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Unterzucker in der Nacht
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am 21.02.2020 08:10:30 | IP (Hash): 849633681
Hallo
Ich hatte letztens in der Nacht Unterzucker und hab am Tag zwei Probeklausuren in Mathe gerechnet. Ich war im Gegensatz zu den Tagen vorher um einiges schlechter und wollte fragen ob jemand weiß ob das mit dem Unterzucker in der Nacht zu tun haben könnte? Also allgemeine Symptome die mir aufgefallen sind wenn ich Nachts durchgehend Unterzucker hatte ohne es zu bemerken und zu handeln sind Kopfschmerzen am nächsten Tag und Reizbarkeit. Wie ist es bei euch so?
Liebe Grüße
A. -
am 21.02.2020 09:44:54 | IP (Hash): 455308174
Das kann schon vorkommen. Wie tief haste denn den Unterzucker gemessen? Oder wie tief ist denn normal Dein Unterzucker bei solchen Symptomen? Und könntest Du dann nicht abends weniger Basal nehmen?
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.02.2020 10:03:36 | IP (Hash): 1144081136
Hallo,
ja, ich kenne das auch. Man wird mit Kopfschmerzen wach, hat ggf. auch geschwitzt. Und wenn man wach wird, erinnert man sich, dass man schlecht geträumt hat.
Bei mir gibt es dann auch Phasen, wo ich den ganzen Tag schlechter drauf bin, das ist aber nicht immer so.
Gruß Zockerin19711 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 21.02.2020 18:46:20 | IP (Hash): 157877759
Hallo Anwe,
Unterzucker, besonders nachts, unbedingt vermeiden.
Letzter Bolus mit ca. 3 h vor Zubettgehen, ermöglicht dir, den BZ bzgl. Abendessen einzuschätzen und dann Basal. Dann sollte der BZ einigermaßen stabil bleiben.
~ Basaltest bes. für Nachtdosis testen ~
Habe dennoch, für alle Fälle, Traubenzucker am Bett greifbar.
Auch nachts lassen sich so in leichteren Schlafphasen UZ-Symptome bemerken:
Bei mir ist das Unruhe und Herzklopfen/-stolpern.
Schwitzen wenn wirklich stark, dann alle höchste Eisenbahn mit 1 BE vorher und dann messen.
Kopfschmerzen und Reizbarkeit sind sowieso schon UZ-Symptome, die sich auch morgens noch korrigieren/anheben lassen.
Und in Klausur o.a. durchaus mit höheren BZ-Werten einsteigen.
Gruß Elfe -
am 22.02.2020 01:00:03 | IP (Hash): 1499706693
So um die 60 schwierig zu sagen da ich die Free Style Libre Sensoren haben. Ja könnte ich aber mir passiert es trotzdem mal dass ich mich beim Abendessen verschätze und im Moment esse ich spät. Ich werde es in Zukunft vermeiden. -
Elfe
Rang: Gastam 22.02.2020 18:08:21 | IP (Hash): 157877759
Hallo Anwe,
das Free Style Libre habe ich nicht und wäre mir im übrigen viel zu genau.
Wie du hier im Forum auch lesen kannst, messen Nutzer des Libre blutig nach mit BZ-Hand-Messgerät.
Ist zwar auch nicht sooo genau (plus/minus 15 % Fehlertoleranz), aber immerhin noch genauer als dieses Dingens.
60 mg/dl gilt als wirklich Unterzucker-Grenze lt. Hypo-Schulung, zu der ich hin musste :-(
Spät Abendessen ist allgemein sowieso nicht gut. Da ist der Organismus dann mehr mit Verdauung beschäftigt, als mit Regeneration der Zellen insgesamt.
Ja, ist schon schwierig, im Alltag den Anforderungen genüge zu tun, plus ne Runde Sport und (Abend)-Essen dann auch noch.
Genügend Proviant für den Tag mitnehmen und da befolgen. Dann ist die Abendmahlzeit besser per Zeit und Appetit KH-mäßig zu bewältigen.
Verschätzen bei Mahlzeiten kommt bei mir auch vor, immer noch.
So manche Kohlenhydrat-Angaben per Nährwerttabelle mit Insulin zu berücksichtigen, stimmt manchmal nicht - Zutatenliste per Kleingedrucktes lesen (bzgl. Gemüse).
Ja, so Ein-Teller-Eintöpfe sind so meins ;-)
Aber erst nach Laufrunde, sonst schwappts im Magen von links nach rechts und wieder links.
