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Vorstellung und Fragen zu Diabestes und Fußsyndrom
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am 29.10.2021 14:15:06 | IP (Hash): 421883706
Hallo an alle Diabetes- Fans !
:-)
Ich bin 63, nenne mich Arbeitsnomade, weil ich einer bin, seit über 20 Jahren. Montage, bin bundesweit auf Baustellen unterwegs.
Ich habe mir D2 zugezogen- nicht ohne eigene Schuld, zugegeben- ich habe früher viel Süßkram in mich reingestopft, 4000 Kcal am Tag. Ja, ich weiß... eigene Blödheit.
Wegen der Maloche bin ich aber nicht dick und fett geworden.. na ja... 15 Kg Übergewicht gebe ich ja zu (1,82, 97 Kg), aber ich muß manchmal ganz schön malochen.
Vor einigen Jahren ging ich wegen geringfügiger Belenkbeschwerden zur Doktor'schen, und bat um einen Generalcheck, weil ich schon mal da bin. Auf die Frage, ob ich irgendwelche Probleme hätte: Nein, nur nachts oft Pipi, und öfter nächtliche Wadenkrämpfe.
"OK, dann machen wir einen Diabetes- Test."
Volltreffer, 20 mmol/l entspricht 360 mg/dl !
Und ich habe mich bis dahin immer top gefühlt...
Seitdem Medis (Metformnin), inzwischen Spritzen (Langzeit-/ Kurzeit- Zeugs + Metformin).
Leider kriege ich das kaum mit der Dosierung hin... unjd manchmal knallt der Wert runter auf 3, dann fühle ich mich absolut besch...en. Bei hohen Werten (bisheriger Höchstwert einmal 22) gar nichts.
Das soll ja bei D2 so sein.
Inzwischen habe ich Knieprothesen- beidseits. Ging schnell, in 1 Jahr von leichten Beschwerden, bis nichts mehr ging. Also das Klempnerzeug eingebaut, erste OP 15, zweite OP 10 Monate her. Mit den Prothesen geht es jetzt, allerdings "fahre ich mit angezogener Handbremse", richtig schnell geht nicht, und auch die Ausdauer... ich hoffe, das bessert sich noch.
Ich habe aber etliche Mitarbeiter kennengelernt, die keine OP hatten, und ebenfalls langsam, manche noch langsamer. Könnte daran liegen, daß man in dem Alter nicht mehr ganz neu ist.
Vor den OP's hatte ich eigentlich... gar keine dieser Probleme, war "fit wie ein Turnschuh".
Und ein Auge hat grauen Star, noch am Anfang. Der Doc sagt, ich soll schon mal in absehbarer Zeit eine neue Linse einplanen.
Die Sehfähigkeit dieses Auges hängt aber auch sehr von Blutdruck und Blutzuckerwerten ab.
Ich lebe einigermaßen gesund, bewege mich sowieso sehr viel (Arbeit, Tiere), "sündige" aber öfter.
Da ich Leute in der Bekanntschaft hatte, die absolut asketisch lebten, aber sehr, sehr früh "abberufen" wurden, denke ich, das ist ok. Kein Zucker, kein Alkohol, kein Kaffee, kein Nikotin, keine Frauen- da sagtre "der da obern wohl auch: "Wozu, verdammtnochmal, wollen die 100 werden ???"
Was mir jetzt aber Sorge bereitet: Diabetisches Fußsyndrom.
Ich habe seit einigen Jahren Probleme mit einwachsenden Nägeln, Podologe/in fällt aus, weil ich immer unterwegs bin- ich kann keine Termine planen. So muß ich das selbst machen- ist aber oft schmerzhaft...
Was mir dabei besonders Sorgen bereitet, weil das als Anfang vom Ende beschrieben wird:
Beide Zehenreihen fühlen sich IMMER taub und/ oder "kribbelnd" an. Fühlen sich an, als ob man festgewordenen Klebstoff innen an den Zehen hat.
Egal, ab Tag oder Nacht, egal, welche Zuckerwerte oder Blutdruck, die Taubheit ist immer da.
Wer kann dazu was schreiben ? Ist das mit der Taubheit übertrieben, gibt es Spezis, die ich kontaktieren könnte, bestimmte Medis, usw. ?
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am 29.10.2021 14:43:32 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Arbeitstierle,
Du scheinst Deinen diabetes etwas auf die leichte Schulter zu nehmen. Deine Taubheitsgefühle in den Füßen rühren wahrscheinlich von heftigen Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen, eigentlich eine Spätfolge des Diabetes. Gehe schleunigst zu Deinem Diabtiker und lasse die Füße testen!
Gruß,
Biggi -
am 29.10.2021 16:02:28 | IP (Hash): 421883706
Na, so ganz auf die leichte Schulter nun auch nicht- sonst würde ich nicht fragen.
Leider sind meine Möglichkeiten aufgrund der Arbeitszeit eben begrenzt- es wird dauern, aber ich werde einen Diabetologen aufsuchen. -
specki
Rang: Gastam 29.10.2021 16:24:26 | IP (Hash): 1487376100
na ja spätestens wenn deine füße offen wären
müßtest du dir zeit nehmen.
mit offenen füßen müßtest du dir auch keine gedanken mehr über deine arbeitszeit machen
daaaaaaaaann hast du ganz viel zeit dich um die löcher zu kümmern.
du biggi, ich hab schon wieder den drang einen zu schütteln pfffffff -
am 29.10.2021 19:46:23 | IP (Hash): 1541696286
Arbeitsnomade schrieb:
Leider kriege ich das kaum mit der Dosierung hin... unjd manchmal knallt der Wert runter auf 3, dann fühle ich mich absolut besch...en. Bei hohen Werten (bisheriger Höchstwert einmal 22) ...
Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 20:10:22 | IP (Hash): 421883706
"Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?"
Nein- ich habe im Gelände fahren gelernt, auf dem kein normaler PKW -und auch kein "SUY" auch nur einen Meter schadlos zurücklegen würde. Das vermeide ich heute eher.
Was aber soll die Frage ? -
am 29.10.2021 20:21:43 | IP (Hash): 1042835325
Hallo Nomade,
hast du mal mit deinem Arzt über andere wirksame Diabetesmedikamente gesprochen, die keine Unterzuckerungen hervorrufen? Bei deinem unregelmäßigem Lebensstil ist eine Insulintherapie tatsächlich eine Herausforderung.
Wenn dein Arzt dir eine GLP1-Rezeptoragonisten (z.B. Ozempic, Trulicity) verschreibt und wenn der bei dir noch ausreichend wirkt, dann entfällt für dich das Hyporisiko komplett, die Therapie wird viel einfacher und dein BZ könnte eventuell sogar viel besser verlaufen. Wenn der GLP1-RA alleine nicht mehr ausreicht, dann lässt der sich auch noch mit Basalinsulin kombienieren, ohne dass die Therapie dadurch viel komplzierter wird.
Wenn dein Arzt deine Füße nicht regelmäßig untersucht und z.B.noch keinen Stimmgabeltest gemacht hat, dann wäre es vielleicht sowieso an der Zeit für einen Arztwechsel.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.10.2021 20:25:05. Grund: BBCodes -
am 29.10.2021 20:40:39 | IP (Hash): 1515891051
Hi specki,
nicht schütteln, sondern gut zureden. Das Arbeitstierle muss sofort zum Arzt. Sicherlich ist ein Tag Urlaub, wenn es nicht anders geht, doch mal möglich. Tierle, es ist dringend!
Gruß,
Biggi -
am 29.10.2021 20:50:14 | IP (Hash): 1541696286
Arbeitsnomade schrieb:
"Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?"
Nein- ich habe im Gelände fahren gelernt, auf dem kein normaler PKW -und auch kein "SUY" auch nur einen Meter schadlos zurücklegen würde. Das vermeide ich heute eher.
Was aber soll die Frage ?
Noch besser! Du hast Dir das Fahren praktisch selbst beigebracht :)
Übertragen auf Dein möglichst gesundes Zusammenleben mit Deinem Typ 2 könntest Du dir Deinen persönlich passenden Umgang mit Insulin doch genauso selbst erarbeiten, oder?
