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Diabetes lada, wie geht es weiter? ? ?

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    Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 14.11.2013
    am 14.11.2013 07:47:55
    Hallo an alle, hoffe hier ein paar antworten zu bekommen. Habe seit Ende Februar und einem Aufenthalt im Krankenhaus Diabetes. Damals eingeliefert mit bz 626. Viel weiß ich davon leider nicht mehr! Die Klinik diagnostizierte dann Typ 2 und ich wurde auf Langzeit und Insulin vor den Mahlzeiten gestellt! Die IE mussten täglich runtergesetzt werden, da ich jeden Tag mehrere unterzuckerungen hatte. Mein Diabetologe testete dann mit mir metformin. Im Mai, also nach zwei Monate nach erfolgreicher metformintherapie machte mein diabetologe dann selbst noch Antikörpertests und ließ die restliche insulinpruduktion der bauchspeicheldrüse bestimmen. Nun kam raus, Herzlichen Glückwunsch, lada Diabetes. Mir wurde gesagt das meine Eigenproduktion noch bei 0,6 liegt. Ist das viel oder wenig? Mein hba1c wert habe ich mittlerweile von 11,6 auf 5,7 bekommen. Ernähre mich von 6-7 be am Tag. Mein Arzt sagte das ich irgendwann auf Insulin eingestellt werden muss, was ich ja auch schon selbst gelesen habe! Doch kann er mir nicht sagen wann es soweit ist. Wir haben es nochmal mit Insulin versucht aber dann bin ich bereits 1 Stunde nach dem Essen wieder so tief, das ich gleich wieder zwei be zu mir nehmen muss. Achso bin 1,66 groß und Wiege 63 Kilo! in meiner Familie sind 1 er und 2 er typen vorhanden, aber niemand mit dieser Form. Also meine Fragen hier, wie lange dauerte es bei euch bis ihr dann mit Insulin angefangen habt?
    Was bedeutet der Wert 0,6 bei der eigenproduktion?
    Gibt es dort auch jemanden der mit Insulin ständig unzuckert? Oder liegt es am Hersteller?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 14.11.2013 10:54:12
    Hallo Jenny,

    sowohl bei normalem Typ1-Diabetes, als auch bei LADA (sich langsam entwickelnder Typ1-Diabetes) gibt es häufig eine mehr oder weniger lange Remissionsphase. Während dieser Remissionsphase hat sich Eigenproduktion für eine begrenzte Zeit wieder erholt. Diese Remission geht aber irgendwann zu Ende. Bei normalem Typ1-Diabetes kann die Remissionsphase von ein paar Wochen bis hin zu einem Jahr andauern. Bei LADA kann das noch länger sein, weil die Autoimmunreaktion langsamer abläuft.

    Die Praxis hat gezeigt, dass die Remissionsphase verlängert und auch die Diabetesverschärfung bei LADA verzögert werden kann, wenn du für eine gute BZ-Führung sorgst. Deshalb tust du gut daran, deinen BZ selbst zu messen und dich an den gesunden BZ-Werten orientierst. Ich empfehle dafür unter 140 bzw. 120 in 1 bzw. 2 Stunden nach dem Essen und einen NBZ unter 100. Beeinflussen kannst du das durch die Menge und Qualität der KH, die du isst. Die Reduzierung auf ca. 80g ist schon mal sehr gut, aber z.B. 30g Traubenzucker zum Frühstück würden wahrscheinlich BZ-Werte bis 200 bringen, während die gleich KH-Menge in Vollkornbrot den BZ vielleicht unter 140 lässt. Für konkrete Speisen ist das aber bei jedem etwas anders, deshalb musst du für dich ausprobiern, was und wie viel du essen kannst.

    Wenn du die Werte allein mit der Ernährung nicht mehr hinbekommst, dann solltest du ohne groß zu zögern wieder Insulin dazu nehmen. Ich an deiner Stelle würde von Anfang an eine Langzeitinsulin zur basalen Unterstützung nehmen wollen. Bei einer kleinen Menge von 6 ... 10 IE dürfte es kaum zu Unterzuckerungen kommen. Für dich wird es aber mit der basalen Unterstützung einfacher, den BZ im meistens gesunden Bereich zu führen. Diese basale Unterstützung schont außerdem deine Betazellen und lässt sie vielleicht eine Weile länger funktionieren.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und eine möglichst lange Phase, in der es für dich noch so einfach ist. Hab aber keine Angst vor Insulin, nimm es, wenn es notwendig wird. Je besser deine Eigenproduktion noch funktioniert, desto einfacher kannst du dein richtige Insulinregime erlernen.