Gruß Elfe -
am 24.02.2020 12:59:37 | IP (Hash): 1835040950
Hi, gar nicht so COOL, wenn du deinen Unterzucker nachts nicht merkst. Habe seit 12 Jahren Typ 1 und werde bei nächtlichem Unterzucker (ca. 60) sofort wach. Brauche auch immer ein BZ-Polster vor dem Schlafengehen ( so 160-170).
Aber definitiv hat ein nächtlicher Unterzucker am nächsten Morgen die gleichen Symptome wie ein "Kater" nach einer Party.
Bei Unterzucker bekommt das Gehirn zu wenig Glucose, und da können definitiv auch Gehirnzellen absterben, wie bei erhöhtem Alkoholgenuss auch.
Es gibt sogar extra Seminare für Typ 1- Diabetiker um die Sensibilität für Unterzucker zu erhöhen. Es kann nämlich durchaus sein, dass du nachts auch kurzzeitig ins Koma fällst und erst wieder wach wirst, wenn deine Leber Glykogen ausschüttet. Ich wollte dir jetzt keine Panik machen, aber beobachte das mal. LG
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am 24.02.2020 17:45:13 | IP (Hash): 1861569468
Ataura schrieb:
Bei Unterzucker bekommt das Gehirn zu wenig Glucose, und da können definitiv auch Gehirnzellen absterben
Mal berücksichtigen: 36 mg/dl ist die Unterzuckergrenze bei Neugeborenen, und bei denen ist der Energiebedarf von Hirn und Nerven besonders groß. Und wo die Grenze garantiert noch einen Puffer bis zum Absterben hat, wird das frühestens unter 20 anfangen. - Will nicht sagen, dass Hypo deswegen nicht doof ist, nur absolut nix für ne große Panik.
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am 25.02.2020 09:30:17 | IP (Hash): 1687610251
Hallo guten Morgen Jürgen,
ich hatte meine "Einstiegs"-Typ 1- Schulung 2008 in der Klinik in Bad Nauheim. An dieser 2-wöchigen Schulung waren sowohl Anfänger, als auch Typ 1er, die ihren Unterzucker weder erklären noch bemerken konnten und immer wieder nachts ins Koma gefallen sind. Da wurde das so erklärt.
Aber diese "Kater-Symtomatik" ist durchaus real. Der Körper versucht auf jeden Fall die Gehirnfunktion aufrecht zu erhalten. Reicht die Glukose dafür nicht, schaltet er andere Funktionen ab, z.B. das Bewusstsein.
Der niedrigste von mir an mir gemessene Wert war übrigens 17. Habe mich dann hingesetzt 2 Bananen gegessen, 15 Minuten gewartet und gut, alles halb so wild. Der Körper kann schon was ab. LG -
am 25.02.2020 12:44:50 | IP (Hash): 295485626
Klar geht auch wirklich tief. Aber nach allem, was ich dazu bisher hab sehen und lernen können, z.B. nicht aus nem 3 oder 4 Stunden waagerechten Verlauf bei 80-100 plötzlich in ne Schlucht auf 20 oder darunter. Der Vorlauf muss dafür schon "ein bisschen" schluchtig angelegt sein. Und da hat die fachoffizielle Anleitung ein Handycap, denn Messen+Spritzen+Essen klammert die Verläufe dazwischen schön systematisch aus, in denen die Schluchten stattfinden. In für mich überhaupt nicht nachvollziehbarer Weise häufig auch bei der Nutzung von FGM oder CGM. Wenn da die Kurve öfter mal tiefer sackt, wird praktisch immer der BE-Faktor für die Mahlzeit vorher verringert, obwohl er durchaus häufig auch gepasst hat und passt.
Zum systematischen Aufdröseln, wann der Faktor passt und wann und warum vielleicht manchmal nicht, wird praktisch kaum angeleitet.
Und sicher gibt es mit ner Hypo meistens sowas wie’n Kater. Meiner hatte immer viiiiel Hunger, und den auch noch dann, wenn der BZ schon ne Stunde wieder bei 200 war :(
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am 29.02.2020 11:52:37 | IP (Hash): 1050639120
Hallo allerseits, ich benutze die Antikoma-App seit einem Monat. Als sie mich nachts weckte, war Zucker 2,7, während ich es mag -
am 02.03.2020 16:31:27 | IP (Hash): 1150686422
Unterzucker in der Nacht? Was soll da die Anpassung der Basalrate? Die passende Basalrate ist doch jede Nacht anders. Ich habe CGM mit Warnmeldungen und sogar Unterzuckerabschaltung. Ich sehe und höre also was nachts los war oder ist. 3 Nächte fast konstant 100 mg/dl und dann wieder zu hoch und am nächsten Tag zu niedrig.
