend Proviant für den Tag mitnehmen und da befolgen. Dann ist die Abendmahlzeit besser per Zeit und Appetit KH-mäßig zu bewältigen.

    Verschätzen bei Mahlzeiten kommt bei mir auch vor, immer noch.
    So manche Kohlenhydrat-Angaben per Nährwerttabelle mit Insulin zu berücksichtigen, stimmt manchmal nicht - Zutatenliste per Kleingedrucktes lesen (bzgl. Gemüse).
    Ja, so Ein-Teller-Eintöpfe sind so meins ;-)
    Aber erst nach Laufrunde, sonst schwappts im Magen von links nach rechts und wieder links.
    Gruß Elfe
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 18
    Mitglied seit: 20.01.2020
    am 24.02.2020 12:59:37 | IP (Hash): 1835040950
    Hi, gar nicht so COOL, wenn du deinen Unterzucker nachts nicht merkst. Habe seit 12 Jahren Typ 1 und werde bei nächtlichem Unterzucker (ca. 60) sofort wach. Brauche auch immer ein BZ-Polster vor dem Schlafengehen ( so 160-170).
    Aber definitiv hat ein nächtlicher Unterzucker am nächsten Morgen die gleichen Symptome wie ein "Kater" nach einer Party.
    Bei Unterzucker bekommt das Gehirn zu wenig Glucose, und da können definitiv auch Gehirnzellen absterben, wie bei erhöhtem Alkoholgenuss auch.
    Es gibt sogar extra Seminare für Typ 1- Diabetiker um die Sensibilität für Unterzucker zu erhöhen. Es kann nämlich durchaus sein, dass du nachts auch kurzzeitig ins Koma fällst und erst wieder wach wirst, wenn deine Leber Glykogen ausschüttet. Ich wollte dir jetzt keine Panik machen, aber beobachte das mal. LG
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4658
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 24.02.2020 17:45:13 | IP (Hash): 1861569468
    Ataura schrieb:
    Bei Unterzucker bekommt das Gehirn zu wenig Glucose, und da können definitiv auch Gehirnzellen absterben


    Mal berücksichtigen: 36 mg/dl ist die Unterzuckergrenze bei Neugeborenen, und bei denen ist der Energiebedarf von Hirn und Nerven besonders groß. Und wo die Grenze garantiert noch einen Puffer bis zum Absterben hat, wird das frühestens unter 20 anfangen. - Will nicht sagen, dass Hypo deswegen nicht doof ist, nur absolut nix für ne große Panik.

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 18
    Mitglied seit: 20.01.2020
    am 25.02.2020 09:30:17 | IP (Hash): 1687610251
    Hallo guten Morgen Jürgen,
    ich hatte meine "Einstiegs"-Typ 1- Schulung 2008 in der Klinik in Bad Nauheim. An dieser 2-wöchigen Schulung waren sowohl Anfänger, als auch Typ 1er, die ihren Unterzucker weder erklären noch bemerken konnten und immer wieder nachts ins Koma gefallen sind. Da wurde das so erklärt.
    Aber diese "Kater-Symtomatik" ist durchaus real. Der Körper versucht auf jeden Fall die Gehirnfunktion aufrecht zu erhalten. Reicht die Glukose dafür nicht, schaltet er andere Funktionen ab, z.B. das Bewusstsein.
    Der niedrigste von mir an mir gemessene Wert war übrigens 17. Habe mich dann hingesetzt 2 Bananen gegessen, 15 Minuten gewartet und gut, alles halb so wild. Der Körper kann schon was ab. LG
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4658
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 25.02.2020 12:44:50 | IP (Hash): 295485626
    Klar geht auch wirklich tief. Aber nach allem, was ich dazu bisher hab sehen und lernen können, z.B. nicht aus nem 3 oder 4 Stunden waagerechten Verlauf bei 80-100 plötzlich in ne Schlucht auf 20 oder darunter. Der Vorlauf muss dafür schon "ein bisschen" schluchtig angelegt sein. Und da hat die fachoffizielle Anleitung ein Handycap, denn Messen+Spritzen+Essen klammert die Verläufe dazwischen schön systematisch aus, in denen die Schluchten stattfinden. In für mich überhaupt nicht nachvollziehbarer Weise häufig auch bei der Nutzung von FGM oder CGM. Wenn da die Kurve öfter mal tiefer sackt, wird praktisch immer der BE-Faktor für die Mahlzeit vorher verringert, obwohl er durchaus häufig auch gepasst hat und passt.
    Zum systematischen Aufdröseln, wann der Faktor passt und wann und warum vielleicht manchmal nicht, wird praktisch kaum angeleitet.

    Und sicher gibt es mit ner Hypo meistens sowas wie’n Kater. Meiner hatte immer viiiiel Hunger, und den auch noch dann, wenn der BZ schon ne Stunde wieder bei 200 war :(

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!