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Diverse Schwierigkeiten bei 140-120-100

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    am 14.08.2022 11:27:49 | IP (Hash): 879050120
    Moin moin,

    bei meiner letzten Kontrolluntersuchung war der HbA1c bei 5,8, mit dem ich schon ganz zufrieden bin. Optimal wohl immer noch nicht, aber ich arbeite dran. Diesen genannten Wert erreiche ich durch sofortiges Frühstück nach dem Aufstehen, anschließend eine Hunde- oder Fahrradrunde, bevor ich z.B. an den Schreibtisch gehe. Ich verkneife mir weitgehend KH und nehme morgens und abends 500mg Metformin. Der Nüchternwert pendelt irgendwo bei knapp über 100, mal 102, mal 107, selten über 110.

    Ich würde das Finetuning meiner Werte noch besser hinbekommen und bin ratlos. Die viel zitierte Regel 140-120-100 kenne ich, aber ich bekomme das um's Verrecken nicht hin. Heute früh etwa war der Nüchternwert 107, ich habe gefrühstückt und habe auf der Terrasse noch einen Kaffee getrunken. Nach einer Stunde Wert bei 118. Dann bin ich die Hunderunde gelaufen und hatte knapp 2h nach dem Frühstück den Wert 115. Leider ist es oft so, dass der Wert dann weitgehend konstant bleibt und bis etwa 12-13 Uhr bei irgendwas um 110 herumpendelt. Größere Radrunden morgens lassen ihn kurz unter 100 sinken, gestern etwa lag er bei 94. Anschließend schnell wieder bei 107 bis zum Mittagessen.

    Hat jemand einen Tipp, was ich noch machen könnte?

    Viele Grüße!
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    am 14.08.2022 14:22:35 | IP (Hash): 85432785
    Chris75 schrieb:
    Hat jemand einen Tipp, was ich noch machen könnte?

    Ja, den habe ich:
    Sei zufrieden mit deinen Werten und freue dich darüber, dass du deinen BZ so schön gleichmäßig mit diesen sehr geringen Schwankungen hinbekommst.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 14.08.2022 14:27:38. Grund: BBCodes
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    am 14.08.2022 16:42:45 | IP (Hash): 1088839384
    Die max 140-120-100 waren mal mein Mantra, nachdem mir vorgeworfen worden war, dass ich Leute in schwere Hypos getrieben hätte. Die hatten nämlich blind für max 140 in der Spitze nach dem Essen mehr Insulin gespritzt, meistens wohl die doppelte Menge von dem, was im normalen Auslauf gepasst hätte.
    Noch mal zu Deiner Orientierung hast Du hier gleich zu Anfang die Grafik vom gesunden BZ-Verlauf nach viel KHs https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar

    Wie ich Deine Beiträge lese, hast Du mit Deinem systematisch zielgerichteten Verhalten das normal mögliche Optimum an möglichst gesundem BZ-Verlauf erreicht. Praktisch im oberen Streubereich der Gesund-Kurve. Wo das um Welten besser aussieht, als in der normal guten ärztlichen Behandlung, könntest Du’s getrost so lassen. Da will ich Rainers Beitrag gern unterschreiben.

    Auf der anderen Seite kann ich gut verstehen, dass Dich reizt, da doch noch irgendwie was auf noch ne Nummer besser zu drehen. Und das einzige, was ich an Deiner Stelle noch probieren würde, wäre ne Leberentfettung nach Taylor.
    Dabei geht es in erster Linie nicht um ne Fettleber, sondern darum, dass völlig unabhängig von der Gesamtmenge des darin eingelagerten Fettes viele Lebern wohl eine individuelle Fett-Schwelle haben. Die liegt bei manchen schon um 20% und bei anderen erst um 80, und mit dem Überschreiten geben diese Lebern zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als tatsächlich gebraucht und abgenommen wird.
    Entsprechend kippt mit dem Unterschreiten dieser Schwellen die Regelung für die Glukoseausgabe wieder zurück in den gesunden Rahmen.

    Ob das bei Dir ne Möglichkeit ist, kannst Du ganz einfach ausprobieren, indem Du dir ne gute Woche täglich nur 600-800 kcal pro Tag leistest. Am einfachsten morgens+mittags+abends 1 Becher Optifast ö.ä.
    Wenn das tatsächlich ne Möglichkeit für Dich ist, müsste nach 6-8 Tagen Dein Nüchternzucker von einem auf den anderen Tag deutlich unter 100 sinken.
    Wenn er’s bis dahin nicht tut, würde ich den Versuch nach spätestens 14 Tagen drangeben. Denn solche Formulas sind nicht nach meinem Geschmack. Und wie oben schon geschrieben hast Du auch so schon für eine Behandlung einen beneidenswert gesunden BZ-Verlauf!

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    am 14.08.2022 18:01:13 | IP (Hash): 879050120
    Danke, Rainer, für die netten Worte!

    Und Jürgen, auch Dir herzlichen Dank. Du hast Recht, meine Werte sind annähernd noch von der Streuung der Durchschnittswerte gesunder Menschen erfasst. Den Hinweis wg. der Fettleber nehme ich mir mal zu Herzen, vielleicht probiere ich das tatsächlich mal. Ich muss allerdings ein wenig aufpassen, bei 193cm Größe wiege ich momentan nur 78 kg und muss nicht unbedingt abnehmen.

    Schönen Sonntagabend Euch!
    Bearbeitet von User am 14.08.2022 18:03:45. Grund: zu früh auf Senden geklickt.
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    am 14.08.2022 20:25:58 | IP (Hash): 1918819133
    Hallo Chris,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinen tollen Werten. Mit denen kannst Du ganz zufrieden sein. 5,8 ist sehr gut, Du musst bedenken, dass ein Gesunder durchaus auch 5,5 haben kann. Der HbA1c-Wert schwankt auch mal ein bischen, bei mir liegt er zwischen 5,5 und 5,7, je nachdem. Meine Diabetologin gratuliert mir immer, weil ich diese Werte durch Ernährungsumstellung erreicht habe (hatte am Anfang 14,5 und musste spritzen). Nun nehme ich 2 x am Tag Metformin a 500 und konnte auch Jardiance (noch ein Medi) absetzen, ohne dass sich die Werte verschlechterten.

    Schau, dass Du Deine guten Werte beibehalten tust. Ich drücke die Daumen!

    Gruß,
    Biggi
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    am 14.08.2022 21:24:11 | IP (Hash): 904154496
    Dazu fällt mir nur der Spruch meiner Diabetisberaterin dazu ein...

    Du lebst mit Diabetis, nicht für Diabetis!

    Deine Anstrengungen, um noch bessere Werte zu erzielen würden mir zu arg die Lebenslust einschränken und erscheinen mir persönlich zu krampfig... Ich würde da mal emotional eher einen Gang rausnehmen, denn gesünder als gesund geht nicht bzw. schlägt dann um ins Ungesunde.

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    am 15.08.2022 10:51:35 | IP (Hash): 387382412
    ThomaS1968 schrieb:
    Dazu fällt mir nur der Spruch meiner Diabetisberaterin dazu ein...

    Du lebst mit Diabetis, nicht für Diabetis!

    Deine Anstrengungen, um noch bessere Werte zu erzielen würden mir zu arg die Lebenslust einschränken und erscheinen mir persönlich zu krampfig... Ich würde da mal emotional eher einen Gang rausnehmen, denn gesünder als gesund geht nicht bzw. schlägt dann um ins Ungesunde.



    Aus meiner Sicht gesehen hat Thomas völlig Recht. Wenn die Ärzteschaft davon redet das man bis zu einem Hba-1c Wert von 7,5% in einem guten Bereich liegt, dann belasse ich es bei 7,0-7,2%.
    So kann ich mir ein paar Dinge an Lebensmittel leisten auf die andere verzichten müssen.
    Gerade jetzt im Sommer braucht und verlangt der Körper Vitamine. Da könnte ich jetzt ein paar Obstsorten aufführen die ich trotz allem in Maßen verzehre.
    Die ständige Angeberei von Jürgen mit seinen Hba-1c Wert von 5,0% und seiner täglichen Spritzerei von 40-50 IE sehe ich als ein sehr schlechtes Beispiel für die Lebensqualität an. Und sich morgens und abends nur von Möhren zu ernähren ist auch keine ausgewogene Ernährung. So ein schlimmes Leben möchte ich nicht führen.

    Ich hatte schon mal geschrieben das ich nur noch selten spritze. Nur wenn ich weiß das eine Nahrung den BZ ansteigen lässt ist das erforderlich. Montags habe ich immer Kuchentag, und wenn ich gleich aus Hause gehe werde ich mir ein Stück Torte gönnen. So fühle ich mich dann gut.




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    am 15.08.2022 14:10:16 | IP (Hash): 511480145
    Helmuth schrieb:
    Die ständige Angeberei von Jürgen mit seinen Hba-1c Wert von 5,0% und seiner täglichen Spritzerei von 40-50 IE sehe ich als ein sehr schlechtes Beispiel für die Lebensqualität an.


    Ich bedauere, dass Du meine HbA1c um 5 als Angeberei und als krampfhaft erzwungen mit 40-50 IE Insulin am Tag missverstehst.

    HbA1c 7-7,5 habe ich nach den Empfehlungen der Ärzteschaft auch über 10 Jahre gepflegt, zuerst mit Tabletten, die die Betas ausquetschen, und als die sich nach 8 Jahren nicht weiter quetschen ließen, mit Insulin. Und davon 140-160 IE am Tag für morgens+mittags+abends ausgwogene 4 BE.

