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Ernährung ohne Low Carb

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    am 11.01.2024 15:14:15 | IP (Hash): 380286956
    Eine kohlenhydratarme Ernährung erscheint bei Diabetes (und auch schon Insulinresistenz) absolut logisch. Es ist mir unerklärlich, wie ewig lang Diabetikern zu vielen Kohlenhydraten geraten werden konnte. Das ist doch absolut unlogisch.

    Für mich ist eine kohlenhydratarme Ernährung allerdings sehr, sehr schwierig. Ich bin Vegetarierin und kann zudem auch vieles nicht mehr essen wie z.B. Eier. Auch einige Gemüse vertrage ich nicht wie z.B. Spinat. Was ich allerdings sehr gut vertrage, sind Milchprodukte. Joghurt, Quark, Milch, Käse. Und die meisten Gemüsesorten vertrage ich auch. Da ist Spinat eher die Ausnahme. Zudem vertrage ich auch Brot sehr gut.

    Deshalb besteht meine Ernährung jetzt hauptsächlich aus Roggenvollkornbrot, Quark, Frischkäse, Käse, Joghurt und Gemüse (neu dazu gekommen sind mehr Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen). Damit komme ich gut klar. Und da ich sehr wenig von dem Brot esse, esse ich auch sehr wenige KH (ohne Low Carb). Der KH-Anteil liegt meistens weit unter 100 oder nur knapp darüber. Es gibt Ausreißer nach oben, wenn ich mehr Brot esse oder mal eine Banane, aber das ist selten.

    Das sind jetzt so meine ersten Erfahrungen (bisher habe ich ja nicht auf meinen Zucker geachtet), und ich denke, man muss nicht Low Carb essen als Diabetiker. Wenn man das kann und das mag, ist das natürlich gut, aber wenn man es wie ich nicht kann oder es sehr schwierig werden würde, geht es auch mit einer anderen Ernährung.

    Bearbeitet von User am 11.01.2024 15:19:37. Grund: Ergänzung
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    am 11.01.2024 16:22:30 | IP (Hash): 2112195232
    Ein Anteil von unter 100 pro Tag ist ja schon low carb, wohl das was als "liberales low carb" eingestuft wird. Wobei es da verschiedene Modelle, Sichtweisen und Zählweisen gibt, klar definiert was low carb eigentliich ist ist nirgendwo.
    Mehr schaffe ich auch nicht, mir würde so ganz ohne KHs etwas fehlen aber ich finde 100 oder weniger ist schon recht diszipliniert.
    Man muss ja bedenken das Gemüse und Hülsenfrüchte genau wie Obst und Joghurt auch KHs enthalten, da sind 100g über den Tag nicht viel.

    Was das Vollkornbrot betrifft, da gibt es auch Unterschiede bezüglich KH Anteile, genau wie bei anderen Vollkornprodukten). Ist wohl so je mehr Ballastsstoffe enthalten sind, desto weniger leichtverwertliche KHs sind drin.






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    am 11.01.2024 16:52:35 | IP (Hash): 380286956
    Ich strebe die 100 eigentlich nicht an. Das ergibt sich automatisch daraus, dass ich so wenig esse und dann für den Rest des Tages satt bin. Solange das Metformin so appetitzügelnd wirkt, wird sich das vermutlich auch nicht ändern. Nur gestern und heute habe ich Zwieback und Banane gegessen, weil ich solche Magenprobleme hatte, und war deshalb über den 100. Würde ich normal essen, wären es vermutlich immer mehr als 100. Bzw. waren es immer mehr. Das habe ich schon mal aufgeschrieben, bevor ich mit Metformin angefangen habe. Solange ich allerdings nicht mehr als 500-800 Kalorien am Tag esse (ungewollt), wird der KH-Anteil ohne spezielle Lebensmittel sicherlich vergleichsweise niedrig bleiben, ohne dass ich speziell darauf achte. Morgen werde ich mir dann mal ein leckeres Erdbeerjoghurt gönnen, dass definitiv eine Menge KH hat. Allerdings kann ich davon auch nicht viel essen. Na ja. Ich will jetzt erstmal abnehmen, und das ist mir ganz recht.
    Bearbeitet von User am 11.01.2024 16:56:11. Grund: Tippfehler
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    am 11.01.2024 17:32:22 | IP (Hash): 1619604034
    Zu dem Thema gab es mal ne eifrige Diskussion mit Nicolai Worm in dessen Forum, als es das noch gab. Und zwar ging es um sein Mittel Hepafast, das er statt Optifast für die Einführung der Leberentfettung nach Taylor hier in D vermarktet sehen wollte. Hepafast besteht zu einem großen Teil aus Hafer, aber das aber das änderte nach seiner professoralen Meinung nichts an Low carb, weil man in dieser Kur ja nur 20% von der täglichen Essensmenge esse. Selbst wenn das ALLES Kohlenhydrate wären, wären das nur eben 20% und damit weit unter der Hälfte der normalen Essensempfehlungen. Und weit unter der Hälfte sei nun mal Low carb ;)

