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geringe Basalrate und ständige Hypos

  • Krümel

    Rang: Gast
    am 03.08.2009 20:14:08
    Hallo zusammen,

    ich bin seit 17 Jahren Diabetiker Typ 1 und trage seit neun Jahren eine Pumpe.
    Mein Diabetes war immer schon schwer einstellbar, was auch der Grund für die Pumpe war. Nur leider klappt nichts mehr so,w ie es sollte!
    Mein Insulin wurde vor ca. einem Jahr verdünnt, da ich scheinbar sehr empfindlich auf Insulin reagiere. Zudem habe ich ständig schwere Hypos, die ich meist gar nicht mehr merke (ich lauf mit 20er Werten fröhlich in der Gegend rum). Hin und wieder kommt es da natürlich zu derartigen Entgleisungen, dass der Notarzt kommen muss. Meine Basalrate besteht nur noch aus 15 Einheiten Insulin, so dass ich max. 30iE am Tag spritze. Das ist bei leibe nicht normal.
    Ich frage mich, ob es euch auch so geht und ob mir jemand verraten kann, was ich noch versuchen könnte? Je weiter ich meine Basalrate reduziere, desto mehr Hypos hab ich... Bin nun am überlegen, ob ich nicht mal eine Transplantation bzw. die Injektion von Inselzellen in die Leber in Erwägung ziehen sollte, denn so langsam bin ich und vor allem mein Arzt sehr am Ende mit meinem latein.
    Wär schön, wenn jemand helfen könnte!

    Liebe Grüße

    Krümel
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 03.08.2009 20:42:10
    Hallo Krümmel

    Quote
    Meine Basalrate besteht nur noch aus 15 Einheiten Insulin, so dass ich max. 30 iE am Tag spritze. Das ist bei leibe nicht normal.
    End Quote

    Es gibt viele Personen mt eine noch niedriger Basalrate, deswegend ist die mit 0.25 Schritte Programmierbar.

    Ich selbst brauche von 22:00 bis 06:00 nur 0,5 Einheit

    Somit Basal absenke bis es passt.

    Hajo Janse
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.08.2009 20:50:28
    Moin Krümel,

    liest sich bescheiden :-(

    Trotzdem kannst nur Du dir helfen, zunächst z.B. indem Du die Basalrate wie Hajo empfielt absenkst, so dass Du zu den niedrigen Zeiten - später Vormittag, später Nachmittag, 1-2 Uhr nachts im grünen Bereich bleibst.

    Dann, indem Du mal für ein paar Tage etwa in Stundenschritten nach den Mahlzeiten testest, wie Dein BZ danach verläuft.

    Und schließlich würde ich mich an Deiner Stelle bei dem D-weit besten Dok für Pumpis anmelden, Dok Teupe http://www.diabetesdorfalthausen.de/

    Daumendrück, Jürgen
  • °°°

    Rang: Gast
    am 03.08.2009 22:48:48
    Hy Krümel, du schreibst: "Je weiter ich meine Basalrate reduziere, desto mehr Hypos hab ich". Das wäre nur dann unverständlich, wenn du nur von der Basalrate "leben" würdest. Da aber Basal + Bolus im Gleichgewicht sein müssen, heisst das für mich, je mehr du Basalrate reduzierst, desto mehr Boli (bei gleichbleibender Gesamtinsulinmenge) benötigst du zu den Mahlzeiten. Das läuft aber dann in Richtung ICT. Ich würde dir einen Basalratentest vorschlagen (Grundinsulinierung ohne KH-Aufnahme) und wenn dann die Werte immer im "grünen Bereich" liegen, an eine genaue Bestimmung des jeweiligen BE-Faktors und schon sollte es wieder passen. Die Pumpe simuliert zwar die menschl. BSD, aber du bist (durch Messungen des BZ) der entscheidende Fakt im Regelkreis. Dauert manchmal 'ne Weile (war bei mir nicht anders).
    VG Pünktchen von °°°
  • astrid