Essen vor allem von Kohlenhydraten ist wie Gasgeben und Insulinspritzen wie Bremsen. Was wann wie passt, kannst Du nur vorsichtig systematisch ausprobieren und nach und nach verbessern. - Und die unregelmäßigen Anforderungen Deiner Arbeit sind dann sowas wie das Gelände, in dem Du mal mit dem Fahren angefangen hast :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 21:03:52 | IP (Hash): 421883706
"Wenn dein Arzt deine Füße nicht regelmäßig untersucht und z.B.noch keinen Stimmgabeltest gemacht hat..."
Ich spiele manchmal Orgel, aber die Füße kommen nicht in Resonanz,m und singen auch nicht mit- das ist doch gut, oder ?
:-)
Ich denke, ich werde wohl einen Spezi aufsuchen müssen- von den genannten Medis und Therapien hat in weitem Umkreis keiner was gehört. Ich lebe allerdings auch in einem winzigen Kaff (das ist nicht negativ konnotiert, ich liiebe es, in einem Kaff zu wohnen !).
An @alle: Wer kein Verständnis hat, warum ich wenig Zeit wegen der Arbeit habe: Ich habe eben noch Arbeit in dem Alter, die Bezahlung ist nicht schlecht, und habe es auch auch nötig. ich will meinen Kindern noch was hinterlassen können. Ich kann froh sein, daß ich nicht rausgeschmissen wurde, als meine Knie gemacht wurden, und jetzt nicht, wenn ich eben doch langsam zum Bremsklotz werde.
Vielleicht alles nicht so toll, aber... wenn der Sensenmann mich zum Schwefelschippen holen will- hoffe ich, es geht schnell. Die Heizkosten der Hölle mögen ja nun wohl auch steigen, ,aber die kann man ja auf die Zeit nach der Ewigkeit stunden lassen.
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am 29.10.2021 21:12:56 | IP (Hash): 421883706
Übertragen auf Dein möglichst gesundes Zusammenleben mit Deinem Typ 2 könntest Du dir Deinen persönlich passenden Umgang mit Insulin doch genauso selbst erarbeiten, oder?
Essen vor allem von Kohlenhydraten ist wie Gasgeben und Insulinspritzen wie Bremsen. Was wann wie passt, kannst Du nur vorsichtig systematisch ausprobieren und nach und nach verbessern. - Und die unregelmäßigen Anforderungen Deiner Arbeit sind dann sowas wie das Gelände, in dem Du mal mit dem Fahren angefangen hast :)
Ah, so war das gemeint.
Ja, ich habe da schon etliche Probleme, manchmal schätze ich das falsch ein, und manchmal kommt die Unterzuckerung dermaßen unerwartet- selbt im Krankenhaus haben die keine Einstellung finden können- vielleicht i´st der körpereigene Rhythmus schon so umgemodelt durch die Lebensweise ?
Ich habe es mal, als ich die Kurzzeitspritze vergessen hatte, nur mit dem Langzeitzeugs probiert- da mußte ich die Dosis erhöhren, aber die Werte schwankten nicht so. Ich habe auch mal gelesen, daß es eigentlich keinen Grund für 2 Mittel gibt, außer dem Gewinn der Hersteller, das Langzeit- Zeug soll alleine schon reichen.
Aber es ist eben so von den Docs vorgeschrieben worden. Die gehen allerdings auch voin den Hersteller- Empfehlungen für die ANwendung aus- wie auch ich mit meinen Materialien.
Das werde ich wohl mit einem Diabetes- Spezi klären müssen. -
am 29.10.2021 21:23:16 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Arbeitsnomade,
ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. Beim Test mit der Stimmgabel wird Deine Durchblutung in den Füßen gemessen, das Instrument heißt so, weil es eben aussieht wie eine Stimmgabel. Eine evtl. Minderdurchblutung kann man durchaus behandeln, aber Du darfst eben eine Untersuchung bei einem Diabetologen nicht auf die lange Bank schieben. Und wenn Du weiterhin arbeiten willst, würde ich mal so schnel wie möglich einen Termin machen.
Gruß,
Biggi -
am 29.10.2021 21:32:37 | IP (Hash): 421883706
"ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. "
Wollte ich auch nicht sagen. Aber Arbeit ist eben wichtig- heute ja sogar lebenswichtig.
Und nein- ich bin nicht arbeitsgeil- jeder einzelne Arbeitstag kotzt mich an.
Auf jeden Fall werde ich einen Termin beim Spezi machen.
Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:34:04. Grund: . -
am 29.10.2021 21:40:19 | IP (Hash): 1541696286
Wenn Du nüchtern 6-8 mmol/l misst, passt Dein Langzeit.
Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig.
Wenn Du vor allem in der ersten Stunde nach der Kurzzeitspritze körperlich Bewegung hast, kann die Dosis locker mal wie ne doppelte wirken. Die Verstärkung also vor dem Spritzen berücksichtigen oder um ne Stunde nach dem Spritzen auffressen ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 21:50:16 | IP (Hash): 421883706
"Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig."
Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !
Oder futtern wie 'ne Salatschnecke, nur Grünzeug und sonstigen gesunden Mist, dann wenig Spritze, und dann knallt der Wert nicht so runter. Aber damit soll man arbeiten ?
Bis jetzt kann ich Werte um 8- 10 gut einhalten, Langzeit- Zuckerwert 8. Aber die Doc rollt dann schon mit den Augen...
Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:52:19. Grund: . -
am 29.10.2021 22:14:21 | IP (Hash): 1541696286
Arbeitsnomade schrieb:
Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !
Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?
Nur mal zum Vergleich:
Bei Gesunden ist nüchterne Obergrenze 5,7 und 8 für ein paar Minuten in der Spitze ne Stunde nach dem Essen. Alles darüber kann(!) taube Zehen machen, je höher drüber, umso mehr. Behandlungsmäßig gut sind die genannten 6-8 nüchtern.
UND beim Runterkommen von Deinem insgesamt recht hohen BZ-Verlauf brauchst Du halt Zeit für's Gewöhnen. Wenn Du auf der Bahn mit 200 unterwegs bist, sind 100 schon wie Stehenbleiben, aber für die Ausfahrt noch ein bisschen viel ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 23:56:45 | IP (Hash): 421883706
"Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"
Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.
Wenn ich nur zu Hause wäre, wäre es kein Thema. Aber dem ist eben nicht so.
Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.
Nein, ich bin nicht beratungsresistent- ich muß meine Linie finden- darum ja die Anfrage hier.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 01:40:42. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.10.2021 08:57:04 | IP (Hash): 1008229720
Arbeitsnomade schrieb:
Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.
Moment... ich gehöre zu den Pumpies mit Sensor und inzwischen auch Loop. Bin Typ1erin und eine Pumpe habe ich fast mein gesamtes Arbeitsleben, der Rest kam in den letzten Jahren. Ich bin zwar derzeit meistens zu Hause - unfreiwilliges Homeoffice - aber herumoxidieren würde ich das jetzt nicht nennen... :(
Pumpe und Sensor sind bei mir immer so gesichert, dass ich absolut alles machen kann. Brav am Schreibtisch programmieren, hektisch nach einen Fehler im Kundensystem suchen, mit Kunden rumdiskutieren, aber auch mit der Kettensäge durch den Garten toben, spontan mit den Fahrrad ins Büro oder sonstwo hin fahren oder auch ins Auto springen und zum Kunden fahren...
Mein System fängt derzeit nahezu jede Schwankung - egal ob Stress, Bewegung oder Mampf in einer Art und Weise ab, mit der ich dann doch nicht gerechnet habe...
Aber die Krankenkassen genehmigen eine Insulinpumpe nur sehr selten bei Typ2ern und auch mit einer Insulinpumpe, Sensor und einer geeigneten Steuerung muss man immer beobachten und anpassen. Am Anfang mehr, im Laufe der Zeit dann weniger. Ein System regelt immer nur so gut, wie es die Eingangsparameter zulassen.
Ach ja, und implantiert ist da gar nichts... ist alles, bis auf Sensorfaden und Insulinkanüle extern...
Ergänzung: Ich kenne einige Typ1er mit Pumpe, Sensor und teilweise mit Loopsystemen in Pflegeberufen. Ist gerade im Schichtdienst mit wechselnder Überlastung sehr hilfreich.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:36:54. Grund: Korrektur -
am 30.10.2021 09:48:39 | IP (Hash): 790592211
Pumpies... kannte ich noch nicht... tolle Bezeichnung.