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 11.01.2024 17:45:38 | IP (Hash): 380286956
    Ich weiß jetzt gar nicht, was die normale Empfehlung ist. Damit habe ich mich noch nie beschäftigt, weil Low Carb für mich sowieso nie in Frage kam, weil ich dann praktisch gar nichts mehr essen könnte (wenn ich eine normale Kalorienzahl zu mir nehmen würde). Bei Low Carb ist es ja schon sehr von Vorteil, wenn man Fleisch und Fisch und Eier essen kann. Kann ich alles nicht. Und übermäßig Fett vertrage ich auch nicht. Deshalb ernähre ich mich hauptsächlich von Kohlenhydraten, allerdings kommen viele davon aus Gemüse. Und einige aus Milchprodukten. Insofern finde ich meine Ernährung eigentlich in Ordnung.

    Ich habe jetzt nur mehr auf die KH geachtet, weil ich jetzt öfter im Zusammenhang mit Diabetes davon gelesen habe. Da dachte ich, ich schaue mal, wie viel ich davon mit meiner normalen Ernährungsweise, die ja schon ziemlich gesund ist, esse. Allerdings sind 500-800 Kalorien täglich nicht meine normale Ernährungsweise. Somit hat sich das quasi erledigt. Aber wie gesagt, für mich im Moment zum absolut Positiven, denn ich habe eine Menge abzunehmen.
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    am 11.01.2024 18:21:56 | IP (Hash): 1618718920
    Für mich ist die Gesamtmenge an Kohlenhydrate pro Tag nicht entscheidend. Bei mir hält sich der Blutzucker in Grenzen wenn ich die Menge an Kohlenhydrate pro Mahlzeit im Blick habe UND die Zutaten die ich dazu esse, sprich Fette, Eiweiß.
    Ich verstehe nicht warum von der Gesamtmenge gesprochen wird. Wenn ich 4 mal Täglich eine halbe Scheibe Brot mit Käse oder Wurst esse, dürfte das doch deutlich gesünder für unser Blutzucker sein als wenn ich diese Brote auf einmal esse? Die Menge an Kohlenhydrate ist in beiden Varianten aber die gleiche.
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    am 11.01.2024 18:25:44 | IP (Hash): 1451525396
    Kelly schrieb:
    Allerdings sind 500-800 Kalorien täglich nicht meine normale Ernährungsweise.


    Das war mal meins für ein knappes Viertel Jahr vor gut acht Jahren. Da habe ich nach Taylor meinen damals über 20 Jahre alten Typ 2 so weit zurückgedreht, wie das eben noch ging. Und das war immerhin um die Hälfte der Menge vom Insulin, die ich bis dahin gebraucht und um die 25 kg, die ich bis dahin mehr rumgeschleppt hatte. Das Ergebnis genieße ich bis heute und gerne noch ein paar Jahre weiter :)

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    am 11.01.2024 19:09:21 | IP (Hash): 1904521947
    Mit "Kohlenhydrate" sind wohl besonders Reis, Nudeln, Gebäck, Weißmehlprodukte - und auch Weißbrot gemeint. Und natürlich die vielen süßen oder gepantschten Gerichte (Fertigprodukte) aus dem Supermarkt.

