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So langsam verzweifel ich :(
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am 16.09.2013 14:10:53
Hallo Gast,
erst mal Danke für deine Antwort.
Wie Du bestimmt aus meinen Beiträgen entnehmen konntest hatte ich 10-12 Jahre keinerlei Probleme mit meiner Diabetes. Meine Werte waren immer im akzeptablen Bereich, die Tabletten haben ihren Zweck erfüllt und mit meiner Ernährungsweise gab es keine Probleme.
Auch neigte ich früher eher zu unterzuckern wenn ich über einen längeren Zeitraum nichts gegessen habe. Jetzt schießt mein BZ mit seinen Werten recht hoch sobald ich nichts gegessen habe.
Zum Thema Essen....ich habe, wie gesagt, über Jahre gut leben können und soll bzw muss von heute auf jetzt meine Gewohnheiten ändern. Und gerade im Bezug auf das Essen fällt es mir ungemein schwer da ich vorher nicht gleich morgens irgendwas in mich rein stopfen musste.
Beim Insulin stört mich keineswegs das Insulin selbst sondern die Tatsache dass ich mich selber spritzen muss etc. Ich habe eine absolute Phobie vor Nadeln und tue mich heute noch mit der Stechhilfe extrem schwer.
Und nein, ich bin absolut nicht böse. Wieso auch? Konstruktive Kritik ist immer gern gesehen...zumindest bei mir :)
LG Nicole -
Gast
Rang: Gastam 16.09.2013 16:06:37
so wie schon mal geschrieben, ja du hattest keine probleme, hast allerdingsvergessen dich zu informieren, -das ist von der wichtigkeit her an "erster" stelle beim diabetes.
alle medis wie glmepirid, glibenclamid, und die kurzfristigen starlix usw.
zwingen die ß-zellen insulin auszuschütten und überlasten sie dabei. daher wird auch vermehrt proinsulin ausgeschüttet, das ist die vorstufe aus insulin und c-peptid,
dieses hat nur 10% der wirkung von insulin aber ein erhebliches potenzial kilos anzuhäufen.
(wird oft vergessen)
im grund verkürzt du mit den og medikamenten die lebensdauer deiner ß-zellen.
und das heißt ob man will oder nicht der tag rückt näher wo außer insulin nichts mehr geht.
im allg gilt von diagnose bis insulin 10-max 14jahre.
auf deutsch, wenn kein oder zu wenig insulin produziert wird, muß es zusätzlich gespritzt werden, denn es gibt keinen ersatz.(außer transplantation)
zur beruhigung die kanülen sind so dünn daß die meisten sie nur mit nahbrille sehen, und rutschen daher ohne druck von selbst ohne schmerzen rein.
und für nadelphobiker gibts von novo nordisk autocover kanülen wo du vor beim und nach dem spritzen keine nadel siehst. no problemo1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.09.2013 17:36:00
Ok, schaut wohl wirklich so aus als ob dann bei mir die Zeit des Insulin spritzen angekommen ist.
Sicherlich ist es nur eine Gewöhnungssache mit den Spritzen, dennoch für mich der blanke Horror.
Am Mittwoch habe ich um 11 Uhr kurzfristig einen Termin bei einem Diabetologen bekommen. Werde dann mal berichten was bei raus gekommen ist :)
LG Nicole -
am 16.09.2013 17:49:43
Moin Nicole,
der Diabetes Typ2 gilt als progrdiente Krankheit, also als eine, die sich bei standartmäßiger Behandlung selbst verstärkt und immer mehr bzw. stärker wirkende Medis erfordert. In diesem Rahmen werden die meisten von uns 2ern eher 8 als 10 Jahre nach ihrer Ernennung insulinpflichtig.
In der Karriere bin ich dir mit mehr als 20 Jahren seit meiner Ernennung ein paar Jahre voraus, hab auch schon mehr als 10 mit Insulin hinter mir. Und seit 12 Wochen mach ich ein Experiment, das schon nach EINER Woche ein erstaunliches erstes Ergebnis erbracht hat: Ich konnte einen Teil meiner Insulin-Dosis, mein Basal-Insulin, gewaltig verringern. So gewaltig, dass ich vielleicht heute noch kein Insulin zu spritzen und nur wenig andere Medi zu nehmen bräuchte, wenn ich das damals schon gleich nach meiner Ernennung oder wenigstens vor meiner INSULINER-Zeit gekannt und gemacht hätte.
Der Hintergrund:
Wenige Tage nach der operativen Magenverkleinerung bzw. -umgehung wird zumindest bei jüngeren Diabetes-Karrieren häufig eine weitgehnde bis vollständige Normalisierung von Blutzucker und Insulin-Ausgabe beobachtet. Und erste kleine Studien haben gezeigt, dass nicht das Schnippeln diese Wirkung macht, sondern die sehr geringe Nahrungsaufnahme, die nach der OP noch möglich ist. Um 800 kcal am Tag für 14 Tage machen die Basis und zeigen schon nach spätestens 1 Woche erstaunliche Wirkung. Also lange vor einer nennenswerten Gewichtsabnahme, die bislang als unabdingbare Voraussetzung gegolten hat. Und mit dieser Normalisierung scheint auch das anschließende Abschmelzen der zuvielen Kilos sehr viel zügiger zu gehen und leichter zu fallen, als auf die bislang üblichen langsam quälenden Weisen.
