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Diabetes Typ III nach Pankreas OP ?
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am 24.01.2014 19:50:28
Hallo :-)
mir wurde 2011 die Bauchspeicheldrüse bis auf den Kopf wegen eines Tumors entfernt.
Seither kontrolliere ich meinen Langzeitzucker und messe ab und zu vor und nach dem Essen meinen Blutzucker.
Mein Langzeitzucker liegt jetzt bei 6,0 und ich bin für eine Beratung zu einem Diabetologen gegangen.
Auf seinen Rat hin habe ich jetzt über eine Woche 6 mal am Tag gemessen und war bei einer Ernährungsberatung.
Auf Grund der gemessenen Werte meint Der Diabetologe, dass ich in Zukunft bedarsweise bei Mahlzeiten bei denen ich weiss das mein Zucker sicher zu hoch wird, Insulin spritzen soll.
Jetzt frage ich mich nur ob das denn wirklich schon nötig ist!?
Meine Nüchternwerte sind immer perfekt. Einzig die 2 Stunden Werte nach dem Essen liegen oft oberhalb der Grenze das heißt etwa bei 150 bis 180. Nie über 200!
ich bin nicht wirklich scharf darauf Insulin zu spritzen.....
Vllt kann mir ja jemand seine Meinung oder Einschätzung schreiben.
Danke ! -
am 24.01.2014 20:47:01
Hallo Niley,
wenn deine 2-Stunden-Werte nicht nur manchmal, sondern sogar oft weit über 140 liegen, dann liegen die BZ-Spitzen (ca. nach 1 Stunde) bestimmt oft über 200 und das wäre mir viel zu viel. Welche Zielwerte du dir vornimmst, das ist ganz allein deine Sache. Ich versuche möglichst nicht allzu häufig über 140 in 1 Stunde und über 120 in 2 Stunden nach der Mahlzeit zu kommen und denke, dass das gute Ziele sind.
Wenn du deine Ziele nicht mehr erreichst, dann kannst du entweder weniger KH essen oder den Vorschlag von deinem Diabetologen für Mahlzeitinsulin annehmen. Du kannst natürlich auch beide Maßnahmen kombinieren, dann brauchst du weniger Insulin. Aber die Grenzen bestimmt du selbst, dein Diabetologe und ich können dir nur Wege vorschlagen, wie du die erreichen kannst.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 25.01.2014 09:03:34
wobei , mir nie klar ist weshalb sich gegen insulin gewehrt wird, es gibt nichts besseres.
und zur entlastung der sowieso schon angeschlegenen rest-bsd , ist insulin das einzig richtige.
macht der rest nämlich plötzlich sense, ist das geschrei groß denn dann mußt du von jetzt auf gleich "komplett" substituieren,
was nicht ganz einfach ist, jetzt kannst du noch gefahrlos probieren. -
Gast
Rang: Gastam 25.01.2014 10:00:08
niley schrieb:
Auf Grund der gemessenen Werte meint Der Diabetologe, dass ich in Zukunft bedarsweise bei Mahlzeiten bei denen ich weiss das mein Zucker sicher zu hoch wird, Insulin spritzen soll.
Die Empfehlung ist sinnvoll. Ich würde sogar noch ein Stück weiter gehen und daran denken, eine vollständig unterstützende Insulintherapie, einschließlich einer geringen basalen Insulinunterstützung in Betracht zu ziehen.
Grund:
Wenn bereits so viel Betazellmasse verloren ist, bei Dir sind geschätzt nur noch max. 20% davon vorhanden, arbeiten diese in einer chronischen Überlastungssituation. Das führt dazu, dass sie in einen chronischen Entzündungsprozess geraten der mehr oder weniger langsam zum kontinuierlichen Absterben weiterer Betazellen führt. Such mal nach Stichworten wie Interleukin-1b oder Anakinra[/quote].
