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Zur Diagnose-Frage
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Gast
Rang: Gastam 10.04.2014 09:47:48
Ich gebe dem Gast hier komplett recht. Ich kann hier hunderte Beispiele im Netz finden über ogtt hba1c etc. beispiele von leuten wie purea, aber der hba1c ist annerkanntermaßen der sicherste wert und auch bei ihm gibt es nunmal fehlmeldungen genau wie beim blutzucker; ich bin aber auch der meinung das purea es jetzt doch endlich mal belassen sollte hier ständig die Leute zu irritieren und weiter zu bohren etc. Ansonsten fände ich es toll wenn so ein Nutzer dann auch irgendwann mal gesagt bekommt, Stopp bis hierhin und nicht weiter; weil sich ständig über Diabetologen und die DDG zu stellen nervt gewaltig
Gruß -
am 10.04.2014 11:31:55
meiner einschätzung nach sind aussagen viel eher problematich, wenn leute dadurch verleitet sein könnten, sich in falscher sicherheit zu wiegen. ihre aussage, man bräuchte da auch keine belege für, weil es einfach so ist und es hinzunehmen wäre, ist da ein wenig fraglich. warum sie sich so vehement gegen die annahme (geringer hba1c und ausschlag beim ogtt nach 1h) wehren, erschließt sich nicht.
ich halte ihre aussagen sogar für verharmlosend und damit gefährlich. wenn bei ihnen das kind bereits in den brunnen gefallen ist, dann bedaure ich das. vielleicht wünschen sie sich, das sie damals auch so aufmerksame ärzte gehabt hätten und ihr diabetes bereits im vorstadium erkannt worden wäre.
ich unterstreiche es nochmals: wenn fragende leser, beunruhigte leser sicherheit haben wollen, obwohl sie einen gesunden hba1c wert haben, dann empfehle ich, sich mal ein testgerät zu kaufen und zu gucken, wie so die werte nach dem essen sind (oder in der apo einen test machen). insbesondere auch nach einem stressessen (besonders viel kh zb. durch viel nudeln, cola, kuchen etc.), 1h und 2h danach. da werden sie gut erkennen können, ob ihr kind (ihre gesundheit) auf dem brunnenrand balanciert und droht hineinzufallen. ich berufe mich dabei eben nicht auf die eigene meinung, sondern kann durch beweise belegen, wenn auch derzeit nur in meinem (einzel)fall, dass ein gesunder hba1c wert durchaus pathologische werte an anderer relevanter stelle nicht ausschließt.
der hba1c bleibt dadurch in seiner zuverlässigkeit unberührt. bei einem cut-off von hba1c 6,2% bspw. beträgt die rate an falsch-negativ 5%*. in meinem fall waren die 5% nicht ganz ausreichend ;-)
die fehlerrate erhöht sich übrigens mit zunehmendem alter.
es sollte sich ruhig jeder ein möglichst umfassendes bild machen und da stören m.e. aussagen wie das-kann-es-nicht-geben-also-gibt-es-das-nicht. spätestens dann, wenn eine betroffene person sogar selbst berichten kann.
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* Lin, T. T. et al. (2011): HbA1c may not be a sensitive determinant of diabetic status in the elderly, in: Diabetes Research and Clinical Practice, Volume 92: e31–e33
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am 10.04.2014 11:41:44
Moin Purea,
und wenn Du dann zum Messgerät ggf. noch den pro-aktiven Gebrauch nach diesem Rezept empfiehlst, kommen wir der Sache wieder ein bisschen näher. Denn für die Aussichten ohne diabetische Komplikationen ist nicht die Diagnose maßgeblich, sondern die gesunde Blutzucker-Führung, entweder gesund vollautomatisch oder eben mit mehr oder weniger Nachhilfe, wenn die Automatik diagnosereif oder noch nicht diagnosereif gestört ist.
Bisdann, Jürgen
Bearbeitet von User am 10.04.2014 11:43:19. Grund: Ergänzung -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2014 13:06:28
trotzdem sollte sich purea bitte an genannte werte halten,
niemand hat von 6,2% geschrieben sondern von 5,2%.
und von 5,7% ab dem wert wird abklärung erforderlich..
und wie schon des öfteren angemerkt 200mg/dl nach einer h sind mt einem handgerät keine aussage, kann alles und nichts sein- -
am 10.04.2014 13:11:33
jürgen, ja, vom grundsatz her ziele ich darauf ab: gesunde blutzuckerführung. es besteht ein wenig die gefahr, sich auf grenzwerten auszuruhen. "so lange ich nicht 200/2h habe ist ja alles im grünen". der von dir verlinkte flyer ist demzufolge auch nach meiner auffassung der richtige ansatz.
und gerade wenn man das glück einer früherkennung hat, sollten besondere anstrengungen unternommen werden. früherkennung lässt sich stimulieren. wenn, je nach quelle, 8-15% der gesellschaft derzeit diabetes haben, tendenz weiter setigend, muss eigentlich jeder die sache ernst nehmen und entsprechend vorsorge betreiben. bald ist ein fünftel der einwohner diabetisch.
es kann sein, dass ärzte ebenfalls grenzwertblind sind. das also so lange gewartet wird, bis die grenze (endlich) gerissen wird. da sollte man dann selbst entsprechend vorsorglich engagiert sein. das ganze ist am ende viel billiger, viel weniger nervenaufreibend, viel gesünder und vieles positive mehr. -
am 10.04.2014 13:26:25
Gast schrieb:
und wie schon des öfteren angemerkt 200mg/dl nach einer h sind mt einem handgerät keine aussage, kann alles und nichts sein-
dazu kann ich nichts sagen. ich weiß nicht was handgeräte machen ab 200. ich sage aber mal ins blaue hinein: ein solcher wert gemessen mit einem handgerät lässt auf jedenfall einen schluss zu: nämlich, dass entweder ein messfehler vorliegt oder nicht. wer sich nach solchen werten zurück in den schuckelstuhl begibt, handelt mindestens fahrlässig. ich würde nach einem solchen messwert dringend empfehlen, die messtätigkeit zu intensivieren. die vielzahl der messungen wird die wahrheit dann ans licht bringen.
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ich hatte 6,2% genannt, weil dies der cut-off in der zitierten studie war. ab da wird diabetes diagnostiziert, demzufolge darunter nicht (altersgruppe bis 50) und die fehlerquote beträgt 5%, die als falsch negativ "nach hause" geschickt werden. -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2014 13:43:09
und weshalb führst du hier jetzt einen wert ein von dem keine rede ist ? hier ist die rede von 5,7% !
und wenn dein gerät 200 anzeigt ist die erlaubte toleranz
160 bis 240. und selbst diese grenzen werden von 80% aller geräte zt weit üerschritten. diese geräte sind nutzlos zur diagnostik,
(und deshalb dafür nicht zugelassen) - auch wenn es ärzte gibt die damit ne schnelle (mark) euro machen.