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diabetes und gewicht?
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marie
Rang: Gastam 22.03.2009 19:57:31
hallo,
ich bin vor kurzem mama geworden und hatte in der schwagerschaft eine gestagionsdiabetes. die ätzin hat einige tests gemacht und meinte ich hätte lada (eine form des typ1) und der diabetes wird höchstwahrscheinlich bleiben.
nach der geburt waren meine werte super und ich war sehr happy.
nun ist die geburt 12 wochen her und ich habe vor ein paar tagen ein paar teststreifen gefunden und gemessen. nun der schock: nüchtern 140 und nach dem essen bei 200. ich schafe es psychisch einfach nicht zum arzt sondern halte seitdem diät. die werte nach dem essen liegen nun bei 130.
ich wiege 90 KG und habe die hoffnung das wenn ich 20 kg abnehme, de spuck wieder vorbei ist.
was meint ihr dazu?
liebe grüße
marie -
rrrrrrrrr
Rang: Gastam 22.03.2009 20:24:32
hallo marie, ich habe gute nachrichten für dich - du wirst sogar noch viel mehr als nur 20 kg abnehmen -
dipa
Rang: Gastam 22.03.2009 20:46:53
Hallo marie,
dieser anonym leistet keinen konstruktiven Beitrag.
Wichtiger als das Gewicht ist der BMI.
Wenn man 5kg abnimmt, verbessern sich die Blutwerte schon deutlich. 10kg dürften bei einigen schon reichen. 20kg sollten reichen.
Im Prinzip könnte dann der Diabetes verschwinden, aber bei LADA leider nicht endgültig. Dennoch ist eine Gewichtsabnahme empfehlenswert.
mfg dipa
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dipa
Rang: Gastam 23.03.2009 00:42:26
Hallo anonym,
gib der endlich mal einen Namen!
Ich soll keine Ahnung haben?
Zur Theorie:
Bei meinem Diabetologen hängt an der Pinnwand eine Studie, bei der sich die Blutwerte der Diabetiker kräftig verbessert haben bei einer Abnahme von 5kg!
Des Weiteren verlangen die Ärzte immer wieder eine Gewichtsabnahme. Willst du sagen, alle Ärzte haben keine Ahnung?
Zur Praxis:
Bei mir reichten schon 10kg um einen HbA1c < 6,5 zu erreichen.
Das Ganze ohne Insulin oder Tabletten!
Hierzu ist anzumerken, dass ich trotz ehemals klaren Übergewichts zu den leichtgewichtigeren Diabetiker gehörte.
mfg dipa
P.S. Maries Antwort ist sarkatisch gemeint!
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kati
Rang: Gastam 23.03.2009 08:57:51
Hallo Marie.
Gewichtsverlust ist immer gut, mit oder ohne Diabetes.
Ich würde dir trotzdem raten einen Arzt aufzusuchen. Denn sollte sich der Verdacht (LADA) bestätigen, wirst du früher oder später Insulin benötigen.
Wenn du das momentan nicht schaffst, dann achte auf Durstgefühl und Harndrang (mehr als sonst) Dann bitte sofort zum Arzt. Trotzdem, je eher du hingehst desto besser.
Alles Gute.
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Jürgen
Rang: Gastam 23.03.2009 09:07:39
Moin Marie,
Glückwunsch zum Familienzuwachs :-)
Wenn mit der Zusatzbelastung einer Schwangerschaft ein diabetischer Defekt offenbar wird, kann der zwar ohne diese Belastung wieder in den Hintergrund treten. Aber da verschwindet er nicht, sondern entwickelt sich so weiter, wie er sich auch ohne die Beschleunigung der Belastung weiter entwickelt hätte.
Bei Diabetes Typ1 und dem dazu gehörigen Typ LADA gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass weniger Gewicht einen besonderen Effekt auf den Blutzucker-Verlauf haben könnte. Da wird schlicht immer weniger eigenes Insulin produziert und gesund halt passend durch gespritztes ersetzt.
Typ2 kann seinen Status, so er denn abnehmen kann, häufig mit Abnehmen verbessern, aber den Diabetes damit nicht abstellen, auch wenn es häufig und sogar von Medizinern so dargestellt wird.
Auch unser Paradediabetiker Hans Lauber hat seinen Diabetes nicht abgestellt. Er hat seinen Insulinbedarf mit Abnehmen so weit verringert, dass seine Restproduktion noch ausreicht, wenn er - messen, essen, laufen - nur immer so viele KHs isst, wie nach seiner Erfahrung und seiner Messung gerade in seinen BZ-Rahmen passen, und wenn er sich anschließend einen ungesund hohen BZ ggf. sofort wieder abläuft.
