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Ursachen von Diabetes

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    am 01.10.2021 12:55:03 | IP (Hash): 281481309

    Ich komme langsam dazu mich mit den möglichen Ursachen bei der Entstehung von Diabetes
    beschätfigen zu können.
    Insbesondere Typ2 , weil dieser mich eben persönlich betrifft.

    Ich haben den Eindruck gewonnen das in Medizin und Wissenschaft schon einiges an Erkenntnissen und Wissen darüber gewonnen werden konnte.
    Jedoch bei weitem noch nicht alles erforscht ist.

    Wie auch, denn "der Darm" ist "nur angeforscht".
    Und in weiten Teilen,wie das Universum, unerforscht.

    Bei mir persönlich gehe ich von einer genetischen Komponente aus.
    Da gibt es viele Anhaltspunkte für, auf die ich nicht eingehen werden,
    da mir zu privat persönlich.
    Will sagen ich gehe, vom heutigen Standpunkt aus gesehen,
    davon aus, dass mich ein Diabetes Typ 2 auf jeden Fall erwischt hätte.

    Auch wenn ich geglaubt habe mich halbwegs gesund zu ernähren,
    so hatte ich keinerlei Ahnung davon was Kolehydrate in meinem Körper anrichten können.
    Weil mein Organismus, warum auch immer, diese eben nicht so verstoffwechseln kann,
    wie es nötig wäre - um keine Schäden in meinem Organismus (Körper) anzurichten.

    Mich interessiert bei der Thematik insbesondere der Darm.
    Darmflora und "Darmhormone".
    Da hab ich mich bisher nur mit Entzündungen des DarMTRaktes
    und seine möglichen Ursachen beschäftigt.

    Die Bauchspeicheldrüse muß ich mir auch noch mal zu Gemüte ziehen.
    Denn ich hatte da im Krankenhaus ein für mich seltsames Erlebnis,
    bei den Untersuchungen die mit mir gemacht wurden.
    Um heraus zu finden, warum sich mein Gesundheitszustand ca. 1 Jahr nach einer Darm OP,
    wieder verschlechterte.
    Das Ergebnis eben, am Darm ist nichts zu sehen,
    bei der Bauchspeicheldrüse fand sich bei der Ultraschalluntersuchng ein Schatten,
    dem keine Bedeutung beigemessen wurde.
    Die Diagnose lautete Diabetes Typ 2.
    Mir jdoch geht der "bedeutungslose Schatten" seitdem aber nicht mehr aus dem Kopf.
    Die angehende Ärztin, die mich untersuchte fand den sehr interessant.
    Ihr Oberarzt, der das sagen und "die Erfahrung" hatte jedoch nicht.
    Mir geht der Blick der angehenden Ärztin auf seine nonchalante Absage nicht aus dem Kopf.

    Ich habe jedenfalls "nur" die Diagnose Diabtes Typ 2 erhalten.
    Nach den Ursachen wurde nicht gesehen.
    Scheint "einfache" Ärzte in Allgemeinen auch nicht zu interessieren.
    Diagnose anhand eines HbA1c Wertes und fertig.
    Ursachenforschung und Aufklärung des Betroffenen nicht vorgesehen.
    So mein persönlicher Eindruck.

    So viel zu meinen Gedanken, nach lesen dieses kurzen Artikels:
    ( Wobei der Verdacht auf eine genetische Komponente bei mir schon zuvor bestand)

    https://www.dzd-ev.de/diabetes/ursachen/index.html









    Die Natur hat jedem Menschen einen eigenen Kopf geschenkt - damit er denken kann was er will.
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    am 01.10.2021 15:07:21 | IP (Hash): 490137218
    Was die Ursachen angeht, da bin ich ganz anderer Meinung.
    Ich bin weder dick, noch habe ich zu wenig Bewegung gehabt.
    Der Arzt hatte mir sagt ich hätte jetzt die Alters-Diabetes bekommen (74 Jahre), was ein schleichender Prozess war, und irgendwann konnte die Drüse nicht mehr vollständig arbeiten. Auch wenn die Drüse noch etwas mitarbeiten kann, ist dieser Prozess nicht mehr umkehrbar.
    Folglich musste gespritzt werden. Was ich vielleicht noch schaffen kann ist ein HBA1C Wert zwischen 7 und 8. Damit muss ich halt leben.

