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Quasi-Newcastle Diät bei Prädiabetes
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am 26.06.2024 23:09:43 | IP (Hash): 1288464055
Hallo zusammen,
ich hatte schon einmal zu Beginn meines Selbstversuchs unter ähnlichem Namen in einem Thread zu Diabetes bei niedrigem BMI gepostet. Zwischenzeitlich habe ich meine Zugansdaten verloren und wurde zudem in dem anderen Thread angewiesen, einen eigenen aufzumachen, da mein BMI zu Beginn meines Selbstversuchs nich niedrig war.
Mein Selbstversuch ist nun beendet und ich berichte nun über mein Vorgehen und die Ergebnisse. Es ist nur ein Einzelfall, insofern nur bedingt aussagekräftig. Aber dennoch interessant.
Ausgangslage vor Beginn der Diät:
- Prädiabetes im OGTT diagnostiziert (2022), 2h Wert bei 145
- Fettleber
- Harnsäure erhöht
- Leberwerte unauffällig
- Morgenblutzucker durchgehend über 100 aber i.d.R. unter 110
- Postprandiale Spitzen über 140 nach 2h bei KH reichen Mahlzeiten
- Höhe 179, Gewicht 82 kg
Diät:
- Orientiert an Newcastle, aber nicht zu 100% eingehalten
- Im Kern meistens unter 800 Gesamtkalorien, immer unter 1000
- Im Kern wenig KH, wenn, dann slow carbs
- Morgens: Yoghurt mit wenig Haferkleie und Chia Samen, abgewogen auf 100 kcal
- Mittags: Trinkmahlzeit mit 400 kcal, eiweißreich, KH arm
- Abends: Gemüse, selten mal ein Stück Fisch
- Kein Alkohol, keine Süßgetränke
- Überhaupt insgesamt kein Zucker, keine schnellen Carbs
- Keine bzw. wenige gesättigte Fette
- Dauer: 8 Wochen
- Kein Sport während der Diät (habe ich mir nicht zugetraut)
Beobachtungen während der Diät:
- Im ersten Monat ist der Morgenzucker auf 85 gefallen
- Im zweiten Monat dann wieder auf ca. 90-92 gestiegen
- In den zwei Monaten habe ich sage und schreibe 12 Kilo abgenommen. Ich wiege jetzt 70 Kg
- Nach der ersten Woche ist mir die Diät relativ leicht gefallen
- Zudem habe ich mich fit und insbesondere geistig sehr klar gefühlt
- Postprandiale Messungen waren während der Diät nicht sinnvoll, da waren keine schnellen KG. Die Trinkmahlzeiten haben mich langsam in Richtung 120 gelenkt, manchmal 130 und dann wieder runter
Messungen während der Diät:
- Während der Diät wurden im Rahmen einer anderen Untersuchung Ketonkörper nachgewiesen. Ich war also in Ketose
Messungen unmittelbar nach der Diät:
- Fettleber im Ultraschall nicht mehr darstellbar (hurra!)
- Lipase erhöht (Mist! Evtl. Folge der intensiven Fettverbrennung; keine sonstigen Anhaltspunkte für Pankreatitis etc.)
- Harnsäure normalisiert (hurra!)
- HbA1c 5,2 % (nicht bemerkenswert toll gemessen daran, was ich gegessen habe)
- NBZ im Serum: 85 mg/dl
- Nüchtern C-Peptid: 1,4 ng/ml
Vorgehen und Messungen im Monat nach der Diät
- Nach 8 Wochen habe ich wieder angefangen normal zu essen
- Das Gewicht habe ich gehalten (weiterhin 70 Kg)
- Ich habe wieder angefangen, Sport zu machen (ca. 150 Minuten pro Woche Kraftausdauer)
- Dabei habe ich absichtlich immer mal wieder KH reiche Speisen gegessen, um zu sehen, wie ich darauf reagiere (mir ist schon klar, dass man sie eigentlich dauerhaft vermeiden sollte)
- NBZ: ist unter diesen Bedingungen wieder auf größer 100 kleiner 110 gestiegen (Frust!)
- Postprandial sieht es m.E. schlechter aus als vor der Diät. Insbesondere verharrt der Blutzucker nun wesentlich länger auf hohem Niveau
- Beispiel heute: 6 Stunden nach dem Mittagessen habe ich eine Vollkorn-Paprikastange vom Bäcker und ein paar Vollkorn-Käsecracker gegessen. Danach eine große Kohlrabi roh ohne alles.
1h: 171
2h: 146
3h: 155
4h: 118
- Anderes Beispiel: Thunfisch-Sashimi, Edamame, frittierte Riesengarnelen (2 Stück), Misosuppe, eine kleine Schüssel weißer Reis (zum Schluss)
1h: 163
2h: 160
3h: 132
4h: 105
Und so weiter.... Das sieht nicht gut aus. Ich kann es nicht ganz genau mit vorher vergleichen. Aber mein Eindruck ist: Die 1h Spitze ist etwas milder, dafür dauert es nach hinten raus länger.