    Wenn ich in der Spur geblieben wäre, würde ich heute mit Mühe und über 200 IE Insulin täglich einen HbA1c eher um 8 halten, wie alle, die ich aus der ersten Schulung von damals noch ab und zu sehe. Denn der Typ 2 ist in der Regel eine progrediente Krankheit. D.h. man braucht mit immer mehr Jahren immer mehr/stärkere Medikation, um den Blutzucker im ärztlich empfohlenen Rahmen zu halten. Das ist völlig normal. Und völlig normal ist auch, dass sich mit der Zeit in diesem ärztlich empfohlenen Rahmen Folgen wie höherer Blutdruck und höhere Blutfette usw. einstellen.

    Diesem fachärztlichen Normal hab ich mit meiner Verringerung meines HbA1c und meines Insulinbedarfs aus meiner Sicht eine ganze Menge an Lebensqualität abgeluchst. Denn im Gegensatz zu allen, die ich mit normal HbA1c um 7 nach 30 Jahren mit Typ 2 kenne, brauche ich heute noch keine Medis für gesunde Blutfette und gesunden Blutdruck mit deren Nebenwirkungen.
    Meine Darstellung soll niemanden zum Nachmachen zwingen, sondern nur aufzeigen, was möglich sein kann, wenn man diese Möglichkeit nutzen will.

    Was Du seit Deiner Diagnose geschafft hast, finde ich bemerkenswert. Und ich drücke die Daumen, dass das noch möglichst lange so weiter funktioniert :)

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    am 15.08.2022 20:04:53 | IP (Hash): 1918819133
    Hallo Thomas,

    meine Lebensqualität ist dadurch in keinerWeise eingeschränkt. Ernährungsumstellung heißt nicht, auf alles zu verzichten, sondern anderes zu essen. Und ich fühle mich wohl dabei. Und ich lebe "mit" Diabetes, nicht "für".

    Vielleicht hilft Dir aber auch noch ein anderer Gedanke: Du kannst zwar mit 7,0 dahindümpeln, aber sicher sind Dir die Spätfolgen dann nicht recht, Verlust der Sehkraft, Durchblutungsstörungen in den Füßen und Beinen (und hier auch evtl. Verlust).

    Dies einigermaßen gesund zu halten, ist für mich Lebensqualität.

    Im übrigen esse ich durchaus auch Schokolade und Pudding und ab und zu auch mal ein Stückchen Kuchen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 15.08.2022 22:27:05 | IP (Hash): 387382412
    Ernährungstechnisch habe ich mich auch umgestellt, und schon mal beschrieben das ich tagsüber 5 kleine Mahlzeiten zu mir nehme. Davon eine Nachts immer gegen 2-3 Uhr. Das ist für meine Altersdiabetes eine gute Maßnahme.
    Laut Arzt muss ich mir bei einem Hba-1c Wert der um 7% liegt keine sehr großen Gedanken um eventuelle Spätfolgen machen. Das ganze hängt natürlich auch mit dem Alter zusammen.
    Was mich allerdings überrascht hat ist, das die Bauchspeicheldrüse wieder gut mitarbeitet. Das mag damit zusammen hängen das ich außer Montags kaum noch spritze. Dabei kommt mir der Gedanke, der auch falsch sein kann, das mit der Spritzerei die Drüse selber nicht mitarbeiten muss und ein Schattendasein führt, oder verkümmert.
    Altersbedingt ist natürlich eine volle Funktion nicht gegeben, bei 90 ml/dl ist auch Schluss und dann macht sich eine Unterzuckerung bemerkbar.
    Wenn ich einen Wert um 6% erreichen möchte dann bleibt mir nichts anderes übrig als wieder Spritzen zu benutzen. Das möchte ich aber nicht machen und warte ab was mir am Donnerstag für einen Hba-1c Wert mitgeteilt wird.

    @Jürgen, das Wort "Angeberei" mag etwas schroff sein, aber Tatsache ist das du gerade neuen Mitgliedern gegenüber immer wieder deinen Hba-1c Wert nennst, als wenn darin eine Aufforderung liegt dich als Vorbild zu nehmen und es dir gleich zu tun.
    Und wenn ich lese was du hier alles so an Ratschlägen den Usern anbietest, so bleibt doch fest zuhalten da du für die meisten Usern doch keine große Hilfe bist.
    Und das muss mal deutlich gesagt werden.




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    am 16.08.2022 10:26:49 | IP (Hash): 547873854
    Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
    Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?
    Das kann keinen Spaß mehr machen, befürchte ich? Aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen und diese perfekten Werte seien Dir natürlich von Herzen gegönnt!

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    am 16.08.2022 11:32:14 | IP (Hash): 1174178505
    ThomaS1968 schrieb:

    wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?


    DAS würde mich auch interessieren!
    Was ißt denn der Jürgen so?
    Wieviel KH nimmt den der Jürgen so am Tag zu sich?

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    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0; NW: 104,5 (Stand 07/22)
    Bearbeitet von User am 16.08.2022 11:32:52. Grund: .
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    am 16.08.2022 16:19:40 | IP (Hash): 2134917599
    ThomaS1968 schrieb:
    Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
    Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?


    Für den HbA1c von gut 7 und den von 5,5 und besser hab ich damals auf ärztliches Anraten 4+4+4 BEs gegessen, die BE zu 12 g KH. Die niedrigere BZ-Führung wurde "einfach" damit möglich, dass ich mich nicht mehr wie gelernt an dem jeweiligen Wert vor dem Essen orientiert hab, sondern am Verlauf nach dem Essen.

    Dabei ist aufgefallen, dass manche BE bei mir wie ne halbe wirkt und manch andere wie anderthalb, und dass z.B. 20-30 Minuten Bewegung direkt nach dem Essen bei mir die Wirkung der BEs halbieren bzw. die der IEs verdoppeln. Wo diese Auffälligkeiten beim Steuern nach dem BZ vor dem Essen nicht sichtbar sind, aber sich z.B. mit der Bewegung oder der geringen BZ-Wirkung bei der standardmäßigen Insulindosierung hypomäßig auswirken, muss man den BZ halt hoch genug dafür halten, dass alle Täler weit genug über der Hypogrenze bleiben.

    Mit der Orientierung am Verlauf nach dem Essen hab ich mit etwas Übung jedes Tal voraussehen und den BZ ohne großen Sicherheitspuffer sehr viel niedriger halten können, eben bei HbA1c 5,5 und besser. Ich hab den postprandialen BZ auch über Jahre gerne ein bisschen knapp geschätzt und so um anderthalb bis 2 Stunden nach dem Essen gegen zu tiefes weiteres Sinken einen von meinen Lieblingsbömsen eingeschoben, also tatsächlich mehr KHs als vorher gegessen.

    Eben mit den 80-90 IEs gesamt am Tag, aber die Erfahrung, dass mit insgesamt weniger BZ für gleiches Essen weniger Insulin aus dem Pen notwendig ist, gab es wenigstens zu Wirkzeiten von Dok Teupe häufiger.

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    am 16.08.2022 20:29:48 | IP (Hash): 1918819133
    Jürgen, Du erzielst doch Deine Werte nur durch das Spritzen. Du nimmst passend zu Deinen jeweiligen Mahlzeiten entsprechende Einheiten. Und das muss Thomas nicht und darum kann man das gar nicht vergleichen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 16.08.2022 20:52:41 | IP (Hash): 547873854
    Hallo Biggi.

    Ich glaube, da hast Du ein Denkfehler drin, unabhängig davon hab' ich auch eher auf Chris Eingangspost geantwortet...?. Mag sein, dass Du deine 5,5 leichter zustande bekommst, bei ihm klingt das für mich persönlich halt ziemlich krampfig...
    Mit 7,0 HbA1c wird NIEMANDEM ein Fuß amputiert und NIEMAND muß damit an die Dialyse! Da verwette ich Haus und Hof drauf!
    Ich weiß nicht, wer Dir eingeredet hat, dass man unbedingt unter 6 sein muss? Bei extremem Ausreizen der unteren BZ-Bereiche droht hingegen Demenzgefahr!

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    Bearbeitet von User am 16.08.2022 21:00:28. Grund: Ergänzung
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    am 16.08.2022 21:31:16 | IP (Hash): 1918819133
    Da irrst du Dich Thomas, weil Du musst doch bedenken, dass im Laufe der Zeit die körpereigene Insulinproduktion rückläufig ist und man immer mehr Medikamente oder Insulin braucht. Mein Diab. ist seit gut 1 1/2 Jahren bekannt und ich bin froh, dass mit geringer Dosis Metformin ich zur Zeit diesen Wert ernährungsmäßig gut halten kann. Aber dieser Wert wird wahrscheinlich mit dem Jahren nur mit höheren dosen zu halten sein, so dass ich vielleicht irgendwann auch mal Werte von 6,5 oder so haben werde. Aber ich werde alles tun, um eben nicht nach 7 zu kommen und insulinpflichtig zu werden (ob mir das gelingt, steht in den Sternen). Je höher der Wert, desto wahrscheinlicher werden Folgeerkrankungen.

    Ich bin in einer sehr guten Diabetologenpraxis, hatte dort auch eine Schulung, und da folge ich doch lieber meiner Diabetologin, die engmaschig überwacht (DMP-Propramm).

