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hoher BZ nach Sport

  • Nina

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 14:18:43
    Hallo!

    Nach dem Sport bekomme ich immer einen hohen BZ. Vor dem Sport esse ich einige BE und wenn ich direkt nach dem Sport messe, ist der BZ in Normbereich. Aber dann steigt er immer weiter an. Gestern hatte ich 365 mg/dl nachdem ich joggen war.

    Kann mir jemand sagen, woran das liegen könnte?

    LG Nina
  • Joa

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 14:42:04
    Hallo,
    was sind "einige BE's"?
    Was für BE sind das?
    Wie lange vor dem Sport nimmst Du die?
    Wie lange joggst Du dann?

    Gruß
    Joa
  • Nina

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 16:28:33
    Danke für deine Antwort!

    Ich frühstücke vorher meistens Brot, einen Saft und etwas Süßes. Oder ich esse zuvor MIttag - häufig Nudeln mit Soße und einen Nachtisch.
    Wenn mein "Startwert" normal ist, esse ich zwischen 6 und 8 BE. Ich laufe 8km. von Nina
  • Joa

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 17:10:05
    Wenn Du ziemlich direkt nach dem Essen lostrabst, kommt der BZ nach dem Sport mit ziemlicher Sicherheit alleine schon von den BE's. Weil Du nach dem Lauf damit rechnen darfst, dass dann die Verdauung noch 3, 4 oder auch gar 5 BE's vom FrühstückMittagessen hinterher liefert.

    Zumal bei körperlicher Aktivität die Verdauung verzögert läuft.

    Das Ganze gilt umso mehr, wenn dann auch noch Nudeln im Spiel sind.

    Benutzt Du eigentlich Insulin. Wenn ja, was machst Du mit dem Bolus vor dem Sport?

    Gruß
    Joa
  • Gina

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 18:36:33
    Ja, ich bin Insulinpuimpenträgerin. Ich gebe mir keinen Bolus vor dem Essen, wenn ich danach jogge.

    Und wie kann ich den BZ-Anstieg nach dem Sport jetzt vermeiden? Einfach Insulin für die BE spritzen, wenn ich vom Sport komme und das Insulin dann ein wenig reduzieren, damit es keine Unterzuckerung gibt?

    LG von Gina
  • Joa

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 19:06:10
    Schau mal da:

    http://www.chrostek.de/neuesalthausen
    /therapieanpassung-sport

    Gruß
    Joa
  • Nina

    Rang: Gast
    am 27.12.2009 19:30:05
    Danke für diesen Tipp!

    LG von Nina
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 28.12.2009 01:22:38
    Hallo Nina,

    also 6-8 BE extra für 8 km joggen, da brauchst du doch höchstens eine halbe Stunde für. Das ist aber
    reichlich.
    Ist diese Berechnung denn mal aufgegangen? Steigt dein BZ erst seit kurzem so stark an nach dem Sport.

    Iss doch vor dem Sport einfach weniger BE´s. Falls du Angst vor einer Hypo hast, schieb´gegebenenfalls dann noch eine BE nach.

    Ist es denn nicht auch unangenehm nach einem Mittagessen mit vollem Magen loszujoggen?

    mfg
    von Astrid
  • Nina

    Rang: Gast
    am 28.12.2009 21:01:39
    Ja, es ist schon etwas unangenehm, aber ich habe daran gewöhnt.
    Morgen werde ich einfach mal vier BE essen.
    Ich brauche ungefähr 45 min für die 8km. Ich jogge noch nicht so lange...

    LG von Nina
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 29.12.2009 22:44:45
    Hallo Nina,

    da hilft einfach nur ausprobieren und BZ-Messen.