    Brotalternative ist zB. Eiweißbrot, wer´s mag ;-). Ich esse auch gerne Joghurt: mittlerweile aber welchen ohne Zucker oder Skyr, mit etwas Erytrith und einer Prise Zimt - die Beeren (ich bevorzuge täglich eine Hand voll Blau-/Heidelbeeren) gibt es jetzt frisch dazu. So verbinde ich den Zucker der Früchte mit Eiweiß, was Sinn macht. In Fruchtjoghurt aus dem Supermarkt ist oft noch ordentlich Zucker bei, das macht es dann ungesund!
    Außer Beeren esse ich nur noch Avocado als Obst, davon aber mindestens 3 pro Woche.
    In Sachen Kalorien bin ich da ganz bei Dr. Strunz: es kommt weniger auf die Kalorienzahl an, als auf die Qualität des Essens :-)).

    LG
    Nada
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    am 11.01.2024 19:21:47 | IP (Hash): 1284547058
    Nosweets schrieb:
    Für mich ist die Gesamtmenge an Kohlenhydrate pro Tag nicht entscheidend. Bei mir hält sich der Blutzucker in Grenzen wenn ich die Menge an Kohlenhydrate pro Mahlzeit im Blick habe UND die Zutaten die ich dazu esse, sprich Fette, Eiweiß.
    Ich verstehe nicht warum von der Gesamtmenge gesprochen wird. Wenn ich 4 mal Täglich eine halbe Scheibe Brot mit Käse oder Wurst esse, dürfte das doch deutlich gesünder für unser Blutzucker sein als wenn ich diese Brote auf einmal esse? Die Menge an Kohlenhydrate ist in beiden Varianten aber die gleiche.



    klar, wenn man die 100g auf 3x verteilt ist es besser als 1x alles rein....aber man muss das ja irgendwie bewerten und da hat sich die Gesamtmenge pro Tag bewährt. Ist einfach verständlicher als wenn jemand das aufschlüsselt wann genau welches Gramm gegessen wurde.


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    am 11.01.2024 19:21:53 | IP (Hash): 1619604034
    Nada schrieb:
    In Sachen Kalorien bin ich da ganz bei Dr. Strunz: es kommt weniger auf die Kalorienzahl an, als auf die Qualität des Essens :-)).


    Die 3 Monate war Kalorienzählen mein Ding. Seitdem auch nicht wieder. Aber wenn mein BZ höher raus will und mehr Insulin braucht, sagt mir das halt schon lange vor der Waage sehr deutlich, dass ich mir zuviel einverleibt hab :(

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    am 11.01.2024 19:39:12 | IP (Hash): 380286956
    Nada schrieb:
    Mit "Kohlenhydrate" sind wohl besonders Reis, Nudeln, Gebäck, Weißmehlprodukte - und auch Weißbrot gemeint. Und natürlich die vielen süßen oder gepantschten Gerichte (Fertigprodukte) aus dem Supermarkt.



    Wenn das mit KH gemeint ist, sind meine Kohlenhydrate gleich Null. 😀 Dann brauchte ich die gar nicht aufzuschreiben.
    Bearbeitet von User am 11.01.2024 19:41:29. Grund: Korrektur
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    am 11.01.2024 19:42:57 | IP (Hash): 1284547058
    Ich zähle nach wie vor Kalorien, hab dafür eine app und wiege mich auch alle paar Tage, ich will immer alles unter Kontrolle haben und beobachten. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen verrückt-:)
    Ich war jetzt 2 Wochen nicht daheim und hatte keine Waage und es war Weihnachten mit viel Essen - es hat mich leicht irritert, so orientierungslos zu sein (hatte immer das Gefühl ich würde aus dem Leim gehen wie ein Hefeklos) aber ich hab Kalorien mitgezählt und am Ende festgestellt das das Gewicht doch wieder erwarten punktgenau gehalten wurde.

    Genaue Grenzen habe ich zwar was die Kalorien betrifft wobei mich da eher das Wochenbudget interessiert , aber nicht wirklich bezüglich der KHs.
    Aber ich versuche schon automatisch darauf zu achten und das "ungünstige" kommt eben dann meist nur in kleineren Mengen.
    Wenn ich so auf die app schaue dann sehe ich das es manche tage nur 60 oder 70g KH gab und manche Tage aber auch mal 150g. Im Schnitt bin ich so um die 100g oder ein bisschen mehr zur Zeit.