    Gruß,
    Biggi
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    am 16.08.2022 22:05:31 | IP (Hash): 2134917599
    ThomaS1968 schrieb:
    Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
    Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?


    Du hast mich gefragt, wie ich’s mache, und ich hab’s Dir geschrieben. Sorry, aber da ist nix von Krampf.

    Ich geh für einen Moment noch mal zurück an meinen Anfang in 91, Start mit HbA1c 15und und morgens nüchtern 400und. Hab dafür Sulfonylharnstoff gekriegt, der die Betas zu konstanter Höchstleistung antreibt. Hab nach ner Woche angefangen, nach dem BZ-Messer zu essen und brauchte im Sommer keine Tabletten mehr für meinen völlig gesunden BZ mit Low Carb. Heute würde man das als komplette Remission bezeichnen und wenigstens in fortschrittlicheren Diabetologie-Kreisen als vollen Erfolg sehen. Damals galt Low Carb als völlig abartiger und gefährlicher Ernährungsansatz, und meine Ärzte - Hausarzt, Diabetologe und Nephrologe - haben ihn mir im Herbst 91 schließlich ausgeredet.

    Also hab ich meine komplette Remission bis Weihnachten wieder aufgefressen. Und das hat Mühe gemacht. Denn KH-Portionen, die meinen BZ noch im März locker an 300 gepusht hatten, wollten lange nicht für 160 reichen!

    Einen schwachen Abglanz von der Remission habe ich auch heute noch: Da kommt öfter vor, dass ich im Wirkauslauf von Essen und Insulin einen niedrigeren BZ messe, als ich eigentlich erwarte. Und wenn ich mir längere Zeiten mehr BZ leiste, z.B. bei mehrtägigen Ausflügen mit viel Essen, das ich nicht so passend einschätzen kann, sehe ich zuhause bei gewohnten Portionen deutlich mehr BZ, als ich normal erwarte, bis sich das dann nach einigen Tagen mit gezielter Begrenzung auf meinen Rahmen wieder auf den gewohnten Stand einspielt, in dem der BZ ein bisschen vom Hang hat, auch dann in meinem gesunden Rahmen zu bleiben, wenn ich eigentlich einen etwas größeren Ausflug erwarte.

    Will sagen: Da ist im gesunden Bereich nix lineares wie mehr KHs machen parallel mehr Insulinbedarf! Sondern da haben wir ne Regelprozess-Struktur, die die Mitspieler zu erhalten versuchen. Und damit können sie einzelne Überlastungen ausgleichen.
    Wenn die Überlastungen überhand nehmen, kippt der Prozess um. Und mit etwas Schon-Betrieb kann(!) der dann wieder zurück gekippt werden.

    Du schreibst gern bei Veröffentlichkeitungen ab. Dass z.B. gesunder BZ bei Menschen mit Diabetes zu Demenz führen soll.
    Da steht auch immer, dass weniger Gewicht weniger BZ=weniger Insulinbedarf macht, wenigstens für Menschen mit Typ 2, wie mich.
    Ich hab vor 8 Jahren meine Leber entfettet, hast Du bestimmt hier schon mehrfach gelesen. Nach 8 Tagen mit VLCD hatte ich von einem Tag auf den anderen statt 40 IE nur noch 10 IE an Basal-Bedarf, aber von den 96 gerade mal vielleicht 1 kg abgenommen.
    Im Anschluss daran bin ich noch einige Wochen bei VLCD geblieben und hab insgesamt 25 kgs abgeschmolzen, für meinen gesunden BZ ABER KEINE EINHEIT WENIGER INSULIN GEBRAUCHT!

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    verdoppelt
    Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:06:41. Grund: verdoppelt
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    am 16.08.2022 22:20:43 | IP (Hash): 2063346258
    Dein Bestreben Biggi, unter 6 zu bleiben ist ja durchaus aller Ehren wert, keine Frage... Es bleibt trotzdem die Frage, wieviel Lebensqualität Du dafür opferst?.
    Für mich machts die Balance ...
    Das Schreckgespenst, alles über 6 ist/wird einmal totkrank sein und ist dem Siechtum geweiht, sollte man gerade hier nicht weiter streuen!
    Aktiv posten hier zumeist Leute, die in ihrer chronischen Krankheit eine Art Hobby sehen und sich permanent um die Einhaltung von extrem gesunden Werten mit ebensolcher extremen Lebensenergie tagtäglich bemühen... Das verfälscht das Diabetikerbild leider sehr.
    Mein Bruder, Diabetiker Typ I seit seinem 12 Lebensjahr, kämpft wohl seit 37 Jahren um einen HbA1c von 7 oder weniger, lag oft wesentlich drüber und hat 6,8 erstmals dieser Tage, mit einem Sensor-System geschafft.
    Er hat bislang keine diagnostizierten Folgeerkrankungen...
    Sehr viele Typ I'ler sind Lichtjahre von einem HbA1c von 6,5 entfernt und die sterben dennoch nicht alle mit 60!
    Ein Krankheitsbild wird in unserer heutigen Gesellschaft auch gerne mal nach Gewinnmarschen definiert... Think about it...
    Ein anderes Beispiel sind die vorgeschriebenen Werte für Cholesterin. Alles über 160 sei wohl schon "behandlungsbedürftig"..., einfach lachhaft was uns die Pharmaindustrie da aufschwatzen will!!!

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    Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:27:01. Grund: Ergänzung
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    am 16.08.2022 22:53:04 | IP (Hash): 2134917599
    Sorry, mir geht’s nicht um Ehre, sondern im Prinzip um Millionen Menschen, die völlig ohne Medis keinen höher als gesunden BZ zu haben und weder für den noch für irgendwelche Folgen Medis zu nehmen brauchten, wenn die Diabetologie sie spätestens im prädiabetischen Bereich zur Rückkehr in den gesunden anleiten würde. Im Prinzip deswegen, weil auch dann immer noch reichlich gern auf dies Möglichkeit verzichten würden. Aber die 10%, die sie nutzen würden, sind aus meiner Sicht jede Anstrengung wert!

    Miese Folgekrankheiten mehren sich mit zunehmendem BZ über gesund, keine Frage. Aber wenn gerade bei diabetischen Schäden an Auge und Niere auffällig viele schon aus dem prädiabetischen Bereich kommen, halte ich das auch dann für bedenkenswert, wenn da nur 1 Fall pro 1000 oder pro 10.000 ist.
    Und schließlich hat die gute Frau mit dem Glukose-Trick https://read.amazon.com/?asin=B091KJY31B&ref_=kwl_kr_iv_rec_4&language=en-US aktuelle Studien ausgewertet, die nahelegen, dass schon BZ-Schwankungen in der Größenordnung zwischen 30 und 60 mg/dl erheblichen Einfluss auf wichtige Lebensqualitätsparameter wie u.a. Wohlbefinden und Gewicht haben können.

    Wer nach 40 Jahren mit Typ 1 und HbA1c 7-8 noch keine diabetischen Folgeschäden hat, kann sich getrost gratulieren. Aber das ist nun mal leider keine Mehrheit.
    Anyway, soweit wie jeder seines BZ-Rahmens eigener Schmied ist und damit den hat, den er haben will, finde ich das voll i.O. Daumendrück für Dich mit Deinem :)

    Nachtrag: Apropos Krmpf und Chris
    Wenn gezielt für den angestrebten BZ Rahmen Essen und Bewegen nicht reicht, bleibt nur, den zu erweitern oder passend Medikation dazu zu nehmen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:58:56. Grund: Nachtrag
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    am 16.08.2022 23:13:45 | IP (Hash): 2063346258
    Typ II ist etwas völlig anderes als Typ I.
    Ihr Typ II'ler könnt euch gesund hungern, wir müssen uns krank essen...

    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 16.08.2022 23:23:42 | IP (Hash): 2134917599
    ThomaS1968 schrieb:
    Typ II ist etwas völlig anderes als Typ I.
    Ihr Typ II'ler könnt euch gesund hungern, wir müssen uns krank essen...


    Und wieso brauch ich wenigstens 20 IE Insulin im deutlichen Abnehm-Modus mit 600-800 kcal pro Tag?
    Und meinst Du wirklich, dass er Typ hier krank ist http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/ ? 84 müsste da übrigens heute stehen!

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    am 17.08.2022 08:20:29 | IP (Hash): 2063346258
    Ja gut, es ist natürlich eine überspitzte Darstellung, aber grundsätzlich nur mit 600 kcal auskommen zu wollen find' ich bedenklich...

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    am 17.08.2022 08:43:52 | IP (Hash): 1590470573
    ThomaS1968 schrieb:
    Ja gut, es ist natürlich eine überspitzte Darstellung, aber grundsätzlich nur mit 600 kcal auskommen zu wollen find' ich bedenklich...


    Ich hab damit in 10 Wochen 25 kg abgeschmolzen und brauchte dafür immer noch 10 IE Basal und 10 IE Bolus pro Tag für meinen BZ in meinem Rahmen. Also nix mit gesund hungern, wie Du oben so schön pauschal für Typ 2 geschrieben hast!
    Und genauso daneben finde ich die Idee, dass Menschen mit Typ 1 sich krank essen müssen.