    Mein 3D-Sammel-Forum: https://3d-forum-grafikworks.forumieren.de
    Bearbeitet von User am 01.10.2021 17:44:11. Grund: verbessern
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    am 01.10.2021 17:34:12 | IP (Hash): 499304092
    Also ich bin der "klassische" Typ 2. Zu viel Gewicht, zu viel Kohlenhydrate gerne auch als Zucker und viel zu wenig Bewegung.

    Ich weiß das ist kein Beweis das das wirlich der Grund für den Typ 2 ist.
    Im Moment sind meine Wert ja alle im Grünen Bereich. Wenn ich mich schon immer so ernährt hätte wäre ein Typ 2 niemals aufgefallen selbst wenn er entstanden wäre.

    Wahrscheinlich ist es wie so oft es gibt kein Schwarz oder Weis undbes gibt mehrere Faktoren die zum Diabetes führen.
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    am 01.10.2021 19:37:10 | IP (Hash): 422584779
    Mögliche Ursachen vom Diabetes lassen sich allein schon deswegen nicht erkennen, weil der Anfang ja praktisch immer schon Monate (T1) oder Jahre bis gar Jahrzehnte (T2) zurückliegt. Und das selbst dann, wenn die Diagnose recht zeitnah zum Überschreiten der Grenzwerte erfolgt.
    Beim T1 sind dann schon um 80% der Betazellen vom eigenen Immunsystem zerstört. Also wenig Chance auf Rückverfolgung und Identifizierung vom Auslöser für die Autoimmunreaktion.
    Bei uns T2 ist dumm, dass wir nicht einmal ein eindeutiges organisches Defizit wie bei T1 haben.
    Bei uns T2 ist bislang NICHTS als Grund dafür identifiziert, dass unsere BZ-Automatik nicht mehr einfach automatisch gesund funktioniert.

    Zum Ersatz wird als Grund gern auf die Gegenteile von den Verhaltensmöglichkeiten geschlossen, mit denen wir mit T2 unseren BZ senken können:
    Unser BZ wird kleiner, wenn wir weniger Zucker essen. Also haben wir unseren T2, weil wir zuviel Zucker gegessen haben.
    Unser BZ wird kleiner, wenn wir abnehmen. Also haben wir unseren T2, weil wir zu dick und schwer sind.
    Unser BZ wird kleiner, wenn wir uns mehr bewegen. Also haben wir unseren T2, weil wir uns zu wenig bewegt haben.

    Die Erweiterung dieser Gründe finden wir in Medis, die normale Reaktionen des Organismus auf KHs verstärken wie z.B. bei GLP1 Analoga. Das sind Hormone, die immer dann, wenn neu gegessene Glukose die Dünndarmwand passiert, das Insulin direkt beim Pankreas bestellen. Damit treffen sich dann die Glukose und ihr Insulin Augenblicke später in der Pfortader auf dem Weg in die Leber. Die Bestellung funktioniert wieder mit der entsprechenden Gabe. Also haben wir unseren T2, weil wir weniger als gesund vom GLP1 haben. Dumm nur, dass da inzwischen einiges untersucht und mit gesunden Menschen verglichen worden und dabei für T2 öfter kein Defizit gemessen worden ist.
    Praktisch dasselbe bei Insulin. Wir haben nicht zu wenig, sondern viele Jahre viel mehr Insulin in Umlauf, als gesunde Menschen in vergleichbaren Situationen. Da liegt die Idee logisch nahe, dass das bei uns weniger wirksam sei, weil irgendwie mit nem Mangel behaftet, und dass sich unsere Zellen gegen die Aufnahme sträubten, eben resistent seien.

