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Retinopathie - Neuigkeiten?

  • welpi

    Rang: Gast
    am 18.06.2008 11:13:54
    Hallo!
    Mein Mann wurde bereits am linken Auge zwei mal gelasert und nach einer Netzhautablösung hat man dann den Glaskörper entfernt. Hier hat er noch eine Sehkraft von ca. 5%. Das rechte Auge war immer topp - jetzt beginnen erste Einblutungen auf dem rechten Auge - leider genau in der Makula - und man will hier gar nichts machen, da er sonst sofort erwerbsunfähig sei. Ich durchforste nun das Internet und suche nach jeder möglichen Lösung, um den Prozess am rechten Auge zu stoppen, zu verlangsamen. Es gibt Studien zum Thema "Benfortiamin" und andere Dinge, die schon Jahre alt sind. Gibt es nicht endlich neue Erkenntnisse? Er ist super eingestellt (HbA1 von 6,9). Was kann man tun? Wir weigern uns, die Hände in den Schoß zu legen und auf die Erblindung zu warten. Bitte dringend um Informationen! Herzlichen Dank! Gruß! Welpi von welpi
  • Georg

    Rang: Gast
    am 20.06.2008 10:19:14
    Super eingestellt ist 6.9 nicht gerade.
    Außerdem darf auch z.B. .kein zu hoher Blutdruck vorliegen, auch Rauchen ist schädlich.

    Und wie schon öfter geschrieben: Starke BZ-Schwankungen und häufige Hypos sind ebenfalls schädlich für die Netzhaut.

    Ich empfehle Dir das Selbsthilfe-Forum:

    http://www.forum.netzhaut-selbsthilfe.de/forum.php


    von Georg
  • welpi

    Rang: Gast
    am 25.06.2008 11:48:59
    Hallo Georg!
    Danke für Deine Mitteilung.
    Die Experten sind sich da nicht ganz einig. Ein HbA1-Wert um 7 herum scheint - nach neuesten Erkenntnissen - voll okay zu sein. Der Diabetologe ist sehr zufrieden. Mein Mann raucht nicht und sein Blutdruck ist auch gut eingestellt.
    Habe mittlerweile schon sehr viel zum Thema "Benfotiamin" gelesen. Das probieren wir nach Rücksprache mit einem Pharmazeuten aus. Null Nebenwirkungen. Es gibt zahlreiche kleine Studien zu diesem Thema. Man kann eigentlich nur gewinnen. Besser, als nichts zu tun.

    Gruß!
    Welpi

    von welpi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.06.2008 21:42:58
    wenn die frage ist, -retinopatie- und hba1c(wobei dieser sowieso lt. ddz "ein ominöser wert ist)
    sollte man nicht den diadoc nach seiner meinung fragen,
    sondern den augenspezialisten.
    "und" vorm lasern fragen wo die spezis sitzen.
    mein augendoc empfiehlt mir 5,5-6% hba1c.
    und ! wie georg geschrieben hat, hypos und hypers vermeiden. bd 120/80.
    "meine" erf. auf blutverdünner wie ass verzichten.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • welpi

    Rang: Gast
    am 27.06.2008 17:32:25
    Na ja, so einen extrem guten Wert zu erreichen scheint mir aufgrund langjähriger Erafhrungen (mein Mann ist seit 36 Jahren Typ-1-Diabetiker) nahezu ausgeschlossen zu sein. Er steht voll im Job, mit Aufregungen etc. und da hat man - auch bei perfektem Essen - kaum einen Einfluss auf Hypos und Hypers. Der Körper ist ein Körper und keine Maschine. Dennoch - irgendwie scheint sich kein Mensch um vorbeugende Maßnahmen (außer perfektem HbA1 und BD) wie in meinem Kommentar zuvor zu kümmern. Verstehe ich nicht. Ich werde demnächst Kontakt zu führenden Diabetes-Zentren aufnehmen, die sich zurzeit mit diesen Maßnahmen (Vermeidung von AGEs, möglichst AGE-niedrige Lebensmittel) beschäftigen. Man muss sich doch fragen, woher und wie die Einblutungen entstehen. Und - lasern kann man sicherlich, wie schnell sich dann die Netzhautablösung ergibt, habe ich gesehen. Von nahe zu 100% Sehkraft auf 5%. Super!
    Bemüht Ihr Euch um eine gute Einstellung, das machen wir auch. Ich forsche aber weiter! Außerdem - jetzt geht es im Moment um das eine noch recht gute Auge. Wann tauschen wir uns aus in Richtung Nieren, Neuropathien usw.? Auch das ist sicherlich ohne vorbeugende Maßnahmen nur eine Frage der Zeit!