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    am 17.08.2022 09:57:37 | IP (Hash): 605225793
    hjt_Jürgen schrieb:
    Miese Folgekrankheiten mehren sich mit zunehmendem BZ über gesund, keine Frage. Aber wenn gerade bei diabetischen Schäden an Auge und Niere auffällig viele schon aus dem prädiabetischen Bereich kommen, halte ich das auch dann für bedenkenswert, wenn da nur 1 Fall pro 1000 oder pro 10.000 ist.

    Anhand welcher Daten kann man denn ausmachen, ob mit späteren Folgekrankheiten zu rechnen ist? NBZ oder HBA1C?
    Wenn ich z.B. über Jahre einen "guten" HBA1C-Wert unter 6 habe, bin ich dann vor Folgeerkrankungen geschützt oder ist das ein Trugschluss?
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    am 17.08.2022 10:15:53 | IP (Hash): 2063346258
    Zum Abnehmen weniger essen ist okay Jürgen, aber nicht um dekadenlang Weltrekordwerte der Diabetisgemeinde zu erzielen.
    Der Typ I muss im Grundprinzip sein Essen "wegspritzen", d. h. jede Entgleisung beim Essen ist ein Sargnagel, ohne Aussicht auf grundsätzliche Gesundung.
    All das kann man aber auch in einen Vorteil umwandeln, eben je nachdem wie man sich hält...

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    Bearbeitet von User am 17.08.2022 10:24:35. Grund: Ergänzung
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    am 17.08.2022 10:22:30 | IP (Hash): 2063346258
    Ich leg' mich mal fest, mit HbA1c von um die 7 ist man auf einer ziemlich sicheren Seite, keine Diabetisfolgen zu erleiden. Der NBZ ist im Prinzip nur eine Momentaufnahme... Dem würde ich nicht so großes Gewicht beimessen.
    Ich meine aber gelesen zu haben, dass das größere Problem die Länge der Zeit sei, in der man noch nichts von seiner Zuckerkrankheit gewußt hat?.

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    Bearbeitet von User am 17.08.2022 10:24:06. Grund: Ergänzung
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    am 17.08.2022 10:49:32 | IP (Hash): 592156173
    Die Folgekrankheiten bei Diabetes kommen doch nicht nur vom hohen HbA1c.
    Was hier in der Diskussion vergessen wird, sind die ganzen anderen Faktoren.
    Die überwiegende Mehrheit der Diabetespatienten nehmen ihre Medikamente, leben aber weiter wir zuvor.
    Heißt: Fettleibigkeit, Rauchen, viel Alkohol, Drogen, usw....
    Und die tauchen natürlich in den Daten der Statistiken auf aber wohl kaum hier im Forum.
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    am 17.08.2022 10:51:43 | IP (Hash): 2063346258
    @Chris70... Genau richtig! Da stimme ich Dir voll zu!

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    am 17.08.2022 10:59:16 | IP (Hash): 605225793
    Chris70 schrieb:
    Heißt: Fettleibigkeit, Rauchen, viel Alkohol, Drogen, usw....

    Ok, dann präzisiere ich meine Frage:

    Wenn ich z.B. über Jahre einen "guten" HBA1C-Wert unter 6 habe, bin ich dann vor Folgeerkrankungen geschützt oder ist das ein Trugschluss?

    Unter folgenden Voraussetzungen:

    - BMI ist im grünen Bereich
    - Rauchen nein
    - Alkohol mäßig
    - Drogen nein
    - Fastfood sehr selten
    - sonstige Krankheiten/Medikamente nein

    Hintergrund der Frage: welcher Indikator kann mir zuverlässig bestätigen, später keine Folgeerkrankungen zu haben? Nicht das ich mich auf einen "guten" HBA1C-Wert verlasse und mir dann mit mitte 70 doch die Füße abgeschnitten werden oder ich nix mehr sehen kann????
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    am 17.08.2022 11:28:14 | IP (Hash): 1511357530
    ThomaS1968 schrieb:
    Ich leg' mich mal fest, mit HbA1c von um die 7 ist man auf einer ziemlich sicheren Seite….


    Leider stimmt das eher nicht. Denn es gibt diverse Studien die zeigen, dass bereits prädiabetische Werte ( also HBA1c kleiner!!!6,5%) schon hohes Potential für diabetische Folgeerkrankungen haben.
    https://ddz.de/praediabetes-gefaehrlicher-als-angenommen/
    oder hier:

    https://www.diabinfo.de/vorbeugen/was-wird-geforscht/nachrichten/nachrichten/article/praediabetes-risikofaktor-fuer-weitere-folgeerkrankungen.html
    wer die Links nicht öffnen mag hier das Zitat:
    #########
    Prädiabetes – weitreichende Folgen für die Gesundheit

    Die Auswertung ergab für Menschen mit Prädiabetes sowohl eine höhere Sterblichkeitsrate als auch ein höheres Risiko für viele weitere Erkrankungen. Personen mit Prädiabetes haben demnach im Vergleich zu Personen ohne Prädiabetes ein höheres Risiko für:

    Erkrankungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen
    Erkrankung der Herzkranzgefäße
    Schlaganfall
    Herzversagen
    Herzflimmern
    Chronische Nierenerkrankungen
    Krebs (insgesamt sowie Leber- und Brustkrebs)
    Demenz
    #####

    Auch mein DiaDoc hat mir gerade letzte Woche beim Quartalstermin erzählt, dass er leider die Erfahrung gemacht hat, dass einige seiner Leitliniengerecht sehr gut eingestellte Patienten dann leider doch oft Neuropathien bekommen haben.


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    am 17.08.2022 12:25:22 | IP (Hash): 2063346258
    "Einigen wir uns" auf ein erhöhtes Risiko?.
    Ich denke, die Statistiken, die da wohl sicherlich existieren, beziehen alle Diabetiker mit ein, auch die vermutlichen 85%, die sich weniger gut an die Vorgaben dieser Krankheit halten wollen oder können.
    Dementsprechend wird auch das statistische Bild von Diabetes ausfallen...
    Die gleichen Studien wird es auch für Bluthochdruck-Erkrankte geben.

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 17.08.2022 12:30:41. Grund: Ergänzung
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    am 17.08.2022 13:06:15 | IP (Hash): 879050120
    Es gibt so viele Studien, dass einem fast schlecht werden könnte. Egal was man googlet, irgendwo hat immer jemand herausgefunden, dass es ein höheres Risiko für irgendwas gibt. Mein Arbeitszimmer ist beispielsweise im Keller. Er ist sehr schön, luftig, Neubau, relativ hell, hohe Decken, riecht nicht nach Keller, ich bin da ganz gerne. Googlet man jedoch Keller und Lebenserwartung kommen auch gleich wieder alarmierende Studien über Radon, Lungenkrebs, was auch immer und ich setze mich gelegentlich auch mal auf die Terrasse oder in's Wohnzimmer.

    Das Problem ist bei vielen Studien die fehlende Quantifizierung, d.h. wie hoch ist bei uns etwa das Risiko für Folgeerkrankung xy bei welchem Diagnosealter mit welchem dauerhaft eingestelltem HbA1C. Das habe ich so noch nicht besonders konkret gesehen. Oftmals scheinen die Studien auch nur der Schaffung einer Doktorarbeit zu dienen, die für Mediziner jetzt nicht unbedingt dieselben Voraussetzungen hat, wie z.B. für Ingenieure oder Physiker. D.h. sie erschöpfen sich manchmal in der Aussage, dass ein irgendwie höheres Risiko besteht. Ob es nun 0,1%, 1%, 50% usw. höher ist, bleibt manchmal offen. Wenn da ein Wert steht, hat der persönlich kaum Aussagekraft, was kann man sich auch konkret darunter vorstellen?

    Eine für mich eher plausible Studie aus Großbritannien (https://journals.lww.com/cardiovascularendocrinology/Fulltext/2020/12000/Estimating_life_years_lost_to_diabetes__outcomes.9.aspx) sagt vereinfacht aus, dass jedes Jahr, dass man mit einem HbA1C über 58 mmol/mol (ca. 7,46%) verbringt, durchschnittlich zu einem Verlust von 100 Lebenstagen führen kann, sowohl für Typ 1 als auch für Typ 2. Mit dieser Zahl kann ich beispielsweise etwas anfangen und habe für mich die Notwendigkeit gesehen, mich möglichst weit von diesem Wert zu entfernen. Krampfig mag das vielleicht aussehen, aber mir fallen der Verzicht und die Regelmäßigkeit nicht schwer. Ich versuche eher, die Zusammenhänge zu verstehen, wundere mich dann aber gelegentlich darüber, dass es nicht so funktioniert wie ich will. Daher auch meine Eingangsfrage zu dieser Diskussion.

    Es ist aber sehr schön zu sehen, wie lebhaft die Diskussionen in diesem Forum sind. In meinem Bekanntenkreis habe ich niemanden, der sich dazu mit mir austauschen kann.
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    am 17.08.2022 14:15:22 | IP (Hash): 1918819133
    Lieber Thomas und Chris,

    Ihr versucht, Euch Eure Diab.Erkrankung schön zu reden. Und, Thomas, ich habe nicht das Gefühl, großartig auf etwas verzichten zu müssen und vor allem hungere ich nicht.

    Folgeerkrankungen, durch Diabetes bedingt, kommen erst nach Jahren und dann ist es leider zu spät, weil da ist dann nichts mehr rückgängig zu machen.

    Gute HbA1c-Werte schützen davor, da könnt Ihr noch so unmögliche Statistiken aufführen und Euch alles schönreden.