Mir hilft nur, den Wecker alle 2 Stunden zu stellen und wenn es konstant läuft natürlich ab 2:00 Uhr durchschlafen. Die besten Erfahrungen mit einem CGM das fast die BZ-Werte genau anzeigt, ist das Dexcom G6. Parallel läuft bis auf weiteres das Medtronic CGM mit der 640G. Das ist aber um Welten schlechter, nur schaltet das bei Unterzuckerung ab.
Also, mit CGM wäre die starke Unterzuckerung vermeidbar gewesen. -
Elfe
Rang: Gastam 02.03.2020 23:54:18 | IP (Hash): 927509326
Nö, die Basalrate für nachts ist schon einigermaßen stabil.
Dann sind wir in Ruhe und schlafen. Grundstoffwechsel für Atmen, Herzschlag, Regenieren da durchaus überblickbar.
Wecker stellen ist nur notwendig, wenn man noch tagesaktuelles nicht so überblicken kann, wie Wirkung Abendessen/Mahlzeitinsulin … , bzw. Insuline per Pen, ab und an.
~ 100 mg/dl sind nur ein Zielwert, mit Bereich durchaus tiefer und höher. ~
Tief = UZ kleiner 60 mg/dl bis zu Hoch ~ meins da so ca. die 200er (durchaus da mehr 'zulassen' lt. Arzt). -
am 03.03.2020 11:25:44 | IP (Hash): 1792078437
Ich würde sagen, es gibt einfach Diabetiker, die einen sehr instabilen Stoffwechsel haben, deshalb diese ja auch dringend eine Pumpe brauchen (mit CGM, Hypoabschaltung, Hybrid-Close-Loop, etc.) und andere Diabetiker, wo es besser läuft und die relativ stabil sind.
Genauso wie es Typ1er gibt, die "sehr insulinsensibel" sind, andere "normal insulinsensibel" und wieder andere "weniger insulinsensibel" bis hin zum Doppeldiabetes Typ1 mit Insulinresistenz vom Typ2. Hat jemand noch etwas Restfunktion (insb. Lada Fraktion) läuft es wieder anders, zum Teil stabiler zum Teil auch unberechenbarer.
Deshalb sind solche Allgemeinaussagen nicht zielführend meiner Meinung nach. -
Elfe
Rang: Gastam 03.03.2020 19:04:51 | IP (Hash): 927509326
Sorry July,
meine Beiträge beruhen aufgrund meiner persönlichen Erfahrung ~ schon sehr viel länger als deine !
Sowohl Typ 1 bei mir im Typ 2-Umfeld.
M. E. klamüserst du dir irgendwas zusammen aus dem Internet.
Das wahre Leben sieht anders aus - im Arztgespräch … .
Und wie du eigentlich wissen könntest, war nur meine Erstdiagnose LADA und keineswegs 'stabil', mit 3c (was du für dich meinst) obendrauf.
Technische Helferleins ersetzen nicht das Kleine Einmaleins der Diabetesgrundlagen ! -
am 03.03.2020 22:52:14 | IP (Hash): 1934479328
Moment...
meine persönlichen Erfahrungen sind länger als die von Euch beiden zusammen und ich habe so ziemlich alle Therapieformen durch!
Was von dem was July schreibt stimmt nicht?
Das wahre Leben sieht so aus, dass jeder Tag anders ist, jeder Mensch mit Diabetes anders ist und deshalb jeder die für ihn optimale Therapie finden muss.
Arztgespräch über Diabetes? Was soll ich denen erklären?
Und nochmal: Die von dir so verächtlich gemachten "technischen Helferleins" funktionieren nur, wenn man auch versteht was man macht. GRUNDVORAUSSETZUNG für eine Insulinpumpe für Erwachsene ist zum Beispiel
das sichere Beherrschen der ICT. Und wenn die nicht funktioniert, weil zum Beispiel die Wirkprofile der Langzeitinsuline nicht zum eigenen Bedarf passen oder der Bedarf z.B. hormonell bedingt stark schwankt, ist eine Insulinpumpe ein guter Weg.