Meine Hausärztin meinte: So dünn wie ich bin - eher später Typ1. Daher der C-Peptid Test. In Kombination mit dem NBZ von 85 deutet das aber eher auf Insulinresistenz hin, meint sie.
Fazit: Ich bin froh, dass meine Leber entfettet ist. Der Gewichtsverlust ist gut für die Gelenke, ich brauche aber neue Kleidung. Die Lipaseerhöhung ist ein wenig seltsam. Eine markante Verbesserung des Blutzuckers war aber nur unter Fastenbedingungen sichtbar. Bei Rückkehr zu "normalem" Essen kehrt mein Zucker trotz der bisherigen Gewichtsabnahme und Leberentfettung wieder in prädiabetische Höhen.
Was tun? Ich wäre geneigt, Metformin einzuwerfen. Die Hausärztin findet das aber nicht sinnvoll.
Weiter abnehmen? Bis 65 kg wäre es noch kein Untergewicht. Aber ich bin schon ziemlich hager. Und ob sich da noch etwas tun wird?
Und überhaupt: Warum diese miesen Werte? Vielleicht doch LADA? Aber passt das zm C-Peptid / NBZ Verhältnis?
Ich fürchte zudem, dass ich bei Diabetologen kein Gehör mit dieser Problematik finde. Der OGTT wurde bei einem solchen gemacht, aber der wollte nicht mit mir darüber nachdenken, was denn genau bei mir los ist.
Mit leicht frustrierten Grüßen....
Wassily
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am 27.06.2024 01:47:41 | IP (Hash): 1600124445
Bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als den Reis und das Vollkornzeug und andere für dich eher nutzlose KH noch für eine ganze Weile wegzulassen. Abnehmen bringt dir jetzt nichts mehr.
Ich würde jetzt, deinem Kalorienbedarf entsprechend, auf ausreichend Protein (dein Körper braucht etwa 60g hochwertiges Eiweiß) und Fette setzen um deinen Nährstoffbedarf. zu decken. Falls du weiter abnimmst erhöhe die Fettzufuhr, fallst du zunimmst, reduziere das Fett.
Du brauchst mindesten 2000 Kcal, um dein Gewicht zu halten, je nachdem wie du dich am Tage so bewegst.
Übrigens, der Körper braucht auch gesättige Fette, genausosehr wie ungesättigte!
https://www.aerzteblatt.de/archiv/217927/Ernaehrung-Gesaettigte-Fette-nicht-verteufeln
Vollfette Milchprodukte, wie Käse, griechischer Joghurt, Butter, Quark usw, Fisch, Fleisch und Eier, Avocados und Oliven enthalten viele wichtigen Nährstoffe wie Aminosäuren, Mineralien und das alles. Die brauchst du dringend nach der für deinen Körper doch anstrengenden Abnahme. Zusammen mit ordentlich Gemüse und Salat wirst du deine Sättigungsbeilage nicht mehr vermissen.
Was nun die Ursache für deinen hohen Blutzucker ist, kann dir nur der Arzt nach weiteren Untersuchungen sagen. Ich würde da dran bleiben und mich inzwischen und auf Dauer gesund mit natürlichen Lebensmitteln ernähren.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 27.06.2024 16:40:30 | IP (Hash): 1929085094
Paertl.Wassily schrieb:
Fazit: Ich bin froh, dass meine Leber entfettet ist. Der Gewichtsverlust ist gut für die Gelenke, ich brauche aber neue Kleidung. Die Lipaseerhöhung ist ein wenig seltsam. Eine markante Verbesserung des Blutzuckers war aber nur unter Fastenbedingungen sichtbar. Bei Rückkehr zu "normalem" Essen kehrt mein Zucker trotz der bisherigen Gewichtsabnahme und Leberentfettung wieder in prädiabetische Höhen.
Was tun?
Hallo Wassily,
was du durch das Halbfasten erreicht hast, ist schon mal sehr gut. Um die Lipaseerhöhung würde ich mir erst Gedanken machen, wenn der Wert bei der nächsten Kontrolle immer noch erhöht ist.
Schön, dass du so ausführlich über deine Ergebnisse berichtest. Im Gegensatz zu den Weissagungen eines älteren Herren hier im Forum kann nicht jeder damit rechnen, dass er mit dieser Methode seinen BZ wieder voll in den gesunden Bereich bekommt. Du hast nichts falsch gemacht, du gehörst nur zu der Hälfte, bei denen die Auswirkung nicht komplett nach seinen Vorhersagen eintreffen - auch wenn es so etwas nach seiner Meinung gar nicht geben dürfte.