    Gruß,
    Biggi
    Bearbeitet von User am 17.08.2022 15:08:29. Grund: Schreibfehler
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    am 17.08.2022 14:36:17 | IP (Hash): 879050120
    Moin Biggi,

    also mit schönreden fühle ich mich gerade nicht angesprochen ;) Meine Zielwerte gehen eher in die Richtung von Jürgen. Ich gehe gelegentlich sehr akademisch an die Sache ran und wollte mit meinem letzten Beitrag ausdrücken, dass es für mich zu wenig brauchbares Zahlenmaterial gibt, bis auf diese eine Ausnahme. Ich möchte persönlich auch den prädiabetischen Bereich unterschreiten und das war Basis meiner Ausgangsfrage, da ich momentan knapp davor stehe.

    Viele Grüße,
    Christian
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    am 17.08.2022 17:54:08 | IP (Hash): 2063346258
    Über gute HbA1c-Werte läßt sich trefflich streiten!
    In diesem Fall ist durchaus auch der Weg das Ziel, aber biggi ich merk' schon, da kommen wir nicht zusammen...
    Jeder wie er mag, wir sind ein freies Land! ;)

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    am 17.08.2022 19:54:58 | IP (Hash): 1590470573
    Wo es vor nicht mal 100 Jahren noch darum gegangen ist, mit Diabetes überhaupt 10 Jahre weiter zu leben, werden inzwischen längst Blutzuckerbewegungen untersucht und als schädlich nachgewiesen, die aus praktischer Diabetologie-Sicht noch immer absolute Peanuts sind: z.B. Schwankungen um 100 und mehr mg/dl.
    Schon alltäglich mehrfache deutlich kleinere wirken schon bei völlig gesunden Menschen schädlicher auf die Blutgefäße, als eindeutig diabetischer BZ ohne solche Schwankungen https://diabetesjournals.org/diabetes/article/57/5/1349/13528/Oscillating-Glucose-Is-More-Deleterious-to
    Nach Berücksichtigung einer Reihe solch wissenschaftlicher Beispiele kommt die Autorin vom Glukose-Trick zu dem Schluss, dass schon völlig gesunde Menschen aus einer Reihe von guten Gründen gut daran tun, ihre Schwankungen wesentlich im Rahmen von 30 mg/dl zu halten.
    Wenn ich mal übern Tag ne Schwankungsweite von 60 einhalten kann, werte ich den für mich als TOP.

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    am 17.08.2022 21:36:49 | IP (Hash): 2063346258
    Wollte ich auch grad noch sagen... Wenn Gesunde 5 Kugel Eis mit einglegten Früchten drauf verdrücken und danach noch 'ne Cola wegem Durscht, werden die sicherlich auch über 200 schießen?!
    Da würd' ich auch wieder Haus und Hof drauf verwetten...
    So mancher wird deshalb früher gehen, ohne dass da jemals Diabetes diagnostiziert wurde....
    Es soll wohl auch bei Nichtdiabetikern ab und zu eine suboptimale Lebensweise vorherrschen...

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    Bearbeitet von User am 17.08.2022 21:40:40. Grund: Ergänzung
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    am 17.08.2022 22:00:03 | IP (Hash): 879050120
    Es gab mal einen lustigen Beitrag von Strg-F vom NDR. Da sind zwei Reporter auf einer Süßigkeitenmesse, essen alles durcheinander und messen immer mal den Blutzucker. Siehe hier z.B. ab Minute 7:10:

    https://youtu.be/Yy5-rQ1qXjM
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    am 17.08.2022 22:08:04 | IP (Hash): 2063346258
    Könntest Du bitte deren Spitzenwert mal kurz hier benennen?.

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    am 17.08.2022 22:09:20 | IP (Hash): 879050120
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    am 17.08.2022 22:20:17 | IP (Hash): 1590470573
    Das ist übrigens die tolle Grundlage für jede Menge von Aussagen auch in diesem Forum, dass solche Werte gesund seien, weil sie ja auch bei gesunden Menschen gemessen werden könnten ;(


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    am 17.08.2022 22:31:41 | IP (Hash): 2063346258
    Danke Chris75.
    Na, was hab' ich gesagt?!

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    am 17.08.2022 22:33:05 | IP (Hash): 2063346258
    @Jürgen... Unglaublich, gell...?!
    Man kann den Diabetes auch zum Anlaß nehmen, ihn als Erkrankter einfach mal neu zu definieren und die Maßstäbe unter die der offiziell Gesunden zu schieben?!
    Aber ganz ehrlich, was soll das und wem von uns nützt das was???
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    Bearbeitet von User am 17.08.2022 22:42:00. Grund: Ergänzung
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    am 17.08.2022 22:54:52 | IP (Hash): 1590470573
    Nicht unglaublich, sondern schlicht ungesund - auch für gesunde Menschen ;)

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    am 17.08.2022 22:59:33 | IP (Hash): 2063346258
    Genau.

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    Bearbeitet von User am 18.08.2022 09:07:59. Grund: Ergänzung
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    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 21.08.2022 00:11:43 | IP (Hash): 328240884
    Ich finde ärgerlich, was sich Jürgen in diesem Thread gefallen lassen muss.

    Ein HbA1c von 7,0...7,5 ist auf keinen Fall im gesunden oder unbedenklichen Bereich, einer von 5,0...5,5 ist das auf jeden Fall.

    Wie Jürgens persönliche Geschichte zeigt, ist es für viele frischdiagnostizierte Typ2er möglich, in Remission zu gelangen. Und dass schlechte (ärztliche) Beratung alles wieder kaputt machen kann. Ist in dem Falle wohl auch dem Erkenntnisstand vor 30 Jahren geschuldet. Nun macht er sich dafür stark, dass dies heute niemandem mehr geschieht. Das ist keine Angeberei und birgt keine Gefahren.

    Der 7er Wert ist eine Faustformel, dass sich grenzdebile Insulinpflichtige nicht ständig in Hypos schießen.
    Damit in einem Forum, wo sich immer wieder neue verunsicherte frischdiagnostizierte einfinden, sein eigenes Nichthandeln zu rechtfertigen, finde ich verantwortungslos.

    Und nein, es ist kein Krampf und keine Einbuße an Lebensqualität, sich durch Anpassung des Lebensstils in gesunde Dimensionen zu steuern. Biggi hats geschafft, ich habs geschafft und viele andere hier im Forum auch.

    Ich kann aus eigener Erfahrung berichten: 44 Jahre hab ich mich unwissentlich fehlernährt.
    Seit der Umstellung hab ich derart an Lebensqualität gewonnen, dass ich mit dem nun gewonnenen gesunden Körpergefühl erst rückwirkend betrachtet feststellen musste, dass ich zeitlebens ein kranker Mensch gewesen bin. Mein heutiger Gesundheitszustand war in früheren Jahren nicht im Bereich des Vorstellbaren, aber das konnte ich damals nicht wissen, denn viele nun von mir abgefallenen Beeinträchtigungen waren die einzige Körperwahrnehmung, die ich aus eigenem Fühlen und Erleben kannte.

    Es lohnt sich sooo sehr.
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    am 21.08.2022 12:42:55 | IP (Hash): 705993429
    Sorry, aber da bleibe ich komplett anderer Meinung.
    Hier einen Wert von 5,0 als MUSS zu propagieren, DAS! verunsichert frisch Diagnostizierte!
    Diesen Wert erreichen sicherlich nicht mal 10% der über 50 Jährigen Gesunden und wenn Du das jetzt als Typ II'ler geschafft hast ist das sicherlich schön für Dich, aber man kommt auch mit unter 7 vergleichsweise sicher durchs Leben.
    Ständig in den unteren Grenzregionen zu surfen birgt eine nicht unerhebliche Demenzgefahr in sich, ganz zu schweigen von der dann sicherlich noch nur rudimentär vorhandenen kulinarischen Lebensqualität...
    Aber man darf ja ruhig unterschiedlicher Meinung sein...
    Übrigens, mein derzeitiger GMI liegt bei 6,3.


    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 21.08.2022 12:46:00. Grund: Ergänzung
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    am 21.08.2022 20:24:03 | IP (Hash): 1918819133

    Thorsten, Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin, nachdem ich meine Ernährung aufgrund Diabeteserkrankung umgestellt habe, sehr viel leistungsfähiger und munterer.

    Und Thomas, Du schreibst dir nur alles schön, nur weil Du in Wirklichkeit nicht bereit bist, Dich mit Deiner Erkrankung zu versöhnen. Schreibt jemand von seinen Erfahrungen, nimmst du die gar nicht wahr, weil Du Angst hast, dass irgend jemand Dir was wegnehmen will. Aber sorry, krank bist Du und wenn Du von Demenz sprichst: erhöhter Blutzucker schwächt die Durchblutung und davon wird man dement. Also iss weiter, was Dir schmeckt, vielleicht weißt Du es irgendwann soundso nicht mehr ...

    Gruß,
    Biggi
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    am 21.08.2022 20:24:17 | IP (Hash): 1053702365
    ThomaS1968 schrieb:
    Hier einen Wert von 5,0 als MUSS zu propagieren, DAS! verunsichert frisch Diagnostizierte!