    Rang: Gast
    am 04.08.2009 00:52:06
    Hallo Krümel,
    mach´dir keine Gedanken wegen nur "30 IE", ich brauch nur zw. 18-22 IE pro Tag ( Bolus und Basal zusammen ).
    Basalratentest halte ich auch für sinnvoll, aber probier´doch einfach mal abends eine Eiweiß-Portion zu essen, die läßt dann nach 4-6 Std. deinen BZ nochmal ansteigen und bewahrt dich vielleicht vor nächtlichen Hypos.

    mfg von astrid
  • Katja

    Rang: Gast
    am 07.08.2009 19:58:58
    Hallo Krümel,

    bei mir schwankt der Insulinbedarf sehr stark mit dem Zyklus. Ist der Insulinbedarf und damit meine Basalrate hoch, so habe ich auch kaum Hypos. Stürzt mein Insulinbedarf allmonatlich ab, so stelle ich meine Basalrate in mehreren Stufen wieder runter, was natürlich von einer ganzen Reihe Hypos begleitet wird. Bevor ich die Pumpe hatte, hatte ich in dieser Zeit bis zu sechs schwere Hypos!!! Meine Basalrate schwankt normalerweise zwischen 7,5 und 14,7 IE/Tag, liegt also noch niedriger als Deine. Allerdings besteht meine Gesamtmenge an Insulin zu mehr als 50% aus Boli - bei niedriger Basalrate können es bis zu 2/3 sein! Denn natürlich hängt meine Essensmenge keineswegs vom Zyklus ab, und meine BE-Faktoren bleiben imZyklus konstant.

    Obwohl mein Insulinbedarf nicht gerade hoch ist, habe ich ganz normales U100-Insulin in der Pumpe! Ich kann meine Basalrate in 0,05IE-Schritten programmieren. Ist das zu noch grob, so wechsle ich im Stundentakt zwischen zwei Insulindosen (z.B. zwischen 0,5 und 0,55) und kann so praktisch in 0,025-Schritten programmieren ;-) Ich habe allerdings das Glück, daß mein Insulinbedarf im Tagesablauf konstant ist. Ich brauche also um 6:00 morgens dieselbe Dosis wie vormittags um 11:00 oder nachts um 1:00 Uhr. Aber auch bei Bergen und Tälern im Tagesablauf kann man solche Wechsel einprogrammieren. Es erfordert dann halt etwas mehr Aufwand.

    Mein gesamter Insulinbedarf schwankt derzeit meist zwischen 25 und 35 IE / Tag - je nach Basalrate, Kohlenhydratmenge, Bewegung und nötigen Korrekturen.

    Viele Grüße

    Katja
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 08.08.2009 11:28:49
    das hört sich für mich nach einer up-regulation an.

    basalratentest
    dr teupe von thomas2002
  • Katja

    Rang: Gast
    am 08.08.2009 19:47:11
    Hallo Thomas,

    ich gehe mal davon aus, daß Du mich mit der "up-regulation" meinst. Aber dann mußt Du mir eines erklären: wie kommt es, daß diese Up-Regulationen seit mehr als 11(!) Jahren zuverlässig(!) kurz vor oder mit Beginn meiner Tage einsetzt? Die ersten 4 Jahre unter CT mit vielen schweren Hypos kurz vor und während meiner Tage, seitdem unter Pumpe mit Basalratenanpassungen alle paar Tage und ohne schwere Hypos.

