Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Quasi-Newcastle Diät bei Prädiabetes
-
am 26.06.2024 23:09:43 | IP (Hash): 1288464055
Hallo zusammen,
ich hatte schon einmal zu Beginn meines Selbstversuchs unter ähnlichem Namen in einem Thread zu Diabetes bei niedrigem BMI gepostet. Zwischenzeitlich habe ich meine Zugansdaten verloren und wurde zudem in dem anderen Thread angewiesen, einen eigenen aufzumachen, da mein BMI zu Beginn meines Selbstversuchs nich niedrig war.
Mein Selbstversuch ist nun beendet und ich berichte nun über mein Vorgehen und die Ergebnisse. Es ist nur ein Einzelfall, insofern nur bedingt aussagekräftig. Aber dennoch interessant.
Ausgangslage vor Beginn der Diät:
- Prädiabetes im OGTT diagnostiziert (2022), 2h Wert bei 145
- Fettleber
- Harnsäure erhöht
- Leberwerte unauffällig
- Morgenblutzucker durchgehend über 100 aber i.d.R. unter 110
- Postprandiale Spitzen über 140 nach 2h bei KH reichen Mahlzeiten
- Höhe 179, Gewicht 82 kg
Diät:
- Orientiert an Newcastle, aber nicht zu 100% eingehalten
- Im Kern meistens unter 800 Gesamtkalorien, immer unter 1000
- Im Kern wenig KH, wenn, dann slow carbs
- Morgens: Yoghurt mit wenig Haferkleie und Chia Samen, abgewogen auf 100 kcal
- Mittags: Trinkmahlzeit mit 400 kcal, eiweißreich, KH arm
- Abends: Gemüse, selten mal ein Stück Fisch
- Kein Alkohol, keine Süßgetränke
- Überhaupt insgesamt kein Zucker, keine schnellen Carbs
- Keine bzw. wenige gesättigte Fette
- Dauer: 8 Wochen
- Kein Sport während der Diät (habe ich mir nicht zugetraut)
Beobachtungen während der Diät:
- Im ersten Monat ist der Morgenzucker auf 85 gefallen
- Im zweiten Monat dann wieder auf ca. 90-92 gestiegen
- In den zwei Monaten habe ich sage und schreibe 12 Kilo abgenommen. Ich wiege jetzt 70 Kg
- Nach der ersten Woche ist mir die Diät relativ leicht gefallen
- Zudem habe ich mich fit und insbesondere geistig sehr klar gefühlt
- Postprandiale Messungen waren während der Diät nicht sinnvoll, da waren keine schnellen KG. Die Trinkmahlzeiten haben mich langsam in Richtung 120 gelenkt, manchmal 130 und dann wieder runter
Messungen während der Diät:
- Während der Diät wurden im Rahmen einer anderen Untersuchung Ketonkörper nachgewiesen. Ich war also in Ketose
Messungen unmittelbar nach der Diät:
- Fettleber im Ultraschall nicht mehr darstellbar (hurra!)
- Lipase erhöht (Mist! Evtl. Folge der intensiven Fettverbrennung; keine sonstigen Anhaltspunkte für Pankreatitis etc.)
- Harnsäure normalisiert (hurra!)
- HbA1c 5,2 % (nicht bemerkenswert toll gemessen daran, was ich gegessen habe)
- NBZ im Serum: 85 mg/dl
- Nüchtern C-Peptid: 1,4 ng/ml
Vorgehen und Messungen im Monat nach der Diät
- Nach 8 Wochen habe ich wieder angefangen normal zu essen
- Das Gewicht habe ich gehalten (weiterhin 70 Kg)
- Ich habe wieder angefangen, Sport zu machen (ca. 150 Minuten pro Woche Kraftausdauer)
- Dabei habe ich absichtlich immer mal wieder KH reiche Speisen gegessen, um zu sehen, wie ich darauf reagiere (mir ist schon klar, dass man sie eigentlich dauerhaft vermeiden sollte)
- NBZ: ist unter diesen Bedingungen wieder auf größer 100 kleiner 110 gestiegen (Frust!)