    Weist Du mir bitte eine Stelle nach, an der ich das so geschrieben habe?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 21.08.2022 21:46:48 | IP (Hash): 328240884
    Ein voll ausgeprägter Diabetes als beste Prophylaxe vor Demenz .
    Im Ernst jetzt...?
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    am 21.08.2022 23:11:31 | IP (Hash): 705993429
    Das galt dem Thorsten1973, nicht Dir Jürgen!
    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 21.08.2022 23:12:47. Grund: Ergänzung
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    am 21.08.2022 23:14:12 | IP (Hash): 705993429
    Ein HbA1c mit sehr drastisch erzwungenen 5,0 % ist nach all dem, was ich bislang so gehört bzw.gelesen habe nicht wesentlich unproblematischer als allseits harmonisch erzielte 7,5...
    Du kannst aber gern einer Studie von Dr. I.R.GENDWER glauben, die von der Pharmaindustrie finanziert wurde....
    Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich pfeif'!


    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 21.08.2022 23:35:56. Grund: Ergänzung
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    am 22.08.2022 08:48:43 | IP (Hash): 2087435992
    ThomaS1968 schrieb:
    Ein HbA1c mit sehr drastisch erzwungenen 5,0 % ist nach all dem, was ich bislang so gehört bzw.gelesen habe nicht wesentlich unproblematischer als allseits harmonisch erzielte 7,5...


    Wie Du dir drastisches Erzwingen mit erheblich weniger Insulin bei gleichbleibendem Gewicht vorstellst, hast Du aber immer noch nicht geschrieben. Vielleicht probierst Du's einfach mal in der Theorie für einen Tagesablauf - und findest dabei selbst raus, was Du mit Deinem Erzwingen für'n unterirdischen Blödsinn schreibst?


    Thomas1968 schrieb:
    Du kannst aber gern einer Studie von Dr. I.R.GENDWER glauben, die von der Pharmaindustrie finanziert wurde....
    Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich pfeif'!


    Schon interessant, wie Du uns hier mit soner approbierten Korrüfähe alle veräppeln willst ;)

    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 22.08.2022 08:51:30. Grund: .
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    am 22.08.2022 10:32:32 | IP (Hash): 705993429
    Warum bist Du heute so giftig, Jürgen? Mit Dir hab' ich doch gar nicht direkt korrespondiert?
    Ess' mal was Gescheit's, dass macht einen entspannter...! ;)
    Ich beobachte die Reduktion von "gesunden Werten" im Gesundheitswesen übrigens auch im Cholesterin-Bereich. Da werden einem heutzutage durch überengagierte Ärtze bei 180 schonmal kräftig Statine verordnet und glaub' mir, die sind alles andere als gesund!
    Es ist zudem gängige Praxis, dass Medikamenten-Studien von Pharmafirmen in Auftrag gegeben und finanziert werden...

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 22.08.2022 10:38:20. Grund: Ergänzung
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    am 22.08.2022 10:37:28 | IP (Hash): 1918819133
    Hoppe und Malz verloren ...

    Gruß,
    Biggi
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    am 22.08.2022 18:35:13 | IP (Hash): 1682505950
    Meine Meinung zu der gesamten Diskussion:

    Ein stabiler Verlauf ist deutlich besser, als ständiges Auf und Ab für einen möglichst niedrigen HbA1C.

    Es gibt Studien, die belegen, dass das Risiko von Folgeschäden deutlich reduziert ist, wenn der HbA1C unter 7,0% liegt. Aber es gibt auch Studien, die belegen, dass ein sehr niedriger HbA1C unter 6,0% (oder war es 6,5%) nur noch geringfügig das Risiko von Folgeschäden reduziert. Es gibt dann keine liniaren Zusammenhang, je besser der HbA1C desto geringer das Risiko für Folgeschäden.

    Zudem gibt es jetzt Forschungsreihen, die untersuchen, welche zusätzlichen Faktoren (Genetik, Übergewicht, Bluthochdruck, Cholesterinwerte,...) neben einem hohen Blutzucker für die Entstehung von Folgeschäden verantwortlich sein.

    Es gibt übrigens auch eine bereits krankhaft ausgeprägte Angsterkrankung im Bezug auf Folgeschäden. Das möchte ich in diesem Zusammenhang auch erwähnen.

    Ein gutes Mittelmaß zu finden, ist deshalb wichtig. Bei der Frage, welche Werte okay sind und inwieweit man sich mit der Ernährung einschränkt deswegen, ist auch die Frage Typ1 oder Typ2, mit oder ohne Insulin nicht ganz unerheblich.

    Fakt ist auch hier, jemand der zum Frühstück vier Brötchen mit Marmelade isst und drei Gläser mit O-Saft trinkt, weil er ja alles dank Insulin essen darf, übertreibt damit masslos mit den Kohlenhydratbomben. Auf der anderen Seite, wer sich den ganzen Tag nur aus Möhren und Käse ernährt aus Angst vor Folgeerkrankungen, übertreibt in meinen Augen auch masslos in die andere Richtung. Irgendwo dazwischen sollte jeder seine eigene Strategie und seinen eigenen Zielwert finden.

    Bei den Cholesterin-Werten gebe ich Thomas zum Teil recht. Ich habe sehr gute Cholesterinwerte. Meine Triglyceride sind sogar fast zu niedrig. Auch mein LDH ist im normalen Zielbereich für Gesunde (unter 145). Aber, wer Diabetes hat, für den gelten plötzlich andere, ganz strenge Grenzwerte (unter 100), die auch ein Gesunder ohne Tabletten kaum erreicht. Ich sehe in dem Zusammenhang echt nicht ein, warum ich deswegen plötzlich Tabletten nehmen sollte. Außer die Diabetesklinik hat es zum Glück noch nie jemand beanstandet.

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    am 22.08.2022 18:56:31 | IP (Hash): 705993429
    Dankeschön July95, so hab' ich das alles auch gemeint...
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    am 22.08.2022 19:37:45 | IP (Hash): 2087435992
    July95 schrieb:
    Auf der anderen Seite, wer sich den ganzen Tag nur aus Möhren und Käse ernährt aus Angst vor Folgeerkrankungen, übertreibt in meinen Augen auch masslos in die andere Richtung.


    Die Angst vor Folgeschäden haben mich mal angetrieben. Heute ist es die Erfahrung, dass mein Diabetes im völlig gesunden Bereich deutlich toleranter ist, als bei häufiger höheren BZ-Ausflügen. Deutlich toleranter bedeutet, dass mit ner Woche voll im gesunden Bereich ne KH-Portion in der Spitze darin bleibt, die mich nach mehreren Tagen mit häufigeren BZs um 170 eben auch von um 90 bis 170-180 lupfen würde.
    Ich halte also nichts krampfhaft ein, sondern genieße vielmehr den ausgleichenden Beitrag, um den mich die noch existierenden Reste meiner natürlichen BZ-Steuerung eben im gesunden Bereich entlasten!
    Dabei bleiben die BZ-Schwankungen meistens bei 40-60 mg/dl, selten darüber. In den Spitzen meistens bis max 140 und vielleicht 1mal pro Woche über 170. Spitzen unter 60 vielleicht 1mal pro Woche, unter 50 1mal pro Monat und darunter vielleicht 1mal pro Quartal. In all den Jahren ganze 2 schwere Hypos.

    Wo ich damit einen BMI von 24-25 pflege, kann ich beim besten Willen nicht sehen, wo mir was fehlen sollte oder wo ich mit meinem Beispiel auf quälenden Verzicht dränge?

    Nachtrag:
    Geschredderte Möhren und Käse sind mein Standard-Frühstück, mag ich echt gern und kann dabei gern zuschauen, wie meine Frau ein frisches Brötchen isst. Zum Mittag und zum Abend hatte ich heute einen Salat aus Kartoffeln, grünen Bohnen, Broccoli, gebratenen Zwiebeln, Oliven und Thunfisch, zum Kaffee dazwischen ein Stück Apfelmus-Streuselkuchen.

    Und noch ein Nachtrag:
    Die Remission, die ich direkt nach meiner Diagnose im Sommer 91 mit Hilfe von Tabletten erreicht und dann völlig ohne Medis erhalten und stabilisiert hatte, war nicht nur tolerant, sondern hartnäckig: Da hab ich große Mengen von KHs fressen müssen, um meinen BZ endlich von unter 140 in den Spitzen auf über 160 und endlich über 200 zu bewegen!
    Weil uns zum Glück heute niemand mehr eine komplette Remission - völlig gesunder BZ ohne Medis - als schädlich einreden will, sehe ich darin eine tolle Alternative zum progredienten Typ 2, zu dem unsere Diabetologie noch immer alternativlos anleitet.

    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 22.08.2022 20:05:18. Grund: Nachtrag
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    am 22.08.2022 20:39:30 | IP (Hash): 617604867
    Zitat:
    Zum Mittag und zum Abend hatte ich heute einen Salat aus Kartoffeln, grünen Bohnen, Broccoli, gebratenen Zwiebeln, Oliven und Thunfisch, zum Kaffee dazwischen ein Stück Apfelmus-Streuselkuchen.
    Zitatende.

    Du willst uns doch nicht weismachen das dadurch dein BZ nicht großartig angestiegen ist.
    Das möchte ich stark bezweifeln. Und solche Erhöhungen verderben auch den Hba-1c Schnitt.


    Dein niedriger Hba-1c Wert ist nicht ganz ungefährlich wie hier zu lesen ist:

    https://www.diabetiker-nds.de/news/meldung/news/zu-niedriger-hba1c-kann-fuer-senioren-gefaehrlich-werden


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    am 22.08.2022 21:15:54 | IP (Hash): 2087435992
    Helmuth schrieb:
    Du willst uns doch nicht weismachen das dadurch dein BZ nicht großartig angestiegen ist.