Wenn die Hypwahrnehmung im Laufe der Jahre immer schlechter wird - Hyposchulungen bringen da irgendwann auch nichts mehr - dann kann ein CGMS oder Libre2 helfen, den Alltag sicherer zu machen.
Alle 2 Stunden den Wecker stellen, um auf CGMS zu gucken, finde ich allerdings auch etwas seltsam. Dass Ding klingelt doch, wenn was ist...2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 04.03.2020 00:11:33 | IP (Hash): 927509326
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Bearbeitet von User am 04.03.2020 17:32:14. Grund: Löschen -
am 04.03.2020 20:50:53 | IP (Hash): 1792078437
Elfe schrieb:
Sorry July,
meine Beiträge beruhen aufgrund meiner persönlichen Erfahrung ~ schon sehr viel länger als deine !
Sowohl Typ 1 bei mir im Typ 2-Umfeld.
M. E. klamüserst du dir irgendwas zusammen aus dem Internet.
Das wahre Leben sieht anders aus - im Arztgespräch … .
Und wie du eigentlich wissen könntest, war nur meine Erstdiagnose LADA und keineswegs 'stabil', mit 3c (was du für dich meinst) obendrauf.
Technische Helferleins ersetzen nicht das Kleine Einmaleins der Diabetesgrundlagen !
Das erste was mir meine Diabetespraxis gelernt hat, JEDER Diabetes ist anders. Das ist alles was ich mitteilen wollte.
Und falls du richtig gelesen hast, habe ich geschrieben, dass es mit Restfunktion wieder anders ist als ohne, stabiler oder mehr Chaos. Und das Restfunktion insb. die Lada-Fraktion hat. Und da wirst du mir bestimmt zustimmen, dass Lada Diabetiker eher eine Restfunktion haben als klassische Typ1er. Wobei es auch dort möglich ist. Das war nicht persönlich an dich gerichtet.
Und es stimmt, dass technische Geräte definitiv nicht die Grundlagen ersetzen, aber sie erleichtern den Alltag und sind bei einigen Diabetikern einfach notwendig. -
Elfe
Rang: Gastam 05.03.2020 00:08:25 | IP (Hash): 927509326
Liebe July,
alles gut !
Finde übrigens bemerkenswert, wie du innerhalb kurzer Zeit vieles zur Behandlung deiner Diabetes-Erkrankung weißt :-)
Und du hast dich für eine Pumpe entschieden !?
Aufgrund was, vermute mal vermeiden von pieksen und spritzen !?
~ Meine Angst liegt da eher auf Alles was klebt (eben auch Zugang), meine Haut reagiert mit Ekzemen darauf. ~ (Wiederholter Allergietest hat wieder nix gebracht, dafür gibt's leider keine eindeutigen Messmethoden.)
Auch habe ich sehr viel länger gebraucht, mit dem anfänglichen Mahlzeiteninsulin klarzukommen.
Zu Anfang engmaschige Termine und dann wochenlange Schulung abends nach der Arbeit.
BZ nach 1. LADA-Diagnose ging so, trotz Stress-Hormone völlig gegenläufig der Theorie bzgl. BZ-steigernd.
Und dann noch die anderen 'Baustellen', wie bei dir, Magen/Darm + Laktoseintoleranz; 3c-Diagnose nach mehreren Jahren.
Mit Restfunktion als LADA + 3c war/ist für mich ICT noch am einfachsten/logisch zu händeln.
Und ja, bin kein 'klassischer Typ 1er', werde nur wie ein 1er behandelt.
Bzgl. 'Technische Helferleins' ist so beruflich begründet, da bin ich genaueres gewöhnt, als das im privaten Leben nutzbar und habe ich damit echt schwer getan.
Bin deshalb jedes Quartal gespannt, was so im Labor denn wirklich als HbA1c-Wert bestimmt wird.
Erstaunlich gut im Vergleich zu den BZ-Werten per Handgerät.
Gruß Elfe -
am 05.03.2020 18:00:06 | IP (Hash): 1792078437
Elfe schrieb:
Liebe July,
alles gut !
Finde übrigens bemerkenswert, wie du innerhalb kurzer Zeit vieles zur Behandlung deiner Diabetes-Erkrankung weißt :-)
Und du hast dich für eine Pumpe entschieden !?
Aufgrund was, vermute mal vermeiden von pieksen und spritzen !?
