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Focus Artikel vom 19.05.2014 'Wird Diabetes falsch behandelt?
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Gast
Rang: Gastam 03.07.2014 15:14:49
Lieber Holger,
ich sehe das anders, ohne jetzt z. B. Jürgen widersprechen zu wollen.
Aber denk mal nach - wir sind Laien, keine Ärzte, keine Wissenschaftler, keine Forscher. Wie sollen wir das beantworten können? Und wie kommen wir dazu, wissenschaftliche Ergebnisse anzuzweifeln?
Jeder Mensch ist anders und jeder Diabetes ist auch anders. Jeder von uns muss zusehen, dass er sich und seinen Diabetes möglichst gut kennt und gut damit umgeht. Die Diabetes-Forschung geht weiter und wir können nur abwarten, was dabei noch herauskommt. -
am 03.07.2014 15:39:43
Ich weiß, dass ich, dass du und alle (viele) andere hier Laien sind.
Aber eben Laien mit (Diabetes)erfahrung. Mit Erlebnissen. Die anderen vielleicht helfen können neue Denkwege einzuschlagen oder bestehendes Wissen(?) zu überdenken.
Ich nehme hier noch einmal Bezug auf meine 'Erfahrung' mit meinen kalten Füssen, wenn der Blutzucker im 'Normalbereich' liegt.
Ich fragte meine Hausärztin (Diabetologin), den Doc im Klinikum (Innere Medizin) und die dortige Diabetologin, was gegen einen (etwas) höheren BZ-Wert zur Nacht einzuwenden ist, wenn sich meine Nachtruhe, also mein Schlaf und die Einschlafphase, dadurch angenehmer gestaltet weil ich nicht das Gefühl in den Füßen / Zehen habe zu frieren. Statt einer plausiblen Antwort wurde mit 'das darf nicht sein / die Werte müssen im Normbereich liegen' argumentiert. Solche Antworten finde ich nicht zufriedenstellend, weil sie nichts begründen oder mir suggerieren, dass der Arzt / die Ärzte in Ihrem Wissen eingeengt oder in ihrer Meinung eingefahren sind.
Geht es bei einer ärztlichen Behandlung nicht auch darum, dass ich mich wohlfühle? Was ist dagegen einzuwenden, durch ausreichenden und erholsamen Schlaf, fit und entspannt in den neuen Tag zu starten, als sich an die Richtlinien zu klammern, nicht richtig einschlafen zu können, somit zu wenig Schlaf zu bekommen und einen unentspannten Tag (für mich und meine Umgebung) zu erleben. Mein Langzeitwert liegt übrigens bei 6,7 mmol. -
am 03.07.2014 15:44:32
Gast schrieb:
Aber denk mal nach - wir sind Laien, keine Ärzte, keine Wissenschaftler, keine Forscher. Wie sollen wir das beantworten können? Und wie kommen wir dazu, wissenschaftliche Ergebnisse anzuzweifeln?
Auch Laien müssen denken und lesen dürfen. Und wenn der Vermutung nach bei ACCORD im einen Jahr die zu niedrige Absenkung verantwortlich gemacht wurde, ohne die Auswertung der Studie zu kennen, dann ist das schlimmer als laienhaft.
Als die Studie schließlich 2 Jahre später ausgewertet war, hatte sich die Spekulationsmeinung schon so verfestigt, dass sie sachlich völlig unbegründet längst Eingang in X Nummern mehr oder weniger anerkannter Veröffentlichungen gefunden hatte. Das Studienergebnis hat dagegen bis heute einen schweren Stand.
Ach so, warum hat es mit der Auswertung der Studie so lange gedauert?
Weil daran mehrere tausend Typ2 beteiligt waren in X Nummern Institutionen und in 2 Ländern. UND weil die Studie doppelt blind angelegt war: Weder Behandelte noch Behandler wussten, womit und mit welchem Ziel behandelt wurde.
Die Daten mussten erst alle zusammengetragen, zugeordnet und ausgewertet werden. -
am 03.07.2014 16:15:35
Moin Ingo,
ich be-schreib's mal anders rum:
Wenn ich in 1991 diagnostiziert mit nüchtern 400und und HBA1c 15und normal eingestellt worden wäre, also in solchen Interventionsschritten, zunächst auf HBA1c an 7, mit der Einstellung dann bis 8 oder 8,5, dann mit mehr/anderen Medis wieder Neueinstellung bis 7 und leben bis 8 oder 8,5, dann mit mehr/anderen Medis wieder Neueinstellung bis 7 dann und leben... hätte ich heute
etwa 140kg Kampfgewicht,
HBA1c 8-10 bestenfalls,
300-400 Einheiten Insulin am Tag ,
Bluthochdruck,
völlig irre Blutfette,
Atemnot ,
und wahrscheinlich schon ne schöne Sammlung Stents. Kann ich an einigen noch lebenden Exemplaren in meinem Umfeld, die damals mit mir zusammen die Schulungen besucht haben, erschreckend ablesen.