    Doch, das will ich, weil ich für das Essen jeweils passend Apidra gepritzt habe. Zum Mittag 6 IE Apidra, die mit 2 Stunden anschließender Bewegung wie dieser hier https://www.youtube.com/watch?v=2VZH30QD7_4 für etwa 8 km auch noch für 3 Bonbons ausgereicht haben, Für den Kuchen 7 IE zusammen mit danach 200 mal auf und nieder hier am Schreibtisch in meinem Sessel und für den Salat zum Abend (18.30) noch einmal 4 IE zusammen mit bis um 23.00 noch einmal wenigstens 100 mal auf und nieder hier am Schreibtisch.

    Was ich auch sagen will, ist der Inhalt von meinem 2. Nachtrag: Als ich damals nach meiner Diagnose wieder einige Wochen völlig ohne Medis im völlig gesunden Bereich war, hab ich tatsächlich für Essen wie heute weder Insulin oder sonst ein Medikament gebraucht, und Bewegung war dafür auch nicht notwendig. Wenn ich mich damals nicht hätte beschwätzen lassen und in meiner gesunden Spur völlig ohne Medis geblieben wäre, würde ich heute für mein Essen im völlig gesunden BZ-Bereich noch immer kein Medikament brauchen!

    Nachtrag
    Messe gerade 93. Hat also alles gepasst :)

    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 22.08.2022 22:05:28. Grund: Nachtrag
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    am 22.08.2022 22:20:31 | IP (Hash): 1470062324
    @Thomas
    Das ist der Thread von Chris, der hier um unsere Einschätzung bat, - kein Ort, den ich mit Streitereien zerschießen möchte. Daher will ich es bei diesem letzten Wort belassen.

    Die, gegen die Du hier anschreibst, propagieren keine erzwungenen Werte und schon gar keine Ziele einer Pharmaindustrie, sondern weisen auf die Möglichkeit einer Remission hin. Dafür nötig ist lediglich eine gesunde Lebensweise.

    Selbst wer keine komplette Remission mehr hinbekommt, kann Medikamenten- und Insulinbedarfe deutlich reduzieren. Und viele gesunde Lebensjahre gewinnen.
    Rätselhaft bleibt mir, warum so viele sich angesichts einer Diabetes-Diagnose nicht aufraffen können. Lieber ungesundes Zeugs und dazu irgendwelche Pillen fressen, sich Füße absägen lassen und zur Ausrede auf zweifelhaften Studien ausruhen.
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    am 23.08.2022 20:32:10 | IP (Hash): 1918819133
    Klasse, Torsten!

    Gruß,
    Biggi
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    am 23.08.2022 23:14:10 | IP (Hash): 705993429
    @Thorsten... Wen meinst Du denn mit,... können sich nicht aufraffen, nach der Diabetes-Diagnose etwas für seine Gesundheit zu tun? Mich etwa...?
    Mein GMI als Typ I liegt derzeit bei 6,2, von ehemals 11,2 HbA1c vor 8 Wochen....
    Ich laß mir einen HbA1c zw. 6 und 7 hier von niemanden schlecht reden!
    Das Ding ist, dass ein Typ II mit Sport und reduzierter gesunder Ernährung tatsächlich eine Remission erreichen kann.
    Ein Typ I kann nur eine bestmögliche Balance-Findung zwischen Essen und Insulinzufuhr erreichen! Das sind zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder, mit ebenso begrenzten Möglichkeiten für einen Typ I aus dem Teufelskreis zwischen permanenter Insulinzufuhr und Gegenessen ausbrechen zu können.
    Ein Typ I hat keine eigene Insulinproduktion mehr, ein Typ II ist in aller Regel "nur" Insulinresistent, mehr oder minder stark ausgeprägt... Eigentlich sollte es für beide Typen unterschiedliche Foren geben, weil sie meines Erachtens unterschiedlicher Behandlungen bedürfen...
    Ins Extreme abzurutschen ist langfristig allerdings für beide Gruppen negativ, das meine ich eigentlich.


    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 24.08.2022 09:05:44. Grund: Ergänzung
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    am 24.08.2022 10:57:52 | IP (Hash): 782501515
    torsten1973 schrieb:

    Rätselhaft bleibt mir, warum so viele sich angesichts einer Diabetes-Diagnose nicht aufraffen können. Lieber ungesundes Zeugs und dazu irgendwelche Pillen fressen, sich Füße absägen lassen und zur Ausrede auf zweifelhaften Studien ausruhen.



    Ich hoffe du meinst hiermit nicht die Typ1er im Forum. Es sind einfach andere Krankheiten. Egal was ich esse, ich werde immer Insulin brauchen. Auch bei LowCarb. Ich kümmere mich sehr um meinen Diabetes. Aber man darf in solchen Fällen auch nicht das Hyporisiko vergessen, was bei einen nicht insulinpflichtigen Typ2 Diabetiker nicht zum Tragen kommt. Ich darf bspw. laut Leitlinie nicht unter 90mg/dl Auto fahren. Ins Bett muss ich über 100mg/dl gehen, sonst kommt es i.d.R. zu nächtlichen Unterzuckerungen,...
    Und da gibt es bei mir eine gewisse Balance zwischen Hypovermeidung und das Risiko Folgeschäden möglichst zu reduzieren. Daher ist mein Ziel-HbA1C definitiv unter 7,0%. Am liebsten im Bereich 6,0-6,5%. Darunter wird es einfach mit den Hypos schwierig und deshalb würde ich nie einen HbA1C von 5,0% oder tiefer anstreben.

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    am 24.08.2022 14:31:06 | IP (Hash): 705993429
    Genau so ist es July!
    Ein Typ I'ler hat es prinzipiell schwerer einen niedrigeren HbA1c-Wert zu erreichen und ich weigere mich einfach, den "Verstümmelungstheorien zwischen 6 und 7" nachzuhängen und mich hier damit kirre machen zu lassen.
    Zwischen 6 und 7 kann man sich allerdings mit bedachtem Essen und Trinken gut halten. Das ist meine bescheidene Erfahrung der letzten 10 Wochen...

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 24.08.2022 15:16:32. Grund: Ergänzung
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    am 24.08.2022 15:30:01 | IP (Hash): 1109753274
    Solange wir uns an die Richtlinien halten, nach denen ab 70 mg/dl ne Hypo ist und unter 90 mg/dl nicht Auto gefahren werden darf, ist HbA1c 6,5 schon seeehr gewagt.
    Da dürfte TIR eigentlich ja auch erst bei 90 anfangen, und alle Menschen ohne Diabetes mit postabsorptiven BZs darunter müssten nachweisen, dass sie die meisten von 24 Stunden fahrtauglich sind. Und solche mit meistens unter 70 bräuchten eh ne Sondergenehmigung.

    HbA1c 7 als Behandlungsziel wurde zuerst mit der großen Typ 1 Studie DCCT und Basal-Bolus in der ersten Hälfte der 90ger Jahre eingeführt, bei uns zwar mit ner irrwitzigen Bezeichnung ICT, aber dafür schon gleich mit dem Selbermessen und -anpassen der Bolusmengen nach Bedarf. Bei den Englischsprachlern (die ICT nie gekannt haben) brauchte man für nach Bedarf noch ein paar Jahre bis DAFNE https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4021305/

    Seit 2005 läuft bei uns "gesünder unter 7", weil sich aus immer mehr Studienmaterial immer mehr miese Folgen dem Diabetes zuordnen ließen. Und ja, auch immer mehr auch unter 6,5 und auch noch unter 6.
    Aber da greift längst unsere amtliche Bestimmungs-Welt, die Autofahren unter 90 verbietet und ab 70 die Hypo setzt.

    Wo gesunder BZ ohne Diabetes die meisten von 24 Stunden deutlich unter 100 mg/dl stattfindet und alle unsere natürlichen Regelsysteme darauf aus- und eingerichtet sind und ich davon auf meine alten Jahre noch so viel wie möglich nutzen will, bleib ich einstweilen bei meinen um 5. Und ich schau mit Interesse zu, wie sich die Loop-Technik immer näher an die 100% TIR ranschleicht - und die im Zeitrahmen von weiteren 10 Jahren mit zunehmendem Einsatz von AI auch für Schwangerschaftsdiabetes nutzbar macht, mit max 120-140 mg/dl ;)

    ----------------------------------------------
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    am 25.08.2022 07:29:51 | IP (Hash): 1092331914
    torsten1973 schrieb:

    .
    Rätselhaft bleibt mir, warum so viele sich angesichts einer Diabetes-Diagnose nicht aufraffen können. Lieber ungesundes Zeugs und dazu irgendwelche Pillen fressen, sich Füße absägen lassen und zur Ausrede auf zweifelhaften Studien ausruhen.



    Damit hatte ich einzig und allein Typ2er im Blick.

    Ja, @Thomas:
    Typ 1 und 2 sind so grundverschiedene Erkrankungen, dass es gute Gründe gäbe, sich in unterschiedlichen Foren auszutauschen.

