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Sport und Typ 2 Diabetes
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Georgina Hohenlohe
Rang: Gastam 24.01.2011 12:22:55
Super interessanter Film über den Einfluss von Sport auf Typ 2 Diabetes
http://www.youtube.com/user/ComedScienceFilms#p/u/6/JSoFgLKmKNA
von Georgina Hohenlohe -
eh
Rang: Gastam 24.01.2011 15:04:33
Hast du auch etwas neues zu diesem Thema?
Daß Typ2 Diabetiker faul und gefräßig sind, weiß doch inzwischen jeder. (Ironie off)
Was an dem Filmchen hochinteressant sein soll, erschließt sich mir leider nicht. von eh -
Jürgen
Rang: Gastam 24.01.2011 15:30:15
Moin Georgina,
den Schlüssel zum grundlegenden Missverständnis, auf dem Dein Film aufbaut, findest Du in dem Gesund-Versuch: Die gesunden jungen Männer entwickeln zwar eine Insulinresistenz, bewahren aber ihren gesunden Blutzucker, weil ihr gesunder Pankreas einfach entsprechend mehr Insulin ausgibt. Und wenn der Versuch länger andauerte, würden auch entsprechend mehr Insulin produzierende Beta-Zellen wachsen, wie wir das bei allen gesunden Menschen mit Insulinresistenz beobachten können, die nie Typ2 Diabetes entwickeln.
Zur Entwicklung des Typ2 ist zwingend notwendig, dass dieses Mitwachsen nicht nur nicht stattfindet, sondern dass von den gewachsenen Beta-Zellen immer mehr eingehen. Bei erreichen der Diagnosereife hat ein Typ2 nur noch etwa die Hälfte der Menge an funktionierenden Beta-Zellen, die bei einem gesunden Menschen gleichen Alters und Geschlechts und mit gleichem BMI und gleicher Insulinresistenz beobachtet werden können.
Ob überhaupt und wenn ja, wie viel körperliche Bewegung diesen Typ2-Schwund von Beta-Zellen verlangsamen oder sogar stoppen kann, ist bisher in keiner Weise erklärt worden.
Klar ist seit Jahrzehnten, dass körperliche Bewegung für die Dauer ihres Anhaltens und kürzere Zeiten darüber hinaus ungesund hohen Blutzucker ein Stück weit senkt. Wie viel, kann individuell sehr verschieden sein. Dabei ist egal, ob der zu hohe Blutzucker seinen Grund in Typ1, Typ2, LADA, Mody oder Schwangerschafts-Diabetes hat. Und in Fällen, in denen diese Absenkung dafür ausreicht, den Blutzucker unter die Diabetes-Diagnoseschwelle abzusenken, kann man das als einen Sieg über den Diabetes missverstehen. Und dieses Missverständnis, dem Sie mit Ihrem Film gewaltigen Vorschub leisten, kann sehr gefährlich zückschlagen. Denn die meisten angehenden Typ2, die auf die dargestellte Weise ihre Nüchtern- und HBA1c-Werte unter die Diagnose-Grenzwerte zu drücken schaffen, entwickeln etwa 1 Stunde nach ihren KH-betonten Mahlzeiten weit höher als gesunde Blutzucker-Spitzen, die vor allem als besonders förderlich für die Ablagerungen an Gefäßwänden und für Netzhautschäden gelten.
In Ihrem Film habe ich nicht den kleinsten Hinweis auf diese Gefahr entdecken können. Das ist schade. Denn in einem hat der Film vollkommen recht: Alle Diabetiker können das Ansteigen ihres Blutzuckers z.B. nach dem Essen vieler KHs zu einem guten Teil dadurch verhindern, dass sie sich dann körperlich bewegen. Bei den einen kann das schon allein völlig ausreichen, um einen ungesund hohen Anstieg zu verhindern, und bei anderen muss halt noch die Medikation dazu kommen, die dann eben aber mit der Bewegung deutlich geringer gewählt werden kann, als ohne.
In einem wird der Film allerdings wieder super wirken: er diskriminiert alle Leute, die nicht dem BMI-Ideal entsprechen, und klassifiziert alle Typ2 als angefressen & angesessen :-(
Mit enttäuschten Grüßen, Jürgen -
eh
Rang: Gastam 24.01.2011 16:34:08
"Mit Sport und rationaler Ernährung verhindert man die Entstehung eines Typ2 Diabetes!"