- Postprandial sieht es m.E. schlechter aus als vor der Diät. Insbesondere verharrt der Blutzucker nun wesentlich länger auf hohem Niveau
- Beispiel heute: 6 Stunden nach dem Mittagessen habe ich eine Vollkorn-Paprikastange vom Bäcker und ein paar Vollkorn-Käsecracker gegessen. Danach eine große Kohlrabi roh ohne alles.
1h: 171
2h: 146
3h: 155
4h: 118
- Anderes Beispiel: Thunfisch-Sashimi, Edamame, frittierte Riesengarnelen (2 Stück), Misosuppe, eine kleine Schüssel weißer Reis (zum Schluss)
1h: 163
2h: 160
3h: 132
4h: 105
Und so weiter.... Das sieht nicht gut aus. Ich kann es nicht ganz genau mit vorher vergleichen. Aber mein Eindruck ist: Die 1h Spitze ist etwas milder, dafür dauert es nach hinten raus länger.
Meine Hausärztin meinte: So dünn wie ich bin - eher später Typ1. Daher der C-Peptid Test. In Kombination mit dem NBZ von 85 deutet das aber eher auf Insulinresistenz hin, meint sie.
Fazit: Ich bin froh, dass meine Leber entfettet ist. Der Gewichtsverlust ist gut für die Gelenke, ich brauche aber neue Kleidung. Die Lipaseerhöhung ist ein wenig seltsam. Eine markante Verbesserung des Blutzuckers war aber nur unter Fastenbedingungen sichtbar. Bei Rückkehr zu "normalem" Essen kehrt mein Zucker trotz der bisherigen Gewichtsabnahme und Leberentfettung wieder in prädiabetische Höhen.
Was tun? Ich wäre geneigt, Metformin einzuwerfen. Die Hausärztin findet das aber nicht sinnvoll.
Weiter abnehmen? Bis 65 kg wäre es noch kein Untergewicht. Aber ich bin schon ziemlich hager. Und ob sich da noch etwas tun wird?
Und überhaupt: Warum diese miesen Werte? Vielleicht doch LADA? Aber passt das zm C-Peptid / NBZ Verhältnis?
Ich fürchte zudem, dass ich bei Diabetologen kein Gehör mit dieser Problematik finde. Der OGTT wurde bei einem solchen gemacht, aber der wollte nicht mit mir darüber nachdenken, was denn genau bei mir los ist.
Mit leicht frustrierten Grüßen....
Wassily
-
am 27.06.2024 01:47:41 | IP (Hash): 1600124445
Bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als den Reis und das Vollkornzeug und andere für dich eher nutzlose KH noch für eine ganze Weile wegzulassen. Abnehmen bringt dir jetzt nichts mehr.
Ich würde jetzt, deinem Kalorienbedarf entsprechend, auf ausreichend Protein (dein Körper braucht etwa 60g hochwertiges Eiweiß) und Fette setzen um deinen Nährstoffbedarf. zu decken. Falls du weiter abnimmst erhöhe die Fettzufuhr, fallst du zunimmst, reduziere das Fett.
Du brauchst mindesten 2000 Kcal, um dein Gewicht zu halten, je nachdem wie du dich am Tage so bewegst.
Übrigens, der Körper braucht auch gesättige Fette, genausosehr wie ungesättigte!
https://www.aerzteblatt.de/archiv/217927/Ernaehrung-Gesaettigte-Fette-nicht-verteufeln
Vollfette Milchprodukte, wie Käse, griechischer Joghurt, Butter, Quark usw, Fisch, Fleisch und Eier, Avocados und Oliven enthalten viele wichtigen Nährstoffe wie Aminosäuren, Mineralien und das alles. Die brauchst du dringend nach der für deinen Körper doch anstrengenden Abnahme. Zusammen mit ordentlich Gemüse und Salat wirst du deine Sättigungsbeilage nicht mehr vermissen.
Was nun die Ursache für deinen hohen Blutzucker ist, kann dir nur der Arzt nach weiteren Untersuchungen sagen. Ich würde da dran bleiben und mich inzwischen und auf Dauer gesund mit natürlichen Lebensmitteln ernähren.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 27.06.2024 16:40:30 | IP (Hash): 1929085094
Paertl.Wassily schrieb:
Fazit: Ich bin froh, dass meine Leber entfettet ist. Der Gewichtsverlust ist gut für die Gelenke, ich brauche aber neue Kleidung. Die Lipaseerhöhung ist ein wenig seltsam. Eine markante Verbesserung des Blutzuckers war aber nur unter Fastenbedingungen sichtbar. Bei Rückkehr zu "normalem" Essen kehrt mein Zucker trotz der bisherigen Gewichtsabnahme und Leberentfettung wieder in prädiabetische Höhen.