:-)
Danke für die Einblicke ins "Pumpie- Leben" !
"Herumoxydieren" war auch nicht im Sinne von Arbeitsfaulheit gemeint, bitte nicht so auffassen.
Ich kannte allerdings Menschen in Familie und Umkreis, sogar recht nette Leute, die aufgaben, ihre Diabetes- Krankheit pflegten- und elende umkamen, nachdem Stück für Stück verfaulte und weggeschnippelt wurde.
Neee... da hab' ich keinen Bock drauf, da beweg' ich mich lieber, eigentlich will ich nach Erreichen der Rente regelmäßig Sport machen... wenn da noch was geht, jetzt geht das wegen der unregelmäßigen Lebensweise nicht. Also nur dahinvegetieren, und auf den Sensenmann warten... nix für mich. Lieber teste ich den ersten Warp- Antrieb, oder sowas.
Aufgrund meiner Arbeit fällt Pumpe für mich aus- garantiert würde mir in allerkürzester Zeit die Nadel rausrutschen, der Schlauch oder die Pumpe kaputtgehen- ich arbeite nicht am PC, Montage ist teilweise schon recht fordernde Arbeit,
Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:54:12. Grund: . -
am 30.10.2021 09:58:22 | IP (Hash): 1515891051
Ja Mensch, gerade darum geht es doch, dass Dir nichts "weggeschnippelt" wird. Deine Taubheit in den Füßen ist doch der Anfang. Also lasse Dich testen, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast. Aber es sind Deine Füße ...
Gruß,
Biggi -
am 30.10.2021 10:10:52 | IP (Hash): 512393456
Arbeitsnomade schrieb:
"Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"
Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.
Hier hat mal ein Bundespolizist mitgeschrieben, mit Mitte 30 mit Leib und Seele im aktiven Außendienst. Recht plötzlich hatte er Diabetes Typ 1, brauchte also Insulin und wurde damit praktisch automatisch an den Schreibtisch versetzt. Weil man ja als INSULINER regelmäßig messen und essen muss und der BZ dann bei unregelmäßigem Wechsel zwischen normaler und großer körperlicher Belastung gewaltig schwanken kann.
Der Mann hat 2 Jahre dafür gebraucht, sich mit seinem Blutzucker so zusammenzuraufen, dass er den in seinem normalen völlig unregelmäßigen Arbeitstag mit einigen Stunden Laufen im Gelände mit vollem Gepäck und ohne regelmäßige Mess- und Essenspausen im Rahmen von HBA1c 6-7 Halten konnte, zuverlässig frei von Unterzuckerungen! Ein halbes von den 2 Jahren hat er normalen Dienst mit durchgängig enger Beobachtung von Vorgesetzten gemacht, dann hatte er seinen alten Job mit allen Führer- und Waffenscheinen wieder.
Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will.
Also mal ein konkretes Beispiel: Der BZ ist überraschend von 10 auf 3 gefallen, und Du fühlst dich mies.
Wie lange nach dem Spritzen sind die 3 aufgefallen? Wie viele Einheiten hast Du wann gespritzt? Was an KHs hast Du dann wann gegessen? Was hast Du wann anschließend und wie lange gemacht?
Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung und dafür aber nur die Hälfte vom Insulin spritzen und nach der gleichen Zeit schauen, wieviel höher als 3 der BZ bleibt.
Kann gut sein, dass Du da dann 7 misst, wo Du eigentlich 5 haben wolltest. Dann brauchst Du also bei nächsten Versuch nicht die Hälfte vom ursprünglichen, sondern etwas mehr Insulin. Und das probierst Du so lange durch, bis Du in der Art Situation recht zuverlässig Deine 5 mmol/l erreichst.
Wenn das ein Frühstück war, kommen dann noch Mittag- und Abendessen in ähnlicher Weise. Das wäre dann in einem ersten Schritt schon mal ne brauchbare Grundlage für gegen zu niedrige Überraschungen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 30.10.2021 10:30:52 | IP (Hash): 790592211
"ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast"
Ich habe doch geschrieben, ich werd' mich kümmern.
Aber Arbeitsnomaden sind eben immer unterwegs, und zwar wochentags, und so ist ein fester Termin nur bedingt möglich- das können sich viele Leute, die einen festen Job in einer Firma haben, immer nicht vorstellen.
Ganz früher hatte ich eine solche Arbeit, und das ging auch mit den öffentlichen Verlkehrsmitteln der Stadt.
Da ging was NACH der Arbeit.
Das ist 32 Jahre her.
Wenn ich heute nach der Arbeit nach Hause fahre, ist meist alles geschlossen, rien ne va plus.
Und ja, Urlaub, Frei- Tage... aber das kann ich auch nur sehr dosiert erinsetzen.
Ich könnte eine andere Arbeit annehmen- aber was man hier in der Gegend verdient... da kann ich auch arbeitslos werden, oder krank. Und damit will ich gar nicht erst anfangen.
Nein, keine Märchen. Realität in Teilen von DE. Inzwischen in vielen Teilen.
Wer's nicht glaubt- kann gern herkommen.
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am 30.10.2021 10:44:37 | IP (Hash): 790592211
"Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will."
Habe ich mich irgendwo hingesetzt und gejammert ? Ich denke nicht.
"Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung"
Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".
Meine Frau brachte mal einen Salat mit 'nem Löffel Dressing und veganem Zeugs drumherum mit- sah sooo "zum Kotzen gesund" aus, die Angaben eigentlich ok- aber der Zuckerwert schoß wie eine Rakete hoch.
Ein anderes Mal Heißhunger, eine Riesenportion Frikassee mit Reis, eigentlich eher "nicht so der Burner"- der Zuckerwert bewegte sich gar nicht.
Ich schrieb ja schon- selbst als ich wegen Einstellung auf Spritzen im Krankenhaus war, lieiß sich das nur schwer einstellen, ein Wert um 8 war der beste Durchschnitt.
Ja, ich weiß... man kann weiter probieren, mach' ich ja auch.
Und- das mit dem Fußsyndrom... war mir neu- darum frage ich ja hier an, und, wie geschrieben, ich werde eine/n Spezi aufsuchen.
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am 30.10.2021 11:01:46 | IP (Hash): 512393456
Arbeitsnomade schrieb:
Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".
Hier immer per Du! Und ich hab extra das Beispiel mit dem Bundespolizisten gebracht. Der HAT(TE) alles andere als einen regelmäßigen Tagesablauf. Aber zum Austesten von seinem Blutzucker und dessen Eigenarten hat er sich den über Wochen und Monate gemacht!
Wir alle hier, die wir mit unserem Blutzucker in dem Bereich auskommen, den wir haben wollen, haben immer wieder gleiche Situationen hergestellt(!), damit wir unseren BZ da eben beobachten und entsprechendes Steuern ausprobieren konnten.
WICHTIG dafür: Fortlaufend IMMER ALLES Aufschreiben. Denn im Gegensatz zum Autofahren erfolgen die Reaktionen auf Deine Aktionen nicht sofort, sondern mit 1-2 und manchmal auch noch mehr Stunden Nachlauf. Da hat man ohne Aufschrieb längst nicht mehr auf dem Schirm, was man eben vor 1,2 oder 3 Stunden konkret gemacht hat(!) - nicht haben könnte.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:03:49. Grund: Korrektur -
am 30.10.2021 11:16:08 | IP (Hash): 389568829
@Nomade,
nochmal: Wenn du deinen Doc (oder einen neuen Arzt) dazu bringen kannst, einen GLP1-RA (Trulicity, Ozempic, ...) auszuprobieren und wenn es bei dir (evtl. mit Unterstützung von Basalinsulin) ausreichend wirkt, wird dein Leben um ein Vielfaches einfacher und deine BZ-Verläufe werden wahrscheinlich auch ein ganzes Stück besser. Deine Bekannten die mit ihrem Diabetes jämmerlich zugrunde gegangen sind, hatten so eine Chance nicht. Diese wirkungsvollen Diabetesmedikamente, mit denen es auch keine Unterzuckerungen mehr gibt, stehen erst seit wenigen Jahren zur Verfügung. Neben den GLP1-RA gibt auch noch andere moderne und gute Diabetesmedikamente. Die wirken allerdings bei dir wahrscheinlich nicht mehr stark genug.