~ Meine Angst liegt da eher auf Alles was klebt (eben auch Zugang), meine Haut reagiert mit Ekzemen darauf. ~ (Wiederholter Allergietest hat wieder nix gebracht, dafür gibt's leider keine eindeutigen Messmethoden.)
Auch habe ich sehr viel länger gebraucht, mit dem anfänglichen Mahlzeiteninsulin klarzukommen.
Zu Anfang engmaschige Termine und dann wochenlange Schulung abends nach der Arbeit.
BZ nach 1. LADA-Diagnose ging so, trotz Stress-Hormone völlig gegenläufig der Theorie bzgl. BZ-steigernd.
Und dann noch die anderen 'Baustellen', wie bei dir, Magen/Darm + Laktoseintoleranz; 3c-Diagnose nach mehreren Jahren.
Mit Restfunktion als LADA + 3c war/ist für mich ICT noch am einfachsten/logisch zu händeln.
Und ja, bin kein 'klassischer Typ 1er', werde nur wie ein 1er behandelt.
Bzgl. 'Technische Helferleins' ist so beruflich begründet, da bin ich genaueres gewöhnt, als das im privaten Leben nutzbar und habe ich damit echt schwer getan.
Bin deshalb jedes Quartal gespannt, was so im Labor denn wirklich als HbA1c-Wert bestimmt wird.
Erstaunlich gut im Vergleich zu den BZ-Werten per Handgerät.
Gruß Elfe
Hallo Elfe,
wir kapern zwar mal wieder etwas das Thema.
Aber ja, ich habe mittlerweile die Pumpengenehmigung :D, warte aber leider immer noch auf die Einweisung seit ein paar Wochen :(
Ich habe von Anfang an bei der ICT mit I-ports gespritzt (Umgebaute Pumpenkatheter, die man nur alle drei Tage wechseln muss und über eine Membran und den Teflonschlauch das Insulin spritzt per Pen, ohne zusätzlich stechen zu müssen).
Deshalb war das nicht mehr Pieksen müssen, nicht der Haupt-Grund.
Vielmehr hat mich die gesamte ICT körperlich und psychisch sehr belastet. Kombi also aus Spritzenphobie, Morbus Crohn Erkrankung, schwankenden Insulinbedarf der mit Toujeo nicht gut händelbar ist (nachts auch höhere Werte als tagsüber) und nicht in der Öffentlichkeit spritzen wollen.
Ich habe auch eine stark ausgeprägte Pflasterallergie. Aber warum auch immer vertrage ich die Sensorpflaster vom Libre und auch die Katheter vom I-Port gut. Toitoitoi ;)
Solange man mit der ICT klar kommt, besteht ja kein Grund eine Pumpe tragen zu müssen.
Ich habe das Glück, dass ich von Anfang an meinen Libre Sensor getragen habe und da sehr intensiv ausgewertet habe. So dass ich schnell gemerkt habe, auf was ich wie mit dem BZ reagiere. Wobei an manchen Tagen der BZ auch unerklärbar verrückt spielt. Mit reinen Punktmessungen käme ich nicht klar. Frage mich immer, wie das andere hinbekommen (bzw. haben vor den CGMs).
LG July -
Elfe
Rang: Gastam 06.03.2020 00:15:04 | IP (Hash): 927509326
July95 schrieb:
Ich habe das Glück, dass ich von Anfang an meinen Libre Sensor getragen habe und da sehr intensiv ausgewertet habe. So dass ich schnell gemerkt habe, auf was ich wie mit dem BZ reagiere. Wobei an manchen Tagen der BZ auch unerklärbar verrückt spielt. Mit reinen Punktmessungen käme ich nicht klar. Frage mich immer, wie das andere hinbekommen (bzw. haben vor den CGMs).
Liebe July,
grundsätzlich das Glück zu sehen, ist schon prima !
Je nach dem, wann einen die Diabetesdiagnose trifft, muss man sich der aktuell möglichen Behandlung stellen.
Libre gab's damals noch nicht,
hatte so Eckdaten als Vorgabe:
BZ-Zielwert bzw. Bereich mit +/-
Insulin(e) per Pen
und eben Wirkungskurve des schnellen Insulins beachten, erst nach 3 h (eigentlich 4 h ) korrigieren zu dürfen, punktuelle Messungen da eigentlich nicht wirklich hilfreich.
