Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Diabetikerschulung
-
Jana
Rang: Gastam 16.03.2009 17:51:41
hay ihr experten :-))
heute war meine erste diabetikerschulung.
aktueller stand: diagnostizierte veranlagung zum diabetes. vor gewichtsreduktion, sport, und ernährungsumstellung waren nüchternwerte um die 108, hba1c 6,0 und glukosebelastungstest nach einer stunde 135 und nach 2 stunden 130.
jetzt liegen die nüchternwerte immer um die 88 und der hba1c bei 5,2.
neuer glukosebelastungstest steht aus.
aber man kann sagen, die werte sind jetzt super.
nun war ich bei der schulung etwas verwirrt, wegen der ernährung.
ich hab mich wirklich UMFASSEND informiert. aber nun kommt da diese kursleiterin und erzählt wieder was anderes.
sie meinte was kartoffeln und milch betrifft könne man dies unbesorgt essen. milch wär total gesund und kartoffeln ebenso. überall hörte ich diese dinge wären nicht sooo der hit.
dann meinte sie weissbrot sei auch kein problem. dachte immer, das solle man etwas reduzieren und lieber auf schwarzbrot usw zurückgreifen.
ebenso meinte sie, seien früchte kein thema. hatte die nun eigentlich gemieden, wegen des fruchtzuckers.
also das is nun kein dringender beitrag..es gingen mir nur bezüglich der ernährung da etwas die fragezeichen auf. und dachte, ihr wisst da vielleicht mehr.
von Jana -
Astrid
Rang: Gastam 16.03.2009 18:08:39
Klar kannst du im Prinzip alles essen, nur solltest du genau wissen, wie sich das alles auf deinen Blutzucker auswirkt.
Dazu google doch mal eine Liste mit dem glykämischem Index der Lebensmittel, dh. wie schnell die einzelnen Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lassen.
Aber eine vollwertige Ernährung ist auf Dauer wirklich besser.
Und Bewegung ist das A & O
viel Glück -
Janaa
Rang: Gastam 16.03.2009 19:03:05
:o)
ja@anonym..ich denke da hast du absolut recht! ich war nur etwas verwirrt, weil man hört es so und so und wieder anders ;o)
ich hab mir diesen index mal ausgedruckt und werd den mal bei meinen mahlzeiten mir im hinterkopf halten. allgemein denke ich auch, dass eine vollwertige ernährung sinnvoll ist in kombination mit bewegung!
ich hab ja jetzt auch keine schlimmen werte...aber ich denke, wenn man das glück hat rechtzeitig von seinem problem zu wissen, dann sollte man wirklich SOFORT energie hineinstecken und sich bemühen von anfang an viel richtig zu machen ;o)
von Janaa -
Jürgen
Rang: Gastam 16.03.2009 19:07:50
Moin Jana,
erstmal Gratulation zur strammen Leistung :-)
Und zur guten Ausstattung, denn Dein OGTT-Ergebnis sagt, dass da noch viel gut funktioniert von Deiner BZ-Automatik. Wenn Du sorgfältig drauf achtest, sie nur in dem Maße zu fordern, in dem sie's auch weiter leisten kann, brauchst Du vielleicht nie Medis zu nehmen. Und das Draufachten ist eigentlich ganz einfach: Du überprüfst den BZ-Verlauf nach Deinem normalen Futter-Input und veränderst den ggf. so, dass Dein BZ zuverlässig immer unter 140-120-100 mg/dl 1-2-3 Stunden nach jedem Essen und Trinken bleibt. Auf diese Weise findest Du auch raus, wie viel von welchem Brot und Kartoffeln und Obst und ... Du dir wirklich leisten kannst :-)
Keine Angst, das heißt jetzt nicht immer nach jedem Input 3mal messen, sondern nur zum Rausfinden Deiner BZ-Verläufe und passenden Mengen. Mit etwas System solltest Du im wesentlichen nach 3 Wochen damit durch sein und nach 6 Wochen auch Deine selteneren Varianten passend einschätzen können. Und von da an reicht je nach persönlicher Haustiermischung die im wahrsten Sinne des Wortes Stichprobe alle paar Tage bis paar Wochen.