Nur wenn das nicht mehr funktioniert, weil unterdessen bereits der Großteil deiner Betazellen untergegangen ist, musst du dich hier im Forum von den INSULINERn beraten und vielleicht auch vollpflaumen lassen.
Eine geeignete Ernährung kann übrigens jede Diabetestherapie gut unterstützen. Bei der Insulintherapie hast du das ja bereits bemerkt. Allerdings beschränkt sich eine diabetesgeeignete Ernährung keinesfalls auf Salatblätter kauen und Möhren mümmeln. Wenn du die KH moderat reduzierst, kannst du unter Beachtung der Gesamtkalorien eine Menge gute Sachen mit viel Eiweiß und/oder Fett in deine Ernährung einbauen. Die liefern dir die erforderliche Energie, lassen den BZ weniger ansteigen und machen auch noch besser und anhaltender satt.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:19:12. Grund: BBCodes -
am 30.10.2021 14:02:11 | IP (Hash): 790592211
"nochmal: Wenn du deinen Doc (oder einen neuen Arzt) dazu bringen kannst, einen GLP1-RA (Trulicity, Ozempic, ...) auszuprobieren und wenn es bei dir (evtl. mit Unterstützung von Basalinsulin) ausreichend wirkt, wird dein Leben um ein Vielfaches einfacher und deine BZ-Verläufe werden wahrscheinlich auch ein ganzes Stück besser. "
Ich werde das notieren, und auf jeden Fall ansprechen.
Wie geschrieben- ich muß einen Termin machen- ich wohne auf dem Lande, und bin wochentags immer unterwegs, Montag an einam anderem Ort, als ich letzte Woche war ! Ich muß also die Sache mit der Arbeit unter einen Hut bringen- auch wenn da offensichtlich wenig Verständnis vorhanden ist: Mit Gewalt ist kein Bulle zu melken.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 14:02:44. Grund: . -
specki
Rang: Gastam 30.10.2021 20:50:26 | IP (Hash): 1487376100
"Was mir dabei besonders Sorgen bereitet, weil das als Anfang vom Ende beschrieben wird:
Beide Zehenreihen fühlen sich IMMER taub und/ oder "kribbelnd" an. Fühlen sich an, als ob man festgewordenen Klebstoff innen an den Zehen hat.
Egal, ab Tag oder Nacht, egal, welche Zuckerwerte oder Blutdruck, die Taubheit ist immer da.
Wer kann dazu was schreiben ? Ist das mit der Taubheit übertrieben, gibt es Spezis, die ich kontaktieren könnte, bestimmte Medis, usw. ?"
DU hast diabetes
DU hast schon beschwerden in den füßen
und hoffst jetzt hier auf ein wundermittel gegen diabetischen fuß?
(das auch noch in deinen arbeitsplan paßt)
und dafür muß man hier jetzt verständniss haben?
sei mir nicht böse, aber es sind doch DEINE füße
wenn du nicht sonderlich an ihnen hängst mach weiter so.
spätestens wenn du an deinen nägeln rumschnibbelst und es sich mal richtig schön entzündet
und nicht wieder zugeht oder deine füße so schlimm sind das du diabetikerschuhe tragen mußt
(sehr sexy) mußt du dir zwangsläufig zeit nehmen bzw die hast du dann zwangsläufig
weil du nicht mehr arbeiten gehen kannst.
aaaaaaaber, das ist ganz alleine DEINE entscheidung und dafür habe ich vollstes verständniss.
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am 30.10.2021 21:51:21 | IP (Hash): 512393456
Ich hatte in einem meiner früheren Leben mal nen Ingenieur in der SHG mit Typ 1 und häufig äußerst miesen BZs. Er hat komplexe technische Systeme erfunden und entwickelt und seinen BZ immer lückenlos protokolliert: Spätestens ne Woche nach seiner neuen Einstellung in ner renommierten Diabetesklinik fing sein BZ das Ansteigen an, und spätestens nach 6 Wochen war er nüchtern wieder bei 200. Gab er auch noch zum besten! "Ich muss mal wieder in die Klinik. Professor X ist wirklich eine Koryphäe für die Einstellung.”
Klar hat(te?) der mehr auf dem Kasten als mancher Typ 1 Normalo, der sich ganz selbstverständlich seinen alltäglich BZ im Rahmen von HBA1c 7 und besser macht und dafür nix weiter braucht als ausreichend einigermaßen verlässliche Testmedien und Insulin, weil er sich den passenden Umgang damit selbst angeknobelt hat und den auch immer wieder anpasst, wenn sich aus welchen Gründen auch immer daran was ändert.
Unser Nomade erinnert mich an den, denn der Nomade hat sich selbst beigebracht, wie er mit nem einfachen Auto wie nem Golf durch ne "Pfütze” fährt, in der Normalo mit Allradstern locker stecken bleibt. Und die Arbeiten, für die er da beständig auf der Achse ist, werden auch ne gut trainierte aktive Zwischenohrmasse voraussetzen. Und der will uns erzählen, dass er ein bisschen systematische Arbeit in der Größenordnung von max 15 Minuten pro Tag mit seinem BZ aus Zeitgründen nicht gebacken kriegt?
Eigentlich wollte ich Rainer einfach nur zustimmen. Am einfachsten, der Typ kriegt jetzt ne Medi, mit der sein BZ ohne Nachdenken und Zutun vielleicht noch 2-3 Jahre oder sogar länger im erträglichen Rahmen bleibt. Aber danach kommt dann doch auch Insulin, eben ein paar Jahre und ein paar weniger graue Zellen weiter!
Wäre nicht viel vernünftiger, der würde einsetzen, was er jetzt noch hat, und die Mittel, die er jetzt schon kriegt, und seinen BZ die meisten von 24 Stunden möglichst völlig gesund steuern? Und mit dem gesunden BZ die einzige Möglichkeit nutzen, ne vom zu hohen BZ ausgehende Nervenschädigung zu stoppen und vielleicht noch den einen oder anderen Tick zurück zu drehen?
Klar könnte der auch mal das einfach nur Fleischessen probieren, aber erstens würd’s mir nicht schmecken (kein objektiver Grund, ich weiß) und zweitens könnte er dann immer noch schauen, wie viel von seinem normalen Insulin er mit nur Fleisch einsparen könnte, wenn er denn wollte ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 30.10.2021 22:40:28 | IP (Hash): 1107150118
Der richtige Facharzt für deine Fuß-Beschwerden ist erst Der Diabetologe, kann aber sein, dass dieser dich dann zum Neurologen weiterverweist.
Die Fuß-Beschwerden können mit deiner Blutzuckereinstellung zusammenhängen.
Was spritzt du denn für Insulin? Also welche Arten genau?
Du schreibst, du bist häufiger mal unterzuckert. Hast du denn ein Sensormesssystem, wie bspw. den FreeStyle Libre? Damit würdest du rechtzeitig gewarnt werden und könntest rechtzeitig etwas essen bevor du in eine Unterzuckerung kommst.
Ich hatte bspw. bei Lantus als Langzeitinsulin auch immer wieder Probleme, dass ich dort bei Bewegung unterzuckert bin, auch wenn kein Mahlzeiteninsulin aktiv war. Nach der Umstellung auf Toujeo trat dies damals dann nicht mehr auf.
Wenn du nach 5 Stunden unterzuckerst, kann es sein, dass dein Mahlzeiteninsulin (welches? und welche Menge?) so lange wirkt. Normalinsuline wirken länger als Analoginsuline (Novorapid, Humalog, Lispolog oder Fiasp). Aber auch Analoginsuline mit hoher Dosierung wirken länger als die angegebenen 3-4 Stunden. Die Zeitdauer verlängert sich je größer die Insulinmenge ist.
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am 30.10.2021 23:09:16 | IP (Hash): 701139008
Specki hat es schon leise angedeutet und ich sage dazu:
Nichts auf der Welt ist wertvoller als die eigenen Gesundheit.
Wenn der Nomade schreibt in seiner Nähe sind Leute verstorben die mit ihrer Diabetes recht schlampig umgegangen sind, dann trifft das auch auf ihn zu.
Scheiß auf die Kohle und kümmere dich mehr um dich.