Welche Möglichkeiten Du hast und nutzen kannst, kannst nur Du selbst ausprobieren. Und je mehr Du dich dabei an gesunden BZ-Verläufen http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php orientierst, desto größer Deine Chancen, keine der gefürchteten diabetischen Folgen entwickeln zu müssen :-)
Daumendrück, Jürgen -
gg
Rang: Gastam 23.03.2009 11:06:36
Die Insulinunempfidlichkeit und der Insulinbedarf sinken immer bei Gewichtsreduktion. Das Körpergewicht ist aber nur ein Faktor im multifaktoriellen Geschehen, der beim Typ2
oftmals sehr lange oder auch für immer zu normalen Bz-Werten führen kann. -
marie
Rang: Gastam 23.03.2009 12:05:36
hallo,
danke für eure beiträge.
ich habe keine anzeichen eines diabetes, also durst, harndrang oder gewichstabnahme. vielleicht ist es doch ein typ2 und hängt mit dem gewicht zusammen?!
also heute morgen war der nüchternwert bei 110 und dann nach einem milchkaffe (ich frühstücke generell nicht) bei 89. mal sehen wies nach dem mittag ausschaut?!
ich bin zwar nicht sicher, aber scheinbar reicht bei mir dann eine ernährungsumstellung und gewichstabnahme und bewegung? ich habe zur zeit auch sehr viel stress, ich habe prüfungen und beende mein studium in den nächsten tagen. könnte das die werte auch negativ beeinflussen?
bin ratlos und habe angst vor einer diagnose, auch wenn das total irrsinnig ist.
liebe grüße
marie -
Jürgen
Rang: Gastam 23.03.2009 13:19:28
Moin Marie,
klar kann auch Stress ein Stück beitragen, aber dafür, dass der Blutzucker überhaupt anders als in dem gesunden Link dargestellt verläuft, braucht es mehr als ein paar Kilos zuviel. Die Kilos müssen zwar immer herhalten, um eine Insulinresistenz zu begründen, aber wer z.B. mit höherem BZ morgens aufsteht, verdankt den der Glukose-Ausgabe seiner Leber. Und die gibt die nicht einfach so aus Spaß an der Freude aus, sondern weil sie von den Alpha-Zellen des Pankreas per Glukagon (das selbe Zeug wie in den Hypokits) dazu angetrieben wird. Eigentlich sollten die Alphazellen bei um 70 mg/dl ihre Glukagon-Ausgabe einstellen, und bisher hat niemand erklärt, warum sie das in Fällen wie Deinem nicht tun. Auch wenn das Gewicht für alles mögliche gerne genommen wird, aber an der Stelle hat noch niemand einen Bezug herstellen können. Und das ist nur eine der Ungereimtheiten mit dem Gewichts-Mythos.
Dass weniger Gewicht das BZ-Management erleichtern kann, ist eine häufige Erfahrung, dass sich damit der einmal eingetretene diabetische Defekt erledigen könnte, ein frommer Wunsch. Dafür gibt es bis heute kein einziges Beispiel.
Weil wir heute eine ganze Reihe von Möglichkeiten nutzen können, unseren BZ gewissermaßen manuell gesund zu steuern, würde ich mir an Deiner Stelle über die einstweilen wohl eher leicht defekte BZ-Automatik keinen Kopf machen. Den brauchst Du jetzt eh erstmal für Deine Prüfung(en) und das Zwerglein. Da reicht, wenn Du zwischendurch schaust, ob der BZ nicht doch weit über 200 ausfliegt und damit ernsthaft behandelt werden will. Übrigens beginnt dieser charkteristische große Wasserumsatz (10 Liter und mehr) erst bei BZs die meisten von 24 Stunden über 200 und häufig auch über 300.
Und wenn Du die Prüfung(en) geschafft hast, schaust Du in aller Ruhe mit einem Arzt Deines Vertrauens und Zeit für intensivere Info, wie Du Deinen BZ am besten gesund steuern kannst :-)
Daumendrück, Jürgen -
hh
Rang: Gastam 23.03.2009 13:23:17
Stress erzeugt meistens Hormone, die man als Antagonisten des Insulins bezeichnen kann. Der Blutzucker kann stressbedingt steigen. Stress abbauen hilft, die Blutzuckerwerte zu normalisieren. -
marie
Rang: Gastam 23.03.2009 14:08:30
Lieber Jürgen,
danke für deinen beitrag und die vielen informationen.