Was tun? Weiter abzunehmen wäre bei dir unsinnig und bringt wahrscheinlich für den BZ gar nichts. Metformin könntest du ja mal ausprobieren. Es besteht schon eine Chance, dass dein BZ damit besser wird. Falls nicht, dann lass es aber gleich wieder weg. Ansonsten vergiss einfach den Traum, dass deine BZ-Automatik wieder perfekt funktioniert und akzeptiere sie so, wie sie ist. Wenn du weiter die KH moderat reduzierst und KH-reiche Mahlzeiten nur auf Ausnahmen beschränkst, kannst du aus meiner Sicht mit deinen BZ-Werten gut leben. Immerhin verlaufen sie schön gleichmäßig, wenn auch ein bisschen höher als normal.
Wenn du weiter achtsam bleibst, stehen deine Chancen sehr gut, dass auch die Werte so bleiben und du nicht innerhalb weniger Jahre auf Diabetes vorrücken wirst. Falls du Pech hast und sich dein BZ tatsächlich weiter verschlechtert, dann merkst du es ja durch deine Selbstkontrolle rechtzeitig und kannst dann auch gegensteuern.
Weiter alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 27.06.2024 16:42:34. Grund: BBCodes -
Noel
Rang: Gastam 27.06.2024 18:28:19 | IP (Hash): 1986923783
Hallo Wassily, darf ich (als Neuling) fragen, warum du das so machst mit dieser Diät? Warum keine dauerhafte Ernährungsumstellung?
Ich habe in manchen Quellen gelesen, dass Diabetiker auf nichts verzichten bräuchten, es würde nur auf die jeweilige Menge ankommen. Von mir (Insulinresistenz) kann ich das nicht bestätigen, Ausnahmen (z.B. Apfe-Johannisbeer Schorle) wären bei mir nicht möglich.
Nudeln (Emmer Vollkornnudeln 100g Trockengewicht) quasi als Beilage, zu einem gemischten Blattsalat und einer Proteinquelle (Tofu). Frühstück 1- max. 2 Scheiben Roggen- oder Dinkelvollkornbrot mit Hummus und Paprika, Tomate oder Gurke. An sonsten z.B. Kichererbsen, Kidneybohnen, Erdnüsse, etc. Das sind Beispiele von meiner neuen Ernährung.
Wäre das keine Option, so eine Ernährung dauerhaft beizubehalten? (Das soll keinesfalls anmaßend o.ä. sein, ich versuche deine Methode zu verstehen) -
am 27.06.2024 18:57:12 | IP (Hash): 1600124445
Darf ich fragen, was du vorher gegessen hast?
Mein BZ würde mit himmelhohen Spitzen reagieren, mit dem was du hier aufzählst.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 27.06.2024 21:29:49 | IP (Hash): 1288464055
Henrie schrieb:
Was nun die Ursache für deinen hohen Blutzucker ist, kann dir nur der Arzt nach weiteren Untersuchungen sagen. Ich würde da dran bleiben und mich inzwischen und auf Dauer gesund mit natürlichen Lebensmitteln ernähren.
Danke für die Hinweise! Genau so habe ich es vor. Zum Glück komme ich eigentlich sehr gut ohne viele KH aus. Ich wollte halt nach der Diät einfach mal testen, wie ich reagiere.
Rainer schrieb:
Hallo Wassily,
was du durch das Halbfasten erreicht hast, ist schon mal sehr gut. Um die Lipaseerhöhung würde ich mir erst Gedanken machen, wenn der Wert bei der nächsten Kontrolle immer noch erhöht ist.
Danke! Ich bin – trotz des Blutzuckerfrustes – auch super froh. Eine verfettete Leber ist für sich genommen ja schon ein großes Risiko. Und zumindest das scheint beseitigt zu sein.
Rainer schrieb:
Was tun? Weiter abzunehmen wäre bei dir unsinnig und bringt wahrscheinlich für den BZ gar nichts. Metformin könntest du ja mal ausprobieren. Es besteht schon eine Chance, dass dein BZ damit besser wird. Falls nicht, dann lass es aber gleich wieder weg. Ansonsten vergiss einfach den Traum, dass deine BZ-Automatik wieder perfekt funktioniert und akzeptiere sie so, wie sie ist.
Ja, vermutlich wird es darauf hinauslaufen. Es wäre halt sehr schön gewesen, wenn es mit einem Reset auf zumindest fast normal geklappt hätte. Aber so sieht es nicht aus.
Noel schrieb:
Hallo Wassily, darf ich (als Neuling) fragen, warum du das so machst mit dieser Diät? Warum keine dauerhafte Ernährungsumstellung?