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    am 11.01.2024 19:51:12 | IP (Hash): 1619604034
    Kelly schrieb:
    Wenn das mit KH gemeint ist, sind meine Kohlenhydrate gleich Null. 😀 Dann brauchte ich die gar nicht aufzuschreiben.


    JAU ;) - KHs sind ALLES, was zu Glukose verstoffwechselt wird. Und wie sone Portion in unseren Blutzucker passt, können wir schön mit nem Fingerpieks um ne Stunde nach dem Einverleiben sehen.

    Natürlich können wir nach dem Modell “saure Trauben” als schlechte KHs abwerten, was den Blutzucker bei Menschen ohne Diabetes nicht aus seiner gesunden Bahn bringt. Aber ist das denn wirklich notwendig?

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    am 12.01.2024 08:15:34 | IP (Hash): 72970431
    Kelly schrieb:
    Eine kohlenhydratarme Ernährung erscheint bei Diabetes (und auch schon Insulinresistenz) absolut logisch. Es ist mir unerklärlich, wie ewig lang Diabetikern zu vielen Kohlenhydraten geraten werden konnte. Das ist doch absolut unlogisch.

    Für mich ist eine kohlenhydratarme Ernährung allerdings sehr, sehr schwierig. Ich bin Vegetarierin und kann zudem auch vieles nicht mehr essen wie z.B. Eier. Auch einige Gemüse vertrage ich nicht wie z.B. Spinat. Was ich allerdings sehr gut vertrage, sind Milchprodukte. Joghurt, Quark, Milch, Käse. Und die meisten Gemüsesorten vertrage ich auch. Da ist Spinat eher die Ausnahme. Zudem vertrage ich auch Brot sehr gut.

    Deshalb besteht meine Ernährung jetzt hauptsächlich aus Roggenvollkornbrot, Quark, Frischkäse, Käse, Joghurt und Gemüse (neu dazu gekommen sind mehr Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen). Damit komme ich gut klar. Und da ich sehr wenig von dem Brot esse, esse ich auch sehr wenige KH (ohne Low Carb). Der KH-Anteil liegt meistens weit unter 100 oder nur knapp darüber. Es gibt Ausreißer nach oben, wenn ich mehr Brot esse oder mal eine Banane, aber das ist selten.

    Das sind jetzt so meine ersten Erfahrungen (bisher habe ich ja nicht auf meinen Zucker geachtet), und ich denke, man muss nicht Low Carb essen als Diabetiker. Wenn man das kann und das mag, ist das natürlich gut, aber wenn man es wie ich nicht kann oder es sehr schwierig werden würde, geht es auch mit einer anderen Ernährung.