    Einen Basalratentest empfinde ich als ziemlichen Blödsinn, denn bei mir ändert sich der Basalbedarf nach allerspätestens(!) 9 Tagen - zwischen den Tagen in mehreren Stufen nach oben, dann in einer Stufe wieder auf das niedrigste Level :-( In der Zwischenzeit, also den ruhigen Phasen, komme ich mit der Basalrate wunderbar hin. Ich wache mit dem Wert auf, mit dem ich schlafen gehe und lande 3 h nach einer Mahlzeit wieder beim Ausgangswert - das Ganze bei sehr flexibler Lebensführung! Es klappt also, wenn ich morgens um 6:30 aufstehe, im Laufe des Tages drei Hauptmahlzeiten zu mir nehme und um 23:00 schlafen gehe, genauso wie wenn ich bis 11:00 schlafe, nur eine oder zwei Mahlzeiten esse und bis 5:00 durchmache! Und dann geht plötzlich nichts mehr: ich wache nur noch zu hoch (zu niedrig) auf, lande nach jeder Mahlzeit mind. bei 200 mg/dl (nach 1,5 h in der Hypo) - ohne daß sich vernünftige Erklärungen dafür finden ließen! Erst wenn ich dann meine Basalrate angepaßt habe, habe ich wieder ein paar Tage Ruhe! Wieso folgen bei mir immer mehrere Down-Regulationen aufeinander, aber nur eine Up-Regulation - und das seit vielen Jahren?

    Viele Grüße

    Katja
  • °°°

    Rang: Gast
    am 08.08.2009 21:44:23
    da katja ja generell alles besser weiss, lohnt eigentlich eine antwort gar nicht, aber: "Einen Basalratentest empfinde ich als ziemlichen Blödsinn, denn bei mir ändert sich der Basalbedarf nach allerspätestens(!) 9 Tagen" sagt eigentlich alles! weil bei ihr die basalrate ständig schwankt, muss das ja bei jeden anderem genau so sein (wir sprachen hier zu krümel und nicht zu dir!) und wenn du fragen hast ("Wieso folgen bei mir immer mehrere Down-Regulationen aufeinander, aber nur eine Up-Regulation - und das seit vielen Jahren?") dann mach eine neuen thread auf und stell sie - vielleicht erhältst du sogar antworten! und immer daran denken: jeder diabetiker ist/reagiert anders. von °°°
  • kruemel

    Rang: Gast
    am 09.08.2009 01:39:51
    Liebe Leute,

    zum einen muss ich mal sagen, dass ich es extrem schade finde, dass ihr euch gegenseitig immer so runte rmacht oder angreift.
    Zum anderen bin ich euch natürlich dankbar für eure antworten. Leider bin ich bisher nicht weiter gekommen damit. Ich bin zwar "froh", dass es scheinbar nicht so unnormal ist, eine so niedrige Basalrate zu haben.
    Aber ich muss auch sagen, dass ich diese nicht durch meinen Bolus ausgleiche. Der ist immer gleich bzw. sinkt der eher, je mehr die Basalrate sinkt. Heute zB. habe ich den ganzen tag über nur 4 Einheiten Bolus gehabt und das war zum Frühstück. Und danach kam auch ne fette Hypo. Jetzt bin ich bei 140. Nicht normal wie ich finde.
    Basalratentest hatte ich schon oft. Und: immer alles gut. Morgens eher zu wenig Basal, aber der Rest des Tages ist ok. Ich weiß langsam nimmer, was ich tun soll, um normal über den Tag zu kommen. Für mich ist es wie Poker. Es klappt, oder was klappt nicht.
    Mein Dok meinte mal, ich soll mehr "wertige" KH essen. Jaja, was ist wertiger als Kartoffeln und Schwarzbrot? Ich verzichte (entgegen meinem absoluten Willen) schon auf Obst, weil das ja zu "kurzwirkig" ist.
    Ich weiß nich tmehr, was ich noch tun soll, um "normale" Werte zu haben. Hab ich das jemals? Bin am verzweifeln und würd grad echt seeeeehr gern alles hinschmeißen. Verdammter Diabetes, echt.
    Sorry, für meine destruktive Art, aber wenn es nicht läuft, dann werd ich missmutig;)

    Lg


    Kruemel
  • Katja

    Rang: Gast
    am 09.08.2009 18:13:56
    Hallo Kruemel,

    als ich meinem Diabetolgen mal meinen Kummer klagte, weil mein BZ überhaupt nicht so wollte wie ich, meinte er mit einem Augenzwinkern: "Ich glaube, ich weiß, woran das liegt! Kann es sein, daß Sie einen Diabetes haben?" Gemeint war natürlich, daß es praktisch unmöglich ist, ständig seinen BZ im Normbereich zu halten! Man muß halt damit leben, daß nicht jeder Wert perfekt ist - was mir auch nicht gerade leicht fällt!