Gehe in Frührente um dich um deine Krankheit zu kümmern. Suche dir eine Beschäftigung wie Gemüse züchten bei einem eigenen Garten, oder einen Schrebergarten.
Was jetzt mit deinen Füssen passieren sollte:
Vermeide es Strümpfe zu tragen die oben ein Gummibund besitzen.
Diese können die Haut so einschnüren das der Blutfluss behindert wird.
Meist entstehen dadurch auch Eindrücke an den Beinen die deutlich sichtbar sind und erst nach einiger Zeit verschwinden.
Hast du nachts kalte Füße, wie viele Männer mit Diabetes, verzichte darauf die Nacht über Strümpfe zu tragen. Die Haut kann nicht richtig atmen.
Zuerst sollte ein Dopplertest an den Füssen vorgenommen werden. Dort lässt sich schon feststellen wie der Blutfluss im allgemeinen ist.
Dann beim Arzt einen Test für die Stellen der Taubheit feststellen lassen.
Der Arzt hat so einen kleinen runden Sensor der an verschiedenen Stellen am Fuß angesetzt wird.
Der Patient muss dann sagen ob es dort kalt oder warm ist. So findet der Arzt heraus wie es mit der Taubheit des Fußes steht.
Ist das Problem mit der Durchblutung doch schlimmer als erwartet muss eine Überprüfung der Arterien
in dieser Röhre gemacht werden.
Finden sich dort verengte Arterien dann ist eine OP notwendig in der ein Bypass, Stint oder Ballon gesetzt wird.
Du solltest alles dafür tun deine Füße nicht zu verlieren.
Bearbeitet von User am 31.10.2021 08:59:16. Grund: Berichtigung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.10.2021 11:43:23 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Arbeitsnomade,
wenn ich Dich richtig verstanden habe, fährst Du LKW. Und das mit nicht richtig behandelten und versorgten Diabetes ...
Wenn Du nicht irgendwann einen schlimmen Unfall verursachen willst und Dir Dein Leben ist, hör endlich. Du hast jetzt schon so viele Infos und Tips bekommen, ich denke mehr geht nicht. Wenn Du jetzt nicht hörst, ist Dir nicht zu helfen.
Gruß,
Biggi -
am 31.10.2021 12:00:05 | IP (Hash): 1241591923
Wäre es möglich, daß Sie alle sich wieder einkriegen ?!
Nein, ich bin kein LKW- Fahrer. (Habe das vor Jahren mal gemacht). Was ich mache, habe ich geschrieben.
Fahren tue ich, ein Unfall wegen des diabetischen Fußes ist eher unwahrscheinlich-das tritt nicht plötrzlich auf, und ich habe auch keine Wunden.
Und- wie oft sdoll ich es schreiben: Ich bin n icht beratungsresistent. Warum wohl habe ich hier ein Thema eröffnet ?
Und- wie oft sdoll ich es schreiben: Ich habe einen Termin beim Diabetologen vor.
Allerdings kann ich das nicht gleich und sofort-ich muß eben eben noch arbeiten, da mögen wohl einige Rentner, "Harzis" und Bürosesselpupser wenig Verständnis für haben.
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am 31.10.2021 12:02:06 | IP (Hash): 1241591923
Um den Ton zu beruhigen:
Ich danke für die Hinweise, und gehe aus dem Forum raus.
Bitte keine weiteren Beiträge mehr hier, Danke.
Der Arbeitsnomade. -
am 31.10.2021 12:51:52 | IP (Hash): 767673734
Jetzt wollte ich gerade auch was dazu schreiben...ist wohl zu spät.
Sehr schade, aber ich verstehe, dass du gehst... -
am 31.10.2021 13:05:01 | IP (Hash): 468932784
biggi119 schrieb:
Wenn Du nicht irgendwann einen schlimmen Unfall verursachen willst und Dir Dein Leben ist, hör endlich. Du hast jetzt schon so viele Infos und Tips bekommen, ich denke mehr geht nicht. Wenn Du jetzt nicht hörst, ist Dir nicht zu helfen.
Gruß,
Biggi
hallo Biggi,
ich schreibe trotzdem mal weiter.
Meine Beschreibungen was mit den Füssen passieren sollte ist ja nicht verkehrt.
Was der gute Mann jetzt hier betreibt ist einfach Unvernunft und Geldgier.
Dafür habe ich jetzt absolut kein Verständnis mehr.
Er möchte seinen Kindern noch etwas vererben. Gut und schön.
Was aber wenn die Kinder selber vom Staat unterstützt werden?
Dann wird das Amt ganz genau ausrechnen wie lange die Kinder von dem Erbe leben müssen.
Und der Staat freut sich für längere Zeit monatlich 446,00 € einzusparen.
Ist das am Ende die Sache wert?
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am 31.10.2021 20:43:36 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Helmuth,
Dein Beitrag war genau richtig. Du hast ihm deutlich die Folgen aufgezeigt. Arbeitsnomade hätte gerne seinen Diabetes seinen Wünschen angepasst, was wir wohl alle gerne machen würden.
Gruß,
Biggi -
am 01.11.2021 09:38:20 | IP (Hash): 474592755
Hallo Arbeitsnomade,
vlt. liest du ja trotzdem noch.
Deinen Fehler habe ich auch gemacht, solange ich noch berufstätig war.
Die erschwerdenden Umstände des Jobs, (Krankenschwester!!) vor meine Gesundheit gestellt.
Falsch, weiß ich heute.
Ich habe langjährigen Diabetes MODY.
Seit ich Zeit habe, weil in Rente und älter werde, merke ich wie lange ich meinen Körper, Stoffwechsel und auch die Seele ruiniert habe.
Pass gut auf dich auf und stell dich unbedingt an 1. Stelle.
By the way: Mein Diabetologe schafft es immer noch, meine angesprochene Muskelschwäche zu ignorieren. Nö, das ist nur ein Muskelkater.
Also übernehme ich seine Ignoranz nicht mehr und mache viel selbst für einen Muskelaufbau.
Ich habe keine Probleme mit den Füßen, der Resonanztest ist immer gut. Das ist halt alles, was den Herrn Doktor interssiert.
Aber die Muskelschwäche in den Beinen schritt voran.
Meine Denke war im Beruf auch, ich bewege mich viel, das passt schon und reicht.
Hat es nicht!!
Pass gut auf dich auf!!!
heaven
Und immer wenn du eine Antwort hast, stellt das Leben eine neue Frage.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.11.2021 11:39:50 | IP (Hash): 1873057284
Da ja noch Beiträge an mich gerichtet wurden, möchte ich noch antworten.
"Was der gute Mann jetzt hier betreibt ist einfach Unvernunft und Geldgier."
Was schreiben hier für Kasperköppe... ich bin weder unvernünftig, sonst würde ich nicht hier eine Anfrage gestellt haben, und Geldgier... bescheuerter geht's kaum. Ich bin weder Zuckerberg, Bezos, Gates, Soros oder sonst ein Geldsack ! Meist ist am Ende des Geldes noch viel Monat übrig- 1,5 Jahre nur Krankengeld wegen zweier OPs haben reingehauen.
Ich gehe arbeiten, um leben zu können.
Wer Arbeit kennt, weiß auch, daß man meist- froh ist, diese zu haben. Das Leben hängt davon ab- ist nun mal so.
Leute, die ein dickes Einkommen haben, scheinen hier eher weniger zu schreiben. Diejenigen, welche arbeiten könnten, aber nicht arbeiten, mögen den Ball ganz flach halten. Ich habe da auch wenig Verständnis !
Rentner können froh sein, wenn sie aus der Tretmühle raus sind, und das Geld reicht, Gerade bei heutigen Waren- und Energiepreisen.
Die Rente, die einst meine Eltern bekamen- bekommen wir nicht- soweit ist das Rentensystem heruntergefahren.
Zum Vergleich: Das von etlichen Spinnern geforderte "bedingungslose Grundeinkommen" oder "Bürgergeld" für jeden, 1500.- EU (von dieser Höhe war mal die Sprache) wäre schon mal 200 - 300 Euro mehr, als meine Rente (nach den Berechnungen, die mir die Rentenstelle zuschickt- und ich habe -bis auf wenige Monate, sowie die 1,5 Jahre wegen der OPs- immer gearbeitet !!!
