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Vorstellung und Fragen zu Diabestes und Fußsyndrom

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    am 29.10.2021 14:15:06 | IP (Hash): 421883706
    Hallo an alle Diabetes- Fans !
    :-)

    Ich bin 63, nenne mich Arbeitsnomade, weil ich einer bin, seit über 20 Jahren. Montage, bin bundesweit auf Baustellen unterwegs.
    Ich habe mir D2 zugezogen- nicht ohne eigene Schuld, zugegeben- ich habe früher viel Süßkram in mich reingestopft, 4000 Kcal am Tag. Ja, ich weiß... eigene Blödheit.
    Wegen der Maloche bin ich aber nicht dick und fett geworden.. na ja... 15 Kg Übergewicht gebe ich ja zu (1,82, 97 Kg), aber ich muß manchmal ganz schön malochen.

    Vor einigen Jahren ging ich wegen geringfügiger Belenkbeschwerden zur Doktor'schen, und bat um einen Generalcheck, weil ich schon mal da bin. Auf die Frage, ob ich irgendwelche Probleme hätte: Nein, nur nachts oft Pipi, und öfter nächtliche Wadenkrämpfe.
    "OK, dann machen wir einen Diabetes- Test."
    Volltreffer, 20 mmol/l entspricht 360 mg/dl !
    Und ich habe mich bis dahin immer top gefühlt...

    Seitdem Medis (Metformnin), inzwischen Spritzen (Langzeit-/ Kurzeit- Zeugs + Metformin).

    Leider kriege ich das kaum mit der Dosierung hin... unjd manchmal knallt der Wert runter auf 3, dann fühle ich mich absolut besch...en. Bei hohen Werten (bisheriger Höchstwert einmal 22) gar nichts.
    Das soll ja bei D2 so sein.

    Inzwischen habe ich Knieprothesen- beidseits. Ging schnell, in 1 Jahr von leichten Beschwerden, bis nichts mehr ging. Also das Klempnerzeug eingebaut, erste OP 15, zweite OP 10 Monate her. Mit den Prothesen geht es jetzt, allerdings "fahre ich mit angezogener Handbremse", richtig schnell geht nicht, und auch die Ausdauer... ich hoffe, das bessert sich noch.
    Ich habe aber etliche Mitarbeiter kennengelernt, die keine OP hatten, und ebenfalls langsam, manche noch langsamer. Könnte daran liegen, daß man in dem Alter nicht mehr ganz neu ist.
    Vor den OP's hatte ich eigentlich... gar keine dieser Probleme, war "fit wie ein Turnschuh".

    Und ein Auge hat grauen Star, noch am Anfang. Der Doc sagt, ich soll schon mal in absehbarer Zeit eine neue Linse einplanen.
    Die Sehfähigkeit dieses Auges hängt aber auch sehr von Blutdruck und Blutzuckerwerten ab.

    Ich lebe einigermaßen gesund, bewege mich sowieso sehr viel (Arbeit, Tiere), "sündige" aber öfter.
    Da ich Leute in der Bekanntschaft hatte, die absolut asketisch lebten, aber sehr, sehr früh "abberufen" wurden, denke ich, das ist ok. Kein Zucker, kein Alkohol, kein Kaffee, kein Nikotin, keine Frauen- da sagtre "der da obern wohl auch: "Wozu, verdammtnochmal, wollen die 100 werden ???"

    Was mir jetzt aber Sorge bereitet: Diabetisches Fußsyndrom.

    Ich habe seit einigen Jahren Probleme mit einwachsenden Nägeln, Podologe/in fällt aus, weil ich immer unterwegs bin- ich kann keine Termine planen. So muß ich das selbst machen- ist aber oft schmerzhaft...

    Was mir dabei besonders Sorgen bereitet, weil das als Anfang vom Ende beschrieben wird:
    Beide Zehenreihen fühlen sich IMMER taub und/ oder "kribbelnd" an. Fühlen sich an, als ob man festgewordenen Klebstoff innen an den Zehen hat.
    Egal, ab Tag oder Nacht, egal, welche Zuckerwerte oder Blutdruck, die Taubheit ist immer da.

    Wer kann dazu was schreiben ? Ist das mit der Taubheit übertrieben, gibt es Spezis, die ich kontaktieren könnte, bestimmte Medis, usw. ?