ja, ich werde demnächst einen termin beim diabtetolgen machen. ich war letzten sommer da, war ich dachte ich habe eine schwangerschaftsdiabetes und habe mich testen lassen. zu dem zeitpunkt war es noch nicht ausgebrochen, aber ich hatte tage und nächtelang einen unstillbaren durst und habe mind. 5 liter am tag getrunken. naja, der hba-irgendwaswert lag bei 5,4 und mein zucker bei 80. daher weiss ich zumindestens das es vorher nicht hatte. warum ich zu diesem zeitpunkt so einen durst hatte konnte mir niemand erklären. als ich dann später (10 wochen später) einen zuckerbelastungstest gemacht habe, hatte ich keine symptome, aber schwangerscchaftsdiabetes... ???!!! die ärztin hat dann irgendein protein oder so getestet und meinte laut der antikörper würde in mir ein typ 1, sog. lada schlummern. kann ausbrechen muss aber nicht.
kann es sein das ich trotzdem typ 2 bin?
wenn ich dich richtig verstehe, sind meine werte erstmal ok und sind nicht lebensbedrohlich bzw behandlungsbedürftig?
liebe grüße
marie
-
Jürgen
Rang: Gastam 23.03.2009 15:56:52
Moin Marie,
bei Diabetes bricht nix aus, sondern der Blutzucker steigt einfach immer länger immer höher an und übersteigt schließlich die Schwellen, die Ende der 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts keineswegs medizinisch, sondern verwaltungstechnisch zu seiner Diagnose gesetzt und seitdem kaum verändert wurden. Alle Versuche seitdem, die Definition abzusenken, weil schon mehr als 10 von 100 Diabetikern folgekrank sind, wenn sie sie frisch erreichen, haben bislang keine WHO-Mehrheit gefunden. Deswegen haben die USA im Frühjahr 2002 zunächst im Alleingang einen Bereich unter den alten Definitionsschwellen als Prädiabetes und damit als nicht mehr gesund definiert. Allerdings nur als bedingt behandlungsbedürftig, weil es keine Möglichkeit gibt, den Blutzucker ärztlich unter den Diagnoseschwellen für Prädiabetes einzustellen. Und noch unter dem Prädiabetes hat man die Definition für den Schwangerschaftsdiabetes eingezogen. Auch dabei gibt es keine Möglichkeit der gesunden ärztlichen Einstellung, aber die der gesunden Erpressung. Denn die meisten werdenden Mütter tun alles für ihr Kind und knobeln sich ihre weitgehend gesunde BZ-Führung meistens sehr intensiv und erfolgreich selbst an.
Ähnlich einfach nach Draufsicht funktioniert die Typeneinteilung. Wo innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit im Rahmen eines fehlgesteuerten Autoimmunprozesses die eigene Insulinproduktion nahezu komplett zerstört wird, heißt das Resultat Typ1. Wo der Betazellverlust bisher nicht erklärt werden kann und über Jahre bis Jahrzehnte bei 50-20% der normalen Kapazität verharrt und zudem Fehlsteuerungen der Insulin- und der Glukagon-Sekretion die Szene bestimmen, heißt das Ding Typ2. Nur noch Ewiggestrige halten sich bei der Insulinresistenz als vorgeblich wesentlichem Merkmal des Typ2 auf, mit der man früher den Typ2 erklärt hat, als man die einzelnen Defekte noch nicht so gesehen oder gewürdigt hat. Und weil die Defekte einander ja wenigstens zum Teil nicht ausschließen, kann man selbstverständlich Merkmale aus beiden Bereichen haben und damit praktisch Typ1 und Typ2.
Je länger man mit seinem Diabetes Typ egal unbeschwert zu leben gedenkt, desto zuverlässig gesünder sollte man seinen BZ steuern. Denn die ärztlichen Einstellungen reichen bei bester Befolgung zu einem HBA1c von 6,5-7 und damit im Durchschnitt für kaum 20 Jahre ohne Folgekrankheiten. Und bei 6,5 verläuft der BZ schon mehr als 10 von 24 Stunden über 200 mg/dl. Wer mehr will, muss schon selbst für seinen wirklich gesunden BZ sorgen. Das heißt, das was Du bis jetzt bei Dir beobachtest, kann kein Arzt verbessern, sondern das kannst nur Du selbst, allerdings zu einem gemeinen Preis. Denn auch wenn Du damit auf lange Sicht die Versichertengemeinschaft um Deine Folgekrankheiten entlastest, ist die nach den geltenden Bestimmungen nicht bereit, Deine Leistung mit den dafür notwendigen Teststreifen zu honorieren :-(
Daumendrück, Jürgen -
marie
Rang: Gastam 23.03.2009 16:35:09
lieber jürgen,
fakten über fakten. *besten dank* ich muss zugeben ich musst den text mehrere male lesen.