Daher sehe ich es als sinnvoll an, so früh wie möglich eine so ausreichend wie nötige Insulintherapie zu beginnen, willst Du Deinen aktuellen Restbetzellbestand schonen.
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 08.02.2014 17:57:53
Hallo, ich sehe es genauso. Vor 4Jahren hatte ich eine Pankreas-Linksresektion, genau wie Niley. Ganze vier Jahren habe ich mich mit allen Mitteln gegen das Insulin gewährt. Habe alles versucht, Sport, gesunde Ernährung, etc. Mitte Januar war es dann leider so weit: das alles hat nichts mehr geholfen. Mein BZ war ständig zw. 350-400. Mir ging es nur noch schlecht. Jetzt habe ich angefangen abends Lantus und morgens Lyxomia (kein Insulin) zu spritzen, dazu 2 x 1000 mg Metformin. Mir geht's schon wesentlich besser. Vielleicht muss ich auch noch ein schnellwirkendes Insulin spritzen, es wird sich noch zeigen , wie die Werte entwickeln, aber es ist der richtige Weg. Wenn nicht gar der Einzige!
Grüße, Nora -
Gast
Rang: Gastam 08.02.2014 18:57:05
hallo nora,
auch bei dir nochmal die frage weshalb wird mit ungeeigneten medikamenten experimentiert statt den dazu einzig richtigen ?
lyxumia, und auch metformin sind "eindeutige" typ 2 medikamente, ihr habt aber typ 3,
und da ist nun mal kz und basalinsulin genau das richtige,
alles andere ist augenwischerei.
wobei lyxumia ja die ständige überforderung der rest ß-zellen noch steigert, also das gegenteil tut von dem was sinnvoll ist. -
Gast
Rang: Gastam 08.02.2014 21:29:16
Hallo Nora,
Gast schrieb:
Jetzt habe ich angefangen abends Lantus und morgens Lyxomia (kein Insulin) zu spritzen,
Wenn Dir nun Dein Körper, besser der (unnötige) Verlust weiterer Betazellen, das Feedback gegeben hat, dass es Unfug war vor dem Insulin weglaufen zu wollen, dann solltest Du die Lektion auch vollständig lernen.
Das meint, siehe zu, so schnell wie irgend möglich Deine restlichen Betazellen zu schützen, indem Du sie von übermäßigem Sekretetionsdruck entlastest. Und das heißt, sowohl nüchtern als auch nach dem Essen Werte im Normbereich zu erzielen.
Das leisten Inkretinmimetika, z.B. Lixumia, bei Dir allenfalls bedingt. Bei Typ 2 Diabetes, auf den sie ja abzielen, sieht die Sache dagegen deutlich anders aus.
Aber das zu diskutieren, führt wohl hier zu weit.
Die für Dich in Betracht kommende optimale Schutzmaßnahme für Deine Betas ist sicherlich die angemessene Insulinsubstitution auch zum Essen.
Alles andere ist Pille-Palle-Pipifax.
Gruß
Joa -
am 17.02.2014 08:52:45
Hallo Joa,
du hast vollkommen recht. Aber die Therapie ist ja nicht meine Idee gewesen. Bezüglich Lyxumia hatte ich von Anfang an einen gewissen Zweifel, denn ich war auch der Meinung, dass meine ß-Zellen nicht stimuliert werden sollen.
Wie auch immer: nach einer Woche mit Lantus haben wir die Therapie auf ICT umgestellt.
Momentan spritze ich abends 12 IE Lantus und zu den Mahlzeiten Apidra mit Faktor 1:1 morgens und abends, mittags dagegen mit Faktor 1:0,5.
Meine Werte sind schon ganz ok, es gibt aber noch hin und wieder Spitzenwerte über 200 und ich hatte zwei Hypos (keine schwere). Ich muss einfach noch die Reaktionen meines Körpers kennenlernen und mich natürlich noch viel-viel informieren. Habe mich deswegen in einem anderen Forum angemeldet, hier habe mich auch angemeldet.
Gruß
Nora