    Ich habe mal gelesen, daß man von einer guten Diabeteseinstellung spricht, wenn mind. 50% (!) der Werte im Normbereich liegen! Leider weiß ich nicht mehr, wo das stand.

    Als Perfektionistin hätte ich am liebsten auch nur BZ-Werte wie Gesunde! Als Tochter und Frau von Ingenieuren weiß ich aber (zumindest im Kopf), daß dieses Ziel unerreichbar ist. So behelfe ich mich dadurch, daß wenigstens mein HbA1c im Normbereich liegen soll, was mir seit Beginn der Pumpentherapie trotz schwankenden Insulinbedarfs und flexiblen Lebenslaufs auch gelungen ist :-)

    Viele Grüße

    Katja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.08.2009 21:14:17
    Was in meinen Kopf nicht rein will:

    Bei praktisch allen Klagen über unerwartete BZ-Ergebnisse lese ich nichts von Verläufen! Auch dann nicht, wenn das wiederhote Auftreten der unerwarteten Ereignisse beklagt wird. Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Kein BZ stellt sich plötzlich ein. Jeder BZ hat seine Vorgeschichte, und zwar in aller Regel über mehrere Stunden. Und in diesen Stunden liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer der Schlüssel zum unerwarteten Ereignis und dazu, wie man es rechtzeitig abwenden bzw. vermeiden kann, wenn man's nicht mag.

    Spätestens dann, wenn's wiederholt auftritt, ist ein unerwartetes Ereignis nicht mehr wirklich unerwartet. Und da gilt es dann halt mit Messgerät und großem Zettel systematisch und in Stunden- bis Halbstunden- und bei größeren Bewegungen auch in noch kleineren Zeit-Schritten zu ergründen, wie sich der Verlauf hin entwickelt zu dem Ereignis, das man nicht haben will.

    Selten findet man da die Lösung in einem Tag. Und wenn man nach ner Woche schließlich meint, eine gefunden zu haben, und die dann anwendet, kann gut sein, dass die sich als noch lange nicht optimal erweist. Aber da kann man doch dann gezielt weiter beobachten und weiter probieren! von Jürgen
  • Frage

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 11:51:56
    Ich habe mal eine Rückfrage zum erwähnten "Insulinverdünnen"....das hab ich noch nie gehört.. wie macht man denn das? von Frage
  • peter

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 15:05:49
    für kinder wird das von apotheken in der nähe von kinderdiabetesschwerpunkten/kliniken.
    oder von den betroffenen selbst.
    problematisch ist es nicht wenn man weiß wie.
    am besten fragt man einen chemiker die können nämlich besser rechnen und mit kleinen mengen umgehen.
    benutzt werden die 10ml insulinflaschen(praktischer als penpatonen), das verdünnungsmittel wird kostenlos auf rezept geliefert.(auch in 10ml flaschen) von lilly zb. dilluent.
    praktische konzentrationen, u50, u20, u10.
    dann kann man u100 ew spritzen nutzen, ohne groß rechnen.
    man kann das verdünnte aber auch in die reservoire der alten roche pumpe die um die humalogpatronen gebaut wurde aufziehen und dann mit den lilly oder bc pens spritzen.(oder sich einen alten disetronic pen besorgen für den es die aufziehreservoire noch gibt.)
    praktisch wird aus den 10ml - 1ml entnommen(totraummenge wieder zurück) +1ml insulin u100, 10mal kippen=10ml u10.
    entsprechend bei den anderen konzentrationen. von peter
  • Joa

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 16:27:21
    Hallo Katja,

    nu hast Du mich veranlasst auch hier mal meinen Senf ... ;-)

    > Katja schrieb:

    > ich gehe mal davon aus, daß Du mich mit der
    > "up-regulation" meinst. Aber dann mußt Du
    > mir eines erklären: wie kommt es, daß diese
    > Up-Regulationen seit mehr als 11(!) Jahren
    > zuverlässig(!) kurz vor oder mit Beginn meiner
    > Tage einsetzt?