Na klar darfst du fragen, genau dazu ist das Forum ja da. Dahinter steckt die Theorie, dass bei Typ 2 Diabetikern, zumindest bei vielen, Fettansammlungen in Leber, Pankreas und Muskeln für die gestörte Glukosetoleranz verantwortlich sind. Die radikale Diät wird mit dem Ziel durchgeführt, dieses Fett effektiv abzubauen. Daraufhin, so die Theorie, verbessert sich die Glukosetoleranz. Tatsächlich gibt es auch Studien, die das zumindest für einen relativ großen Prozentsatz der Typ 2 Diabetiker bestätigen.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2017-12/direct-studie-radikale-diaet-heilt-typ-2-diabetes/
Ob diese Strategie auch bei Prädiabetes hilft und/oder bei relativ dünnen Typ-2 Diabetikern, ist weniger klar. Da ich aber eine verfettete Leber hatte, war zumindest der Angriffspunkt plausibel.
Nach der Diät ist natürlich dennoch eine Ernährungsumstellung nützlich. Das ist geplant, auch vor der Diät schon erprobt. Ich weiß ziemlich genau, welche Lebensmittel meinen BZ in die Höhe treiben – und eben auch, welche das nicht tun.
Ich werde weiter berichten….
Bearbeitet von User am 27.06.2024 21:30:51. Grund: Zitate waren nicht ordentlich abgesetzt1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.06.2024 11:38:25 | IP (Hash): 1271292519
Ich glaube nicht, dass man mit der vollständigen T2D Remission wieder alles wie ohne Diabetes essen und trinken kann. Ich glaube auch nicht, dass man das vorher ohne Einschränkung konnte. Vorher ist das nur nicht aufgefallen.
Was du bis jetzt geschafft hast, finde ich bewundernswert. Auch, dass deine Leber nicht mehr als Fettleber gilt.
Allerdings ist auch ohne Fettleber ganz normal Fett in der Leber, und wenn die persönliche Schwelle zum Typ 2 Diabetes in diesem Bereich liegt, untererschreitet man die u.U. noch lange nicht, wenn man die Grenze für die Fettleber unterschreitet. Und ähnlich ist das wohl auch beim Pankreas mit den Betazellen.
Zudem haben wir mit dem T2D-Erbe weniger “ungefährliche” Speichermöglichkeiten für Glukose in den peripheren Zellen und für Fett im Unterhautfettgewebe. Deswegen neigen die Schwellen zum Einschalten unseres Typ 2 Diabetes wohl auch besonders dazu, überschritten zu werden.
Und schließlich werden sicher heute noch Typ einige mit Typ 2 Diabetes bezeichnet, bei denen andere Schwellen als die für Fett in Leber und Pankreas zum Einschalten überschritten werden müssen.
Super finde ich wie du dich an deinem Blutzucker orientierst. Denn damit geht bis praktisch gesund mit Praediabetes :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.06.2024 19:12:54 | IP (Hash): 78610474
hjt_Jürgen schrieb:
Was du bis jetzt geschafft hast, finde ich bewundernswert. Auch, dass deine Leber nicht mehr als Fettleber gilt.
Ja, die Leber ist großartig. Ich hatte darunter schon länger "gelitten" (man merkt ja nichts davon...) und auch schon früher Versuche unternommen, sie loszuwerden. Nur die recht radikale Kalorienrestriktion über 2 Monate hat nun geholfen.
hjt_Jürgen schrieb:
Allerdings ist auch ohne Fettleber ganz normal Fett in der Leber, und wenn die persönliche Schwelle zum Typ 2 Diabetes in diesem Bereich liegt, untererschreitet man die u.U. noch lange nicht, wenn man die Grenze für die Fettleber unterschreitet. Und ähnlich ist das wohl auch beim Pankreas mit den Betazellen.
Zudem haben wir mit dem T2D-Erbe weniger “ungefährliche” Speichermöglichkeiten für Glukose in den peripheren Zellen und für Fett im Unterhautfettgewebe. Deswegen neigen die Schwellen zum Einschalten unseres Typ 2 Diabetes wohl auch besonders dazu, überschritten zu werden.
Tja, das ist aber bestimmt nicht alles. Ich hatte Zeiten, in denen war ich deutlich dicker als jetzt und mit feister Fettleber im Ultraschall und dennoch war die Glukoseregulation besser, wesentlich besser (so ca. vor 5 Jahren; ich bin jetzt 52 Jahre alt).
Das Fett allein ist es bestimmt nicht, da ist auch irgendein schleichender Funktionsverlust unabhängig vom Fett im Hintergrund.
hjt_Jürgen schrieb:
Super finde ich wie du dich an deinem Blutzucker orientierst. Denn damit geht bis praktisch gesund mit Praediabetes :)
Ja, ich denke, das kriege ich auf dem jetzigen Funktionsniveau meiner Blutzuckerautomatik hin.