    Hallo Kelly,

    da Insulinresistenz, also der dem Typ 2 zugrundeliegende "Fehlmechanismus", eine Kohlenhydratstoffwechselstörung ist, klingt es erst einmal schlüssig, die Kohlenhydrate vom Speiseplan zu streichen. Damit der Blutzucker (= BZ) nicht zu stark steigt, wird deswegen - sowohl Diabetikern als auch mittlerweile Nicht-Diabetikern - dazu geraten, eher Fette und Eiweiß statt KHs zuzuführen, denn beide Makronährstoffe lassen den BZ fast gar nicht bis wenig ansteigen. Und tatsächlich fahren Diabetiker in der Regel gut, wenn sie keine oder besser gesagt: weniger Kohlenhydrate essen. Richtig ist, was funktioniert, sagen manche auch ;). Um allerdings den zugrundeliegenden "Fehlmechanismus", also die IR als Grundlage des Typ 2, zu verstehen, sollten wir uns erst einmal fragen, was denn Insulinresistenz macht. Und hier zeigt die Forschung seit etlichen Jahren ganz klar: Es ist vor allem unser hoher Körperfettanteil und - in etwas geringerem Maße - auch fehlende Bewegung und eine ungünstige Ernährung. Je mehr Fett wir auf den Hüften tragen, desto mehr Fett schwimmt im Blut. Um die aus dem Blutkreislauf zu holen, muss nun der Fettstoffwechsel beständig auf Hochtouren laufen. "In turn" bedeutet das, dass der parallel erfolgende Kohlenhydratstoffwechsel zugunsten der Verstoffwechselung der freien Fettsäuren zurückstecken muss, d.h., es kommt weniger Zucker in die Zellen. Das ist auch der Grund, warum Typ 2er üblicherweise übergewichtig oder - treffender formuliert - fettleibig sind. Es ist einfach zu viel Fett im Blutkreislauf. Was passiert nun, wenn wir uns sehr fettreich ernähren? Antwort: Das Gleiche! Es wird natürlich auch dann bevorzugt das verstoffwechselt, was zugeführt wird und dem Körper ist es völlig gleich, ob das Fett aus dem Hüftspeck kommt oder Nahrungsfett heißt. Für die folgliche Unterdrückung des KH-Stoffwechsels ist das völlig irrelevant! Ist eine Low-Carb-Ernährung deshalb immer eine schlechte Wahl? Definitiv nicht! Gerade dann, wenn ein Gewichtsverlust das Ziel ist, beispielsweise als präventative oder therapeutische Maßnahme zur Verbesserung der BZ-Automatik, die Zellen keinen Zucker aufnehmen wollen und auch die Leber entfettet werden muss, dann ist es definitiv eine kluge Idee, keine KHs zu essen oder besser gesagt: zu reduzieren. Abgesehen davon lässt sich mit Low-Carb ein guter Sättigungseffekt und häufig einfacher das Kaloriendefizit erreichen. Schlanke, gesunde, sportlich aktive Personen sollten allerdings tendenziell eher auf eine ballaststoffreiche, kohlenhydratbetonte Ernährung mit weniger Fett Wert legen. Summa sumarum ist für spezifische Ernährungsempfehlungen also Kontext wichtig! Noch wichtiger als die einzelnen Makronährstoffe ist eher die Ernährungsqualität und andere Faktoren, die sich günstig auf die Insulinsensitivität auswirken.

    BTW: Eine kohlenhydratreiche, ballastoffreiche und tendenziell eher pflanzenbasierte Ernährung wirkt entgegen den Empfehlungen von vielen Fachleuten laut etlichen Studien ganz wunderbar gegen den "Fehlmechanismus" des Typ 2 und den folglich hohen Blutzucker ;)

    PS: Vielleicht liest Du Dich mal hier ein (?): https://edubily.de/blogs/ratgeber/kohlenhydratstoffwechsel-einfach-erklart
    https://edubily.de/blogs/ratgeber/blutzucker-und-insulin-senken
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 08:21:17. Grund: ergänzung/änderung
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    am 12.01.2024 10:27:39 | IP (Hash): 109094907
    @Leia
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar Die blaue Kurve in der Grafik gleich vornan auf der Seite zeigt den normalen BZ-Verlauf bei gesunden Menschen nach einer KH-reichen Mahlzeit: Gestartet wird da um 80 mg/dl. Nach 2 Stunden is da kein höherer BZ mehr und zwischendurch für wenige Minuten eine Spitze bis an 130 mg/dl.
    80 mg/dl sind 0,8 Gramm(!) Glukose pro Liter Blut. 5 Liter hat ein Durchschnittserwachsener, also bei 80 mg/dl 4 Gramm Glukose im gesamten Kreislauf. Mit dem Essen erhöht sich diese Menge um 0,5 Gramm pro Liter für wenige Minuten in der Spitze

    Erlärst du bitte, WIE mit diesem kleinen Verlaufshügel bei gesunden Menschen und 5 Litern pro Minute an Blutumlauf 100 Gramm Glukose in die Muskelzellen verfrachtet werden, die ja bei Gesunden nicht insulinresistent sind?



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    am 12.01.2024 11:04:19 | IP (Hash): 380286955
    Leia schrieb:
    Um allerdings den zugrundeliegenden "Fehlmechanismus", also die IR als Grundlage des Typ 2, zu verstehen, sollten wir uns erst einmal fragen, was denn Insulinresistenz macht. Und hier zeigt die Forschung seit etlichen Jahren ganz klar: Es ist vor allem unser hoher Körperfettanteil und - in etwas geringerem Maße - auch fehlende Bewegung und eine ungünstige Ernährung.


    Du hast die Gene vergessen. Mein Gentest sagt, ich habe eine genetische Insulinresistenz.