Stattdessen war ich nach den ersten Monaten wieder bei 6 und darunter (nicht infolge von Medis, sondern weil ich nach meinem BZ-Messer gegessen hab), hab dann leider einige Jahre dem Reden von 7 als Goldstandard geglaubt und bin ich seit über 10 Jahren bei HBA1c 5,5 und besser. War in den ersten beiden Jahren meiner INSULINER-Zeit bei 120-140 Einheiten Insulin am Tag und vor 1 Jahr bei 96kg am schwergewichtigsten. Heute 72kg, um die 30-40 Einheiten Insulin am Tag, normal bei Blutdruck und Blutfetten und auch bergan immer noch ausreichend Luft :)
Nach Holgers und Deiner Wärmethese müsste ich übrigens den ganzen Tag Eisfüße haben, denn an den meisten Tagen esse ich eher keine 50g KHs.
Bisdann, Jürgen
Bearbeitet von User am 03.07.2014 16:16:38. Grund: Korrekktur -
Gast
Rang: Gastam 03.07.2014 18:48:34
hallo ingo,
dein arzt ist einer von der höflichen sorte, ich bevorzugen den direkten typ, und der würde dir sagen : nein wir sind nicht fürs wohlfühlen da sondern daß sie ihre füße behalten.
und das geht nur mit guten werten , nicht mit überhöhten.
als ich letztens im kh war, war auch so einer der erstmal dies und das probieren wollte und abwarten und mal sehen,
den haben sie am nächsten morgen entlassen, mit der begründung lehnt behandlung ab. -
Gast
Rang: Gastam 04.07.2014 09:04:33
Regt zum nachdenken an - ich habe seit 3 Jahren t 2- Diagnose nur aus Laborwerten,keine Ursachenforschung - mir wurde nur gesagt - es ist so nimm es hin - ich habe keine Präferenz für Diabetes,kein Arzt hat je die Bauchspeicheldrüse angeschaut - nur Laborwerte............... -
Gast
Rang: Gastam 04.07.2014 09:40:12
Gast schrieb:
Regt zum nachdenken an - ich habe seit 3 Jahren t 2- Diagnose nur aus Laborwerten,keine Ursachenforschung - mir wurde nur gesagt - es ist so nimm es hin - ich habe keine Präferenz für Diabetes,kein Arzt hat je die Bauchspeicheldrüse angeschaut - nur Laborwerte...............
Ursachenforschung? Wie könnte sowas denn aussehen? Und wie hättest du denn gerne die Besichtigung deiner Bauchspeicheldrüse?
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Gast
Rang: Gastam 04.07.2014 10:13:08
zusatz :
wie hast du denn festgestellt , daß du keine präferenz für diabetes hast ? denn er ist ja vh also hattest du doch diese präferenz.. -
am 04.07.2014 11:04:21
Moin Holger,
hatte diesen Beitrag gerade schon in einem anderen Thread, in dem Du wieder was mit dickerem und dünnerem Blut geschrieben hattest.
Bei 10mmol/l morgens nüchtern führt Dein Blut pro Liter 1,8 Gramm Glukose mit, bei gesunden 5mmol/l 0,9g. In Dir laufen um die 5 Liter Blut um, und zwar morgens und abends gleich viel, also zusammen etwa 9 Gramm Glucose - statt der gesunden 4,5 Gramm. Wo da was dünner- oder dickflüssiger sein soll, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Dein Gefäßsystem hat keinen Platz für nen Liter oder wie viel Du auch immer am Tag zusätzlich sammeln und bei der Nacht ausschwitzen willst. So zusätzliche oder ggf. auch weniger Flüssigkeit wird im Gewebe und nicht im Gefäßsystem gespeichert. Schließlich bestehen wir zu mehr als der Hälfte unseres Körpergewichtes aus Wasser.
Bisdann, Jürgen
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Gast
Rang: Gastam 04.07.2014 21:16:16
Eventuell durch ne Bauchsono oder ähnliche Bildgebende Untersuchung - wendigstes abgetastet , aber nix......!