Beste Grüße
Wassily
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am 28.06.2024 22:00:52 | IP (Hash): 1271292519
Na ja, von deinen Beta Zellen haben sich immer mehr einige zurück in ihre Vorstufe entwickelt, in der sie kein Insulin produzieren konnten. Und lange genug in dieser Vorstufe sind nach und nach immer mehr einige davon abgestorben. Mit dem unterschreiten deiner Fettschwelle hast du natürlich nur die wiederbeleben können, die noch nicht abgestorben waren.
Daumendrück fürs weitere gute Hinkriegen mit den Überlebenden :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 28.06.2024 23:22:42 | IP (Hash): 1513630109
hjt_Jürgen schrieb:
Na ja, von deinen Beta Zellen haben sich immer mehr einige zurück in ihre Vorstufe entwickelt, in der sie kein Insulin produzieren konnten. Und lange genug in dieser Vorstufe sind nach und nach immer mehr einige davon abgestorben. Mit dem unterschreiten deiner Fettschwelle hast du natürlich nur die wiederbeleben können, die noch nicht abgestorben waren.
Daumendrück fürs weitere gute Hinkriegen mit den Überlebenden :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
Das mit den toten Betas hat mich nun beschäftigt. Ganz interessant dazu dieser Artikel:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1242-9809.pdf
Bei mir wurde ein C-Peptid/Glucose Quotient von 5,45 festgestellt. Der Quotient korreliert gut mit Insulinresistenz und zeigt auch die Kapazität der Betas an, noch Insulin zu produzieren. Mein Quotient ist laut Artikel leicht über dem mittleren Quotient mittelalter gesunder Personen. Ich kann also hoffen, dass es noch genügend Betas gibt, die produzieren und die ich zukünftig schützen kann.
Meint ihr, ich kann mit einem niedergelassenen Diabetologen über solche Dinge reden und dann Strategien abstimmen, die evtl. Medikamente beinhalten?
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am 29.06.2024 21:23:23 | IP (Hash): 2021822300
Das Drama nimmt weiter seinen Lauf....
Zunächst einmal: ich habe noch ein wenig Gewicht verloren (heute Morgen 68,9).
Heute Abend dann ein schockierendes Ergebnis nach einem leichten Abendessen, das mich vor einem Jahr im verfetteten Zustand niemals so abgeschossen hätte:
Vorher: 91 mg/dl
Dann: zwei Tomaten mit Mozzarella, Olivenöl und Balsamico
Danach: das Öl und den Essig mit einer Scheibe Vollkorntoast aufgenommen.
Danach: Ein Apfel, zwei Weinbergpfirsiche
1 Stunde danach: 143
2 Stunden danach: 153
Wie auch vorher schon: Ich weiß, was ich weglassen müsste, ich kenne natürlich die KH Quellen in diesem Abendessen.
Der Punkt ist: Kein Gesunder würde so reagieren. Und ich selbst habe auch vor gar nicht so langer Zeit besser reagiert. -
am 29.06.2024 22:10:48 | IP (Hash): 2077185740
Für uns mit T2D oder T2D im Werden ist unerheblich, wie der BZ bei jemandem ohne T2D-Erbschaft auf unsere Einverleibungen reagieren würde. Für uns kann nur wichtig sein, dass wir die so auswählen, dass unser BZ in dem Rahmen verläuft, in dem wir ihn haben wollen :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 29.06.2024 22:31:20 | IP (Hash): 707061055
hjt_Jürgen schrieb:
Für uns mit T2D oder T2D im Werden ist unerheblich, wie der BZ bei jemandem ohne T2D-Erbschaft auf unsere Einverleibungen reagieren würde. Für uns kann nur wichtig sein, dass wir die so auswählen, dass unser BZ in dem Rahmen verläuft, in dem wir ihn haben wollen :)
So isses...
Hier noch das Ende der Geschichte:
Nach 2:40h: 127
Zügiger Spaziergang
Nach 3:20h: 98 -
am 29.06.2024 22:53:45 | IP (Hash): 1600124445
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 30.06.2024 00:13:38 | IP (Hash): 78610474
Henrie schrieb:
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
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DM2 in Remission ohne Medikamente
Das stimmt. Mir geht es ja aber um die noch etwas speziellere Frage, was bei einem nicht besonders übergewichtigen Prädiabetiker (nämlich mir) passiert, wenn er die Newcastle-Diät anwendet.
Und wie es momentan aussieht: Es gibt keine Verbesserung, eher tendenziell weitere Verschlechterung - natürlich bei mir. Wie es anderen ergehen würde, kann man daraus nicht ableiten.
Und dass Newcastle bei eher dicken Diabetikern verbessernd wirkt, das wissen wir ja auch schon aus wissenschaftlichen Studien.