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    am 29.10.2021 14:43:32 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Arbeitstierle,

    Du scheinst Deinen diabetes etwas auf die leichte Schulter zu nehmen. Deine Taubheitsgefühle in den Füßen rühren wahrscheinlich von heftigen Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen, eigentlich eine Spätfolge des Diabetes. Gehe schleunigst zu Deinem Diabtiker und lasse die Füße testen!

    Gruß,
    Biggi
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    am 29.10.2021 16:02:28 | IP (Hash): 421883706
    Na, so ganz auf die leichte Schulter nun auch nicht- sonst würde ich nicht fragen.

    Leider sind meine Möglichkeiten aufgrund der Arbeitszeit eben begrenzt- es wird dauern, aber ich werde einen Diabetologen aufsuchen.
  • specki

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    am 29.10.2021 16:24:26 | IP (Hash): 1487376100
    na ja spätestens wenn deine füße offen wären
    müßtest du dir zeit nehmen.

    mit offenen füßen müßtest du dir auch keine gedanken mehr über deine arbeitszeit machen
    daaaaaaaaann hast du ganz viel zeit dich um die löcher zu kümmern.

    du biggi, ich hab schon wieder den drang einen zu schütteln pfffffff
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    am 29.10.2021 19:46:23 | IP (Hash): 1541696286
    Arbeitsnomade schrieb:
    Leider kriege ich das kaum mit der Dosierung hin... unjd manchmal knallt der Wert runter auf 3, dann fühle ich mich absolut besch...en. Bei hohen Werten (bisheriger Höchstwert einmal 22) ...


    Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 29.10.2021 20:10:22 | IP (Hash): 421883706
    "Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?"

    Nein- ich habe im Gelände fahren gelernt, auf dem kein normaler PKW -und auch kein "SUY" auch nur einen Meter schadlos zurücklegen würde. Das vermeide ich heute eher.

    Was aber soll die Frage ?
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    am 29.10.2021 20:21:43 | IP (Hash): 1042835325
    Hallo Nomade,

    hast du mal mit deinem Arzt über andere wirksame Diabetesmedikamente gesprochen, die keine Unterzuckerungen hervorrufen? Bei deinem unregelmäßigem Lebensstil ist eine Insulintherapie tatsächlich eine Herausforderung.

    Wenn dein Arzt dir eine GLP1-Rezeptoragonisten (z.B. Ozempic, Trulicity) verschreibt und wenn der bei dir noch ausreichend wirkt, dann entfällt für dich das Hyporisiko komplett, die Therapie wird viel einfacher und dein BZ könnte eventuell sogar viel besser verlaufen. Wenn der GLP1-RA alleine nicht mehr ausreicht, dann lässt der sich auch noch mit Basalinsulin kombienieren, ohne dass die Therapie dadurch viel komplzierter wird.

    Wenn dein Arzt deine Füße nicht regelmäßig untersucht und z.B.noch keinen Stimmgabeltest gemacht hat, dann wäre es vielleicht sowieso an der Zeit für einen Arztwechsel.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.10.2021 20:25:05. Grund: BBCodes
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    am 29.10.2021 20:40:39 | IP (Hash): 1515891051
    Hi specki,

    nicht schütteln, sondern gut zureden. Das Arbeitstierle muss sofort zum Arzt. Sicherlich ist ein Tag Urlaub, wenn es nicht anders geht, doch mal möglich. Tierle, es ist dringend!

    Gruß,
    Biggi
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    am 29.10.2021 20:50:14 | IP (Hash): 1541696286
    Arbeitsnomade schrieb:
    "Fährst Du eigentlich immer noch so Auto, wie Du's damals in der Fahrschule gelernt hast?"

    Nein- ich habe im Gelände fahren gelernt, auf dem kein normaler PKW -und auch kein "SUY" auch nur einen Meter schadlos zurücklegen würde. Das vermeide ich heute eher.

    Was aber soll die Frage ?


    Noch besser! Du hast Dir das Fahren praktisch selbst beigebracht :)

    Übertragen auf Dein möglichst gesundes Zusammenleben mit Deinem Typ 2 könntest Du dir Deinen persönlich passenden Umgang mit Insulin doch genauso selbst erarbeiten, oder?

    Essen vor allem von Kohlenhydraten ist wie Gasgeben und Insulinspritzen wie Bremsen. Was wann wie passt, kannst Du nur vorsichtig systematisch ausprobieren und nach und nach verbessern. - Und die unregelmäßigen Anforderungen Deiner Arbeit sind dann sowas wie das Gelände, in dem Du mal mit dem Fahren angefangen hast :)

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    am 29.10.2021 21:03:52 | IP (Hash): 421883706
    "Wenn dein Arzt deine Füße nicht regelmäßig untersucht und z.B.noch keinen Stimmgabeltest gemacht hat..."