    LG Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 14.11.2013 15:35:06
    hallo,
    hast du wirklich langzeit und nicht normalinsulin zu den mahlzeiten gespritzt ? denn basis/langzeitinsulin zur mahlzeit da wärst du die erste.
    mit insulin unterzuckert niemand auch du nicht wenn die richtige menge gespritzt wird, und das ist auch nicht herstellerabhängig. wer mehr spritzt als er benötigt hat nen uz egal was er/sie spritzt.
    daher ist das wichtigste eine insulinschulung damit du lernst die spritzmenge deinen bedürfnissen anzupassen.
    der ärztespruch vom einstellen ist absoluter quark, du nicht der doc muß wissen was und wieviel du spritzt.
    und das ist erfahrung.
    c-peptid o,6 ist die unterste grenze um mit sehr wenig kh gerade noch klar zu kommen.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 17
    Mitglied seit: 27.12.2012
    am 15.11.2013 06:41:25
    Hallo Rainer,
    da wird dir nicht wirklich einer helfen können. Ich habe Diabetes jetzt seit einem Jahr (Geburtstag) und es fing genauso an: hohe Werte, Arzt; Typ 2 eingenordet und später doch auf Typ 1 Lada (GAD-Antikörper) umgeschrieben.
    Du wirst deine Erfahrungen selber machen müssen, denn es wird bei jedem anders laufen. Ich finde, da gibt es kein Handbuch für...... ist leider so. Mein Motto ist: gehe gut mit deinem Körper um, höre hin wenn er dir was signalisiert und hoffe das die Eigeninsulinproduktion noch lange und gleichmäßig anhält :-)
    Ich spritze zurzeit nicht, ich unterzuckere bei der kleinsten Einheit zusammen mit Sport. Nehme nur eine Kombitablette aus Medformin und Xelevia, und das auch nur die geringste Dosierung!
    Nur so als Beispiel: Ich habe seit einer Woche das Problem, wenn ich nach der Arbeit mit dem Fahrrad nach Hause fahre (20 Minuten und nicht schnell) geht der Zucker runter. Die Werte lagen diese Wochen zwischen 52 und 63, und das obwohl ich eine 1/4 Stunde vor Feierabend noch ein Brot gegessen habe und einen Milchkaffee aus dem Automaten mit Lactose.
    Und für allen anderen die mitlesen und gleich wieder einen 0815 Kommnetar abgeben wollen: ja ich habe Diabetes Typ1 Lada, nein ich habe bei Werten um die 50 bis 60 nichts von Unterzuckerung geschrieben, habe kleinsmengen Insulin ausprobiert und bin Unterzucker, ja ich hatte Unterzuckerungen nur durch Medformin, ja das geht usw. usw. :-)
    Wollte Rainer halt nur aufzeigen, das es kein Schema F gibt, egal wieviel man liest und egal wieviel Ratschläge man bekommt!
    Gruß
    Udo
    Udo
  • Handicap

    Rang: Gast
    am 22.12.2013 17:13:05
    Hallo Jenny, auch bei mir ist die Diagnose Typ 1 LADA gewesen, sogar klassisch: als ich 59 Jahre alt war. Ein Handbuch im engeren Sinne für unser Handicap gibt es wirklich nicht. Wohl aber 2 Bücher, deren Lektüre sehr empfehlenswert ist: das eine 'Gut leben mit Typ-1-Diabetes' überschrieben, ist von Renate Jäckle geschrieben und bereits in der 7. Auflage bei Urban&Fischer erschienen. Das andere Buch ist von der Stiftung Warentest 'Diabetes, Früh erkennen, Richtig behandeln, Besser leben', schon etwas älter, aber immer noch aktuell (hab ich noch im Internet bekommen).
    Schöne Grüße, Frohe Weihnachten und einen Guten Start in Jahr 2014.