Bisdann, Jürgen
Un-/behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr folgekrank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
Wer dagegen seinen Blutzucker selbst so gesund steuert, dass eine zufällige Blutuntersuchung meistens nicht einmal einen Diabetesverdacht begründen würde, braucht kaum weitere Folgekrankheiten zu fürchten. -
Jana
Rang: Gastam 17.03.2009 10:54:32
hallo jürgen!
danke :o)
hm ich denke man sollte eben es als glück nehmen, wenn man rechtzeitig merkt, dass was nicht passt. und es wäre dumm, dann nicht zu handeln.
das problem is halt einfach, nicht automatisch wenn man dick ist und unmöglich ist, kriegt man diabetes. den kriegen halt die leute, die die veranlagung haben und zusätzlich dann eben dick sind und sich schlecht ernähren. also ich rede nur vom typ II. naja und die, dies haben, die können dann halt nicht so weiterleben wie vorher.
meine grösste angst ist, dass man furchtbar eingeschränkt ist, wenn man nen manifesten diabetes hat. und diese angst ist so gross, dass ich mich eben sehr bemühe und hoffe, dass ichs so lange wie möglich abhalten kann. hoffe gewichtsreduktion und jeden tag bewegung und überwiegend gesund ernähren reicht. überwiegend daher, weil ich immer mal einen tag hab, wo ich mal sündige. aber mal ein stück torte in der woche wird schon kein drama sein ;o)))
danke für deinen tip, wie ich mich selber einstellen kann zwecks ernährung usw. werde das denke ich bald im griff haben!!! von Jana -
EH
Rang: Gastam 17.03.2009 11:38:06
Hallo Jana,
hat man dir diesen Unfug, daß man dick sein muß um Diabetes Typ II zu bekommen, in der Schulung beigebracht?
Ich habe "meinen" Typ II bekommen, da war ich Ende Zwanzig und hatte einen BMI von 17.
Wenn man sich nicht gerade von Schweinshaxn und Schwarzwälder Kirsch ernährt und normale Portionen ißt, dann hat auch die Ernährung weit weniger Einfluß als immer behauptet wird.
Man muß sich selbst beobachten um zu verstehen, was einem schadet und was man unbeschadet essen kann. Bei mir z.B. haben Semmeln und Toast eine katastrophale Auswirkung auf den Blutzucker, im Gegensatz zu Schokolade, die praktisch kaum BZ-erhöhend wirkt.
Außerdem haben äußere Einflüsse, wie z.B. Stress eine ausgeprägte negative Wirkung auf den BZ. von EH -
jana
Rang: Gastam 17.03.2009 12:06:43
hi!
hm ja, also man sagte mir, wenn man die veranlagung hat UND dann noch dick ist und unmöglich "frisst" dass dann der diabetes kommt. und bei den leuten, die die veranlagung nicht haben auch wenn sie unmöglich essen usw es eben nicht kommt.
so wurde es auf der schulung gesagt.
aber du hast völlig recht, man muss sich selber beobachten. ich hab z.b. festgestellt, dass bei mir ebenfalls weissbrot ne immense wirkung hat, also ne negative. esse ich hingegen viel gemüse und vollkornzeug und nicht so viel fett, dann sind meine werte bombastisch. was kaum auswirkung hat ist erstaunlicherweise reiner zucker. also ohne kombination mit fett. also esse ich ein wenig schokolade, die wenig fettgehalt hat, piept mein BZ nicht mal. naja gut und an den mengen hab ich natürlich drastisch was geändert.
bin für jede anregung dankbar, weil wie man an deinem post sieht, sind auch in den schulungen wohl märchen ;o) von jana -
janaa
Rang: Gastam 17.03.2009 12:10:27
nachtrag bezüglich stress:
DAS würde mich sehr interessieren, die diabetologin sagte mir, ein gesunder mensch wird auch bei stress oder infekten keinen höheren blutzucker haben. wenn man bei stress oder infekten einen höheren blutzucker hat past was nicht. weil ich mal eine magendarmgrippe hatte und einen nüchternwert von 119 hatte und meinte das käme doch sicher durch den infekt. und sie ritt darauf herum, dass ein gesunder mensch eben auch bei solchen situationen NIE solche werte kriegt, weil der körper das dann abkann.
nun ist es aber so, dass ich seit 1-2 jahren permanenten hammerstress habe und psychisch echt etwas fertig bin. da würde mich echt interessieren, ob man bei solchen situationen nur dann nen hohen BZ kriegt, wenn man eben diabetiker ist, oder ob das genauso den menschen passiert, die ansonsten kerngesund sind.
weiss da jemand was dazu? von janaa -
Astrid
Rang: Gastam 17.03.2009 14:29:13
Hallo Jana, du mußt immer bedenken, daß ein Diabetes auch eine lange Vorlaufzeit hat, bei mir waren das acht Jahre, und zwischendurch auch wieder mal Phasen kommen, in denen alles im Lot zu sein scheint. Meine Cousine ist schon ein paarmal umgefallen wegen Unterzucker, obwohl sie keinen Diabetes hat.