Von meinen Erfahrungen seit Anfang Juli kannst Du hier ein bisschen ausführlicher lesen und gerne deinen ähnlichen Versuch machen, wenn du magst :)
Bisdann, Jürgen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.09.2013 22:30:28
Huhu Jürgen,
an sich hätte ich keine Probleme meine Ernährung auf 800 kcal umzustellen. Nur versuche ich, seit dem ich erfahren habe dass mein BZ so entgleist, mein Gewicht zu reduzieren. Viel Erfolg konnte ich bisher leider nicht verzeichnen obwohl ich mich gesünder und bewusster ernähre wie vorher und täglich Sport treibe.
Wie ja bereits erwähnt liegen meine Schilddrüsenwerte wohl recht hoch zur Unterfunktion. TSH basal liegt bei 3.13 µU/ml und der Referenzbereich ist zwischen 0.32 - 4.00 µU/ml. Aber laut Internet ist dieser Referenzbereich wohl veraltet und viele Ärzte fangen bereits bei einem Wert von 2.5 µU/ml an zu behandeln, sollten Symptome vorhanden sein. Und dies ist bei mir definitiv der Fall.
Am Mittwoch habe ich einen Termin beim Diabetologen und eine Sonographie der Schilddrüse steht auch bereits an.
Sobald ich weiß wie ich künftig bei meiner Diabetes behandelt werde und alles mit der Schilddrüse abgeklärt ist werde ich deinen Vorschlag mal annehmen und die Kalorienzufuhr runter schrauben :)
Vorher wäre schade wenn es vielleicht durch die Schilddrüse zu keinem Erfolg führen würde....
Deinen Link habe ich mir abgespeichert.
LG Nicole -
am 19.09.2013 20:41:55
Hallöchen,
wollte nur mal berichten was beim Diabetologen raus gekommen ist.
Und zwar wird bei mir jetzt erstmal Metformin langsam eingeschlichen. Sprich, ich nehme seit heute Morgen eine halbe Tablette (500 mg) und dass für 3 Tage. Sollte ich dies vertragen soll ich Abends eine weitere Tablette nehmen, wieder für 3 Tage. Und das Ganze mache ich so lange bis ich Morgens und Abends jeweils 1000 mg nehme. Zusätzlich bekomme ich weiterhin Xelevia 50 mg und Glimepirid 3 mg je Morgens und Abends.
Sollte dies nicht funktionieren schlug er mir vor es mit GLP-1-Mimetika zu versuchen bevor wir dann letztendlich zum Insulin greifen.
Jedenfalls halte ich mich strikt an meinen Plan zwecks BZ-Senkung und Gewichtsreduktion.
Ich vermeide "schwere" Kohlenhydrate wie zb Brot, Nudeln etc und gehe täglich in den Wald laufen.
Ich wurde sogar mehrfach belohnt denn mein "nicht abnehmen" entpuppte sich als falsch. In der Praxis wurde ich gewogen und die Waage zeigte stolze 5 Kilo weniger an. Auch war mein BZ seit vorgestern nicht mehr über 200 mg/dl. In der Regel bin ich ab Mittags immer um die 100 - 110 mg/dl.
Gestern habe ich mir eine leckere Möhrchensuppe gekocht (ohne Kartoffeln etc). Mein BZ war vor dem essen 108 mg/dl, eine Stunde nach dem essen 129 mg/dl und zwei Stunden nach dem essen auf 103 mg/dl. Ich habe mich so irre doll gefreut.
Heute war mein NBZ 119 mg/dl. Der Knackpunkt ist wirklich Vormittags, danach sieht es schon super aus.
Ich wollte mich nochmal für die vielen, informativen Antworten von euch bedanken.
LG Nicole -
am 19.09.2013 21:00:27
Deine Werte klingen sehr gut - Glückwunsch Nicole.
Sehr wahscheinlich wird auch dein NBZ noch sinken. Wenn der BZ nach den Mahlzeiten im gesunden Bereich bleibt, dann geht erfahrungsgemäß mit der Zeit auch der NBZ weiter nach unten. Das passiert nur nicht sofort, sondern langsam über mehrere Wochen im Nachgang. Außerdem verbessert er sich auch noch. wenn du erst die volle Dosis Metformin eingeschlichen hast.
LG Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.09.2013 18:22:36
Hallo Rainer,
vielen lieben Dank für deine Antwort und die Glückwünsche :)
Ich kann jetzt beinahe täglich beobachten wie der BZ Stück für Stück besser wird.
Heute z.B. kam ich nicht einmal mehr über 160 mg/dl und jetzt gerade ist er auf 80 mg/dl, was in den letzten Wochen nicht einmal vorkam.
LG Nicole -
am 23.10.2013 23:25:30
Hallo Nicole ,bei mir war es auch so Metformin nicht vertragen der HA keine Ahnung von Diabetes und meine BZW gingen so auf 350 bis 400!Ich habe dann bei meinen HA auf eine Überweisung zum Diabetologen bestanden !Dort hab ich gesagt das ich dringend einen Termin brauche u konnte 3 Tage später kommen der schaute auf die Werte u sagte sofort Insulin! Schnellkurs u am gleichen Tag noch mit Spritzen angefangen 1-2 mal die Woche hin u Insulin anpassen !Mir hätte nichts besseres passieren können u Spritzen ist heutzutage nicht mehr schlimm ! Ich hab im Januar 2013 mit Langzeitwert von 11,8 angefangen u bin seit August auf 6,4 runter u hab durch die Essensumstellung sogar noch 20 kg abgenommen !Wenn du posetiv daran gehst klappt es auch schnell u du wirst dich wirkl wieder besser fühlen,du darfst nur nicht damit hadern ist auch viel Kopfsache ,nur eins muss ich dir sagen obwohl ich soviel abgenommen habe ist mein Insulinbedarf nicht weniger geworden! Kannst mich jederzeit per PN anschreiben wenn du möchtest !
Lebe jeden Tag als wärs dein Letzter !
GVLG ANNY