Bearbeitet von User am 30.06.2024 00:15:08. Grund: Konkretisierung -
am 30.06.2024 03:13:51 | IP (Hash): 812322421
Paertl.Wassily schrieb:
Was tun? Ich wäre geneigt, Metformin einzuwerfen. Die Hausärztin findet das aber nicht sinnvoll.
Weiter abnehmen? Bis 65 kg wäre es noch kein Untergewicht. Aber ich bin schon ziemlich hager. Und ob sich da noch etwas tun wird?
Ich fürchte zudem, dass ich bei Diabetologen kein Gehör mit dieser Problematik finde. Der OGTT wurde bei einem solchen gemacht, aber der wollte nicht mit mir darüber nachdenken, was denn genau bei mir los ist.
Hi,
1. such dir einen Diabetologen der dich ernst nimmt.
2. hast du mal probiert nur Kohlehydrate zu zählen, also nicht mehr als (mein Arzt meinte 100g pro Tag)
und dabei vielleicht auch die letzte Mahlzeit des Tages fast Kohlehydratfrei zu gestalten?
Also nur Fleisch/Fisch/Ei/Käse und Gemüse mit wenig oder Pilze -
am 29.07.2024 09:47:10 | IP (Hash): 929088244
Henrie schrieb:
Ja, messen ist schon wichtig, jetzt weißt du es, es waren zuviele KH, die dir eine unliebsame Spitze bereitet haben. Drei Stücke Obst sind zuviel, muss man nicht haben, bringen dich aber auch nicht um.
Ich bin mittlerweile froh, dass ich nicht sehr auf Obst stehe. Gemüse ja, Obst ist nicht so mein Ding. Allerdings hat hier bei der Spitze vielleicht noch mehr der Vollkorntoast mitgeholfen. Der hat nämlich einen sehr hohen glykämischen Index. So etwas würde ich generell weglassen. -
am 03.11.2024 09:26:35 | IP (Hash): 727148961
Hallo zusammen,
nach ein paar Monaten mache ich mal eine Wasserstandsmeldung. Was ist seitdem geschehen?
1. Ich habe mein Gewicht gehalten. Ich bin dauerhaft unter 70 Kg bei 1,79 m Körpergröße, meist so zwischen 68,5 und 69,5.
2. Meine Energieaufnahme hat sich natürlich erhöht, weil ich nicht mehr 800 kcal esse, sondern so viel, dass ich mein Gewicht halte. Mit Sport (ca. 4 X Woche 60 Minuten lockeres Rudern) habe ich einen Energiebedarf von 2.200 kcal sagt meine Smartwatch. Kommt ungefähr hin.
3. Ich neige noch immer zu Experimenten und schaue nach, ob sich "mittlerweile etwas verbessert hat". Daher kann ich über gelegentlich wilde BZ Exkursionen (bis zu 200 nach fast carbs, also weißer Reis, Pizza, Weißbrot) berichten.
4. Insgesamt esse ich aber nach wie vor low carb, Pi mal Daumen in der Regel deutlich unter 100 g KH pro Tag, oft unter 70.
5. Mein Wissen darüber, was ich "vertrage", auch in welchen Mengen, und was nicht, hat sich noch deutlich verbessert. D.h., ich weiß genau, wie ich unter 140 bleibe, wenn ich das will.
6. Es gibt doch einige KH-Quellen, die ich im "gesunden" Korridor verarbeiten kann. Dazu zählen Hülsenfrüchte und - zu meinem großen Glück - auch kleine Portionen gut gefetteter und al dente gekochter Pasta. Vollkommen bizarr: Ein Big Mac mit kleinen Fritten geht auch. Bitte nicht schimpfen, ich weiß, dass das auf vielen Dimensionen nicht gut ist. Das sind halt meine Experimente und sicher auch eine Portion "ich will nicht verzichten".
7. Auch ohne "Essensexperimente" ist mein selbst gemessener Morgenblutzucker fast nie mehr unter 100 aber immer unter 110. Die einzigen Gelegenheiten mit Blutzucker unter 100 sind Messungen unmittelbar nach einer Rudereinheit auf relativ leeren Magen. Danach steigt der Wert wieder von allein an. Meine Leber kann es einfach nicht lassen.
Kürzlich habe ich auch noch einmal einen Besuch beim Diabetologen unternommen, eigentlich, um meine gut dokumentierten BZ Spitzen zu besprechen und ggf. Metformin einzunehmen um meine Beta-Zellen zu schützen.
In der Praxis wurde ad hoc ein BZ von 85 und ein HbA1c von 5,0% ermittelt. Die 85 waren 5 Stunden nach einem 200 kcal Frühstück. Das ist insofern schockierend, als dass ich - wie gesagt - selbst fast nie unter 100 messe und in den für den HbA1c kritischen Zeitraum auch reichlich "Experimente" fallen (ich hatte z.B. zwei Wochen vor dem Arztbesuch einfach "normal" mit der Familie mitgegessen, um dem Arzt zu zeigen, wie ich auf normales Essen reagiere, zudem hatte ich längere Zeit keinen Sport gemacht, weil ich dauererkältet war). Verrückt ist auch, dass der HbA1c niedriger ist, als nach meinen zwei Newcastle-Monaten mit nur 800 kcal. Angesichts der 85 und 5,0 wollte der Arzt keine weiteren Maßnahmen mit mir besprechen.