1 stunde nach dem essen lag der wert bei 170 und 2 stunden nach dem essen bei 120. welcher ist denn wichtiger für den langzeitwert?
ja, die liebe solidargemeinschaft. bekommt man die teststeifen denn nicht verschrieben oder nur in einer unzureichenden menge?
ich zahle bei der GKV den höchstebeitrag und habe glücklicherweise vor 3 jahren einen optionstarif für eine private krankenversicherung abgeschlossen. die müssen mich dann ohne gesundsheitsprüfung und zuschläge oder gar leistungsausschlüssen versichern, sobald ich stauts frewilig versichert habe. dank frau schmidt wird das erst nach meiner elternzeit sein, denn ihre sog. gesungheitsreform hat mich dazu verdonert 3 jahre höchstbeiträge zu bezahlen. es ist sicher sinnvoll wenn ich mich privat versichere? welche kosten kommen denn bei der GKV auf einen zu? von marie -
ff
Rang: Gastam 23.03.2009 17:01:12
Marie, deine pp- Werte sind OK.
Lass dich nicht kirre machen!
Die kurzzeitige Erhöhung des Blutzuckerwertes beeinflusst den Langzeitwert nicht, da die Glukose im Blut erst nach 3-4 Stunden irreversibel am Hämoglobin andockt.
Private Krankenversicherungen erstatten jedem Versicherten mit der Diagnose Diabetes die vom Arzt verordneten Teststreifen. Im Grunde genommen müssen das die GKV auch, aber die Kassenärztlichen Vereinigungen drangsalieren mit einer Kontigentierung der Teststreifen nach Therapieart die Kassenärzte und drohen mit Regress.
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hjdur
Rang: Gastam 23.03.2009 17:10:12
>>Die kurzzeitige Erhöhung des Blutzuckerwertes beeinflusst den Langzeitwert nicht, da die Glukose im Blut erst nach 3-4 Stunden irreversibel am Hämoglobin andockt.<< Das mag ja alles stinmmen, aber der Langzeitwert HbA1c ist sowas von "nebensächlich" - entscheidend ist nämlich für die Spätschäden der ständige Wechsel zwischen hohen und niedrigen Werten. Verarschen tut man mit seinem "tollen" A1c nicht den Arzt, sondern seine Gesundheit. Hier zieht leider wieder Jürgens "flach" voll an! Über das "niedrig" bliebe zu diskutieren (oder auch nicht!), da genug Ärzte mein(t)en, entscheidend wäre die Vermeidung grosser Schwankungen (mit denen man auch seinen A1c manipulieren KANN!) -
Jürgen
Rang: Gastam 23.03.2009 17:17:03
Moin Marie,
für den Langzeitwert HBA1c (verzuckerte rote Blutkörperchen in Prozent, gesund 4,5-5,5) zählt erst der Wert ab etwa 3 Stunden. Aber für Gefäß- und Nervenschäden zählt schon lange vor dem ansteigenden Langzeitwert die Höhe der kurzzeitigen Spitzen. Denn Zucker bindet viel Wasser und wirkt gewissermaßen magnetisch auf das Wasser in Zellen mit geringerem Zuckergehalt. Und wenn der Zucker im Blut dann schnell wieder zurück geht, wirkt der Druck relativ schnell wieder in der entgegengesetzten Richtung. Das ist die Grundlage für die Schäden, die schon im prädiabetischen Bereich entstehen, bevor der BZ die Schwellen zur Diagnose Diabetes überschreitet.
Ausreichend Teststreifen verschrieben bekommen aktuell nur INSULINER und werdende Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes. Dabei die mit dem voraufgegangenen Schwangerschaftsdiabetes allerdings bei ausreichem Draufbestehen auch schon zum Schwangerwerden. Denn der gesunde BZ begünstigt die Empfängnis und die ersten Entwicklungswochen. Das könntest Du als Deine Chance nutzen, dich nach bestandener Prüfung gesund mit Deinem manuell gesteuerten BZ einzurichten - selbstverständlich unabhängig vom tatsächlichen Familienergebnis ;-)
Daumendrück, Jürgen -
gg
Rang: Gastam 23.03.2009 17:21:41
Richtig.
Der normnahe HbA1c-Wert ist nur dann gut, wenn die 2h-pp-Werte 140 mg/dl nicht regelmäßig überschreiten.
