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Interpretation HbA1c

  • User

    Rang: Gast
    am 26.03.2009 18:08:15
    Hallo,
    Mitte Januar wurde bei mir bei einer Routineuntersuchung eine schwere Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. In diesem Zuge wurde auch mein HbA1c gemessen, welcher bei 6,3% lag. Daraufhin habe ich angefangen deutlich weniger Kohlenhydrate zu essen und mehr Sport zu machen. Meinen Blutzucker habe ich 3-mal-täglich gemessen. Bei den Messungen war der Blutzucker immer im Rahmen, d.h. zwei Stunden nach dem Essen bei ca. 7,8mmol/l, nüchtern meist auch unter 6,1mmol/l. Mein Körpergewicht beträgt 89kg auf 1,90m. Jetzt gut 6 Wochen später wurde der HbA1c erneut bestimmt und liegt bei 6,4%, also höher als das letzte mal. Ich versteh das nicht, warum der Wert noch höher ist als vorher, zumal nach meinen errechneten durchschnittlichen Blutzuckerwerten der HbA1c hätte sinken müssen. Kann es sein, dass die erneute Messung das HbA1c einfach zu früh kam und sich Änderungen so noch nicht bemerkbar machen? Danke für Eure Einschätzung!
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.03.2009 18:58:36
    die ergebnisse sind praktisch gleich,
    der hba1c wert ist "nicht" der durchschnitt
    der mittelwert von 3 mal tägl bz -testen ist nicht der durchschnitt.


  • tanja

    Rang: Gast
    am 26.03.2009 23:54:10
    Der Hba1c ist der Durschnittswert der letzten 120 Tage. Warum? Zucker koppelt sich an die roten Blutkörperchen und trennt sich nicht mehr. Erst wenn das Tei lstirbt, geht auch der Zucker verloren. Einen Hba1c nach 6 Wochen zu messen, kann verwirrend sein,vor allem wenn die BZ-Werte eigentlich relativ normal waren. Sollten deine BZ-Werte vor 3 Monaten noch relativ normal gewesen sein, sich erst kurz vor der -schildrüsenunterfunktion rapide verschlechtert haben, sind die Werte nach Wochen deutlich höher. Allerdings ist 3 maliges BZ messen täglich nicht unbedingt fürchterlich aussageskräfig, da nur eine "Momentansiuation" wiedergegeben wird. Zwischenzeitliche sehr hohe Werte kann es trotzdem gegeben haben, bzw. wer steht schon nachts auf und misst? Meine Erfahrung zeigt, dass gerade zu Beginn eines Diabetes der Blutzucker vor allem nachts "entgleist". von tanja
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 27.03.2009 03:07:03
    6,1 und 7.8 sind recht hohe werte für normalos. wenn die sd-therapie anschlägt, und sich die werte nicht ändern, bitte mit diabetologe abklähren. du hast den dm wg einer sd-fehlfuntion, und nicht wegen einer falschen ernährung.

    bewuste ernährung ist einiges, jedoch nicht alles. von thomas2002
  • User

    Rang: Gast
    am 27.03.2009 09:22:49
    Wie siehts denn mit Behandlung aus? Muss man bei einem HbA1c von 6,4% bereits Insulin spritzen?
  • Insider

    Rang: Gast
    am 27.03.2009 15:37:32
    HbA1c-Werte unter 6,5% sind bei Diabetes gute Werte, wenn die Blutzuckerschwankungen sich in Grenzen halten, z.B. 80-140 mg/dl. von Insider
  • User

    Rang: Gast
    am 27.03.2009 16:17:23
    Ja also die Schwankungen halten sich schon in Grenzen. Unterm Tag hab ich meist so 4,0-6,0mmol/l, je nachdem was man trinkt oder ob ein kleiner Snack dabei ist. Nach ner deftigen Mahlzeit, mit viel Kohlenhydraten, z.B. drei Teller Nudeln mit Soße, hab ich so ca. nach ner Stunde schon auch mal so 10-11mmol/l. 2 Stunden nach dieser Mahlzeit ist der Wert dann wieder bei 6-8mmol/l, danach fällt der Wert weiter bis auf ca. 5mmol/l. Für einen Nichtdiabetiker sind das denke ich sehr schlechte bis katastrophale Werte, aber für mich sollte das doch eigentlich passen, oder? Wie siehts denn aus, brauch ich nun Insulin aus Spritzen (also Typ1-Diabetes) oder ist das eher Typ2-Diabetes, das man zu Beginn der Erkrankung noch mit Diät und Tabletten behandeln kann?

    Danke
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 27.03.2009 19:37:52
    Wenn der BZ beim Messen vor den Mahlzeiten zwischen 4,5 und 7,8 mmol/l schwankt, ist 6,5 ein guter HBA1c-Wert.

    Wenn der BZ-Verlauf insgesamt stoffwechselgesund zwischen min 4 und max (für ein paar Minuten 1 Stunde nach dem Essen) 7,8 verläuft, ist um 5 der entsprechende HBA1c-Wert.

    Alle BZ-Verläufe über dem stoffwechselgesunden machen mit zunehmender Höhe zunehmend krank, übrigens einigermaßen zuverlässig. Das Risiko betrifft dabei nur früher oder später, und der Hoffnungsrahmen, mit später dann vielleicht doch nichts zu kriegen, streckt sich allenfalls auf 20 Jahre. Wer also mit 40 Jahren schon ernannt wird und sich einen übergesunden BZ-Verlauf leistet, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch in den Genuss der Folgen kommen. Da kann man dann bloß noch auf die Ausnahme wetten, die auch hier die Regel bestätigt ;-) von Jürgen
  • User

    Rang: Gast
    am 28.03.2009 11:19:37
    Soweit so gut, ich bin eben genau daran interessiert den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen, um die Spätfolgen (z.B. Nieren, Augen, etc.) möglichst gut zu vermeiden. Wie siehts denn nun aus, was den Typ der Krankheit angeht? Mein Arzt meinte, dass ein Typ1-Diabetiker unbehandelt (so wie ich es bin) niemals einen HbA1c von 6,4% haben kann. Er tippt bei mir auf einen beginnenden Typ2 Diabetes. Was meint ihr dazu?
  • dd

    Rang: Gast
    am 28.03.2009 14:16:35
    Der Arzt ist nicht ganz auf dem neuesten Stand:

    Auch ein LADA - Sonderform des Typ1- kann ein latentes Stadium von mehreren Jahren, bis zu zehn Jahren, haben.
    Auf Antikörper testen lassen.

    Nützlich ist immer ausgewogene Ernährung
    und viel Bewegung. So lassen sich oft
    Blutzuckerspitzen nach dem Essen vermeiden. Es gibt auch Medikamente,z.B. Acarbose. Arzt danach fragen!
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.03.2009 17:03:43
    Nicht der Typ macht folgekrank, sondern jede Blutzuckerschwankung und jedes Stück Verlauf über den gesunden Rahmen hinaus macht X Nummern Tropfen in Dein Folgekrankheitsfass. Niemand kann Dir sagen, wie voll das schon ist oder wieviel das überhaupt fasst. Und irgendwann läuft es halt mit den nächsten paar Tropfen über. Erst dann kann für Dich zutreffend gesagt werden, ob an den Augen, den Füßen, den Nieren oder wo sonst zuerst :-( von Jürgen