    Leia schrieb:
    Eine kohlenhydratreiche, ballastoffreiche und tendenziell eher pflanzenbasierte Ernährung wirkt entgegen den Empfehlungen von vielen Fachleuten laut etlichen Studien ganz wunderbar gegen den "Fehlmechanismus" des Typ 2 und den folglich hohen Blutzucker.


    Dann mache ich ja alles richtig. So esse ich nämlich schon immer. Warum habe ich dann hohen Blutzucker und Übergewicht?

    Solche Erklärungen sind rein theoretisch und treffen sicher auch auf eine ganze Menge Leute zu. In der Praxis ist das oftmals anders. Da gibt es eben auch Leute, auf die das nicht zutrifft.
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 11:12:16. Grund: Test
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    am 12.01.2024 13:08:21 | IP (Hash): 72970431
    Das ist absolut denkbar! Studien zeigten bereits, dass sich die Insulinsensitivität bei Menschen mit dem gleichen Körperfettanteil stark unterscheiden kann. Aber würdest Du denen dann raten so zu essen und zu leben, dass daraus vielleicht irgendwann ein Diabetes wird? Eher nicht, nehme ich an. Doch diese Faktoren sind zumindest durch geeignete Maßnahmen, anders als die Genetik zB, persönlich beeinflussbar. Und Studien zeigen praktisch am laufenden Bande, dass es einen starken Zusammenhang zwischen zu viel Körperfett + einer schlechten Ernährung mit einer schwachen Insulinsensitivität gibt. Da ist also nix mit "reine Theorie", sondern auch in der Praxis zeigt sich, dass vor allem ein Entfetten des Körpers mit und (!) ohne Diabetes in Zusammenhalt mit anderen Modifikationen des Lebensstils zum Wohle der eigenen Gesundheit lohnt. Aber natürlich gibt's trotzdem schlanke, aktive Diabetiker mit nährstoffreichem Lebenssaft, die jährlich - aus welchen Gründen auch immer - die Ernennung zum T2er beim Doc schaffen. Deswegen würde mich schlussendlich interessieren, was bei Dir wie beim bekannten Huhn-Ei-Rätsel zuerst da war: Der hohe Blutzucker ODER das Übergewicht?
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 13:09:57. Grund: ergänzung/änderung
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    am 12.01.2024 13:25:28 | IP (Hash): 72970431
    @Jürgen
    Bitte erspar uns das. Mir ist bekannt, dass Du ein entschiedener Gegner der "Mär" (oder Theorie?) der Insulinresistenz bist.

    ABER: Ich habe NIE behauptet, dass schlanke Personen unter allen Umständen und ohne wenn und aber hochgradig insulinsensitiv sind, somit keine "höher als gesunden Ausflüge" beklagen. Auch das ist individuell! Zitat aus 'nem Online-Artikel zum Thema: "Das kann dafür sorgen, dass wir von sehr schlanken, fitten Menschen angeschrieben werden, die berichten, dass der Blutzucker nach dem Genuss eines kleinen Haferriegels oder so sehr stark ansteigt und gar nicht mehr sinken will. Ja ... ist ja auch kein Wunder. Schlank, kaum Kohlenhydrate, viele Fettsäuren im Blut, vermutlich schwache Schilddrüsenleistung = kein Kohlenhydrat-Stoffwechsel."

    Genauso wenig habe und will ich behaupten, dass ein gesunder Lebensstil + Normalgewicht der Schlüssel zur Revidierung und Prohphylaxe aller gesundheitheitlichen Probleme darstellt. Absolut nicht!
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    am 12.01.2024 15:18:17 | IP (Hash): 1284547058
    [quote=Leia Cake;125881] sondern auch in der Praxis zeigt sich, dass vor allem ein Entfetten des Körpers mit und (!) ohne Diabetes in Zusammenhalt mit anderen Modifikationen des Lebensstils zum Wohle der eigenen Gesundheit lohnt.[/quote]

    So ist es.
    Bei Kelly gibt es ja auch Übergewicht, ein DT2 dazu - die Entfettung kann sich eigentlich nur lohnen, die Chance ist doch gross das sich hier mit einer Reduzierung des Körpfergewichts auch der BZ verbessert. Und wer weiss was sich noch alles verbessert, da gibt es ja auch noch Leberwerte, Blutfettwerte, etc.. nd ehe man sich es versieht ist man das komplette metabolische Syndrom los sofern man eins hat.
    Und der reduzierte Appetit mit wenig Tageskalorien ist im Grunde perfekt geeignet schnell das Ziel zu erreichen. Mit 500 oder 700 kcal pro Tag und das Ganze möglichst zuckerfrei und KH arm, ist das ja nichts anderes als eine abgewandelte Form von Taylor, für die Jürgen immer wirbt. Nicht zu unrecht finde ich, ich hab so etwas ähnliches gemacht und mir hat es enorm geholfen, bis zur Remission.