    Besonders narratief wurde die Diabetologie, als sich mit immer mehr bariatrischen OPs (Magenverkleinerungen bis -umgehungen) regelmäßig recht plötzlich um 1 Woche nach den Eingriffen die diabetischen Blutwerte meistens komplett normalisierten. Da wurden viele Fachartikel geschrieben, die tatsächlich alle spekulatief um irgendwelche besonderen OP-Effekte rankten.
    Schließlich hatten die Betroffenen in der Zeit noch praktisch nicht nennenswert abgenommen und sich eher noch weniger als bis vor der OP bewegt.

    Bis vor über 10 Jahren Prof. Taylor in Newcastle auf die Idee kam, mit OP-reifen Freiwilligen zu testen, ob sich der rätselhafte Effekt nicht vielleicht ohne Skalpell einfach mit der winzigen Nahrungsmenge erreichen ließ, mit der die Operierten in den auf die OP folgenden Tagen und Wochen auskommen müssen, gerade mal 600-800 kcal am Tag. Und die Versuchsteilnehmer*innen zeigten genau die erwartete Wirkung: Die weitgehende Normalisierung aller diabetischen Blutwerte einschließlich der sogenannten Hyperinsulinämie, also des zuvielen Insulins, was ja immer mit der Insulinresistenz erklärt wird.
    Und 6 Wochen weiter so wie auch nach der OP wurden auf die langsam vergrößerten Essensportionen auch wieder ganz normale GLP1-Insulin-Reaktionen gemessen und entsprechend ganz normal niedrige BZ-Spitzen um ne Stunde nach dem Essen.

    Nach Prof Taylor sorgt bei etwa 8 von 10 T2 falsch angelagertes Fett in Leber und Pankreas für die Fehlsteuerung mit zuviel Blutzucker und zuviel Insulin. Mit den 600-800 kcal am Tag ist der Organismus gezwungen, von den falsch angelagerten Reserven zu verbrauchen und damit die gesunde Steuerung wieder frei zu geben.
    In GB läuft dazu seit Jahren die DiRECT Studie mit einigem Erfolg. Bei uns ist fachoffiziell dazu bislang völlig tote Hose.

    WICHTIG: Auch das sagt immer noch nix zu möglichen Ursachen, denn die meisten Menschen mit völlig verfetteten Innereien haben halt keinen T2. Und dann gibt es auch keine irgendwie einheitliche Fettschwelle: Bei den einen sorgt schon 20% Leberverfettung für diabetisch aufsteigenden BZ, bei den anderen erst eine Verfettung von 80%.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 03.10.2021 20:29:50 | IP (Hash): 1487376100
    ich war gestern einkaufen und mußte lange an der kasse stehen.
    da mir langweilig war guck ich halt mal so nach links und rechts was da so im regal steht.

    solltet ihr vielleicht mal tun.

    genaugenommen,steht da so gut wie nichts im regal was für den menchlischen genuss
    geeignet wäre.
    in der laangen schlange bis zur kasse, stand ich erst ganz hinten beim bier rechts
    säfte/nektare/eistees links.
    bis jetzt noch nix, was ein mensch zu sich nehmen sollte.

    weiter gehts mit spirituosen links und einem berg weihnachtsnaschzeug rechts
    immer noch nix dabei was ein mensch essen oder trinken sollte.

    im kassenbereich dann der alkohol für die alkoholiger(für die handtasche)
    und naschschzeug bis zum abwincken für die kleinen(damit sie die klappe halten)
    da ist dann schon gleich dreimal nix dabei was ein mensch essen oder trinken sollte.

    macht man sich dann mal die mühe und überlegt, was sonst noch so in den regalen steht
    und vorallem was da drin ist
    (dazu muß man chemie studiert haben)

    kann man 50% minimum aller lebensmittel im supermarkt in die tonne kloppen
    da sie für den menschlichen genuss nicht geeignet sind.

    von daher muß man sich nicht wundern, das viele menschen davon krank werden.

    früher hatten fast nur alkoholiker eine fettleber
    heute hat sie fast jeder!(schon bei kindern)
    finde den fehler.

    die zahl der neudiabetiker nimmst stetig zu.
    finde den fehler!

    etc etc etc

    was wir mitlerweile als "normale" ernährung ansehen
    ist es nicht wirklich und schon gleich nicht in dem umfang 365 tage im jahr.