Was tun?
Hallo Wassily,
was du durch das Halbfasten erreicht hast, ist schon mal sehr gut. Um die Lipaseerhöhung würde ich mir erst Gedanken machen, wenn der Wert bei der nächsten Kontrolle immer noch erhöht ist.
Schön, dass du so ausführlich über deine Ergebnisse berichtest. Im Gegensatz zu den Weissagungen eines älteren Herren hier im Forum kann nicht jeder damit rechnen, dass er mit dieser Methode seinen BZ wieder voll in den gesunden Bereich bekommt. Du hast nichts falsch gemacht, du gehörst nur zu der Hälfte, bei denen die Auswirkung nicht komplett nach seinen Vorhersagen eintreffen - auch wenn es so etwas nach seiner Meinung gar nicht geben dürfte.
Was tun? Weiter abzunehmen wäre bei dir unsinnig und bringt wahrscheinlich für den BZ gar nichts. Metformin könntest du ja mal ausprobieren. Es besteht schon eine Chance, dass dein BZ damit besser wird. Falls nicht, dann lass es aber gleich wieder weg. Ansonsten vergiss einfach den Traum, dass deine BZ-Automatik wieder perfekt funktioniert und akzeptiere sie so, wie sie ist. Wenn du weiter die KH moderat reduzierst und KH-reiche Mahlzeiten nur auf Ausnahmen beschränkst, kannst du aus meiner Sicht mit deinen BZ-Werten gut leben. Immerhin verlaufen sie schön gleichmäßig, wenn auch ein bisschen höher als normal.
Wenn du weiter achtsam bleibst, stehen deine Chancen sehr gut, dass auch die Werte so bleiben und du nicht innerhalb weniger Jahre auf Diabetes vorrücken wirst. Falls du Pech hast und sich dein BZ tatsächlich weiter verschlechtert, dann merkst du es ja durch deine Selbstkontrolle rechtzeitig und kannst dann auch gegensteuern.
Weiter alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 27.06.2024 16:42:34. Grund: BBCodes -
Noel
Rang: Gastam 27.06.2024 18:28:19 | IP (Hash): 1986923783
Hallo Wassily, darf ich (als Neuling) fragen, warum du das so machst mit dieser Diät? Warum keine dauerhafte Ernährungsumstellung?
Ich habe in manchen Quellen gelesen, dass Diabetiker auf nichts verzichten bräuchten, es würde nur auf die jeweilige Menge ankommen. Von mir (Insulinresistenz) kann ich das nicht bestätigen, Ausnahmen (z.B. Apfe-Johannisbeer Schorle) wären bei mir nicht möglich.
Nudeln (Emmer Vollkornnudeln 100g Trockengewicht) quasi als Beilage, zu einem gemischten Blattsalat und einer Proteinquelle (Tofu). Frühstück 1- max. 2 Scheiben Roggen- oder Dinkelvollkornbrot mit Hummus und Paprika, Tomate oder Gurke. An sonsten z.B. Kichererbsen, Kidneybohnen, Erdnüsse, etc. Das sind Beispiele von meiner neuen Ernährung.
Wäre das keine Option, so eine Ernährung dauerhaft beizubehalten? (Das soll keinesfalls anmaßend o.ä. sein, ich versuche deine Methode zu verstehen) -
am 27.06.2024 18:57:12 | IP (Hash): 1600124445
Darf ich fragen, was du vorher gegessen hast?
Mein BZ würde mit himmelhohen Spitzen reagieren, mit dem was du hier aufzählst.
--------------------------------------------------------
DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 27.06.2024 21:29:49 | IP (Hash): 1288464055
Henrie schrieb:
Was nun die Ursache für deinen hohen Blutzucker ist, kann dir nur der Arzt nach weiteren Untersuchungen sagen. Ich würde da dran bleiben und mich inzwischen und auf Dauer gesund mit natürlichen Lebensmitteln ernähren.