    Es wird dann, wenn das Gewünschte endlich erreicht ist, noch mal spannend das erreichte zu halten.
    Und da spielt dann die Ernährung eine grosse Rolle und die Tageskalorien sonst droht ein Rückfall und der Jojo.


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    am 12.01.2024 15:37:27 | IP (Hash): 109094907
    Leia_Cake schrieb:
    @Jürgen
    Bitte erspar uns das. Mir ist bekannt, dass Du ein entschiedener Gegner der "Mär" (oder Theorie?) der Insulinresistenz bist.


    Warum WILLST du uns nicht erklären, wie der Weg der Glukose in die Muskelzellen gesund geht?

    Wenn gesunde Menschen 100 g Glukose einverleiben, ist 2 Stunden weiter der Blutzucker wieder auf derselben Höhe wie vorher.
    In den 2 Stunden werden in Ruhe 120 x 5 Liter Blut durch den Kreislauf gepumpt.

    Wie kommen die 100 g Glukose = 100.000 mg/dl in den 2 Stunden durch den Kreislauf in die Muskelzellen?

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    Bearbeitet von User am 12.01.2024 15:39:13. Grund: .
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    am 12.01.2024 17:13:06 | IP (Hash): 380286955
    Leia schrieb:
    sondern auch in der Praxis zeigt sich, dass vor allem ein Entfetten des Körpers mit und (!) ohne Diabetes in Zusammenhalt mit anderen Modifikationen des Lebensstils zum Wohle der eigenen Gesundheit lohnt.

    Da widerspricht glaube ich niemand. 😀 WENN man übergewichtig ist.

    Leia schrieb:
    Aber natürlich gibt's trotzdem schlanke, aktive Diabetiker mit nährstoffreichem Lebenssaft, die jährlich - aus welchen Gründen auch immer - die Ernennung zum T2er beim Doc schaffen.

    DA kommen dann schon wieder Fragen auf.

    Leia schrieb:
    Deswegen würde mich schlussendlich interessieren, was bei Dir wie beim bekannten Huhn-Ei-Rätsel zuerst da war: Der hohe Blutzucker ODER das Übergewicht?

    Die Insulinresistenz. Denn die habe ich genetisch. Und wenn man das nicht weiß und sich nicht danach richtet, ist Übergewicht fast unvermeidlich.
    Worum es mir ging, ist, dass Du behauptet hast, Insulinresistenz würde erst durch Übergewicht entstehen. Aber die Insulinresistenz kann auch genetisch schon da sein, ohne dass man Übergewicht hat (was die schlanken 2er-Diabetiker erklären würde). Wenn man dann zusätzlich noch zu schnellem Zunehmen und zum langsamen Abnehmen neigt (was bei mir auch beim Gentest festgestellt wurde), müsste man sich viel mehr darum kümmern, was und wann man isst. Schon von Kindheit an.

    Wenn das nicht geschieht, ist man schon als Kind dick, auch ohne dass man ständig Snacks, Süßigkeiten oder Fertiggerichte zu sich nimmt. Bei uns gab es keine Snacks, keine Süßigkeiten - außer mal zu besonderen Anlässen, aber das war sehr selten - und gekocht wurde immer frisch aus frischen Zutaten. Alles das, was immer empfohlen wird. Aber es hat nicht gereicht. Ich hätte auch noch auf meinen Blutzuckerspiegel achten müssen. Den hat aber bei Kindern niemand getestet.

    Bei mir ging das los, als ich mit der täglichen massiven Bewegung aufgehört habe. Also als ich in die Schule kam. Denn ab da habe ich viel mehr gesessen. Bei der gleichen Ernährung nahm ich dann zu.
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 17:15:49. Grund: Formatierung