    Ich spiele manchmal Orgel, aber die Füße kommen nicht in Resonanz,m und singen auch nicht mit- das ist doch gut, oder ?
    :-)

    Ich denke, ich werde wohl einen Spezi aufsuchen müssen- von den genannten Medis und Therapien hat in weitem Umkreis keiner was gehört. Ich lebe allerdings auch in einem winzigen Kaff (das ist nicht negativ konnotiert, ich liiebe es, in einem Kaff zu wohnen !).

    An @alle: Wer kein Verständnis hat, warum ich wenig Zeit wegen der Arbeit habe: Ich habe eben noch Arbeit in dem Alter, die Bezahlung ist nicht schlecht, und habe es auch auch nötig. ich will meinen Kindern noch was hinterlassen können. Ich kann froh sein, daß ich nicht rausgeschmissen wurde, als meine Knie gemacht wurden, und jetzt nicht, wenn ich eben doch langsam zum Bremsklotz werde.

    Vielleicht alles nicht so toll, aber... wenn der Sensenmann mich zum Schwefelschippen holen will- hoffe ich, es geht schnell. Die Heizkosten der Hölle mögen ja nun wohl auch steigen, ,aber die kann man ja auf die Zeit nach der Ewigkeit stunden lassen.



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    am 29.10.2021 21:12:56 | IP (Hash): 421883706
    Übertragen auf Dein möglichst gesundes Zusammenleben mit Deinem Typ 2 könntest Du dir Deinen persönlich passenden Umgang mit Insulin doch genauso selbst erarbeiten, oder?

    Essen vor allem von Kohlenhydraten ist wie Gasgeben und Insulinspritzen wie Bremsen. Was wann wie passt, kannst Du nur vorsichtig systematisch ausprobieren und nach und nach verbessern. - Und die unregelmäßigen Anforderungen Deiner Arbeit sind dann sowas wie das Gelände, in dem Du mal mit dem Fahren angefangen hast :)

    Ah, so war das gemeint.
    Ja, ich habe da schon etliche Probleme, manchmal schätze ich das falsch ein, und manchmal kommt die Unterzuckerung dermaßen unerwartet- selbt im Krankenhaus haben die keine Einstellung finden können- vielleicht i´st der körpereigene Rhythmus schon so umgemodelt durch die Lebensweise ?
    Ich habe es mal, als ich die Kurzzeitspritze vergessen hatte, nur mit dem Langzeitzeugs probiert- da mußte ich die Dosis erhöhren, aber die Werte schwankten nicht so. Ich habe auch mal gelesen, daß es eigentlich keinen Grund für 2 Mittel gibt, außer dem Gewinn der Hersteller, das Langzeit- Zeug soll alleine schon reichen.
    Aber es ist eben so von den Docs vorgeschrieben worden. Die gehen allerdings auch voin den Hersteller- Empfehlungen für die ANwendung aus- wie auch ich mit meinen Materialien.

    Das werde ich wohl mit einem Diabetes- Spezi klären müssen.
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    am 29.10.2021 21:23:16 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Arbeitsnomade,

    ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. Beim Test mit der Stimmgabel wird Deine Durchblutung in den Füßen gemessen, das Instrument heißt so, weil es eben aussieht wie eine Stimmgabel. Eine evtl. Minderdurchblutung kann man durchaus behandeln, aber Du darfst eben eine Untersuchung bei einem Diabetologen nicht auf die lange Bank schieben. Und wenn Du weiterhin arbeiten willst, würde ich mal so schnel wie möglich einen Termin machen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 29.10.2021 21:32:37 | IP (Hash): 421883706
    "ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. "
    Wollte ich auch nicht sagen. Aber Arbeit ist eben wichtig- heute ja sogar lebenswichtig.
    Und nein- ich bin nicht arbeitsgeil- jeder einzelne Arbeitstag kotzt mich an.

    Auf jeden Fall werde ich einen Termin beim Spezi machen.
    Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:34:04. Grund: .
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    am 29.10.2021 21:40:19 | IP (Hash): 1541696286
    Wenn Du nüchtern 6-8 mmol/l misst, passt Dein Langzeit.

    Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig.
    Wenn Du vor allem in der ersten Stunde nach der Kurzzeitspritze körperlich Bewegung hast, kann die Dosis locker mal wie ne doppelte wirken. Die Verstärkung also vor dem Spritzen berücksichtigen oder um ne Stunde nach dem Spritzen auffressen ;)

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    am 29.10.2021 21:50:16 | IP (Hash): 421883706
    "Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig."

    Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !
    Oder futtern wie 'ne Salatschnecke, nur Grünzeug und sonstigen gesunden Mist, dann wenig Spritze, und dann knallt der Wert nicht so runter. Aber damit soll man arbeiten ?

    Bis jetzt kann ich Werte um 8- 10 gut einhalten, Langzeit- Zuckerwert 8. Aber die Doc rollt dann schon mit den Augen...
    Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:52:19. Grund: .
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    am 29.10.2021 22:14:21 | IP (Hash): 1541696286
    Arbeitsnomade schrieb:
    Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !


    Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
    Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?

    Nur mal zum Vergleich:
    Bei Gesunden ist nüchterne Obergrenze 5,7 und 8 für ein paar Minuten in der Spitze ne Stunde nach dem Essen. Alles darüber kann(!) taube Zehen machen, je höher drüber, umso mehr. Behandlungsmäßig gut sind die genannten 6-8 nüchtern.
    UND beim Runterkommen von Deinem insgesamt recht hohen BZ-Verlauf brauchst Du halt Zeit für's Gewöhnen. Wenn Du auf der Bahn mit 200 unterwegs bist, sind 100 schon wie Stehenbleiben, aber für die Ausfahrt noch ein bisschen viel ;)
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    Mitglied seit: 29.10.2021
    am 29.10.2021 23:56:45 | IP (Hash): 421883706
    "Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
    Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"

    Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
    Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.
    Wenn ich nur zu Hause wäre, wäre es kein Thema. Aber dem ist eben nicht so.
    Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.

    Nein, ich bin nicht beratungsresistent- ich muß meine Linie finden- darum ja die Anfrage hier.




    Bearbeitet von User am 30.10.2021 01:40:42. Grund: .
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    am 30.10.2021 08:57:04 | IP (Hash): 1008229720
    Arbeitsnomade schrieb:

    Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.



    Moment... ich gehöre zu den Pumpies mit Sensor und inzwischen auch Loop. Bin Typ1erin und eine Pumpe habe ich fast mein gesamtes Arbeitsleben, der Rest kam in den letzten Jahren. Ich bin zwar derzeit meistens zu Hause - unfreiwilliges Homeoffice - aber herumoxidieren würde ich das jetzt nicht nennen... :(

    Pumpe und Sensor sind bei mir immer so gesichert, dass ich absolut alles machen kann. Brav am Schreibtisch programmieren, hektisch nach einen Fehler im Kundensystem suchen, mit Kunden rumdiskutieren, aber auch mit der Kettensäge durch den Garten toben, spontan mit den Fahrrad ins Büro oder sonstwo hin fahren oder auch ins Auto springen und zum Kunden fahren...

    Mein System fängt derzeit nahezu jede Schwankung - egal ob Stress, Bewegung oder Mampf in einer Art und Weise ab, mit der ich dann doch nicht gerechnet habe...

    Aber die Krankenkassen genehmigen eine Insulinpumpe nur sehr selten bei Typ2ern und auch mit einer Insulinpumpe, Sensor und einer geeigneten Steuerung muss man immer beobachten und anpassen. Am Anfang mehr, im Laufe der Zeit dann weniger. Ein System regelt immer nur so gut, wie es die Eingangsparameter zulassen.

    Ach ja, und implantiert ist da gar nichts... ist alles, bis auf Sensorfaden und Insulinkanüle extern...

    Ergänzung: Ich kenne einige Typ1er mit Pumpe, Sensor und teilweise mit Loopsystemen in Pflegeberufen. Ist gerade im Schichtdienst mit wechselnder Überlastung sehr hilfreich.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:36:54. Grund: Korrektur
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    Mitglied seit: 29.10.2021
    am 30.10.2021 09:48:39 | IP (Hash): 790592211
    Pumpies... kannte ich noch nicht... tolle Bezeichnung.
    :-)
    Danke für die Einblicke ins "Pumpie- Leben" !

    "Herumoxydieren" war auch nicht im Sinne von Arbeitsfaulheit gemeint, bitte nicht so auffassen.
    Ich kannte allerdings Menschen in Familie und Umkreis, sogar recht nette Leute, die aufgaben, ihre Diabetes- Krankheit pflegten- und elende umkamen, nachdem Stück für Stück verfaulte und weggeschnippelt wurde.
    Neee... da hab' ich keinen Bock drauf, da beweg' ich mich lieber, eigentlich will ich nach Erreichen der Rente regelmäßig Sport machen... wenn da noch was geht, jetzt geht das wegen der unregelmäßigen Lebensweise nicht. Also nur dahinvegetieren, und auf den Sensenmann warten... nix für mich. Lieber teste ich den ersten Warp- Antrieb, oder sowas.