Das liegt z. T. an Tarifen -für qualifizierte Arbeit- in den 90ern, die jeder Beschreibung spotten, aber gerade da war Arbeit haben und jeder Pfennig ein Wert, wenn man 5 Kinder hat.
Etliche Jahre Auslandsarbeit hätten mir noch einen Zusatz beschert- per EU- Gesetz gestrichen ! Da wurde ein Stichtag gesetzt- und dasmit ist das vom Tisch..
Dieses Traum- "Bürgergeld" wäre um die gleiche Größe mehr, als meine Kinder -mit normaler 40- Stunden- Arbeit !!!- hier verdienen !
Wäre natürlich schön, sich so ein festes Einkommen zu wünschen, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen, Zeit für Freizeit, und auch Arztbesuche---- aber die Idee ist vollkommen idiotisch, sowas fordern Arbeitsscheue. (nicht falsch verstehen: ich meine keine Kranken !!!)
Ich werde also noch eine Weile malochen. Nicht, weil ich arbeitsgeil oder geldgierig bin.
Ich werde auch am mich selbst denken.
Wenn etwas schief läuft, betrifft es sowieso nur mich- die Kinder sind groß, und haben selbst Kinder.
Wie geschrieben, ich danke denen, die relevate Infos beigetragen haben.
Ich habe für heute vorarbeiten können, und war bei meiner Doc, und die ist auch Diabetologin- und falls das jemand wundert: Da ich nicht ständiger Arztpraxen- Dauergast bin, wußte ich das nicht.
Die beschriebenen Symptome sind eine Nervenschädigung, die wohl bleiben wird- das Fortschreiten verhindern, ist geboten.
Tests, Blutabnahme dann, die Werte der letzten Zeit sind gut, bis auf die beschriebenen, gelegentlichen Ausreißer nach unten und oben.
Ich habe einen neuen Mediplan bekommen, es kommt eine Pille dazu, die die BZ- Verläufe "glätten" soll ("Forxiga").
Und- ich kriege ein Ding, was am Arm plaziert wird, und Werte direkt und schnell mißt, nennt sich "FreeStyle Libre". Kann wohl mit irgendwas ausgelesen werden. Ich habe aber nur einen Infozettel, die Firme meldet sich bei mir (?).
Bearbeitet von User am 05.11.2021 11:41:06. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.11.2021 12:01:59 | IP (Hash): 1854291739
Super, dass Du zurück bist! Und dass Die Untersuchung brauchbare Werte bescheinigt hat. Mit Forxiga wird mehr von der zuvielen Glukose ausgepinkelt. Mit dem Libre siehst Du am Lesegerät, wenn Du's dran hältst, den aktuellen BZ und den Verlauf bis dahin. Statt Lesegerät geht auch Handy mit der zugehörigen App. Weiter gutes Gelingen!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 05.11.2021 12:01:59 | IP (Hash): 1854291739
Super, dass Du zurück bist! Und dass Die Untersuchung brauchbare Werte bescheinigt hat. Mit Forxiga wird mehr von der zuvielen Glukose ausgepinkelt. Mit dem Libre siehst Du am Lesegerät, wenn Du's dran hältst, den aktuellen BZ und den Verlauf bis dahin. Statt Lesegerät geht auch Handy mit der zugehörigen App. Weiter gutes Gelingen!
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am 05.11.2021 12:22:36 | IP (Hash): 1873057284
Danke für die Zuschrift !
:-)
Was mir noch nicht klar ist, warum das Forxziga frühs... die Ausreißer sind ja stets am Morgen, vor dem Essen, da. Klar- "richtiges" Essen gibt's abends. Am Tage schiebt man sich ein paar Scheiben Brot mit irgendwas rein. Ich arbeite eben nicht im Büro. Und gerade abends verschätze ich mich da oft.
Allerdings auch manchmal "nach unten".
Müßte das Zeug nicht um die Abendzeit mit derWirkung ansetzen ?
Bearbeitet von User am 05.11.2021 12:28:13. Grund: . -
am 05.11.2021 12:59:17 | IP (Hash): 1854291739
Das Zeugs senkt die Nierenschwelle. Dazu ein kleiner technischer Ausflug: Die Nieren filtern beim erwachsenen Menschen um 180 Liter Blutplasma (ohne Farbe und sonstige "festen" Bestandteile) pro 24 Stunden als Primärharn raus und daraus dann alles, was weiter gebraucht wird, wieder zurück. Der Rest geht mit so um 1-2 Litern Wasser pro Tag in die Blase.
Glukose gehört natürlich zu den Bestandteilen, die gebraucht werden und in den Kreislauf zurückgefiltert werden. Allerdings nur bis so um 160-180 mg/dl. Was darüber ist, geht nicht mehr zurück, sondern raus. Das ist die Nierenschwelle. Und das Zeugs senkt die nun auf um 140, womit dann eben mehr Glukose nicht mehr zurück geht, sondern raus.
Aber Glukose geht nirgendwo alleine hin, sondern 1 Teil Glukose immer nur zusammen mit wenigsten 5 Teilen Wasser mit dem Ergebnis, dass zur Hauptwirkzeit (wenn's denn sowas gibt) der Pille der Entwässerungsgang bei entsprechend hohem BZ häufiger erforderlich werden kann - und besonders lästig bei der Nacht.
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Bearbeitet von User am 05.11.2021 13:00:16. Grund: . -
am 05.11.2021 17:20:27 | IP (Hash): 1638405967
Arbeitsnomade schrieb:
Und- ich kriege ein Ding, was am Arm plaziert wird, und Werte direkt und schnell mißt, nennt sich "FreeStyle Libre". Kann wohl mit irgendwas ausgelesen werden. Ich habe aber nur einen Infozettel, die Firme meldet sich bei mir (?).
Super, dass du jetzt einen FreeStyle Libre bekommst. Vermutlich den FreeStyle Libre 2, oder schon den Freestyle Libre3 (der geht nur in Verbindung mit einer Iphone App)?
Der Freestyle Libre 2 zeigt nicht nur den kompletten Blutzuckerverlauf der letzten Stunden an, sondern warnt dich auch bei zu hohen oder tiefen Werten. Das wäre sicher hilfreich. Auslesen kann man es entweder mit einem Lesegerät oder per Handyapp (sowohl Iphone als auch Android) um den aktuellen Wert sehen zu können muss man den Sensor scannen.
Der Libre 3 zeigt automatisch die Werte an, ohne dass man scannen kann und ist kleiner. Kein Lesegerät, sondern nur Handyapp, momentan auch nur fürs Iphone. Sonst ändert sich nichts groß gegenüber dem Libre 2.
Normaler Ablauf bei Abbott (dem Hersteller und Versender von Freestyle Libre): Die Praxis schickt das Rezept an diese, Abbott braucht natürlich auch deine Daten, das kannst du online machen. Abbott schickt das Rezept dann an die Krankenkasse, Krankenkasse genehmigt die Sensoren und du bekommst dann die Sensoren geschickt meist als Quartalslieferung mit 6-7 Stück.
Falls du mal Zeit hast, hier ist die Seite, da kannst du dich schon ein wenig darüber informieren:
https://www.freestylelibre.de/
Für den ersten Sensor zu setzen und für die Einstellung von Lesegerät oder Handyapp solltest du nochmal zu deiner Ärztin gehen. Dass du dir da schonmal die Zeit einplanst. -
am 05.11.2021 19:21:05 | IP (Hash): 1169570213
July95 schrieb:
Für den ersten Sensor zu setzen und für die Einstellung von Lesegerät oder Handyapp solltest du nochmal zu deiner Ärztin gehen. Dass du dir da schonmal die Zeit einplanst.
Hallo July,
warum denn das? Die Anleitung zu Setzen des Sensors liegt bei und ist gut zu verstehen. Die Einstellung der App bietet auch keine gro0en Probleme.
Arbeitsnomade hat genügend Probleme, dringend notwendige Arzttermine in seine Zeitplan einzuordnen. Deshalb musst du ihm nicht noch einreden, dass er dazu unbedingt seine Ärztin braucht. Zumal auch fraglich ist, ob seine Ärztin sich überhaupt die Zeit dazu nehmen würde. Wenn Sie das für notwendig halten würde, dann hätte sie ihm das bestimmt gesagt und dafür eine Termin gemacht.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.11.2021 15:23:17 | IP (Hash): 882874098
Danke für weitere Zuschriften.