Danke für die Hinweise! Genau so habe ich es vor. Zum Glück komme ich eigentlich sehr gut ohne viele KH aus. Ich wollte halt nach der Diät einfach mal testen, wie ich reagiere.
Rainer schrieb:
Hallo Wassily,
was du durch das Halbfasten erreicht hast, ist schon mal sehr gut. Um die Lipaseerhöhung würde ich mir erst Gedanken machen, wenn der Wert bei der nächsten Kontrolle immer noch erhöht ist.
Danke! Ich bin – trotz des Blutzuckerfrustes – auch super froh. Eine verfettete Leber ist für sich genommen ja schon ein großes Risiko. Und zumindest das scheint beseitigt zu sein.
Rainer schrieb:
Was tun? Weiter abzunehmen wäre bei dir unsinnig und bringt wahrscheinlich für den BZ gar nichts. Metformin könntest du ja mal ausprobieren. Es besteht schon eine Chance, dass dein BZ damit besser wird. Falls nicht, dann lass es aber gleich wieder weg. Ansonsten vergiss einfach den Traum, dass deine BZ-Automatik wieder perfekt funktioniert und akzeptiere sie so, wie sie ist.
Ja, vermutlich wird es darauf hinauslaufen. Es wäre halt sehr schön gewesen, wenn es mit einem Reset auf zumindest fast normal geklappt hätte. Aber so sieht es nicht aus.
Noel schrieb:
Hallo Wassily, darf ich (als Neuling) fragen, warum du das so machst mit dieser Diät? Warum keine dauerhafte Ernährungsumstellung?
Na klar darfst du fragen, genau dazu ist das Forum ja da. Dahinter steckt die Theorie, dass bei Typ 2 Diabetikern, zumindest bei vielen, Fettansammlungen in Leber, Pankreas und Muskeln für die gestörte Glukosetoleranz verantwortlich sind. Die radikale Diät wird mit dem Ziel durchgeführt, dieses Fett effektiv abzubauen. Daraufhin, so die Theorie, verbessert sich die Glukosetoleranz. Tatsächlich gibt es auch Studien, die das zumindest für einen relativ großen Prozentsatz der Typ 2 Diabetiker bestätigen.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2017-12/direct-studie-radikale-diaet-heilt-typ-2-diabetes/
Ob diese Strategie auch bei Prädiabetes hilft und/oder bei relativ dünnen Typ-2 Diabetikern, ist weniger klar. Da ich aber eine verfettete Leber hatte, war zumindest der Angriffspunkt plausibel.
Nach der Diät ist natürlich dennoch eine Ernährungsumstellung nützlich. Das ist geplant, auch vor der Diät schon erprobt. Ich weiß ziemlich genau, welche Lebensmittel meinen BZ in die Höhe treiben – und eben auch, welche das nicht tun.
Ich werde weiter berichten….
Bearbeitet von User am 27.06.2024 21:30:51. Grund: Zitate waren nicht ordentlich abgesetzt1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.06.2024 11:38:25 | IP (Hash): 1271292519
Ich glaube nicht, dass man mit der vollständigen T2D Remission wieder alles wie ohne Diabetes essen und trinken kann. Ich glaube auch nicht, dass man das vorher ohne Einschränkung konnte. Vorher ist das nur nicht aufgefallen.
Was du bis jetzt geschafft hast, finde ich bewundernswert. Auch, dass deine Leber nicht mehr als Fettleber gilt.
Allerdings ist auch ohne Fettleber ganz normal Fett in der Leber, und wenn die persönliche Schwelle zum Typ 2 Diabetes in diesem Bereich liegt, untererschreitet man die u.U. noch lange nicht, wenn man die Grenze für die Fettleber unterschreitet. Und ähnlich ist das wohl auch beim Pankreas mit den Betazellen.
Zudem haben wir mit dem T2D-Erbe weniger “ungefährliche” Speichermöglichkeiten für Glukose in den peripheren Zellen und für Fett im Unterhautfettgewebe. Deswegen neigen die Schwellen zum Einschalten unseres Typ 2 Diabetes wohl auch besonders dazu, überschritten zu werden.