    Da vermengst Du zwei unabhängig zu sehende Sachverhalte.

    Das eine sind die hormonell bedingten Insulinbedarfsschwankungen im Regelkreislauf der Frau.

    Das andere ist die *allen* Hormonrezeptoren eigene Eigenschaft, ihre Sensitivität gegenüber "ihrem" Hormon zu verändern.

    Steigt die Insulinsensitivität im hormonellen Zyklus der Frau, also bei Dir, senkst Du die aus Erfahrung die Insulindosis ab.

    Das bewirkt erst in der Folge, nach ein paar Tagen, eine (gewisse) Up-Regulation der Insulinrezeptoren.

    Steigt dann aus hormonellen Gründen die Insulinresistenzlage wieder an, erhöhst Du, ebenfalls erfahrungsgemäß, die Insulindosierung wieder.

    Das ist dann auch keine Down-Regulation, weil die Anzahl der aktiven Rezeptoren erstmal noch erhöht ist, wegen der vorgehenden, sekundären Up-Regulation.

    Erst dann, wiederum über ein paar Tage hinweg, gibt es auch eine *echte* Down-Regulation durch das erhöhte Insulinangebot..

    Dann ist auch im nächsten Schritt wiederum eine zweite Dosiserhöhung des Insulins in Richtung des normalen, zwischenmenstruativen Bedarfes angesagt.

    > Wieso folgen bei mir immer mehrere
    > Down-Regulationen aufeinander, aber
    > nur eine Up-Regulation - und das seit vielen
    > Jahren?

    Siehe oben. Variationen sind natürlich möglich. Einfach mal unter dem Aspekt beobachten und analysieren?

    Und vielleicht doch mal in Althausen vorbeischauen ... ? *ggg*

    Gruß
    Joa










  • kruemel

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 19:55:43
    Hallo zusammen,

    also erstmal zur Frage von wegen Verläufe vor der Hypo: Ich kann bei mir ganz klar sagen: meine Hypos haben keine Vorgeschichte und genau das ist mein Problem!!!
    Wenn ich wüsste, sooo, ich hab heute viel Sport gemacht, daher könnte ich unterzuckern, dann wär das alles ja superleicht. Leider ist es oft so, dass zwei aufeinander folgende Tage völlig gleich verlaufen und ich an einem Tag normale Werte habe und am nächsten völlig unterzucker. Warum fragt sich da der geneigte Leser?!

    Mein Diabetesdok meinte mal, dass es einen geringen Prozentsatz von Diabetikern gibt, bei denen das einfach so ist und wo man auch nix dagegen machen kann. Bei denen wird sich das nie ändern. Für mich wäre es zum Beipsiel eine seeeeeehr große Hilfe, das permanente Glukosemonitoring von Minimed zu bekommen. Das warnt einen, wenn der Wert zu niedrig ist. Aber leider sagt die KK da nein! Unglaublich, aber das ist eine andere Geschichte.

    Zum Thema verdünnen: ich mach das ganz einfach, ich habe Humalog und den dazu passenden Verdünner von Lilly (Diluent). Ich zieh 1,2 Einheiten Insulin und 1,2 Verdünner auf. Fertig. Das kommt dann in die Pumpe und gut is. Aber ich hab btw nicht das Gefühl, dass es irgendwie helfen würde;)

    Vielleicht bin ich auch einfach ein hoffnungsloser Fall!? Wenn diese Unsicherheit nicht wäre, diese ständige Gefahr, dass etwas passieren könnte, dann wäre es ok. Aber leider passiert es meist, wenn es absolut nicht passieren sollte. In der Schule zum Beispiel (ich bin Lehrerin und das kam nicht sehr gut...). DAVOR brauche ich Schutz. Aber scheinbar gibt es keinen.
    Langsam verzweifel ich!