Meine Doktorsche hat keinen speziellen Termin betr. des FreeStyle Libre vorgeschlagen, aber ich muß sowieso nochmal vorbei- schon mal nächste Woche wegen Corona- Impfung- die erste- immer wenn ich gekonnt hätte, gab's die Suppe nicht, wir leben auf dem Lande. Aber bis dahin werde ich das nicht haben. Glücklicherweise habe ich momentan die Möglichkeit, vorzuarbeiten, daß ich Freitags einen Arzttermin wahrnehmen kann. Das geht aber eben nicht immer.
Forxziga wird also mehr Wasser bewirken, das ich dann stangenweise wegstellen muß, wenn ich es abends nehme, dann nachts.
Das stört mich wenig- das habe ich sowieso schon lange.
Ich kriege sicher ein Lesegerät zum FreeStyle Libre- ich bin nämlich Smartphone- Hasser.
Ich habe ein ganz winziges Klapphandy, das Ding kann nurTelefon. Es heißt ja auch... Mobiltelefon.
;-)
(ja, SMS kann es auch, nutze ich aber nicht).
Kann mir jemand Hinweise zur Dosierung geben, wenn ich Forxiga und das Freestyle Libre verwende ? Hinweise- ich meine also Erfahrungswerte, daß ich einen Anhalt für die Dosierung habe.
Momentan habe ich:
- Frühs Novorapid- Spritze, Dosis nach Bedarf, + 1000 mg Janumet (= Metformin) + Forxiga 10 mg.
Forxiga soll aber auch abends möglich sein, habe in der Apotheke gefragt, und die hatten eine Produktbeschreibung.
- Mittags Novorapid nach Bedarf,
- Abends Novorapid nach Bedarf,, + 18- 24 Einh. Lantus- Spritze (neu festgelegt) + 1000mg Janumet
Novorapid bisher etwa angezeigter Wert des Meßgeräts + 10, also bei Wert 8 = 18 Einheiten.
Bearbeitet von User am 06.11.2021 15:28:10. Grund: . -
am 06.11.2021 17:34:28 | IP (Hash): 799802575
Hallo Nomade,
selbstverständlich bekommst du das Libre2 mit Lesegerät. Das ist aber auch nit einer guten Anleitung ausgestattet, so dass man es problemlos alleine starten kann. Wenn du sowieso in die Arztpraxis musst, dann kannst du natürlich auch versuchen, dort Hilfe zu bekommen.
Forxiga wirkt 24 Stunden, so dass die Einnahme am Abend kaum eine Unterschied machen dürfte. Du kannst es aber ausprobieren. Im Beipackzettel steht, dass man es zu einem beliebigen Zeitpunkt einnehmen kann, nur immer zur gleichen Zeit. Da Forxiga sowieso nur dann wirkt, wenn der BZ zu hoch ist, was ja in der Nacht bei guter BZ-Führung kaum der Fall ist, brauchst du nachts nicht viel zu befürchten.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 06.11.2021 17:38:28. Grund: BBCodes -
am 06.11.2021 19:07:45 | IP (Hash): 882874098
"Da Forxiga sowieso nur dann wirkt, wenn der BZ zu hoch ist, was ja in der Nacht bei guter BZ-Führung kaum der Fall ist, brauchst du nachts nicht viel zu befürchten. "
Da habe ich meist die "Ausreißer", weil ich mich verschätze. Am nächsten Morgen ist der Wert dann noch hoch, ich spritze entsprechend, und dann knallt der Wert blitzschnell runter, und mir wird mies.,
Ja, kann man ändern, muß man ändern... nur ist die Realität eben nicht, daß ich nicht nur sitze und Schach spiele. Bei der Arbeit wird dann doch mehr Zucker verbraten, aber man mißt ja nicht die ganze Zeit die Arbeitsintensität. Mal verbrät man mehr, mal weniger.
Besser ist da wahrscheinlich die ständige Überwachung iun kürzeren Abständen, und eine geringere Dosis Insulin nach Bedarf, dafür dann mehrfach, oder ?
Bearbeitet von User am 06.11.2021 19:30:59. Grund: . -
am 06.11.2021 22:13:04 | IP (Hash): 1379967063
Dann wird es sicher das Libre 2. Libre 2 kommt automatisch mit Lesegerät. Erst beim Libre 3 wurde das Lesegerät warum auch immer abgeschafft...
Ich würde auf jeden Fall von der Ärztin bzw. Diabetesberaterin mir eine kurze Einweisung geben lassen. Hilfreiche Themen wären vermutlich:
- Wo genau setzt man den Sensor am besten hin
- welche Desinfektionstücher sind gut
- wie kompensiert man den verzögerten Anzeigemechanismus/Interpretation der Trendpfeile
- was sind sinnvolle Alarmgrenzen für dich persönlich
- wann solltest du dennoch blutig gegenmessen
Vielleicht hat deine Praxis auch einen Probesensor da, den du erstmal zwei Wochhen tragen kannst. Bis deine Lieferung kommt, wird es noch einige Tage dauern.
Zwecks deiner hohen Werte morgens und der dann starke Abfall wäre es vermutlich sinnvoller an Arbeitstagen weniger Insulin zu spritzen. Also statt deiner normalen Dosis, diese etwas verringern. Und dann schauen, ob es so dann besser passt,wenn nicht weiter anpassen.
Du spritzt momentan nach einem festen Spritzplan und orientierst dich nur an den gemessenen Blutzuckerwerten, so wie das klingt. Da ist es wichtig, dass du immer die ungefähr gleiche Menge Kohlenhydrate pro Tageszeit/Mahlzeit isst. Also nicht bspw. beim Frühstück mal 1 Scheibe Brot, dann 3 Scheiben. Sonst bewirkt das noch mehr Chaos. -
am 06.11.2021 22:32:33 | IP (Hash): 882874098
"Du spritzt momentan nach einem festen Spritzplan und orientierst dich nur an den gemessenen Blutzuckerwerten, so wie das klingt. Da ist es wichtig, dass du immer die ungefähr gleiche Menge Kohlenhydrate pro Tageszeit/Mahlzeit isst. Also nicht bspw. beim Frühstück mal 1 Scheibe Brot, dann 3 Scheiben. Sonst bewirkt das noch mehr Chaos. "
Na ja, nicht so ganz fest, wie erwähnt: BZ- Wertt + 10 = Insulin- Einheiten. Klappt sehr gut, wenn ich nicht malochen muß, und auch nicht sündige.
Aber dafür kann ich nicht garantieren.
:-| -
am 06.11.2021 22:38:00 | IP (Hash): 1379967063
Arbeitsnomade schrieb:
"Du spritzt momentan nach einem festen Spritzplan und orientierst dich nur an den gemessenen Blutzuckerwerten, so wie das klingt. Da ist es wichtig, dass du immer die ungefähr gleiche Menge Kohlenhydrate pro Tageszeit/Mahlzeit isst. Also nicht bspw. beim Frühstück mal 1 Scheibe Brot, dann 3 Scheiben. Sonst bewirkt das noch mehr Chaos. "
Na ja, nicht so ganz fest, wie erwähnt: BZ- Wertt + 10 = Insulin- Einheiten. Klappt sehr gut, wenn ich nicht malochen muß, und auch nicht sündige.
Aber dafür kann ich nicht garantieren.
:-|
Eben das ist ein fester Spritzplan. Du variierst nicht nach dem, was du isst.
Kein fester Spritzplan wäre ICT und das hieße: gegessene Kohlenhydrate * BE-Faktor + gegebenenfalls Blutzuckerkorrektur
Wenn es sonst klappt, bspw. am Wochenende, aber an Arbeitstagen nicht, dann kannst du ja deine Insulinmenge an Arbeitstagen ein wenig Reduzieren. Viele Diabetiker brauchen an Arbeitstagen weniger Insulin, als am Wochenende. -
am 07.11.2021 18:28:05 | IP (Hash): 1916968436
Ja, gestern abend habe ich die Forxiga zusätzlicxh eingeworfen- und tatsächlich- einmal nachts mußte ich eine Stange Wasser wegstellen, und frühs. Aber die Menge war irre !