    Das ist einfach bei jedem Diabetiker anders. Ich treibe viel Sport und hab´folgendes festgestellt:

    1. mein idealer Anfangspuls liegt so ungefähr knapp
    unter 200
    2. Bolus-Insulin verwende ich nicht vor dem Sport, da
    sich dann die Wirkung während des Sports extrem
    verstärkt und ich leicht eine Hypo bekomme.
    3. eine Kiwi, Manderine, Banane oder Knäcke-Brot
    eignet sich bei mir besonders gut vor dem Sport,
    das wird schnell "verstoffwechselt".
    Bei Vollkornbrot, Äpfeln, Nudeln hab´ich auch das
    Problem, daß mein BZ nach dem Training genau-
    so hoch oder höher ist als vorher.
    4. Der Puls spielt auch eine Rolle, bei moderatem
    Trainingspuls so um 130, passiert nicht viel, aber
    ab 140 geht der BZ ziemlich schnell runter.
    5. und das Ganze ist noch Tageszeit -und Monats-
    zyklusabhängig.

    Aber ist bei jedem anders. Aber ich halte es für recht unwahrscheinlich, daß du bei 40 min joggen 6-8 BE verbrauchst. Bei mir sind es in einer halben Stunde joggen ca. 2 BE.

    viel Erfolg von Astrid
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 30.12.2009 10:06:56
    Ich meinte natürlich "Anfangs-Bz" und nicht "Anfangspuls"...

    mfg von Astrid
  • Nina

    Rang: Gast
    am 30.12.2009 17:38:54
    Hallo!

    Gestern bin ich mit 65 mg/dl aufgestanden. Dann habe ich 4 BE gegessen, bin 8 km gejoggt, hatte keine Hypo dabei und nachher war der BZ auch okay.

    Ich glaube, ich habe jetzt heraus, wie es geht. :-)

    Danke für deine Hilfe!

    Nina
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 30.12.2009 17:59:29
    hm.

    hat teupe sich nicht mal über die "trivialbelastung" ausgelassen? afaik liegt die bei 140 schlägen.

    ein anfangspuls von 200 ist bedenklich bis ambulanzreif. gut, dass es doch der bz-spiegel war ;-) von thomas2002
  • Joa

    Rang: Gast
    am 31.12.2009 01:43:26
    thomas 2002 schrieb:

    > hat teupe sich nicht mal über
    > die "trivialbelastung" ausgelassen?

    Hat er. Auch wenn es da "Bagatellbelastung" genannt wird.

    Wenn Du mal den Thread durchgehst und dem Link folgst, findest Du das im Detail.

    > afaik liegt die bei 140 schlägen.

    Das ist so ein Mittelwert, der konditionsabhängig nach unten oder ober erheblich schwanken kann.

    Gemeint ist die "anaerobe Schwelle".
    Ich habe der Darstellung im OP nach nicht erkannt, dass laktatbedingte Resistenzen hier das Problem gewesen wären. Noch weniger eine Fettsäurenresistenz aufgrund eines basalen Insulinmangels.

    > ein anfangspuls von 200 ist bedenklich
    >bis ambulanzreif

    Bei hinlänglich basaler Insulinwirkung kannst Du den Laktatspiegel nach einer deftigen anaeroben Belastung auch locker im aeroben Bereich "auslaufen". Und damit auch einen ggf. erhöhten BZ direkt nach der Äktschen (siehe auch Intervalltraining).

    Sofern die Kondition noch reicht.

    Gruß
    Joa
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 31.12.2009 12:25:15
    Mit dem Anfangspuls 200, das war ja nur eine Verwechselung meinerseits.
    Am meisten BE´s verbrenne ich, wenn mein Puls
    zwischen 145 und 150 liegt.
    Das ist zwar recht hoch , aber ich komm´damit prima zurecht und bin dann noch längst nicht außer Atem.
    Bei einem Lactat-Test, der bei mir mal vor ca. 8 Jahren durchgeführt wurde, um den optimalen Fett-
    verbrennungspuls zu ermitteln, kam das gleiche heraus, zw. 145 - 155 = optimaler
    Fettverbrennungspuls.
    Damals hatte ich allerdings noch keinen Diabetes, Typ 1 bin ich erst seit 2008.
    Durch diesen Lactat-Test wurde auch meine Diabetes-Diagnose verzögert.
    Mein damaliger Hausarzt ( hab´den inzwischen ge-
    wechselt ), sagte mir, bei sportlichen, trainierten Frauen seien der Lactat-Wert und der NBZ immer etwas erhöht.
    Bis heute verstehe ich das eigentlich nicht, was er damit meinte.

    mfg von Astrid