    Liebe grüße und danke für eure antworten,


    kruemel

    ps: was ist althausen?
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 20:56:44
    Althausen ist die beste Pumpenschulung, die man in D (und wahrscheinlich weit darüber hinaus) erfahren kann. Taugt allerdings nur für Leute, die ihren BZ in den Griff bekommen und dafür 3 Wochen echte Kopfarbeit leisten wollen und nicht für solche, die nur nach mem Hypowarner suchen. Liesma http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,7764.0.html von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 10.08.2009 21:06:30
    Nachtrag für Katja:

    Da die Webseite von Matthias wieder schnackelt hier noch eine URL zum Thema Zyklus und Co..

    http://www.chrostek.de/neuesalthausen/der-zyklus

    Nur für den Fall dass Dich diabetologische Neugier gepackt hat, aber Du es in den nächsten Wochen noch nicht schaffst dem Diabetesdorf Deinen Besuch abzustatten. ;-))

    > Anonymus schrieb:

    > also erstmal zur Frage von wegen Verläufe vor der
    > Hypo: Ich kann bei mir ganz klar sagen: meine
    > Hypos haben keine Vorgeschichte und genau das
    > ist mein Problem!!!

    Hm, es gibt schon stark schwankende Insulinempfindlichkeiten, die dann aber wohl auch Gründe in irgendwelchen anderen hormonellen Geschehnissen/Störungen des Stoffwechsels finden.

    Z. B. können Funktionsstörungen der Schilddrüse recht unangenehm in das Therapieschema reinfunken.

    In aller Regel finden sich bei genauerer Analyse aber schon klare Zusammenhänge, meist in Verbindung mit einer vermurksten Einstellung und mangelhafter Informationslage bei DiabetikerIn und ggf. auch bei behandelndem Arzt.

    So ist es auch weiterhin nicht unüblich, dass DiabetikerInnen deutlich überinsuliniert durch die Gegen laufen, unter CSII etwas weniger, aber doch auch noch.

    Wenn dann aber mal aufgrund anscheinend mysteriöser Umstände die Insulinwirkung zuschlägt, kann das scheinbar plötzlich kommen und recht heftig hinlangen.

    An Deiner Stelle täte ich erst mal die These:

    "grundsätzlich noch zu viel Insulin"

    näher beleuchten mögen, bevor ich mich mit der Allerweltserklärung des Docs anfreunde.

    Dafür spricht, dass Du irrigerweise eingangs davon ausgegangen bist, dass 15 IE/24h eine niedrige Basalrate wären.

    Das ist völlig im Normalbereich. NIedrig wäre das allenfalls als TGD (TagesgesaMTDosis).
    Und auch in Sachen TGD wird das teilweise noch um Einiges unterboten.

    Teupe erzählte, dass seine Patientin mit dem Niedrigbedarfsrekord bei 5 bis 6 IE/24h gelegen habe. Relativ klein aber recht wohlgenährt bis proper. Wohl auch kein Leichtgewicht, wenn ich recht entsinne.

    Zum Verdünnen:
    Bei Deinen Bedarfsmengen sollte das Verdünnen eher zu einem beschleunigten Wirkverlauf des Insulins beitragen, als dass es die Steuerung wesentlich verbessert. Aktuelle Pumpen bieten ja immerhin Schrittweiten bis 0,025 IE/h in der BR.

    Gruß
    Joa
  • Joa

    Rang: Gast
    am 11.08.2009 04:38:08
    > Jürgen schrieb:

    > lies mal ...

    Da könnte ich auch noch was anbieten:
    http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,5560.msg138068/highlight,teupe.html#msg138068

    Susanne war als altgediente Diabetologin aus berufsbedingter Neugierde dort auch mal hingefahren.

    Ansonsten einfach im Diabetesinfo-Forum mal nach den Stichworten "Althausen" oder "Teupe" suchen. Es sind einige rechte interessante Beiträge zu finden. :-)

    Gruß
    Joa