Mittlerweile zweifle ich die Genauigkeit meine eigenen Messungen an. Es ist aber ein rel. neues Gerät (AccuCheck Guide) und ich weiß auch, wie man messen muss. Mein Messgerät spuckt einen geschätzten HbA1c von 6,0% aus. Das ist schon eine recht erstaunliche Diskrepanz, oder?
Momentan denke ich, dass ich erst einmal so weitersegle. Ich werde weiter berichten...
Bearbeitet von User am 03.11.2024 09:29:56. Grund: Rechtschreibung -
am 03.11.2024 10:47:20 | IP (Hash): 1775035078
Glückwunsch zum bisherigen Segel-Gelingen :)
Deine Leber ist übrigens nicht allein für deinen BZ verantwortlich. Dafür müssen auch die Betas passend Insulin liefern. Das muss zuerst die Glukoneogenese ausschalten, die 10g Glukose pro Stunde Eigenproduktion in der Leber. Deine Spitzen nach mehr KHs deuten darauf hin, dass da halt nicht mehr ausreichend Betas ausreichend spontan liefern.
Die HbA1c-Funktion von deinem BZ-Messer ist auf die Messungen vor dem Essen geeicht, nicht auf die wann auch immer nach dem Essen. Wenn du also damit einen Anteil an Spitzen nach dem Essen gemessen hast, waren die natürlich höher als die entsprechenden Werte von vor dem Essen und müssen so selbstverständlich zu einer praktisch falsch höheren HbA1c Angabe führen.
Spitzen, die weniger als 3-4 Stunden anhalten, führen zu keiner dauerhaften zusätzlichen Verzuckerung der roten Blutkörperchen, denn die lösen sich mit weniger BZ wieder auf/ab. Das mag erklären, warum deine Experimente die Laborbestimmung vom HbA1c nicht belastet haben.
Weil seine Messungen deine BZ in jeder Hinsicht als gesund ausweisen, sieht dein Dok keinen Handlungsbedarf. - Daumendrück für Weiterso :)
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 03.11.2024 11:05:24 | IP (Hash): 847353743
Hallo Wassily,
deine Wasserstandsmeldung zeigt auf keine Fall "Land unter" - ich denke, dass du deine BZ gut genug im Griff hast.
Wenn du mal Metformin probieren willst, dann brauchst du keinem Diabetologen die wertvolle Zeit zu stehlen. Du musst dir nur von deinem Hausarzt ein Rezept ausstellen lassen. Vermutlich bekommst du von ihm nur ein Selbstzahlerrezept. Das ist aber bei Metformin wirklich kein Problem, das kostet nicht viel mehr als die Zuzahlung.
Für deinen Bic Mac musst du dich bei keinem entschuldigen. Wenn der in deine BZ-Ziele einigermaßen rein passt, dann ist das in Ordnung. Du solltest nur auch mal nach 3 und 4 Stunden nachsehen, nicht dass der Anstieg nur stark verzögert ist. Allerdings wird deine BSD mit so einer Verzögerung wahrscheinlich sehr gut umgehen können und den BZ-Anstieg trotzdem in Grenzen halten. Bei deiner Pasta solltest du übrigens auch später noch mal nachsehen. Es gibt viele Berichte, dass Pasta, besonders al dente, erst viel später am BZ zu sehen ist.
Wenn du meistens Low Carb isst und dann eine Mahlzeit mit vielen KH dazwischen schiebst, dann ist ein starker BZ-Anstieg normal. Deine BZ-Regelung ist dann nicht auf die vielen KH eingestellt und reagiert nicht richtig. Dazu müsstest du dann erst mal ein paar Tage wieder viele KH essen.
So ein geschätzter HbA1c-Wert kann bei kontinuierlicher BZ-Messung eine gute Orientierung liefern, bei diskreter Messung ist er nicht viel Wert. Ob dein Messgerät neu ist oder ncht, spielt übrigens keine allzu große Rolle. Die Zeiten, wo dei nächste Generation der BZ-Messgeräte erheblich bessere Schätzwerte geliefert hat, sind vorbei. Große Qualitätsverbesserungen sind bei den Geräten kaum noch möglich.
Mach weiter so, bei dir läuft es recht gut - große Sorgen brauchst du dir aus meiner Sicht nicht zu machen.