    Gruß!
    Welpi von welpi
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 28.06.2008 13:53:33
    hallo Welpi, ich bin ganz deiner meinung, so niedrig sollte man den Zucker auf keinen Fall einstellen,da ist das Risiko viel zu groß in die Unterzuckerung zu kommen. Ich meine auch bei 5 hat man keinen Diabetes. Aber man sollte schon versuchen,wenn schon Schäden vorliegen, den Hba1c Wert gut unter
    7 zu halten ( 6,5 ). Wenn Dein Mann im Arbeitsprosess nioch steht ist das völlig unmöglich
    den Zucker so niedrig zu haben.
    gruß Barbara
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.06.2008 22:02:30
    hallo ihr beiden,
    bitte beachten, alle schäden die da sind , sind mit noch so guter bz führung absolut nicht rückgängig zu machen.
    was da ist ist da, und retinopaatie ist durch gute werte nicht rückgängig zu machen "nur" zu verlangsamen , besten falls anzuhalten.
    wobei anhalten ein schlechter ausdruck ist.
    denn , ist -keine einblutung- keine mikroaneurismen- kein wucherungen(äderchen-
    was ist denn anhalten ?
    für mich ist anhalten daß ich nach 14 lasersitzungen seit mehr als einem jahr nicht mehr gelasert werden mußte, wielang noch, ist unbekannt.
    daß bei dem mann die netzhaut sich löste hat ja direkt mit lasern nichts zu tun, die wird ja nach dem entfernen des glaskörpers mit laser wieder angeschweißt. dann erst wird mit silikonöl gefüllt, das dann wieder durch wasser ersetzt wird. dann erst wird die sicht wieder besser.
    alle zwei jahre wird eine fluoreszensangio gemacht um den status festzustellen.
    bez, hba1c, mein zielwert ist 100 und ich habe dadurch automatisch einen hba1c 5,5-6%, und nicht mehr hypos als mit 7%.
    ob man mit guten werten mit hilfe von insulin, kein diabetiker ist, sehe ich anders.
    auf jeden fall solte man schauen daß man mit solch diffizielen sachen wie vitrektomie , bei netzhautablösung und ähnlichem zu den wenigen spezialisierten unikliniken kommt.
    mfg. klaus von klausdn
  • Enno

    Rang: Gast
    am 01.07.2008 10:29:28
    Gute Nachrichten von der 68. Wissenschaftlichen Jahrestagung der American
    Diabetes Association (ADA) in San Francisco: Die mit Spannung erwarteten
    Ergebnisse der großen ADVANCE-Studie bei mehr als 11.000 Typ 2 Diabetikern
    bestätigen, dass sich eine Absenkung des Blutzuckerlangzeitwertes HbA1c
    auf deutlich unter 7,0 % in jedem Fall lohnt...

    http://www.diabetes-deutschland.de/5522.htm von Enno
  • welpi

    Rang: Gast
    am 05.07.2008 13:07:32
    Hallo Klaus!
    Danke für Deinen Kommentar. Was leider gegen eine noch tiefere Einstellung als HbA1c 6,5 spricht ist die Tatsache, dass der Bruder meines Mannes (ebenfalls Typ 1 DB) im Alter von 38 Jahren aus einer nächtlichen Unterzuckerung nicht mehr aufgewacht ist. So kannst Du Dir sicherlich vorstellen, mit welchen Ängsten man sich dem "optimalen" Wert nähert.
    Du schreibst von Spezialisten in den Uni-Kliniken. Welche sind das aus Deiner Sicht?

    Gruß!
    Welpi von welpi
  • Werner Heinle

    Rang: Gast
    am 06.07.2008 04:48:09
    Hallo Welpi!

    Im Grunde kann ichKlus nur beipflichten. Im Hinblick auf die Augen ist wohl dein Blutzzucker im "normnahen" Bereich am wichtigsten.

    Auch bei mir wurde an einem Auge ene Vitrektomie durchgeführt. Gut, die Netzhaut löste sich dabei nicht ab und so konnte gleich mit Wasser (genauer mit Kochsalzlösung) aufgefüllt werden. Das Silikon macht irgendwann auch Probleme mit der Linse, muss als unbedingt ersetzt werden.

    Aber ich habe da nun seit langer Zeit Ruhe. Keine Gefäß-Wucherungen und schin gar keine Einblutungen mehr. Meinen Diabetes, eigentlich Typ 2, aber doch mit sehr vielen Typ 1-Merkmalen, halte ich rigoros im Zaum. HbA1c immer so um die 5. Aber das wird dich wundern: Ernsthafte Unterzuckerungen eigentlich keine mehr in den letzten Jahren.

    Der Grund dafür ist aber nicht allein der inzwischen geübte Umgang mit drei unterschiedlichen Insulinen. Der Erfolgsfaktor lautet: Kohlenhydrate runter!!!!

    Wer wenig KH zu sich nimmt, der kämpft weniger mit BE-Schätzfehlern, mit Problemen der Insulinwirkung usw. Die Insulinkurve wird viel flacher (normalerweise 70 - 120 mg/dl). Genau das ist wichtig. Die Augen leiden offensichtlich besonders stark unter BZ-Schwankungen. Egal ob nach oben oder nach unten.


    Eine wichtige Studie zur "Altersbedingten Makuladegeneration" (AMD) zeigt, dass die Versorgung mit Lutein und Zeaxanthin mitentscheidend in Bezug auf AMD-Vorbeugung ist. Allerdings spielen da auch noch eine ganze Reihe Vtamine mit. Offensichtlich wird aber, dass die Ernährung einewichtig Rolle spielt. Denn diabetische Retinopathoe und AMD haben schon ihre Gemeknsamkeiten.

    Lutein und Zeaxanthin sind übrigens gelbe Farbstoffe. Enthalten sind sie z. B. in Blattgempsen und in Eigelb. (Zeaxanthin kann in der Netzhaut aus Lutein gebildet werden).

    Lutein gibt es seit einiger Zeit auchin brauchbaren Dosierungen (4 - 8 mg/Tag) in Kapseln etc. Nicht dass ich jetzt Werbung machen möchte: Vor längerer Zeit fragte ich einen führenden Augenmediziner, was er denn von der solchen Kapseln halten würde. Er verriet mir, dass er selbst solche Kapseln täglich einnimmt.

    von Werner Heinle