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marie
Rang: Gastam 23.03.2009 18:38:29
liebe jürgen,
wieder viele fakten und so langsam verstehe ich einige zusammenhänge besser. merci!
der tipp, wie ich an teststreifen komme ist prima. zumal ich aber ernsthaft darüber nachdenke gleich ein 2. baby ranzuhängen, denn wer weiss wie lange die werte in dem bereich bleiben. werde das mit dem arzt besprechen, denn ich will noch ein 2. baby- nicht das es später zu riskant wird.
vielen dank für deine vielen erläuterungen. ich bin schon etwas relaxter und habe auch den mut zum doc zu gehen, denn folgeschäden müssen ja jetzt noch nicht ihrem keim bilden. aber bis ostern lasse ich mir eine galgenfrist.
liebe grüße
marie
anonym: ab wann sollten mich denn die werte "kirre" machen? -
hh
Rang: Gastam 24.03.2009 11:41:18
Kirre machen garnicht lassen.*GGG*
Vollkommen gesunde Nüchternwerte im Vollblut (Fingerbeere, Ohrläppchen) sind 60 - 90 ,
pp-Werte unter 140.
Prädiabetisch:
Nüchtern 90 bis 110,
2 Stunden pp bis 199.
Gute Zielwerte für Diabetiker:
Nüchtern 80 bis 120,
1-2 Stunden pp 160-130.
Für Schwangere zum Schutz des Föten:
Nüchtern wie oben,
pp 1 Stunde max 140
pp 2 Stunden max 120.
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marie
Rang: Gastam 24.03.2009 12:56:31
danke
eins verstehe ich nicht: meine warte am tag liegen 2 stunde nach dem essen bei ca. 110, aber nüchtern bei 130, wobei der wert vor dem schlafengehen bei 90 liegt. woran liegt das und kann ich dagegen was tun ? von marie -
kati
Rang: Gastam 24.03.2009 14:56:34
Könnte an deiner "inneren Uhr" liegen.
Morgens wird Adrenalin als "Wachmacher" ausgeschüttet und das erhöht den BZ. -
Jürgen
Rang: Gastam 24.03.2009 15:15:05
Moin Marie,
dass Deine Leber infolge Fehlsteuerung dieses Zuviel an Zucker für den hohen Morgenwert ausgibt, hatte ich schon geschrieben. Manchen gelingt es, diese Fehlsteuerung zu übertricksen, indem sie sich vor dem Schlafengehen ein kleines Betthupferl gönnen. Anderen gelingt es, indem sie unmittelbar vor oder mit dem Aufstehen morgens ne Kleinigkeit essen. Medimäßig wird Metformin verordnet, das die Leber wie Alkohol an ihrer Zuckerausgabe hindert. Und weil es kein Insulin gibt, das so verzögert wirkt, bekommen INSULINER mit ausgeprägtem Morgenhoch häufig eine Insulinpumpe verordnet. Denn die kann man so programmieren, dass sie gegen den BZ-Anstieg dann ausgleichend mehr Insulin ausgibt.
Aber der morgentliche Nüchternwert ist die eierlegende Wollmilchsau der Medizin. Es ist halt der Wert, der für die meisten Untersuchungen standardmäßig erfasst wird.
Dabei haben Deine nüchtern 130 keine andere Wirkung als 130 irgendwann am Tag nach einem Essen. Einzig hinderlich, wenn vor dem Essen schon 130, mag frau wenig Stärke=Zucker essen, wenn sie ne Stunde danach unter 140 bleiben will.
Bisdann, Jürgen
Adrenalin kann den BZ nur erhöhen, wenn nicht passend Insulin geliefert werden kann, ehöht also bei stoffwechselgesunden nicht. -
marie
Rang: Gastam 03.04.2009 18:16:41
hallo ihr lieben,
ich habe mal eine weiter frage zu meinen werten. seit dem ich diät mache werden sie von tag zu tag besser. Ich habe bisher 3 KG abgenommen.
nüchtern liege ich jetzt bei 90 und nach dem essen bei 120. ich muss dazu sagen, dass ich fast komplett auf KH verzichte.ich esse viel fisch und salat. mal ne suppe. wenn ich nach dem essen spazieren gehe, dann ist der wert bei 80-90. kann es sein das bei mir einfach sport und abnehmen erstmal reicht?
neulich habe ich mal ein weisses brötchen mit tomate/mozzarela vom bäcker gegessen und der wert lag nach 2 stunden bei 150.
Wie ist das? Wie wären die werte bei einem diabetiker wenn er fasst keine KH isst?
liebe grüße
marie (die immernoch prüfungen hat und sich nicht zum doc traut) :-)