Allerdings heute früh der BZ- Wert hoch- ich hatte mich wieder verschätzt, die Tage vorher gute Werte, 4 bis 6, heute früh 12- trotz viel Bewegung, x- mal am Tag mit den Hunden draußen hat nicht gereicht. Manchmal ist das so. Auf Arbeit allerdings ist die Bewegung anders, ...zigmal am Tag Treppensteigen (z. Z. 3 Etagen, weiter aber bis 7 oder 8), mit Material und Werkzeug, das ist doch mehr fordernd.
Nun ja... ich bleibe dran.
Bearbeitet von User am 07.11.2021 18:28:56. Grund: . -
am 12.11.2021 01:04:48 | IP (Hash): 1915268763
1 Woche mit der Forxiga- Pille- tatsächlich keine so hohen Spitzen, Werte zwischen 4,2 und 7,2.
Einmal mehr, aber da hatte ich die Spritze vor der Mahlzeit vergessen.
Soweit gut- aber der Wasserdurchlauf ist enorm !
Nachts nicht dramatisch, der Weg zum Klo ist sehr kurz, ich lebe 52 Wochen im Jahr wochentags im Wohnwage, nur an den Wochenenden bin ich zu Hause..
Allerdings muß ich auch am Tage sehr oft Wasser abwerfen- das ist schon störend, heute z. B. 5 x bis zur Frühstückspause ! Und jedes Mal 3 Etagen Treppe. In den nächsten Wochen bis 11 Etagen. Das strengt mich kaum an, aber es kostet Zeit- Arbeitszeit.
Und dann... wie ist das- wenn die Nieren so auf Volldampf belastet werden- ist da die Pille nicht sogar ein zusätzliches Risiko ?
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am 12.11.2021 07:41:15 | IP (Hash): 1552368208
Arbeitsnomade schrieb:
Und dann... wie ist das- wenn die Nieren so auf Volldampf belastet werden- ist da die Pille nicht sogar ein zusätzliches Risiko ?
Nein, das ist kein Problem. Studien haben gezeigt, dass die SGLT-2-Hemmer die Nieren langfristig schützen. Voraussichtlich wird das Medikament in Kürze sogar für Nichtdiabetiker mit Nierenschwäche zum Nierenschutz eingesetzt.
Das Wasserlassen ist nur so häufig, wenn der BZ schlecht ist. Wenn du den BZ z.B. am Morgen besser hinkriegst, dann musst du auch nicht so oft rennen. Deshalb solltest du dich weiter mit der Verbesserung deiner Insulintherapie beschäftigen und Forxiga nur als Sicherheitsnetz betrachten.
Viel Erfolg, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 12.11.2021 07:41:36. Grund: BBCodes -
am 12.11.2021 09:57:02 | IP (Hash): 938371273
Da wird nix mit Volldampf belastet, im Gegenteil. Warum die Nieren mit Forxiga und mehr Wasser sogar weniger Arbeit haben, ist eigentlich ein bisschen einfache Technik.
Filtern ist normal die Suppe durch einen Filter geben, und dann bleibt auf/in dem Filter zurück, was eben raus gefiltert werden sollte. Nur, wo sollten die Nieren dann mit dem Müll hin?
Deswegen gehen die etwa 180 Liter Blutplasma, die beim Erwachsenen in 24 Stunden gefiltert werden sollen, in den Nieren praktisch erst nach "draußen" in den Primärharn, und daraus werden dann durch den Filter alle Stoffe wieder zurück in den Kreislauf geholt, die der Organismus noch braucht. Allem voran erstmal das Wasser bis auf nen guten Liter. Der bleibt dann praktisch als Sekundärharn draußen und nimmt dabei alles, was sonst noch draußen bleiben soll, mit in die Blase. Müllentsorgung.
Unbedingt in den Kreislauf zurück soll aus dem Primärharn möglichst alle Glukose. Aber das geht normal nur bis zu 8-10 mmol/l. Das ist die sogenannte Nierenschwelle: Alles, was an Glukose drüber ist, muss draußen bleiben.
Diese Schwelle wird nun mit Mitteln wie Forxiga auf so um 7-8 mmol/l abgesenkt. Damit muss also mehr an Glukose draußen bleiben - mit nem kleinen Haken: 1 Teil Glukose hält 5 Teile Wasser gebunden. Die ausgesperrte Glukose hält damit also entsprechend viel Wasser ausgesperrt, was Du dann stangenweise ins Klo stellst ;)
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am 12.11.2021 16:31:13 | IP (Hash): 1902941687
OK, Danke für die Antworten.
War vor einigen Stunden bei der Doktorschen, erste Corona- Impfung (immer, wenn ich wollte, hatten die die Suppe nicht !) , da habe ich nachgefragt. sie hat auch gesagt, daß die Pille sogar nierenschützend wirkt.
Das Wasser stelle ich nicht nur stangenweise weg, so dicke Stangen gibt's nicht !
Ca. 4 Kilo sind nach einer Woche schon mal runter !!
Heidi Klums Models schauen schon neidisch... Ich bin bald ein Strich in der Landschaft... :-)
Allerdings kommt eben das Treppensteigen noch dazu- z. Zt. 3 Etagen, aber das am Tag 15- 20 mal. Werkzeug, Material, Toilettengänge, und das sind nicht wenige, gestern bis zur Frühstückspause 5 (fünf !)- mal.
Aber eigentlich ... kann ich damit leben. Die Bewegung ist ok- ich will das auch. Ich bin froh, daß das geht, seit ich "MIFA- Knie" habe. (MIFA: DDR- Fahrräder aus den 60ern oder 70ern, früher gab es den Spruch "ein bißchen Blech, ein bißchen Draht, fertig ist das MIFA- Rad".
Ich habe in den 90ern sechs anmtike Klappfahrräder aufgebaut, seitdem immer noch in Betrieb,
Und ja- ich werde die Ernährung und die Spritzerei noch besser anpassen. -
am 19.11.2021 20:50:40 | IP (Hash): 1959518128
Zwischenbericht: Geht gut mit der Forxiga- Pille- wie versprochen, hält sich der BZ- Wert generell im Rahmen- wenn nicht, habe ich das Insulin abweichend von der Zeit gespritzt, oder... eben mal gesündigt.
Nur der Wasserdurchlauf ist immer noch gewaltig. Irgendwann muß ich doch mal leer sein...
:-)
Ansonsten nichts Neues- wegen des FreeStyle Libre. Vielleicht wegen Corona- da spinnen die immer weiter, da ich erst die 1. Spritze habe, Betreten der Arbeitsstelle nur mit täglichem, frischen Test, sonst... Abtreten. -
am 19.11.2021 20:59:18 | IP (Hash): 1462347197
Guter Wasserdurchlauf sagt, dass Dein BZ immer noch deutlich über ner guten Einstellung ist. Und der tägliche Test sagt Dir doch schön zuverlässig, wo Du bislang zum Glück noch nicht dran bist ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 21.11.2021 16:31:47 | IP (Hash): 816137953
"Guter Wasserdurchlauf sagt, dass Dein BZ immer noch deutlich über ner guten Einstellung ist."
Den hohen Wasserdurchlauf habe ich auch dann, wenn ich durchgehend gute Werte habe. -
am 21.11.2021 17:29:59 | IP (Hash): 2030116338
Der Wasserdurchlauf dürfte wg Forxiga eigentlich nur mit dem BZ die meisten von 24 Stunden ohne Forxiga deutlich über 7 sooo auffällig hoch sein. Wenn die Pille also einen guten Teil der BZ-Senkung auf 7 übernehmen muss.
Gibt natürlich auch viele mögliche andere Gründe für mehr Wasserumsatz. Den Test dafür kannst Du günstig haben, denn Urinteststreifen für Glukose kosten nicht viel. Und so lange Du deutlich Glukose im Urin testest, ist das der Beitrag der Pille zum BZ-Senken.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 26.11.2021 11:49:18 | IP (Hash): 1174814144
"Gibt natürlich auch viele mögliche andere Gründe für mehr Wasserumsatz. Den Test dafür kannst Du günstig haben, denn Urinteststreifen für Glukose kosten nicht viel."
Guter Tip, Danke.