Bei mir ist es auch so, daß bei Infekten und Stress mein BZ sofort nach unten schießt und ich gar kein Insulin brauche.
Diabetes ist wirklich was sehr Individuelles.
In diesem Forum wird zwar auch viel "geplökt", aber ab und an bekommt man doch eine gute Anregung.
mfg von Astrid -
EH
Rang: Gastam 17.03.2009 15:54:58
Hallo Jana,
ich denke, ein gesunder Mensch wird keinen erhöhten Blutzucker bei Stress und Infektionen haben. Ein gesunder Mensch pflegt seinen BZ aber auch nicht zu messen und uns als Diabetiker kann das auch egal sein. Bei einem gesunden Menschen wird der Stress andere Auswirkungen haben.
Tatsache ist, daß bei mir der BZ enorm steigt, wenn ich eine Infektion habe. Habe gerade eine üble Erkältung hinter mir, mein BZ lag morgens bei 200 und war, obwohl ich außer Quark nichts gegessen habe, den ganzen in dieser Höhe - trotz spritzen.
Ich bin ja mittlerweile 65 und seit kurzem in Rente. In der letzten Zeit ist mir Berufstätigkeit und Haushalt doch sehr schwer gefallen, also permanenter Stress und meine Werte waren schlecht und nicht in den Griff zu kriegen. Seit ich daheim bin und zur Ruhe komme, werden meine Werte langsam besser. Mein Diabetologe wollte nicht so recht glauben, daß es an der Belastung liegen könnte. Bin gespannt, was er jetzt sagen wird.
Alles in allem gibt es viele Dinge, die den BZ positiv oder negativ beeinflussen können, allein an der Ernährung liegt es nicht, der Mensch ist keine Maschine. von EH -
Jana
Rang: Gastam 17.03.2009 16:03:03
@EH:
ja, das is völlig richtig.
was MICH im nachhinein ärgert:
die erhöhten werte wurden mir ja durch zufall letzten april bekannt. ich musste akut wegen was anderem ins KH und routinemässig wurde blut abgenommen.
ich hatte da einen nüchternzucker von 114.
auf welchen mit der dortige arzt hinwies, dass ichs mal im auge behalten soll.
ich war etwas geschockt und rief als ich zurück war meinen internisten an und DANN war ich sauer. denn ich lasse 2 mal im jahr routinemässig blut abnehmen. und bekomme als antwort: ja der zuckerwert ist schon die letzten 2 jahre immer ein bisschen erhöht..
und mir wird bei jedem ergebnis gesagt "alles ok" und ich verlasse mich drauf.
klar, die werte waren nie ein manifester diabetes, aber sie waren so, dass man mich hätte drauf hinweisen MÜSSEN. ich hätte viel eher reagieren können. und das machte mich so furchtbar wütend. wozu geh ich denn zum arzt. hmpf von Jana -
Anke
Rang: Gastam 17.03.2009 19:15:31
Wer sich in die eigene Tasche lügt und sich ständig was vormacht hinsichtlich Ernährungsgewohnheiten....hat nicht anders verdient und wird nie sein Normalgewicht erreichen!
Diabetikerschulung hin oder her ( das Leben zu Hause spielt hier eine größere Rolle)-je mehr Insulin im Körper um so größer der Hunger(Insulin ist ein Masthormon) - ein Teufelskreis aus dem ein entrinnen nur mit großer Selbstdiziplin und viel Bewegung möglich ist !
von Anke -
Jana
Rang: Gastam 17.03.2009 19:51:39
ich glaube NICHT dass ich mir was in die tasche lüge. meine disziplin darf ich sehr wohl loben. ich habe über 30 kg abgenommen und eine absolut gute ernährungsumstellung vollzogen.
sonst würde ich wohl kaum so agieren würde ich mich belügen.
ich bin lediglich sauer, dass ich nicht früh genug über meine blutwerte informiert wurde, was pflicht gewesen wäre!!! von Jana -
Jürgen
Rang: Gastam 17.03.2009 20:18:37
Moin Jana,
das ist das Schöne an solchen Foren, dass man sich einfach manchmal Ärger und Antwort schenken kann ;-)
Dass ich als Patient mit Recht erwarten dürfte, z.B. nach ner Blutuntersuchung zu erfahren, wie hoch mein BZ war, hab ich auch mal gedacht. Aber tatsächlich gilt der unter der Grenze, ab der der Dok behandelt, in der alltäglichen Medizinpraxis als in Ordnung. Und behandelt wird nun mal erst ab Überschreiten der Diagnose-Schwellen. Und das in-Ordnung-Spiel setzt sich bei Typ2 z.B. in der Form fort, dass mit dem Einsetzen der Behandlung der BZ dann mit Tabletten wieder bis zum Überschreiten von HBA1c 8 in Ordnung ist. Bei der Größenordnung erfolgt mit der Hinzunahme von bzw. Umstellung auf Insulin häufig die nächste große Behandlungsveränderung.
