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Ernährung ohne Low Carb

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    Mitglied seit: 09.01.2024
    am 11.01.2024 15:14:15 | IP (Hash): 380286956
    Eine kohlenhydratarme Ernährung erscheint bei Diabetes (und auch schon Insulinresistenz) absolut logisch. Es ist mir unerklärlich, wie ewig lang Diabetikern zu vielen Kohlenhydraten geraten werden konnte. Das ist doch absolut unlogisch.

    Für mich ist eine kohlenhydratarme Ernährung allerdings sehr, sehr schwierig. Ich bin Vegetarierin und kann zudem auch vieles nicht mehr essen wie z.B. Eier. Auch einige Gemüse vertrage ich nicht wie z.B. Spinat. Was ich allerdings sehr gut vertrage, sind Milchprodukte. Joghurt, Quark, Milch, Käse. Und die meisten Gemüsesorten vertrage ich auch. Da ist Spinat eher die Ausnahme. Zudem vertrage ich auch Brot sehr gut.

    Deshalb besteht meine Ernährung jetzt hauptsächlich aus Roggenvollkornbrot, Quark, Frischkäse, Käse, Joghurt und Gemüse (neu dazu gekommen sind mehr Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen). Damit komme ich gut klar. Und da ich sehr wenig von dem Brot esse, esse ich auch sehr wenige KH (ohne Low Carb). Der KH-Anteil liegt meistens weit unter 100 oder nur knapp darüber. Es gibt Ausreißer nach oben, wenn ich mehr Brot esse oder mal eine Banane, aber das ist selten.

    Das sind jetzt so meine ersten Erfahrungen (bisher habe ich ja nicht auf meinen Zucker geachtet), und ich denke, man muss nicht Low Carb essen als Diabetiker. Wenn man das kann und das mag, ist das natürlich gut, aber wenn man es wie ich nicht kann oder es sehr schwierig werden würde, geht es auch mit einer anderen Ernährung.

    Bearbeitet von User am 11.01.2024 15:19:37. Grund: Ergänzung
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    am 11.01.2024 16:22:30 | IP (Hash): 2112195232
    Ein Anteil von unter 100 pro Tag ist ja schon low carb, wohl das was als "liberales low carb" eingestuft wird. Wobei es da verschiedene Modelle, Sichtweisen und Zählweisen gibt, klar definiert was low carb eigentliich ist ist nirgendwo.
    Mehr schaffe ich auch nicht, mir würde so ganz ohne KHs etwas fehlen aber ich finde 100 oder weniger ist schon recht diszipliniert.
    Man muss ja bedenken das Gemüse und Hülsenfrüchte genau wie Obst und Joghurt auch KHs enthalten, da sind 100g über den Tag nicht viel.

    Was das Vollkornbrot betrifft, da gibt es auch Unterschiede bezüglich KH Anteile, genau wie bei anderen Vollkornprodukten). Ist wohl so je mehr Ballastsstoffe enthalten sind, desto weniger leichtverwertliche KHs sind drin.






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    am 11.01.2024 16:52:35 | IP (Hash): 380286956
    Ich strebe die 100 eigentlich nicht an. Das ergibt sich automatisch daraus, dass ich so wenig esse und dann für den Rest des Tages satt bin. Solange das Metformin so appetitzügelnd wirkt, wird sich das vermutlich auch nicht ändern. Nur gestern und heute habe ich Zwieback und Banane gegessen, weil ich solche Magenprobleme hatte, und war deshalb über den 100. Würde ich normal essen, wären es vermutlich immer mehr als 100. Bzw. waren es immer mehr. Das habe ich schon mal aufgeschrieben, bevor ich mit Metformin angefangen habe. Solange ich allerdings nicht mehr als 500-800 Kalorien am Tag esse (ungewollt), wird der KH-Anteil ohne spezielle Lebensmittel sicherlich vergleichsweise niedrig bleiben, ohne dass ich speziell darauf achte. Morgen werde ich mir dann mal ein leckeres Erdbeerjoghurt gönnen, dass definitiv eine Menge KH hat. Allerdings kann ich davon auch nicht viel essen. Na ja. Ich will jetzt erstmal abnehmen, und das ist mir ganz recht.
    Bearbeitet von User am 11.01.2024 16:56:11. Grund: Tippfehler
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    am 11.01.2024 17:32:22 | IP (Hash): 1619604034
    Zu dem Thema gab es mal ne eifrige Diskussion mit Nicolai Worm in dessen Forum, als es das noch gab. Und zwar ging es um sein Mittel Hepafast, das er statt Optifast für die Einführung der Leberentfettung nach Taylor hier in D vermarktet sehen wollte. Hepafast besteht zu einem großen Teil aus Hafer, aber das aber das änderte nach seiner professoralen Meinung nichts an Low carb, weil man in dieser Kur ja nur 20% von der täglichen Essensmenge esse. Selbst wenn das ALLES Kohlenhydrate wären, wären das nur eben 20% und damit weit unter der Hälfte der normalen Essensempfehlungen. Und weit unter der Hälfte sei nun mal Low carb ;)

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 11.01.2024 17:45:38 | IP (Hash): 380286956
    Ich weiß jetzt gar nicht, was die normale Empfehlung ist. Damit habe ich mich noch nie beschäftigt, weil Low Carb für mich sowieso nie in Frage kam, weil ich dann praktisch gar nichts mehr essen könnte (wenn ich eine normale Kalorienzahl zu mir nehmen würde). Bei Low Carb ist es ja schon sehr von Vorteil, wenn man Fleisch und Fisch und Eier essen kann. Kann ich alles nicht. Und übermäßig Fett vertrage ich auch nicht. Deshalb ernähre ich mich hauptsächlich von Kohlenhydraten, allerdings kommen viele davon aus Gemüse. Und einige aus Milchprodukten. Insofern finde ich meine Ernährung eigentlich in Ordnung.