Vielleicht schaust du später auch mal nach vielen Jahren zurück, was der technisch/medizinische Fortschritt so bringt ;-)
Gruß Elfe -
am 06.03.2020 13:04:58 | IP (Hash): 698770158
Elfe schrieb:
Je nach dem, wann einen die Diabetesdiagnose trifft, muss man sich der aktuell möglichen Behandlung stellen.
Libre gab's damals noch nicht,
hatte so Eckdaten als Vorgabe:
BZ-Zielwert bzw. Bereich mit +/-
Insulin(e) per Pen
und eben Wirkungskurve des schnellen Insulins beachten, erst nach 3 h (eigentlich 4 h ) korrigieren zu dürfen, punktuelle Messungen da eigentlich nicht wirklich hilfreich.
Den BZ-Verlauf tatsächlich als Kurve zu sehen, ist schon sehr hilfreich. Aber wer nur den Fingerpieks hat, kann natürlich auch damit den Verlauf kurvenmäßig verfolgen, muss halt in entsprechend kurzen Zeitschritten lochen. Auf diese Weise lässt sich auch sehr schön die Wirkkurve vom Bolus beobachten, auch bei verschiedenen Futterzusammensetzungen und Portionsgrößen und Spritzmengen. Kann sehr viel interessanter sein, als die Allgemein angegebenen Durchschnittskurven. Und auf diese Weise lässt sich auch sehr schön herausfinden, unter welchen Voraussetzungen es Sinn macht, einem zu klein gewählten Bolus eine Ergänzung hinterher zu schicken, ohne den unbeabsichtigt hohen BZ erst praktisch bis zur nächsten Mahlzeit stehen zu lassen.
Vorgaben von Ärzten und sowas wie allgemeine Insulin-Wirkkurven können immer nur Anhaltspunkte liefern, die selbstverständlich als erste Rahmendaten nützlich sind. Aber sie als bindende Ge- und Verbote zu nehmen, halte ich schon für recht sinnbefreit ;)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 20.03.2020 14:28:03 | IP (Hash): 15001302
Elfe schrieb:
Hallo Anwe,
Unterzucker, besonders nachts, unbedingt vermeiden.
Letzter Bolus mit ca. 3 h vor Zubettgehen, ermöglicht dir, den BZ bzgl. Abendessen einzuschätzen und dann Basal. Dann sollte der BZ einigermaßen stabil bleiben.
~ Basaltest bes. für Nachtdosis testen ~
Habe dennoch, für alle Fälle, Traubenzucker am Bett greifbar.
Auch nachts lassen sich so in leichteren Schlafphasen UZ-Symptome bemerken:
Bei mir ist das Unruhe und Herzklopfen/-stolpern.
Schwitzen wenn wirklich stark, dann alle höchste Eisenbahn mit 1 BE vorher und dann messen.
Kopfschmerzen und Reizbarkeit sind sowieso schon UZ-Symptome, die sich auch morgens noch korrigieren/anheben lassen.
Und in Klausur o.a. durchaus mit höheren BZ-Werten einsteigen.
Gruß Elfe
Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und wollte mal fragen, was man denn Abends essen sollte, um einen Untterzuckerung in der Nacht zu vermeiden.
Ich frage es, weil ich wiederholt festgestelt habe, dass ich gerade morgens einen erhöhten Puls hatte. Diesen auch letztens mit Vorhofflimmern. Ich schätze mal, das es mit Unterzuckerung zusammen hängt. Könnte das sein?
Zur Info; ich habe Diabetes Ty 2. Allerdings ohne Medikamente (ich möchte es ohne versuche )
Vielen Dank für eure Antwort -
am 20.03.2020 15:09:24 | IP (Hash): 792853328
lalelu schrieb:
Ich frage es, weil ich wiederholt festgestelt habe, dass ich gerade morgens einen erhöhten Puls hatte. Diesen auch letztens mit Vorhofflimmern. Ich schätze mal, das es mit Unterzuckerung zusammen hängt. Könnte das sein?
Zur Info; ich habe Diabetes Typ 2. Allerdings ohne Medikamente (ich möchte es ohne versuche )
Vielen Dank für eure Antwort
Nein, ohne Medikamente, die aktiv den BZ senken, sind das eindeutig keine Unterzuckerungen. Bei deinem hohen HbA1c von 8,1% sind das wahrscheinlich sogar schon Anzeichen von besonders hohem BZ.
Deine Strategie, bei diesem hohen BZ weiter auf Medikamente zu verzichten, solltest du dringend überdenken.