Und danach kann Dir passieren, dass ein fortschrittlicher Dok Dir rät, 2 Stunden nach jedem Essen unter 140 mg/dl raus zu kommen. Und Du kannst dich fragen, ob das denn nicht besser und einfacher für Dich gewesen wäre, wenn der Dok Dir das Drunterbleiben nahegelgt hätte, als das Überschreiten die ersten Male passiert ist. - Aber da war das Überschreiten ja noch gesund, denn da warst Du noch keine Diabetikerin, und Gesunde haben nach der Diagnoseordnung oft auch für Stunden BZs über 140.
Ok, hat ein weilchen gedauert, bis ich auf die Idee gekommen war, immer nach den konkreten Werten zu fragen :-)
Bisdann, Jürgen
Un-/und ärztlich behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr folgekrank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
Wer dagegen seinen Blutzucker selbst so gesund steuert, dass eine zufällige Blutuntersuchung meistens nicht einmal einen Diabetesverdacht begründen würde, braucht kaum weitere Folgekrankheiten zu fürchten. -
gt
Rang: Gastam 17.03.2009 21:10:50
Und jetzt lebt er nur noch für seine tollen Werte - darauf kann man schon stolz sein. Oder? -
Rainer
Rang: Gastam 18.03.2009 10:39:26
@Anonym
Jürgen und viele andere Diabetiker leben MIT tollen Werten nicht FÜR sie.
FÜR macht Stress - MIT erzeugt Erfolg und Zufriedenheit und die Möglichkeit, trotz Diabetes lange gesund zu leben - entscheiden muss das jeder selbst. Ich habe mich für Erfolg und Gesundheit entschieden und komme mit meiner Situation bestens zurecht. Probiers doch auch einfach mal.
Rainer
-
Why?
Rang: Gastam 19.03.2009 17:57:47
Warum sollte ich? Weil es dir gut geht? Komischer Ratschlag! Jeder Diabetiker ist anders und du kein entscheidender Massstab.
>> für die Enthusiasten einer Zielsetzung auf normnahe HbA1c-Werte (d.h. < 6.1%) hält diese DCCT-Publikation auch noch einen Dämpfer parat: Nur ein kleiner Bruchteil des gesamten Retinopathie-Risikos war in der DCCT-Studie auf den HbA1c-Wert zurückzuführen, wie die logistische Regressionsanalyse nun zeigte. Nur 11% der Varianz des Auftretens einer Retinopathie wurden durch den auf Dauer erreichten HbA1c-Wert bestimmt und 89 % durch andere, nicht näher bezeichnete Risikofaktoren unabhängig vom HbA1c-Wert. Vermutet werden Risikofaktoren, die in der DCCT-Studie NICHT berücksichtigt worden waren, wie z.B. genetische oder soziale Faktoren, Lebensstil, Bluthochdruck, oder auch der Einfluss einer abrupten HbA1c-Absenkung. (In einer anderen Studie hat der durchschnittliche HbA1c-Wert über 20 Jahre etwa 30% der Varianz des Auftretens diabetischer Spätschäden erklärt . Parallelen zu den kürzlich veröffentlichten Schlussfolgerungen aus der ACCORD- und ADVANCE- Studie bei Typ-2 Diabetes mellitus sind augenfällig: auch
hier waren andere Faktoren als eine „STRAFFE Blutzuckereinstellung“ (140/120/100) ausschlaggebend für die Krankheitsfolgerisiken<< (aus http://online-zfa.de/index.php/artikel/beitrag/37/sf_highlight/diabetes) von Why? -
Rainer
Rang: Gastam 20.03.2009 10:30:53
Ich will dir deinen Glauben nicht nehmen, allerdings will ich ihn auch nicht mit dir teilen. Wenn ich mich irre, dann habe ich ein bischen zu viel Aufwand betrieben - ein Irrtum von dir kann unter Umständen recht negative Folgen für dich haben.
Über die Fehler bei Design und Auswertung der ACCORD-Studie haben sich schon genügend Fachleute ausgelassen. Gleiches wird, davon bin ich überzeugt, bezüglich der DCCT-Studie passieren. Ansatzpunkte gibt es genug.