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    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 04.10.2021 10:54:48 | IP (Hash): 72970431
    Ich stimme Jürgen zu, danke für den Beitrag!

    specki schrieb:


    früher hatten fast nur alkoholiker eine fettleber
    heute hat sie fast jeder!(schon bei kindern)
    finde den fehler.

    die zahl der neudiabetiker nimmst stetig zu.
    finde den fehler!

    etc etc etc

    was wir mitlerweile als "normale" ernährung ansehen
    ist es nicht wirklich und schon gleich nicht in dem umfang 365 tage im jahr.




    Die Studienlage schätzt, dass die Prävalenz der NAFLD in den USA (!) - also in einem Land mit sehr vielen deutlich zu schweren Personen - bei ca. 30 - 40 Prozent liegt. Die Europäer, und damit auch die Deutschen und wir Österreicher, dürften etwas besser da stehen; die NAFLD-Prävalenz wird hier mit ca. 24 Prozent angegeben, was selbstredent immer noch viel zu hoch ist.

    Unter Berücksichtigung, dass wir angesichts unserer hyperkalorischen Ernährung immer dicker werden, uns mit Kohlenhydraten mästen, die wir nicht verbrauchen und dementsprechend kaum Sport treiben, ist die o.g. vergleichsweise hohe Prävalenz der NAFLD als Folge unseres ungesunden Lebensstils eigentlich nicht verwunderlich.

    Diese Lebensweise dürfen wir schon neue Normalität nennen, was selbstverständlich kein Lob, sondern für unsere Gesundheit und die folglich entstehenden Unkosten für das Gesundheitswesen ein Armutszeugnis ist.

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich einmal mehr als Advocato Diaboli "aufspiele": Die vielen Lebensmittel die in den Medien gerne verteufelt werden und folglich in der Kritik stehen, sind grundsätzlich nicht primär ursächlich für die besprochenen Zivilsationskrankheiten "NAFLD" und "DM Typ 2" - bestimmte Lebensmittelgruppen, und hier vor allem Kohlenhydrate, tragen lediglich einen Anteil dazu bei. Denn wir Menschen haben es in der Hand, was und wie viel wir essen und ob und wenn ja, wie lange und wie oft wir uns bewegen. Von NAFLD-Experte Dr. Nicolai Worm gibt es dazu auf YouTube einen sehr interessanten Live-Vortrag rund um das Thema Fettleber in der er konkret erklärt, dass der größte Anteil (ca. 60 %) der Leberverfettung auf das körpereigene Fett zurückzuführen ist, das in Folge von Fettzunahme an andere Organe, darunter eben auch die Leber, abgegeben wird bzw. sich früher oder später dort einlagert, wenn wir über viele Monate hinweg einen ungünstigen Lebensstil führen.
    Bearbeitet von User am 04.10.2021 11:13:49. Grund: .
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    am 04.10.2021 14:20:37 | IP (Hash): 1622236875
    Dem guten alten Nikolai trau ich auch nicht mehr so ganz, seit er mir mal verkaufen wollte, dass sein Hepafast auch ohne 600 kcal Kur das Fett in der Leber abschmilzt. Er hat zwar ne Menge bei Taylor, aber im Gegensatz zu dem nichts systematisch nachgemessen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 04.10.2021 14:44:56 | IP (Hash): 1874582237
    Mitglied schrieb:
    Von NAFLD-Experte Dr. Nicolai Worm gibt es dazu auf YouTube einen sehr interessanten Live-Vortrag rund um das Thema Fettleber in der er konkret erklärt, dass der größte Anteil (ca. 60 %) der Leberverfettung auf das körpereigene Fett zurückzuführen ist, das in Folge von Fettzunahme an andere Organe, darunter eben auch die Leber, abgegeben wird bzw. sich früher oder später dort einlagert, wenn wir über viele Monate hinweg einen ungünstigen Lebensstil führen.