Alles Gute bis zur nächsten Wasserstandsmeldung, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 03.11.2024 15:41:20. Grund: BBCode -
am 03.11.2024 12:06:22 | IP (Hash): 727148961
Hallo Jürgen, hallo Rainer,
danke für die ermutigenden Rückmeldungen.
Bezüglich des BZ nach hinten raus: In den letzten beiden Wochen "Normalessen" habe ich immer so lange gemessen, bis der BZ wieder nahe 110 war, das war dann oft erst nach 3-4 Stunden. Wenn er nach zwei Stunden noch extrem war (ich glaube, das war zweimal so), bin ich dann auf das Rudergerät gegangen. Nach 30-60 Minuten Rudern ist dann auch wieder Ruhe, egal wo ich vorher war.
Von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass die Pasta nach hinten raus kein Theater macht.
Und noch eine Nebenbeobachtung: Alkohol zum Essen (in meinem Fall in Form von Rotwein) scheint die postprandialen Spitzen kräftig zu reduzieren. Ist auch biochemisch nachvollziehbar, der Alkoholabbau in der Leber hemmt wohl die Glukosefreisetzung. Das ist natürlich kein gesundes Mittel zur Blutzuckerreduktion, zeigt mir aber, dass meine Leber schon einen bedeutenden Anteil an dem Problem hat. Vor diesem Hintergrund wäre Metformin schon interessant, da es ja genau da ansetzt.
Bearbeitet von User am 03.11.2024 12:10:29. Grund: Rechtschreibung -
am 05.01.2025 12:23:11 | IP (Hash): 751377285
Neujahrsmeldung!
Ein gutes neues Jahr wünsche ich allen.
Meine Vorgeschichte setze ich als bekannt voraus.
Ich melde mich mal wieder mit einem Verlaufsbericht. Vielleicht tut sich jetzt doch etwas. Während der Weihnachtszeit habe ich teils doch erheblich Abweichungen von meiner sonstigen low-carb Ernährung zugelassen. Anders als bei vorigen "Experimenten" habe ich jedoch kein einziges Mal Werte über 140 gemessen. Drei Beispiele:
- Große Menge Pizza: unter 120 im gesamten Verlauf
- Vier Scheiben Roggenbrot: unter 120 im gesamten Verlauf
- Relativ große Portion Milcheis (Typ Keksteig): unter 120 im gesamten Verlauf
Der NBZ verharrt aber weiter um die 100.
Nun weiß ich leider nicht, ob dies einfach nur eine "Spätfolge" meines Newcastle-Programms ist, oder ob es an meinem Nahrungsergänzungsexperiment liegt. Ich nehme nämlich seit einem Monat 2 Gramm Taurin (1g morgens, 1g abends). Dies auf der Grundlage dieses Threads und einer Metaanalyse, die ich gefunden habe, https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/17641/Taurin. Zudem nehme ich noch 300 mg Alpha-Liponsäure.
Woran auch immer es liegt - das sind für mich sehr schöne Beobachtungen. Leider beobachte ich aber auch, dass ich nun eher der Versuchung unterliege, vom low-carb Lebensstil abzuweichen. Ich werde dagegen ankämpfen und hoffen, dass es meinen Beta-Zellen noch lange einigermaßen gut geht.
Herzliche Grüße und bestmögliche Gesundheit für das neue Jahr!
Wassily
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am 05.01.2025 12:46:37 | IP (Hash): 773230460
Paertl.Wassily schrieb:
Der NBZ verharrt aber weiter um die 100.
Hallo Wassily,
das klingt sehr gut. Über Nüchternwerte um die 100mg/dl würde ich mir keine Sorgen machen, solange keine Tendenz zum weiteren Anstieg zu erkennen ist.
Bezüglich Low Carb kannst du doch jetzt deine persönlichen Grenzen austesten. Alles was deinen BZ in der Spitze nicht über 140mg/dl hinaus treibt, kannst du dir ohne Gewissensbisse leisten. Lediglich Speisen, bei denen der BZ weit darüber landet, sollten für dich bestenfalls mal Ausnahmen bleiben.
Alles Gute und viel Gesundheit im neuen Jahr, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 05.01.2025 12:51:35. Grund: BBCodes -
am 05.01.2025 14:28:06 | IP (Hash): 464032550
Keine höheren Spitzen nach dem Essen sagen, dass die spontane Insulinausgabe auf die Bestellung der Darmhormone bei Übergabe von neu einverleibter Glukose auch wieder funktioniert. Die Betas sind also auch wieder ausreichend frei von Speicherfett.
Es kann also wieder etwas munterer bei Carbs zugegriffen werden, und damit kann allerdings schnell auch der eine oder andere Bissen pro Tag mehr eingefüllt werden, als verbraucht wird: So wächst Speicherfett - gern auch wieder über die Schwellen in Leber und Pankreas, die den T2D wieder einschalten ;(
Daumendrück für gesundes Weiterso !
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)