    Aufgrund meiner Arbeit fällt Pumpe für mich aus- garantiert würde mir in allerkürzester Zeit die Nadel rausrutschen, der Schlauch oder die Pumpe kaputtgehen- ich arbeite nicht am PC, Montage ist teilweise schon recht fordernde Arbeit,
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:54:12. Grund: .
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    am 30.10.2021 09:58:22 | IP (Hash): 1515891051
    Ja Mensch, gerade darum geht es doch, dass Dir nichts "weggeschnippelt" wird. Deine Taubheit in den Füßen ist doch der Anfang. Also lasse Dich testen, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast. Aber es sind Deine Füße ...

    Gruß,
    Biggi
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    am 30.10.2021 10:10:52 | IP (Hash): 512393456
    Arbeitsnomade schrieb:
    "Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
    Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"

    Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
    Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.


    Hier hat mal ein Bundespolizist mitgeschrieben, mit Mitte 30 mit Leib und Seele im aktiven Außendienst. Recht plötzlich hatte er Diabetes Typ 1, brauchte also Insulin und wurde damit praktisch automatisch an den Schreibtisch versetzt. Weil man ja als INSULINER regelmäßig messen und essen muss und der BZ dann bei unregelmäßigem Wechsel zwischen normaler und großer körperlicher Belastung gewaltig schwanken kann.
    Der Mann hat 2 Jahre dafür gebraucht, sich mit seinem Blutzucker so zusammenzuraufen, dass er den in seinem normalen völlig unregelmäßigen Arbeitstag mit einigen Stunden Laufen im Gelände mit vollem Gepäck und ohne regelmäßige Mess- und Essenspausen im Rahmen von HBA1c 6-7 Halten konnte, zuverlässig frei von Unterzuckerungen! Ein halbes von den 2 Jahren hat er normalen Dienst mit durchgängig enger Beobachtung von Vorgesetzten gemacht, dann hatte er seinen alten Job mit allen Führer- und Waffenscheinen wieder.

    Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will.

    Also mal ein konkretes Beispiel: Der BZ ist überraschend von 10 auf 3 gefallen, und Du fühlst dich mies.
    Wie lange nach dem Spritzen sind die 3 aufgefallen? Wie viele Einheiten hast Du wann gespritzt? Was an KHs hast Du dann wann gegessen? Was hast Du wann anschließend und wie lange gemacht?
    Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung und dafür aber nur die Hälfte vom Insulin spritzen und nach der gleichen Zeit schauen, wieviel höher als 3 der BZ bleibt.
    Kann gut sein, dass Du da dann 7 misst, wo Du eigentlich 5 haben wolltest. Dann brauchst Du also bei nächsten Versuch nicht die Hälfte vom ursprünglichen, sondern etwas mehr Insulin. Und das probierst Du so lange durch, bis Du in der Art Situation recht zuverlässig Deine 5 mmol/l erreichst.

    Wenn das ein Frühstück war, kommen dann noch Mittag- und Abendessen in ähnlicher Weise. Das wäre dann in einem ersten Schritt schon mal ne brauchbare Grundlage für gegen zu niedrige Überraschungen.

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    am 30.10.2021 10:30:52 | IP (Hash): 790592211
    "ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast"
    Ich habe doch geschrieben, ich werd' mich kümmern.

    Aber Arbeitsnomaden sind eben immer unterwegs, und zwar wochentags, und so ist ein fester Termin nur bedingt möglich- das können sich viele Leute, die einen festen Job in einer Firma haben, immer nicht vorstellen.
    Ganz früher hatte ich eine solche Arbeit, und das ging auch mit den öffentlichen Verlkehrsmitteln der Stadt.
    Da ging was NACH der Arbeit.
    Das ist 32 Jahre her.
    Wenn ich heute nach der Arbeit nach Hause fahre, ist meist alles geschlossen, rien ne va plus.

    Und ja, Urlaub, Frei- Tage... aber das kann ich auch nur sehr dosiert erinsetzen.
    Ich könnte eine andere Arbeit annehmen- aber was man hier in der Gegend verdient... da kann ich auch arbeitslos werden, oder krank. Und damit will ich gar nicht erst anfangen.