    Ich habe jetzt nur mehr auf die KH geachtet, weil ich jetzt öfter im Zusammenhang mit Diabetes davon gelesen habe. Da dachte ich, ich schaue mal, wie viel ich davon mit meiner normalen Ernährungsweise, die ja schon ziemlich gesund ist, esse. Allerdings sind 500-800 Kalorien täglich nicht meine normale Ernährungsweise. Somit hat sich das quasi erledigt. Aber wie gesagt, für mich im Moment zum absolut Positiven, denn ich habe eine Menge abzunehmen.
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    am 11.01.2024 18:21:56 | IP (Hash): 1618718920
    Für mich ist die Gesamtmenge an Kohlenhydrate pro Tag nicht entscheidend. Bei mir hält sich der Blutzucker in Grenzen wenn ich die Menge an Kohlenhydrate pro Mahlzeit im Blick habe UND die Zutaten die ich dazu esse, sprich Fette, Eiweiß.
    Ich verstehe nicht warum von der Gesamtmenge gesprochen wird. Wenn ich 4 mal Täglich eine halbe Scheibe Brot mit Käse oder Wurst esse, dürfte das doch deutlich gesünder für unser Blutzucker sein als wenn ich diese Brote auf einmal esse? Die Menge an Kohlenhydrate ist in beiden Varianten aber die gleiche.
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    am 11.01.2024 18:25:44 | IP (Hash): 1451525396
    Kelly schrieb:
    Allerdings sind 500-800 Kalorien täglich nicht meine normale Ernährungsweise.


    Das war mal meins für ein knappes Viertel Jahr vor gut acht Jahren. Da habe ich nach Taylor meinen damals über 20 Jahre alten Typ 2 so weit zurückgedreht, wie das eben noch ging. Und das war immerhin um die Hälfte der Menge vom Insulin, die ich bis dahin gebraucht und um die 25 kg, die ich bis dahin mehr rumgeschleppt hatte. Das Ergebnis genieße ich bis heute und gerne noch ein paar Jahre weiter :)

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    am 11.01.2024 19:09:21 | IP (Hash): 1904521947
    Mit "Kohlenhydrate" sind wohl besonders Reis, Nudeln, Gebäck, Weißmehlprodukte - und auch Weißbrot gemeint. Und natürlich die vielen süßen oder gepantschten Gerichte (Fertigprodukte) aus dem Supermarkt.

    Brotalternative ist zB. Eiweißbrot, wer´s mag ;-). Ich esse auch gerne Joghurt: mittlerweile aber welchen ohne Zucker oder Skyr, mit etwas Erytrith und einer Prise Zimt - die Beeren (ich bevorzuge täglich eine Hand voll Blau-/Heidelbeeren) gibt es jetzt frisch dazu. So verbinde ich den Zucker der Früchte mit Eiweiß, was Sinn macht. In Fruchtjoghurt aus dem Supermarkt ist oft noch ordentlich Zucker bei, das macht es dann ungesund!
    Außer Beeren esse ich nur noch Avocado als Obst, davon aber mindestens 3 pro Woche.
    In Sachen Kalorien bin ich da ganz bei Dr. Strunz: es kommt weniger auf die Kalorienzahl an, als auf die Qualität des Essens :-)).

    LG
    Nada
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    am 11.01.2024 19:21:47 | IP (Hash): 1284547058
    Nosweets schrieb:
    Für mich ist die Gesamtmenge an Kohlenhydrate pro Tag nicht entscheidend. Bei mir hält sich der Blutzucker in Grenzen wenn ich die Menge an Kohlenhydrate pro Mahlzeit im Blick habe UND die Zutaten die ich dazu esse, sprich Fette, Eiweiß.
    Ich verstehe nicht warum von der Gesamtmenge gesprochen wird. Wenn ich 4 mal Täglich eine halbe Scheibe Brot mit Käse oder Wurst esse, dürfte das doch deutlich gesünder für unser Blutzucker sein als wenn ich diese Brote auf einmal esse? Die Menge an Kohlenhydrate ist in beiden Varianten aber die gleiche.



    klar, wenn man die 100g auf 3x verteilt ist es besser als 1x alles rein....aber man muss das ja irgendwie bewerten und da hat sich die Gesamtmenge pro Tag bewährt. Ist einfach verständlicher als wenn jemand das aufschlüsselt wann genau welches Gramm gegessen wurde.


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    am 11.01.2024 19:21:53 | IP (Hash): 1619604034
    Nada schrieb:
    In Sachen Kalorien bin ich da ganz bei Dr. Strunz: es kommt weniger auf die Kalorienzahl an, als auf die Qualität des Essens :-)).


    Die 3 Monate war Kalorienzählen mein Ding. Seitdem auch nicht wieder. Aber wenn mein BZ höher raus will und mehr Insulin braucht, sagt mir das halt schon lange vor der Waage sehr deutlich, dass ich mir zuviel einverleibt hab :(

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