Ist es dir nicht peinlich, einen derartigen Schwachsinn zu verbreiten?
Außerdem frage ich mich warum du hier schreibst. Wenn du deinen Diabetes "verhindern" konntest, warum schreibst du dann hier? Ein Diabetiker bist du dann nämlich nicht.
Und wenn du ihn nicht verhindern konntest, warum verbreitest du einen derartigen Schwachsinn
Solltest du Typ1 sein, dann kann ich dir nur raten, die Klappe zu halten, dann hast du nämlich von tuten und blasen keine Ahnung.
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ghsrhtrsdth
Rang: Gastam 24.01.2011 18:11:32
Unabhängig davon, dass Erika sich schon wieder etwas im Ton vergreift, würde sie, wenn sie wüsste, dass Anke den Schwachsinn schrieb, viel ruhiger reagieren. Sicher kann man weder durch Sport u/o gesunde Ernährung DM (egal welches Typs) verhindern, jedoch sind das keinesfalls falsche "Tätigkeiten" beim Gesundbleiben allgemein. Mir zeigt es aber deutlich, dass "Neulinge" Ankes Dummfug erst recht nicht erkennen (EH ist ja schon eine Weile hier zu gange) - drum: Vorsicht! -
eh
Rang: Gastam 24.01.2011 21:17:49
Was den Ton angeht, so laß den mal meine Sorge sein.
Ich bin alles andere als ein "Neuling", aber nicht für jedes dümmliche Posting ist Anke verantwortlich. Das merkt man sofort am Stil, wenn man denn über ein minimales Stilgefühl verfügt.
Ich hab das Gefühl, hier macht sich eine Art Anke-Wahn breit. -
Hardy
Rang: Gastam 25.01.2011 10:32:04
>>Mit Sport und rationaler Ernährung verhindert man die Entstehung eines Typ2 Diabetes!>>
Seltsam ich bin aktiver Segler spiele Fußball in einer Amateurmannschaft ernähre mich gesund und habe trotzdem Typ2.Irgendetwas stimmt doch an der o.a.Aussage dann nicht. von Hardy -
Jürgen
Rang: Gastam 25.01.2011 12:16:36
Moin Hardy,
Du bist halt die Ausnahme, die die Film-Regel bestätigt - oder falsch diagnostiziert. Als ich noch besser laufen konnte und weniger Bauch hatte, wollten mir die Diabetologen hier auch gern den Lada-Stempel verpassen.
Apropos verfilmte Präventionssicht:
1 Stunde nach viiiiiel KHs
201mg/dl Diabetes
199mg/dl präventionierter eben kein Diabetes
140mg/dl Obergrenze gesund
auf einen guten Rest von 2011, Jürgen -
eh
Rang: Gastam 25.01.2011 12:48:04
Blödsinn!
Ich habe schon mehr als einmal gepostet, daß mein Diabetes sich zeigte als einen BMI von 18 hatte. Ich war Anfang 30 und bestimmt kein Couchpotatoe. Falsch diagnostiziert war ich auch nicht.
Meiner Schwester ging es ähnlich.
Fatal finde ich es allerdings, daß sich Diabetiker dazu her geben, diesen Unsinn weiterzuverbreiten, obwohl sie es besser wissen müßten. -
Jürgen
Rang: Gastam 25.01.2011 13:37:47
Moin Erika,
Jahre an Forendiskussionen ähnlich dieser hier sagen mir, dass viele Typ2 die Vorstellung von angefressen & angesessen als Ursache besser finden als ein schlichtes Fragezeichen. Denn angefressen & angesessen ist bekannt und könnten sie ja ändern, wenn sie nur wollten. Es macht den Typ2 (be)greifbar und sicher, während das Fragezeichen schiere Unsicherheit verbreiten würde.
Hat ein bisschen von der Qualität des Ausharrens des unterdrückten Teils in unmenschlich dorminierten Lebens-Partnerschaften: Er hält aus und bleibt wegen der Angst vor der völligen Unsicherheit, in die er sich mit dem Verlassen begeben würde.
Auf einen guten Rest von 2011, Jürgen