Wenn du gerne Studien sammelst, die dir ein gutes Gewissen für schlechte A1c- bzw. pp-Werte vermitteln, dann kann ich dir aktuell HEART2D (http://care.diabetesjournals.org/cgi/content/abstract/32/3/381) empfehlen. Die Studie beweist angeblich, dass es ausreicht, den NBZ zu behandeln und das die zusätzliche Behandlung der pp-Werte keinen Unterschied im Ergebnis bringt. Den Fehler beim Design der Studie kannst du ganz leicht selber herausfinden. Für Gegner einer normnahen BZ-Einstellung wird sie ein gefundenes Fressen sein. Die Kostensparer werden sich bestimmt auch gerne darauf stürzen.
von Rainer -
Jürgen
Rang: Gastam 20.03.2009 11:27:04
@Why,
keine Studie hat bisher gesunde Verläufe im Rahmen von max 140-120-100 mg/dl verglichen, denn solche Verläufe waren bisher in keiner Studie das Ziel. Ziel war bisher ausschließlich ein vergleichsweise toller HBA1c-Wert, und ein 5er lässt sich locker auch mit z.B. 400-180-60 erreichen, und genau so ist in allen diesen Studien verfahren worden. Denn in den ersten Stunden eines BZ-Hochs sind die Verzuckerungen an den Blutkörperchen, die für diesen Wert gemessen werden, noch reversibel. Aber jeder Augen- und jeder Nierenspezialist weiß heute, dass große BZ-Schwankungen empfindliche Zellsysteme höher belasten, als höhere BZ-Verläufe mit Schwankungen im gesünderen Rahmen.
Wer sich dagegen an 140-120-100 orientiert, nutzt beides, eine gesund geringe Schwankungsbreite und einen gesund niedrigen BZ-Verlauf :-)
von Jürgen -
Why not!
Rang: Gastam 20.03.2009 13:36:12
@Rainer: Verstehst du eigentlich, was du liest? Wer hat sich denn wo als "Gegner der normnahen BZ-Einstellung" geoutet? Es ging NUR darum, das dieses (sicher wichtige) Kriterium nicht das einzig "selig" machende ist (11% / 89%). Du sollst gerne dein 140/120/100 durchziehen, aber dich nicht wundern, wenn du dann doch irgend einen Spätschaden bekommst. Aber das hast du offensichtlich nicht verstanden. Erzähl ruhig weiter, was andere "Spezies" dir suggerieren.
@Jürgen: "ein 5er lässt sich locker auch mit z.B. 400-180-60 erreichen, und genau so ist in allen diesen Studien verfahren worden." Träum weiter!
Warst du Bestandteil der Studien? Woher sonst wüsstest du deine Behauptung? Aber es zeigt deutlich, wie du über andere, nicht nach deiner ständig propagierten Art lebenden, Diabetiker denkst. Schönen Dank auch! von Why not! -
Beobachter
Rang: Gastam 20.03.2009 14:06:51
Sehr gutes Statement, Why not!
Der Irre von O… findet immer wieder gutgläubige Klaqueure beim Verbreiten seiner Irrlehre der falschen Prioritäten.
Nur nicht beim Diabetikerbund – hier haben die Maurer für ihn in jeder Wand ein Loch gelassen - oder den Fachärzten.
von Beobachter -
Jürgen
Rang: Gastam 20.03.2009 14:31:36
@ Why not
Ich weiß das, weil ich mit reichlich Fachleuten drum diskutiert habe: Eine Studie mit 140-120-100 ist schlicht unmöglich, weil so ein Verlauf nicht ärztlich einstellbar und ohne komplette Steuerung durch den Betroffenen nicht zuverlässig möglich ist. So eine Studie ließe sich mithin nicht einmal einfach blind durchführen, also ohne Einflussnahme des Behandelten, und das wäre die Mindestvoraussetzung für eine Anerkennung. Aber Ziel ist längst wie bei ACCORD die doppelte Verblindung: Weder Behandelte noch Behandler dürfen wissen, um welche Therapie es geht, und auch keinen Einfluss nehmen.
Dein Einwand (wie auch der nette Applaus aus dem Senium ;-) offenbart erschreckendes Unwissen über Studiengrundlagen :-( von Jürgen -
jter
Rang: Gastam 20.03.2009 20:17:39
Da sind wir aber richtig froh, daß wenigstens du ein "erschreckendes" Wissen hast (aus Diskussionen mit reichlich Fachleuten).