    Das ist jetzt besonders lustig, wenn für 'Mitglied' gerade Prof. Nicolai Worm als Beweis dafür herhalten soll, das es egal ist ob und welche KH man isst. Prof.Worm gibt als kompetenter Wissenschaftler entgegen dem Mainstream bereits seit mehreren Jahrzehnten die Empfehlung, dass man in der Ernährung besonders auf Menge und Qualität der KH zu achten soll bzw. in seinem "Flexi Carb" Konzept, dass man sich zusätzliche KH durch Bewegung verdienen kann.

    Ich zitiere mal aus einem Artikel, den Prof. Worm zusammen mit anderen Ernährungswissenschaftlern in der Fachpresse veröffentlicht hat:
    "Die Möglichkeit einer Diabetesremission durch al­leinige diätetische Maßnahmen hat der britische Di­abetologe Roy Taylor erstmals 2008 vorgeschlagen. Er postulierte für einen Großteil der T2­Diabe­tiker die „Twin­Cycle“­Hypothese der T2D­Entste­hung und die Möglichkeit einer funktionellen Re­mission durch die Umkehrung dieses Doppelzyklus. Inzwischen konnten mehrere Studien seine Hypo­these bestärken. Der Doppelzyklus der Diabetespathogenese be­sagt, dass bei chronisch positiver Energiebilanz Koh­lenhydrate, die nicht als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert werden können, der de­novo­Li­pogenese zugeführt werden und als Fett in der Leber eingelagert oder als triglyzeridreiche VLDL­Partikel exportiert werden. Weil der Stoffwechselweg der de­novo­Lipogenese durch Insulin stimuliert wird, ak­kumulieren Personen mit Insulinresistenz und Hy­perinsulinämie vermehrt Fett in der Leber. In einem Circulus vitiosus verstärkt der erhöhte Leberfettge­halt die Insulinresistenz, wodurch die natürliche Suppression der endogenen Glukoseproduktion durch Insulin gestört wird."
    In dem Artikel wird deutlich aufgezeigt, dass die Entstehung einer NAFL besonders durch zu viele KH in der Ernährung angeregt wird.

    Quelle:
    https://www.springermedizin.de/stoffwechselkrankheiten-und-ernaehrung/ernaehrung/paradigmenwechsel-in-den-empfehlungen-zur-ernaehrung-bei-typ-2-d/18859856
    Leider ist der Artikel nur für Fachleute zugänglich. Prof. Worm schickt aber jedem den Artikel als PDF, der ihn bei ihm unter der eMail-Adresse nw@flexi-carb.de anfordert. Ich finde den Artikel lesenswert und kann ihn jedem empfehlen, der sich als Typ2-Diabetiker näher für Stoffwechselvorgänge interessiert.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 04.10.2021 14:49:57. Grund: BBCodes
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    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 04.10.2021 15:29:54 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    .Das ist jetzt besonders lustig, wenn für 'Mitglied' gerade Prof. Nicolai Worm als Beweis dafür herhalten soll, das es egal ist ob und welche KH man isst. Prof.Worm gibt als kompetenter Wissenschaftler entgegen dem Mainstream bereits seit mehreren Jahrzehnten die Empfehlung, dass man in der Ernährung besonders auf Menge und Qualität der KH zu achten soll bzw. in seinem "Flexi Carb" Konzept, dass man sich zusätzliche KH durch Bewegung verdienen kann.