Und schließlich werden sicher heute noch Typ einige mit Typ 2 Diabetes bezeichnet, bei denen andere Schwellen als die für Fett in Leber und Pankreas zum Einschalten überschritten werden müssen.
Super finde ich wie du dich an deinem Blutzucker orientierst. Denn damit geht bis praktisch gesund mit Praediabetes :)
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.06.2024 19:12:54 | IP (Hash): 78610474
hjt_Jürgen schrieb:
Was du bis jetzt geschafft hast, finde ich bewundernswert. Auch, dass deine Leber nicht mehr als Fettleber gilt.
Ja, die Leber ist großartig. Ich hatte darunter schon länger "gelitten" (man merkt ja nichts davon...) und auch schon früher Versuche unternommen, sie loszuwerden. Nur die recht radikale Kalorienrestriktion über 2 Monate hat nun geholfen.
hjt_Jürgen schrieb:
Allerdings ist auch ohne Fettleber ganz normal Fett in der Leber, und wenn die persönliche Schwelle zum Typ 2 Diabetes in diesem Bereich liegt, untererschreitet man die u.U. noch lange nicht, wenn man die Grenze für die Fettleber unterschreitet. Und ähnlich ist das wohl auch beim Pankreas mit den Betazellen.
Zudem haben wir mit dem T2D-Erbe weniger “ungefährliche” Speichermöglichkeiten für Glukose in den peripheren Zellen und für Fett im Unterhautfettgewebe. Deswegen neigen die Schwellen zum Einschalten unseres Typ 2 Diabetes wohl auch besonders dazu, überschritten zu werden.
Tja, das ist aber bestimmt nicht alles. Ich hatte Zeiten, in denen war ich deutlich dicker als jetzt und mit feister Fettleber im Ultraschall und dennoch war die Glukoseregulation besser, wesentlich besser (so ca. vor 5 Jahren; ich bin jetzt 52 Jahre alt).
Das Fett allein ist es bestimmt nicht, da ist auch irgendein schleichender Funktionsverlust unabhängig vom Fett im Hintergrund.
hjt_Jürgen schrieb:
Super finde ich wie du dich an deinem Blutzucker orientierst. Denn damit geht bis praktisch gesund mit Praediabetes :)
Ja, ich denke, das kriege ich auf dem jetzigen Funktionsniveau meiner Blutzuckerautomatik hin.
Beste Grüße
Wassily
-
am 28.06.2024 22:00:52 | IP (Hash): 1271292519
Na ja, von deinen Beta Zellen haben sich immer mehr einige zurück in ihre Vorstufe entwickelt, in der sie kein Insulin produzieren konnten. Und lange genug in dieser Vorstufe sind nach und nach immer mehr einige davon abgestorben. Mit dem unterschreiten deiner Fettschwelle hast du natürlich nur die wiederbeleben können, die noch nicht abgestorben waren.
Daumendrück fürs weitere gute Hinkriegen mit den Überlebenden :)
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.06.2024 23:22:42 | IP (Hash): 1513630109
hjt_Jürgen schrieb:
Na ja, von deinen Beta Zellen haben sich immer mehr einige zurück in ihre Vorstufe entwickelt, in der sie kein Insulin produzieren konnten. Und lange genug in dieser Vorstufe sind nach und nach immer mehr einige davon abgestorben. Mit dem unterschreiten deiner Fettschwelle hast du natürlich nur die wiederbeleben können, die noch nicht abgestorben waren.
Daumendrück fürs weitere gute Hinkriegen mit den Überlebenden :)
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
Das mit den toten Betas hat mich nun beschäftigt. Ganz interessant dazu dieser Artikel:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1242-9809.pdf
Bei mir wurde ein C-Peptid/Glucose Quotient von 5,45 festgestellt. Der Quotient korreliert gut mit Insulinresistenz und zeigt auch die Kapazität der Betas an, noch Insulin zu produzieren. Mein Quotient ist laut Artikel leicht über dem mittleren Quotient mittelalter gesunder Personen. Ich kann also hoffen, dass es noch genügend Betas gibt, die produzieren und die ich zukünftig schützen kann.
Meint ihr, ich kann mit einem niedergelassenen Diabetologen über solche Dinge reden und dann Strategien abstimmen, die evtl. Medikamente beinhalten?