    Da 'mein' Thema Typ2 ist, bitte ich um Entschuldigung, dass ich Typ1 nicht mitgedacht habe.
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    am 25.08.2022 11:54:22 | IP (Hash): 705993429
    @Thorsten...
    Prinzipiell hast Du ja schon recht und Ähnliches hab' ich ja auch in meiner Signatur formuliert...
    Bekommt man die Diagnose (egal ob Typ I oder II), sollte man diese sehr ernst nehmen und sofort dran arbeiten.
    Als Vegetarier hab' ich vielleicht nicht all zu große Schwierigkeiten den Weg zu einer noch gesünderen Ernährung mit möglichst vielen unverarbeiteten Nahrungskomponenten zu finden.
    Ich esse zu den Hauptmahlzeiten bereits zu 70%-80% nur Gemüse und hab' mich nun eigentlich nur noch an weniger Süßkram und weniger "Brotsachen" zu halten...
    Ich halte derzeit völlig unverkrampft einen Glukose-Durchschnitt von ca. 120 und schaue damit eigentlich nun wieder recht positiv in die Zukunft.
    Wenn ich als Typ I mit dem HbA1c weiter unter 6,5 (GMI gemäß libre3-Sensor derzeit 6,2) bleiben kann, dann bin ich weltweit unter den 10% der Besten mit dabei.
    Und wegen alledem hab' ich mich mit deinem Hinweis auf die Schlendriane mal so irgendwie gar nicht identifizieren können. ;)

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 25.08.2022 13:55:20. Grund: Ergänzung
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    Jürgen, ich glaube das war ein richtig guter Tipp mit der Leberentfettung. Heute ist der 7. Tag meiner Leberfastenkur und heute früh hatte ich einen NBZ von 81. Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Die 14 Tage mache ich noch voll und hoffe, es war kein einmaliger Ausreißer nach unten. Schönes Wochenende Euch allen!
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    am 03.09.2022 10:23:56 | IP (Hash): 1106115811
    bingo :)

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 03.09.2022 16:16:13 | IP (Hash): 847355915
    Chris75 schrieb:
    Jürgen, ich glaube das war ein richtig guter Tipp mit der Leberentfettung. Heute ist der 7. Tag meiner Leberfastenkur und heute früh hatte ich einen NBZ von 81. Ich konnte meinen Augen kaum trauen.

    Hallo Chris,

    ich drück dir die Daumen, dass nach den 14 Tagen der NBZ gut bleibt - erst dann kannst du wirklich Bingo rufen.

    Dass die Nüchternwerte nach einer Fastenperiode oder einer Weile mit wenig Essen nach unten gehen, hat wohl jeder schon mal erlebt, der eine Weile krank war und deshalb sehr wenig gegessen hat. Dabei kommt aber nur selten eine dauerhafte Verbesserung raus.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 03.09.2022 16:16:39. Grund: BBCodes
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    am 03.09.2022 16:47:36 | IP (Hash): 1106115811
    Rainer schrieb:
    Dass die Nüchternwerte nach einer Fastenperiode oder einer Weile mit wenig Essen nach unten gehen, hat wohl jeder schon mal erlebt, der eine Weile krank war und deshalb sehr wenig gegessen hat. Dabei kommt aber nur selten eine dauerhafte Verbesserung raus.[/i]


    Aus wesentlich 2 Gründen:
    1. Die Absenkung wird gar nicht als Möglichkeit wahrgenommen, die sich gesund nutzen lässt, sondern dann kann man ja wieder munter ganz normal essen bis zu dem 1c, mit dem der Doktor ganz zufrieden ist.
    2. TwinCycle heißt das bei Taylor, mit dem ersten Rad nach 1 Woche in der Leber und dem zweiten 4-6 Wochen weiter, wenn mit der Entfettung vom Pankreas auch die Erstantwort auf neu eingefüllte Glukose wieder deutlich besser funzt.
    Bis dahin wird noch seltener gezielt ausgebaut. Und wo die allermeisten Betroffenen eh nicht systematisch messen, würde da vielleicht in 1 von 1.000 Fällen was nützliches bemerkt und weiter genutzt.

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 04.09.2022 12:00:27 | IP (Hash): 854300861
    Typisches hjt_Jürgen-Gequatsche:
    "Wenn es bei euch nicht ganz genau so läuft, wie bei mir, dann seid ihr nur zu dumm."
    Im übrigen lasse ich mir von dir wirklich nicht vorwerfen, dass ich meine BZ-Verlauf nicht kenne und dass ich munter "normal" zu viel Essen in mich hinein stopfe - das eine ziemlich blödsinnige Anschuldigung.


    @Chris,
    berichte unbedingt weite, wie sich deine Bemühungen langfristig auf deine BZ auswirken, auch wenn die Verbesserungen nur kurz anhalten. Fürchte dich nicht davor, dass Jürgen dich als "zu dumm" betrachtet, wenn die langfristigen Erfolge nicht so groß sind, wie du sie dir erhoffst - er ist bestimmt der einzige, der so dümmlich denkt.

    Ich drück weiter die Daumen für langfristige Erfolge bei dir, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 04.09.2022 12:01:05. Grund: BBCodes
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    am 04.09.2022 12:16:24 | IP (Hash): 250256830
    Rainer schrieb:
    Typisches hjt_Jürgen-Gequatsche:
    "Wenn es bei euch nicht ganz genau so läuft, wie bei mir, dann seid ihr nur zu dumm."
    Im übrigen lasse ich mir von dir wirklich nicht vorwerfen, dass ich meine BZ-Verlauf nicht kenne und dass ich munter "normal" zu viel Essen in mich hinein stopfe - das eine ziemlich blödsinnige Anschuldigung.


    Sorry Rainer, da war nicht 1 Wort an Dich gerichtet, sondern da hab ich mich auf die einstweilen größte Erfahrungssammlung in diesem Bereich bezogen, DiRECT in GB. Und ich hatte gedacht, dass Du mit Deinem Einwand genau daran auch gedacht hattest.

    Dein zumindest gefühlt zunehmender Spaß an persönlichen Angriffen ist mir ein Rätsel?

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    am 05.09.2022 22:15:08 | IP (Hash): 705993429
    @biggi... Ich strebe langfristig unter 6,5 an und möchte so lang als möglich nur mit Langzeit-Insulin auskommen und mir nicht mit Bolus den Weg für alles freischießen.


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    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 05.09.2022 22:48:16 | IP (Hash): 12729400
    Beta Restfunktion funktioniert am besten und wirksamsten im BZ Bereich unter 100 mg/dl. Darüber geben gestresste Betas immer mehr intaktes Proinsulin aus, das Deiner Absicht, möglichst lange mit möglichst wenig Insulin aus dem Pen auszukommen, diametral entgegensteht. Beständig über 100 macht meistens soviel Druck, dass die Betas volle Pulle auf Auagabe durchlaufen und keine Chance zum Auffüllen ihrer Puffer zum Abfangen von Spitzen haben.

    Kein Problem, wenn Du doch möglichst bald auf die Restfunktion möchtest.

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    am 05.09.2022 23:17:55 | IP (Hash): 705993429
    @Jürgen... Tja, dafür bin ich als LADA Typ I halt auch unheilbar krank. Solange wie's so geht, geht's halt, danach wird man weitersehen.
    Ich verweise hierzu auch einfach noch mal auf meine Signatur... ;)
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    am 06.09.2022 13:12:25 | IP (Hash): 1731634097
    Eine unheilbare Krankheit frisst immer mehr von einem Leben ab. Damit kann niemand Olympiasieger im Gewichtheben werden. Das geht nur mit einer Behinderung, die sich mit etwas System und Übung so weit ausgleichen lässt, wie man das will.
    Gilt übrigens genau so auch für Typ 2. Auch der ist bislang unheilbar, auch wenn er mit gezieltem Verhalten gesund ohne Medikamente auskommen kann. Dann ist das individuelle gezielte Verhalten die Behandlung = der Ausgleich für die Behinderung :)

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    am 06.09.2022 15:08:56 | IP (Hash): 396513728
    hjt_Jürgen schrieb:
    Dann ist das individuelle gezielte Verhalten die Behandlung = der Ausgleich für die Behinderung :)

    Bleibt nur noch die Frage, ob der Ausgleich so gut wie möglich sein muss, oder ob so gut wie nötig nicht bereits ausreicht.

    Ich habe mich dafür entschieden, meine BZ so gut wie nötig zu korrigieren und mir geht es gesundheitlich und mental sehr gut damit. Dass andere, wie z.B. hjt_Jürgen nicht so sehen, ist deren Entscheidung. Perfektionisten können wahrscheinlich gar nicht anders und würden sich nicht wohlfühlen, wenn sie einen Gang auf das notwendige Maß runterschalten müssten.

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    Bearbeitet von User am 06.09.2022 15:25:17. Grund: BBCodes
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    am 06.09.2022 16:21:47 | IP (Hash): 1731634097
    Perfektionist? - Klar probier ich immer mal wieder, was geht. Und dabei ist mir halt aufgefallen, dass bei mir im völlig gesunden Bereich deutlich besser und mehr geht, als deutlich darüber. Um deutlich darüber in der Spur zu bleiben, muss ich häufig messen und nachspritzen oder nachessen, in meiner gesunden praktisch gar nicht. Denn der Bereich funktioniert bei mir gewissermaßen magnetisch: Was deutlich darüber sehr viel höhere Anstiege macht, bleibt mit eben deutlich geringerem Anstieg in meinem Rahmen, so lange ich ihn mit recht wenig Mühe (1-3 Piekstests und 5-8 Injektionen am Tag) einhalte. Müsste ich da nicht mit nem Klammersack gepudert sein, wenn ich diese Erleichterung nicht nutzen wollte?

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