    Ich zitiere mal aus einem Artikel, den Prof. Worm zusammen mit anderen Ernährungswissenschaftlern in der Fachpresse veröffentlicht hat:
    "Die Möglichkeit einer Diabetesremission durch al­leinige diätetische Maßnahmen hat der britische Di­abetologe Roy Taylor erstmals 2008 vorgeschlagen. Er postulierte für einen Großteil der T2­Diabe­tiker die „Twin­Cycle“­Hypothese der T2D­Entste­hung und die Möglichkeit einer funktionellen Re­mission durch die Umkehrung dieses Doppelzyklus. Inzwischen konnten mehrere Studien seine Hypo­these bestärken. Der Doppelzyklus der Diabetespathogenese be­sagt, dass bei chronisch positiver Energiebilanz Koh­lenhydrate, die nicht als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert werden können, der de­novo­Li­pogenese zugeführt werden und als Fett in der Leber eingelagert oder als triglyzeridreiche VLDL­Partikel exportiert werden. Weil der Stoffwechselweg der de­novo­Lipogenese durch Insulin stimuliert wird, ak­kumulieren Personen mit Insulinresistenz und Hy­perinsulinämie vermehrt Fett in der Leber. In einem Circulus vitiosus verstärkt der erhöhte Leberfettge­halt die Insulinresistenz, wodurch die natürliche Suppression der endogenen Glukoseproduktion durch Insulin gestört wird."
    In dem Artikel wird deutlich aufgezeigt, dass die Entstehung einer NAFL besonders durch zu viele KH in der Ernährung angeregt wird.

    Quelle:
    https://www.springermedizin.de/stoffwechselkrankheiten-und-ernaehrung/ernaehrung/paradigmenwechsel-in-den-empfehlungen-zur-ernaehrung-bei-typ-2-d/18859856
    Leider ist der Artikel nur für Fachleute zugänglich. Prof. Worm schickt aber jedem den Artikel als PDF, der ihn bei ihm unter der eMail-Adresse nw@flexi-carb.de anfordert. Ich finde den Artikel lesenswert und kann ihn jedem empfehlen, der sich als Typ2-Diabetiker näher für Stoffwechselvorgänge interessiert.



    Ich habe geschrieben, dass gemäß Dr. Worm's Vortrag die Verfettung der Leber zu rund 60 %, also zum größten Teil, aus einer Abgabe des in Folge einer chronisch erhöhten Kalorienzufuhr entstandenen überschüssigen Körperfetts an andere Organe, darunter eben auch auf die Leber, resultiert. Dass die restlichen ca. 40 % einerseits (daran anteilsmäßig ca. 25 %) auf die Fettneubildung durch unverbrauchte Kohlenhydrate und - zu einem kleineren Anteil, nämlich ca. 15 % - auf das zugeführte Nahrungsfett zurückzuführen sind, habe ich zuvor nichts geschrieben, weil es mir vorwiegend um das wichtigste Stichwort in Zusammenhang mit der Entwicklung bzw. Remission der NAFLD ging: Dem Kalorienüberschuss bzw. dem Kaloriendefizit. Weshalb Du aus meinem obigen Text eine angebliche Empfehlung für eine wahllose KH-Zufuhr, die ich nicht getätigt habe, erkennen möchtest - und dann auch noch in Zusammenhang mit einem Vortrag von Dr. Worm - erschließt sich mir nicht. Mir ist Dr. Worm's LOGI- und Flexi-Carb-Konzept nämlich durchaus bekannt, denn auch ich als Nicht-Diabetiker versuche, meine KH-Zufuhr an mein alltägliches Aktivitätslevel anzupassen und sie z.B. an Tagen, an denen ich mich weniger bewege und lediglich über ausgedehnte Spaziergänge ein paar Kalorien verbrenne, einzuschränken.

    Danke für den Link!
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    am 04.10.2021 15:40:04 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    In dem Artikel wird deutlich aufgezeigt, dass die Entstehung einer NAFL besonders durch zu viele KH in der Ernährung angeregt wird.



    Ja, durch einen Kalorienüberschuss. Bei jenem Ausmaß an Kohlenhydraten, die wir im Rahmen unserer Energiezfuhr zu uns nehmen, müssten wir uns deutlich mehr bewegen, was oft aber einfach nicht passiert. Durch die Kombi: Hyperkalorische Energiezufuhr + "schlechte" Nahrungszusammenstellung mit vielen Kohlenhydraten + kein Sport entsteht eine ungünstige Konstellation, die zur IR und (folglich) zur NAFLD führt.

    Wie ich Deinen Ausführung entnehme, scheinen wir uns aber diesbezüglich weitesgehend einig zu sein, oder? ;-)