    Nein, keine Märchen. Realität in Teilen von DE. Inzwischen in vielen Teilen.
    Wer's nicht glaubt- kann gern herkommen.
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    am 30.10.2021 10:44:37 | IP (Hash): 790592211
    "Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will."

    Habe ich mich irgendwo hingesetzt und gejammert ? Ich denke nicht.

    "Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung"

    Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
    Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".

    Meine Frau brachte mal einen Salat mit 'nem Löffel Dressing und veganem Zeugs drumherum mit- sah sooo "zum Kotzen gesund" aus, die Angaben eigentlich ok- aber der Zuckerwert schoß wie eine Rakete hoch.
    Ein anderes Mal Heißhunger, eine Riesenportion Frikassee mit Reis, eigentlich eher "nicht so der Burner"- der Zuckerwert bewegte sich gar nicht.
    Ich schrieb ja schon- selbst als ich wegen Einstellung auf Spritzen im Krankenhaus war, lieiß sich das nur schwer einstellen, ein Wert um 8 war der beste Durchschnitt.

    Ja, ich weiß... man kann weiter probieren, mach' ich ja auch.
    Und- das mit dem Fußsyndrom... war mir neu- darum frage ich ja hier an, und, wie geschrieben, ich werde eine/n Spezi aufsuchen.


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    am 30.10.2021 11:01:46 | IP (Hash): 512393456
    Arbeitsnomade schrieb:
    Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
    Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".


    Hier immer per Du! Und ich hab extra das Beispiel mit dem Bundespolizisten gebracht. Der HAT(TE) alles andere als einen regelmäßigen Tagesablauf. Aber zum Austesten von seinem Blutzucker und dessen Eigenarten hat er sich den über Wochen und Monate gemacht!
    Wir alle hier, die wir mit unserem Blutzucker in dem Bereich auskommen, den wir haben wollen, haben immer wieder gleiche Situationen hergestellt(!), damit wir unseren BZ da eben beobachten und entsprechendes Steuern ausprobieren konnten.
    WICHTIG dafür: Fortlaufend IMMER ALLES Aufschreiben. Denn im Gegensatz zum Autofahren erfolgen die Reaktionen auf Deine Aktionen nicht sofort, sondern mit 1-2 und manchmal auch noch mehr Stunden Nachlauf. Da hat man ohne Aufschrieb längst nicht mehr auf dem Schirm, was man eben vor 1,2 oder 3 Stunden konkret gemacht hat(!) - nicht haben könnte.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:03:49. Grund: Korrektur
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    am 30.10.2021 11:16:08 | IP (Hash): 389568829
    @Nomade,

    nochmal: Wenn du deinen Doc (oder einen neuen Arzt) dazu bringen kannst, einen GLP1-RA (Trulicity, Ozempic, ...) auszuprobieren und wenn es bei dir (evtl. mit Unterstützung von Basalinsulin) ausreichend wirkt, wird dein Leben um ein Vielfaches einfacher und deine BZ-Verläufe werden wahrscheinlich auch ein ganzes Stück besser. Deine Bekannten die mit ihrem Diabetes jämmerlich zugrunde gegangen sind, hatten so eine Chance nicht. Diese wirkungsvollen Diabetesmedikamente, mit denen es auch keine Unterzuckerungen mehr gibt, stehen erst seit wenigen Jahren zur Verfügung. Neben den GLP1-RA gibt auch noch andere moderne und gute Diabetesmedikamente. Die wirken allerdings bei dir wahrscheinlich nicht mehr stark genug.

    Nur wenn das nicht mehr funktioniert, weil unterdessen bereits der Großteil deiner Betazellen untergegangen ist, musst du dich hier im Forum von den INSULINERn beraten und vielleicht auch vollpflaumen lassen.

    Eine geeignete Ernährung kann übrigens jede Diabetestherapie gut unterstützen. Bei der Insulintherapie hast du das ja bereits bemerkt. Allerdings beschränkt sich eine diabetesgeeignete Ernährung keinesfalls auf Salatblätter kauen und Möhren mümmeln. Wenn du die KH moderat reduzierst, kannst du unter Beachtung der Gesamtkalorien eine Menge gute Sachen mit viel Eiweiß und/oder Fett in deine Ernährung einbauen. Die liefern dir die erforderliche Energie, lassen den BZ weniger ansteigen und machen auch noch besser und anhaltender satt.

    Alles Gute, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:19:12. Grund: BBCodes